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unrecht

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unrecht adj. adv.

Bd. 24, Sp. 1236
unrecht, adj. adv. , gth. von recht. ahd. unreht, -rehto; mhd. unreht, -rehte; ags. unriht, mengl. unright, nengl. veraltet; as. unreht, -rehto, mnd. unrecht; afries. unriucht; mnl. nl. onrecht; an. úréttr, n. uret, schwed. orätt. vgl. ungerecht, unrichtig; unrechtfertig, unrechtlich, -sam, -schaffen, -sinnig. comparativ: Graff 2, 402; Wadstein 235a; noch unrechter und streflicher ist, das ... Schwarzenberg beschwerung der teufl. schlangen y 3a; Lessing 13, 207, 15. superlativ: Graff 2, 402; 405; dein kalter scherz ist hier an der unrechtesten stelle von der welt neue schauspiele (1771 ff.) 10, 3, 60. 11) wie recht II 1 sinnlich (vgl. unrichtig 1): also namen die begynen Ulenspiegeln und truogen in uff den kirchoff unrecht, als er uff dem buch lag Eulensp. 144 ndr.; eine unrechte (krumme) linie Kramer (1702) 2, 279b; mit unrichtig zusammenflieszend: u. schneiden ebda 279c; übertragen: ein unrecht par eheleute (vgl.ungerade, ungleich) ebda 279; Rädlein 987b. schriftsprachlich veraltet. 22) gs. v. recht II 2 a, links: der richter schlägt den rechten fusz über den unrechten, zum zeichen, dasz er recht stärken und unrecht unterdrücken wolle Graf-Dietherr 411; unüblich; vgl. 3 d. gs. v. recht 2 d (vgl.unrechts): l'envers, le dedans die lincke und unrechte seite Duez nomenclator 40; die unrechte seite eines dinges Frisch (1730) 629; bildlich: dasz sie die gegenstände ihres tadels nach der unrechten seite (vgl. 3 d) gewaltsam herumdrehn Klopstock gelehrtenrep. 105; Tieck 4, 55. 33) recht II 3 entsprechend. vgl. falsch 4—6. 3@aa) ein unrechte ban Teuerdank 24, 148 G.; spur G. Forster 7, 244; weg M. Agricola musica instr. deudsch 58; wie ein hausknecht, der auf unrechten wegen gefunden Arnim 15, 49 (vgl.auf einem fahlen oder faulen pferde, einer faulen ziege ertappt werden). 3@bb) zu unrechter zeyt gepern Diefenbach gl. 4 abortire; zu rechter und unrechter zeit Ringwaldt lauter warheit a 3a; meine köchin ist mir eben zur ganz unrechten zeit aus dem dienste gelaufen Göthe 23, 37, 21 W.; zu allen unrechten zeiten Steub wanderungen im b. gebirge 22; jahreszeit, stunde, augenblick u. s. w. zeitbestimmend auch: ein holtz, das gehawen wirdt in eim unrechten zeichen Parac. 2, 373 C. 3@cc) damit er sich an dem unrechten ort hinabliesze Montanus 222 B.; schönheiten am unrechten ort Ramler einleitung 1, 208; es wird daher hier nicht am unrechten orte seyn, mit wenigen worten zu sagen F. Th. v. Schubert. 1, 12; freund, wenn du etwas zu stehlen suchst, so bist du hier an den unrechten ort gekommen Nicolai Nothanker 1, 138; die sache, etwas am unrechten ort (ende, fleck) angreifen Kramer (1702) 2, 279b; Chr. Weise d. klügsten leute 105; Bräker 2, 179. etwas an die unrechte stelle legen Kramer ebda; auf der unrechten stelle finden Möser 1, 216; hier steht mir alles am unrechten platze (übertragen) Knigge roman 2, 6; man kann sie (seine pflicht) falsch tun, am unrechten fleck Fontane I 6, 34; dem auch das herz nicht am unrechten flecke säsze Bürger 243; th. 3, 1742; 7, 1356. oft von d nicht zu scheiden. 3@dd) falsch, irrtümlich, fehlerhaft, verkehrt, zweckwidrig, vertauscht, verwechselt u. ä., falsch, unrichtig, unrecht Eberhard syn. 3, 18: yhr habt ein unrechten gedancken, irrt euch Luther 341, 286, 9 W.; aus unrechtem verstand der lere 14, 14, 6 W.; vorstellung Scheibe crit. musicus a 5; mittel Kramer (1702) 2, 279b; Bräker 1, 249; applicaturen Schachtner bei O. Jahn Mozart 1, 34; ursache, wahl u. s. w.; die unrechte flasche geben Forberger warh. beschreibung 48; das unrechte paar beim tanze Göthe 19, 34 W.; ein unrechtes kind, wechselbalg Höfler 914b; den letzen oder unrechten nahmen Thurneysser m. alchymia 41; ra. ein ding beim unrechten namen nennen; titel Lessing 2, 207; ausdruck Novalis 3, 339; in ein unrechtes haus gehen, an eine unrechte thür anklopfen Kramer (1702) 2, 279b; Bräker 2, 90; zur unrechten thüre herauswollen theater d. Deutschen (1768 ff.) 7, 245; im unrechten lichte stehn Deinhardstein 2, 11; ra. sich den unrechten finger verbinden Bräker 1, 13; Staub - Tobler 6, 222; 3, 1550; einen unrechten tritt thun Mozin; fusz Göthe 37, 95 W.; steigbügel M. I. Schmidt gesch. der Deutschen 2, 542; wan einer morgens den unrechten schuch anthut Nigrinus v. zäuberern 139; die unrechte Amalia, nehmlich der A. stiefvater polit. maulaffe 43; an den unrechten mann kommen Musäus 5, 78; Mommsen m. gesch. 2, 17; 255; vgl. Gutzkow ritter vom geiste 4, 49; wollt ihr fratzen haben auf euren altären, so seid ihr bei mir am unrechten mann Rosegger 12, 114. vgl. f. 3@ee) recht II 3 e α bis ι entsprechend. 3@e@aα) der unrecht keyser S. Franck chron. Germ. (1538) 128a; erbe Sandrub kurzweil 20 ndr.; ra. an den unrechten erben kommen; vgl. unerbe. 3@e@bβ) er ist kein unrechter mann, kerl Kramer (1702) 2, 279c; es sind keine unrechte leute, umgänglich, freundlich obers. wb. 2, 599b. nicht schriftsprachlich. 3@e@gγ) ein unrechtes weib amasia Diefenbach n. gl. 19; vater Murner narrenbeschwör. 50, 26 ndr., schwester Lohenstein Arm. 1, 548a, kind Kramer, tochter br. Grimm sagen 2, 160, gemahlin Gottschedin briefe 2, 6. unrechte minne br. Grimm sagen 2, 84; der same aus unrechtem bette wird vertilget werden weish. Salom. 3, 16; in unrechter ehe gezeugt Gutzkow 12, 20. selten. 3@e@dδ) der unrechte diptam, dictamnus albus Sebiz feldbau 219; an yegklicher syten seint 12 ripp, 7 rechte und 5 unrecht, wann sye nit gantz seint als die anderen Gersdorff feldtbuch d. wundartzney 8a; th. 8, 1028 II 1 b β; Höfler 511b. 3@e@eε) unrechten gelouben, irrglauben: heiligenleben, summerteil (1472) 2b; Kramer; lehre, irrlehre Hedio chron. germ. k 5a; liebe, selbstliebe Gervinus gesch. d. d. dichtung 2, 121. 3@e@zζ) rechtlich u. sittlich; 'wer unrecht hat': der unrechte theil Fischer schwäb. wb. 6, 209; vgl. unten 4 a α, β u. unrechte kosten unter 3 f am ende. 'ungerecht, unrechtlich, nicht rechtschaffen, unberechtigt, widerrechtlich, unrechtmäszig' u. dgl.: unrecht richter A. v. Eyb d. schr. 1, 10, 11, zeuge Züricher bibel 2. Mos. 23a, der unrecht Caiphas B. v. Chiemsee 52; unrechte leute malefici Haltaus 1951, die verdammten th. 8, 410; ein unrehter geist dämon R. v. Ems weltchr. 23 848; unrecht urteil fellen Luther 341, 241, 15 W., gericht schweiz. spiele 3, 43, 665 Bächtold, unrechtes recht th. 8, 375, unrechte gewohnheit Graf-Dietherr 13, unrechter besitz 95, bann Petri b 5b, strafe Gries ras. Roland 2, 386, gewalt Füeterer bayer. chron. 7 (Staub-Tobler 6, 223; th. 41, 3, 5039 f.), grausamkeit Lohenstein Arm. 1, 887a; unrechte gesetze machen, eine unrechte sache haben Kramer; das unrecht guet nicht weideberechtigtes vieh österr. weist. 5, 569, 34; weg, steg, zaun, unrechtmäszige 6, 155, 25; 113, 20; unrecht (selten heute noch flectiert) gut, unrechtmäszig erworbenes: unrechtes guotz dich nit underzüch ew. weish. betb. (1518) 98b; österr. weist. 6, 428, 4; alle geschencke und unrecht gut müssen untergehen, aber die warheit bleibet ewiglich Sirach 41, 12; Luther 19, 408 W.; ihr schluckt unrechtes gut hinein allg. d. bibl. anh. 1/12, 60; wenn unrecht gut an dieser krone hafte Schiller 13, 215; es war unrecht gut dazwischen gekommen, sagten die leute Storm 1, 58; ein sprichwort sagen thut, kein glück sey bey unrechtem gut H. Sachs 21, 60, 24 G.; unrecht gut hilfft (gedeihet) nicht spr. Salom. 10, 2, druhet nicht Luther 11, 478, 213 W., wudelt nicht (Dietz Lutherwb. 1, 459) Mathesius Sar. 20b, Chr. Weise d. klügsten leute 31, faselt nicht th. 3, 1338, kommt selten an den dritten erben S. Franck sprichw. (1541) 1, 119b, thut gar selten gut Eyering 2, 178, selten recht thut 3, 363 u. s. f.; Schulze bibl. sprüchw. 46; unrechter gewin ist schab und schin Franck sprichw. (1541) 1, 67b, schlegt nit für (1541) 1, 157a; unrechte beute Ditfurth volksl. des b. heeres 53; sermon von dem unrechten mammon Luther 103, 273; Eyering 2, 632. synem unrechten (sündhaften) leben ew. weish. betb. (1518) 97b; bistu so gottvergessen gewest, dasz du deiner frauen gevolgt zu unrechten dingen, so leide jetzt auch darumb Moscherosch ges. 1, 414; auf einer unrechten that sich erfinden lassen Musäus volksm. 1, 52; abgeschwächt: aber auch jede mine und unrechtes wort nahm ich übel Holston u. Augusta 12; auf unrechte gedanken kommen, geraten (oft ganz verblaszt 'meinen, dasz etwas dahinter stecke' u. dgl.) Holtei erz. schr. 10, 63. schriftsprachlich, bis auf formeln, sprichwort u. redensarten, meist durch ungerecht ersetzt; s. d. 5; 9. 3@e@hη) nicht ordnungs- oder bestimmungsgemäsz: unrechte sprache alienatio lingue Breslauer arzneib. 140; ein unrechte tauffe Luther 26, 159 W.; es ist besser unrechter friedt, denn gerechter krieg Lehmann floril. 1, 236, s. dazu ungerecht 3; ich hab' noch kein unrechtes stückle vieh .. abthan Auerbach 10, 39; etwas fällt (kommt, gerät) in die unrechten hände Adelung; Schiller 3, 484; Stifter 51, 168; G. Keller 5, 231; die unrechte kehle, gurgel (hals) th. 5, 397; Höfler 263b; 208b; Fischer schwäb. wb. 6, 208; Kleemann nordthür. 24b; Jecht mansfeld. 116a; Danneil 232; Doornkaat 3, 473a und sonst weit verbreitet; so er (staub) in die unrechte kälen und lungen felt, so macht er ein schwären athem Agricola - Bech 179; ob ihm irgend ein quittenkern wäre in die unrechte kehle kommen Chr. Weise erznarren 121 ndr.; Hippel lebensl. 1, 473; er hatte scheinbar etwas in die unrechte kehle bekommen Gutzkow 6, 85; kaum konnte er mit seiner unrechten kehle in ordnung kommen Arnim 10, 219. 3@e@thθ) es geht auch nicht mit unrechten dingen zu O. Ludwig 2, 107; th. 2, 1166; das gehet mit unrechten dingen zu, auf eine unerlaubte art Adelung; 'in der volksspr. auch nicht ohne zauberei' Campe. 3@e@iι) adulterina clavis unrechte schlüssel, nach dem rechten gemacht Alberus; Kramer; unrechte molsteine weist. 6, 101; masz 6, 46, 7; unrechtes gewicht; unrechte wage Micha 6, 11. sie haben .. ihren rechten schöpfer nicht getroffen, und sind auf den unrechten gefallen Zinzendorf Lond. pred. 281. 3@e@kκ) recht 4 c entsprechend, 'unpassend, unwillkommen': der J. war ihm .. der unrechteste botenmann Auerbach 9, 15. nicht schriftsprachlich. 3@ff) substantivisch. recht f α entsprechend: hilff mir aus der hand ... des unrechten und tyrannen psalm 71, 4 (vgl.e ζ); die unrechten Luther 19, 626, 5 W.; philosophisch: die unrechten müssen sich fügen dem rechten Fichte staatsl. 24; wie oben d: siehst mich für ein unrechten an H. Sachs 9, 518, 26 K.; einen unrechten treffen 17, 161, 33 G.; Herder 3, 72; ich gebe ihn gewisz an niemand unrechten Stephanie lustsp. 145; den unrechten für den rechten nehmen, anreden, fangen Kramer; Archenholz England u. Italien 12, 355; du bist am unrechten Schiller 2, 217; etwas fällt einem unrechten in die hände briefe 5, 178; sie sind an den unrechten gekommen 14, 171; geraten G. Keller 1, 157; und sag ihm noch, rief er der magd nach, man hat ihn schon lang gewarnt, er kommt einmal an den unrechten. sag' ihm nur, ich sei der unrechte, an den er gekommen Auerbach auf d. höhe (1871) 2, 153; da kumst an'n urachten! hüte dich vor mir oder dem! Ruckert 188. vgl. oben an den unrechten mann kommen. aber diesmal kam es (das erhöhte gehalt) an den unrechten, Leporin führte sich sehr schlecht auf Chrysander Händel 1, 57. wie recht II 3 f γ: wer nun gerechtigkeit begert, der begert nüt unrechts Keisersberg bilgersch. b 6d; des unrechten sind wir uns immer bewuszt Göthe 23, 125, 19 W.; in dem unrechten strafen Fischart Eulensp. 13 H.; so eins ettwas unrechts im magen hat Gäbelkover (1595) 1, 214; ich habe doch nichts unrechtes gegessen (vgl.e η); immer lüsterts euch nach etwas unrechtem neue schauspiele (1771 ff.) 10, 2, 126; verblassend 'nachtheiliges' u. ä.: ich bin mir recht gram, dasz ich mir nur einen augenblick etwas unrechtes von ihnen habe einbilden können Lessing 2, 137, 8; Ayrenhoff 3, 316; Storm 1, 211; Polenz Grabenhäger 1, 47; niemand weisz nix unrechts an ihr O. Ludwig 2, 64; wos gibts neies? ich wiszt nischt urächts, 'besonderes' obers. wb. 2, 599b; sie ist brav und hat sich nichts unrechtes dabei gedacht O. Ludwig 1, 222. auf unrechts kosten, dessen, der unrecht hat oder erhält Haltaus 1951; auf unrechts koste ist gut leben Wander 4, 1467, 4; vgl. 4 a und uf unrechti chosten Staub - Tobler 6, 223 (in heutiger ma. öfter falsch für 'unrechtmäszig' Fischer schwäb. wb. 6, 209); ungerecht 7. als zusammensetzung auf unrechtskosten Hauff 2, 138; Auerbach 9, 45. 44) prädicativ recht II 4 entsprechend. 4@aa) von personen. 4@a@aα) im unrecht: du weist es, das wir recht haben und sie unrecht sind Luther 171, 230, 29 W.; wo sie selbst nach den glaubensbücheren irrig und u. sind Zinzendorf περὶ ἑαυτοῦ 95. im rechtsstreit: denn ich ... gegen den wirth allezeit u. befunden ward Schweinichen 121. veraltet. 4@a@bβ) schuldig: wenn der wolff wil, so ist das lamb u. Luther fabeln 16 ndr.; wellicher sich dann u. erfindt, derselb ist dem richter zu peen verfallen österr. weist. 3, 609, 4; u. werden 11, 722b; u. bleiben schuld bekommen Petri q q 7a. veraltet. 4@a@gγ) ungerecht, unbillig, nicht rechtschaffen: das die oberkeyt böse und u. ist, entschuldigt keyn rotterey Luther 18, 303, 30 W.; gott und dem ganzen land ist wissend, dasz ich ihm (meinem proceszgegner) in nichts u. bin Truber 371; wie kanst du nun so u. seyn und die wahre begehren, nachdem du das kauffgeld nicht bezahlet hast? Chr. Weise d. klügsten leute 285; ein mann, der nicht u. ist und immer weiter sieht als andre Rabener 5, 45; ich will nicht u. sein gut bezahlen. nicht mehr schriftsprachlich. 4@a@dδ) am falschen orte: der mann ist offenbar u. Lessing 2, 153, 1; Gotter 3, 180; Lichtenberg briefe 2, 187; bin ich hier vielleicht u.? 4@bb) von sachen: dise ... sehen nicht an, was recht oder u. ist Agricola sprichw. b 2b; unberechtigt, unbegründet Weichmann Niedersachsen 3, 194; falsch, verkehrt Luther 26, 498 W.; Voss antisymb. 2, 10; Wander 4, 1470, 61; nicht in der ordnung: wenn ich das datum ihres werthen briefes ... bedenke, so finde ich freylich höchst u., dasz man sich nicht öfters ein merckmal giebt, man sey auf diesem weltkörper körperlich noch beysammen Göthe IV 29, 186 W.; Schmidt rockenphil. 1, 91; ey, wie u.! Logau 241, 71. ich hab all mein tag nie keim menschen kein unrecht par schuoh gemacht, und die seind auch nit u. (sie passen) Frey gartenges. 13, 18. so möchte es doch nicht u. (unzweckmäszig) seyn zu Herder 15, 348; das rauschen des stroms, das gesaus der winde wär auch nicht u. dabey Klinger neues theater 1, 247. eitles schwazen ist u., κακὸν, vom übel Voss Odyssee 11, 464; unangebracht, unvortheilhaft Staub-Tobler 6, 222; abgeschwächt wie 'nicht übel, nicht ohne' u. dgl.; Fischer schwäb. wb. 6, 208: der wein ist nicht u. Kramer (1702) 2, 279; seine wercke waren nicht u. Zinzendorf Socrates (1726) 105; der einfall ist so u. nicht Lessing 1, 310, 2; 's wor oder fei net urächt dort obers. 2, 599b. 4@cc) wie recht mit persönlichem dativ: er wehr mer als schwiejersohn net u. gewäse Niebergall 276; vgl.so sollte sie (die zur ehe auserwählte) wohl nicht u. vor mich seyn ollapatrida 45 ndr. wie mancher sagt: der thuts auch; ists ihme recht, so ists mir nicht u. (steht es auch mir zu) Lehmann floril. 1, 203; Grob versuchg. 4. so ist mir auch gar nicht unrecht, dasz untrew seinen herren schlegt Zinkgref-Weidner 3, 23; es war ihnen u. (sie waren unzufrieden darüber), dasz er ... mächtig geworden war Bettine dies buch 2, 410. als volkstümliche höflichkeitswendung: wenns der frau bäs V. nicht u. wär (wenn sie nichts dagegen hat, mit verlaub der frau b.), so hätt ich auch geträumt O. Ludwig 2, 83. 4@dd) gth. von recht daran sein: Eulenspiegel war daran nit sehr u., hatte vollkommen recht Fischart Eul. 1492. nicht u. dran seyn Kramer; du bist nicht u. daran non est mens tibi laeva Dentzler 329a; ihr seyd u. dran Gilhusius grammatica 2, 46; Buchholtz Herkuliskus 15; du bist u. daran toto coelo erras Stieler 1548; unrecht dran seyn male sentire Dentzler; Fulco von Reims ist gewisz sehr u. daran, wenn er S. Fr. Hahn reichshist. 1, 289; 271 a. veraltet. 4@ee) der formel wenn mir recht ist entspricht: ist mir nüd u. (täusche ich mich nicht) Staub-Tobler 6, 222, 2. nicht schriftsprachlich. 4@ff) wie einem ist's nicht recht hiesz es früher: uch ist vilicht u. gesin, mir wird u., unwohl Staub - Tobler a. a. o.; Fischer schwäb. wb. 6, 208; im ward gantz u. Eulenspiegel 133 ndr. 4@gg) gth. von recht II 4 h, einen (etwas) u. sprechen: schand ist es, welchen selbst sein lehren unrecht spricht Opitz 1, 301; es u. sprechen, für u. erkennen Kramer. dasz auch die calvinischen prädicanten die rechte lehre haben, welches du ohne unrechtsprechung der deinigen ... nicht zuegeben kanst Scheffler ecclesiologia 1, 326a. man könne es ihm nicht u. sprechen (verübeln), dasz er bey dem tode einer person ... sich betrübet hätte Chr. Weise pol. redner 191. veraltet. 4@hh) vereinzelt: ir ietlicher was leidt, das ir unrecht was (sie nicht ehelich geboren wäre) von vatter oder von muoter her (vgl. 3 e γ) Eulenspiegel 41 ndr. 55) auch unrecht schwankt oft, wie sein gth. (recht II 5), zwischen substantivischer und adjectivischer (adverbialer) function. vgl. unrecht, n.: zwar es hat auch fast dran unrecht, dasz in unsrem hausz herr Lamprecht ein uberlaufft mit blossem schwerdt H. Sachs 17, 25, 1 G.; so u. hat der Spiegelberg eben nicht Schiller 2, 41; sehr u. hast du, es zu bezweifeln Ebner-Eschenbach 4, 89; min gegenteil ... vermeint ... ich söll u. geton haben, minen vatter an ir zerechen Riederer rhetor. c 2b; dasz mir u. geschehen Ebner-Eschenbach 1, 116; u. (klein gedruckt, also als adv. gedacht) leiden Triller betrachtungen 1, 305. die neueste amtliche rechtschreibung sucht dadurch einen ausweg aus dem schwanken zu gewinnen, dasz sie für u. sein, haben, tun kleinen anfangsbuchstaben fordert. vgl. zur beurtheilung 6 e. 66) adverb. 6@aa) auf sinnliche (örtliche) vorstellungen bezogen, ohne normative bed. auszuschlieszen: der tote Eulenspiegel kam u. zuo ligen, dasz er den buch gegen der erden und den rücken uffwertz kert Eulensp. 144 ndr.; bildlich: je nachdem etwa des morgens einem ihrer gewaltigen wider einen andern benachbarten der kopf u. stand Cramer Neseggab 1, 129; sie konnte nichts u. stehn sehn O. Ludwig 2, 29; bed. 2 entsprechend: ein kleid u. anlegen per il verso Kramer; u. (mit dem linken fusze zuerst aus dem bette) aufstehen Cronegk 1, 25; den kasten u. anfassen Göthe 18, 199 W.; B. war ein knöchelchen u. in den hals gekommen Gutzkow 5, 178. wie recht gehen, kommen u. dgl.: dasz vil unrecht gehen, macht darumb den weg nit recht klugreden (1548) 8a; Wander 4, 1473, 1; der brief wird u. gangen seyn Kramer; ich gehe u., wie ich sehe derselbe; Schiller 2, 120; ein uhrwerck gehet u. Spee tugendb. 588; wenns u. geht Kinner v. Scherffenstein bei Fischer - Tümpel 1, 76; es ist ihr u. gangen in ihrem letzten kindbett Kramer; die gulden kömen uns nit u. H. Sachs 21, 5, 2 G.; darumb bitte ich, wo ich u. ankomme, verzeihet mir meine unhöfflichkeit engl. com. 218 Creizenach; er kömmt aber mit der entdeckung seiner liebe bey ihr u. an Lohenstein Arm. 2, 1468; vern. tadler. 1, 194; suchen sie sich andre bekanntschaften ... bei mir kommen sie u. Lenz 1, 66 Tieck; Hafner lustsp. 2, 133; vgl.an den unrechten (mann) kommen; einem u. kommen mal a proposito Kramer. däwet er recht, so ist sein sal recht kommen, da es hingehöret: wo es aber nicht, da ist es u. kommen Paracelsus 1, 745 c. 6@bb) mit bezug auf ein ziel: schlägt's u. aus, dann ... maler Müller 3, 270; u. stechen Bettine frühlingskranz 17. 6@cc) von ausführung einer thätigkeit: u. brauchen Zwingli freiheit d. speisen 11 ndr., handeln Barth weibersp. G 7b, 'sündigen' Frisius 258a; heute viel schwächer (mit wegfall des verbums: es ist u. von euch Immermann 2, 113; wie u. von dir Ebner-Eschenbach 4, 144); sich u. betragen, halten; unrecht gespunnen das kompt zu seiner zeit ant sunnen H. Sachs 8, 78, 33 K.; unrecht (zu unrecht) rührt man jetzund geigen, unrecht flöhten und gesangk S. Dach 760; u. (unrichtig, falsch) singen, spielen C. Spangenberg cythara Lutheri 1, B 3b; Mattheson generalbaszschule 43; wählen, zählen u. s. f.; einen schwetzer mag man wol underweilen u. berichten Fr. Wilhelm sprichw. reg. 355; du ... seyest u. desz handels bericht Eberlin v. Günzburg 1, 9 ndr.; du bist sehr u. berichtet worden Adelung; u. sehen, hören, verstehen, aufnehmen; u. sagen 'lügen' Schwarzenberg zutrinken 40 ndr., unrechtgesagtes 'verkehrtgesagtes' allg. d. bibl. 58, 95; u. reden, nennen, sich ausdrücken; sie heiszen u. Mandel Lenz 1, 39 Tieck; schreiben, abdrucken, die unrechtgesetzten namen Gottsched d. neueste 2, 577; den himmel ... nicht falsch und gleichwohl u. malen Lessing bei Weigand syn. 1, 408; auslegen, schlieszen, glauben (ält. katechismen 34 ndr.); jemanden (etwas) u. nehmen maler Müller 2, 5; Hus ist u. verbrand Luther 29, 50, 6 W.; u. regieren Franck chron. Germ. (1538) 114a; urtheilen, richten; das u. ingehabte Lothringen Brandis ehrenkränzel 87; u. gewunnen kompt selten an die dritten erben klugreden (1548) 126a; 144a; Lehmann floril. 2, 553; des unrechterworbnen gutes Rabener 2, 159; u. zusprechen Göthe 44, 273, 11 W.; vgl. unrechterweise neue schauspiele (1771 ff.) 7, 4, 40. vgl. f. 6@dd) etwas u. machen Kramer (1702) 2, 279c; Heppe lehrprinz 7; Bräker 2, 212. 6@ee) u. thun (vgl. 5): kein injuri ist, sie thuot ihr selbst am unrechtesten klugreden (1548) 169b; da durch sy dem Christo gwalt und u. thuond, ja vil unrechter, denn so man ein zeitlichen herren usz siner herrschafft vertribe Hätzer acta oder geschicht (1523) l 3b. 6@ff) gth. von recht 6 f, unrechtlich: u. leben theol. d. 77 Mandel; nicht nach kirchlicher vorschrift: Göttinger beiträge 2, 96 (übel renner 10355); der pfaffenfreund, der's u. meint mit jedem, der nicht der kirche dient Tieck 2, 109. oft von c nicht zu trennen. 6@gg) nicht u., nicht übel, nicht uneben u. dgl. (4 b ende): eine abhandlung von dem leeren raume sollte sich auch nicht u. dazu schicken Rabener 2, 177; fabeln lassen sich nicht u. lesen Gottsched d. neueste 5, 218; nicht u. aussehen C. F. Weisse lustsp. 3, 295, stehen J. N. Götz ged. 2, 67, gefallen Claudius 1, 136; dasz er (der domturm in Mecheln) nicht spitz, sondern stumpf ausgeht, läszt ihm ... ganz und gar nicht u. Matthisson 8, 79. 77) selten wie recht 7 adverbial zu adjectiven tretend: ein unrechtmächtiger (zu unrecht mächtiger) Meyern Dya Na Sore 4, 159. 88) wie das rechte im juristischen sinne (recht 8) war schon mhd. sein gs. das unrechte ausgebildet (Lexer 2, 1926); seit dem 17. jh. veraltet: hie lob ich nicht die ... diebe yhrsz unrechten, szondern das sie so weyszlich zu yhrem unrechten komen Luther 103, 292, 11 W.; warumb sagen sie nit auch von unrechten der öberkayt Eberlin v. Günzburg 3, 272 ndr.; auch niemand kaines unrechten, wo im solchs fürkam, gestattet H. Haug d. Hungern chron. 16b; wegen des empfangenen schadens und zugefügten unrechten Boregk behmische chron. 160; Schweinichen 112. wortspielend: doctor der unrechten Fischart groszm. (1623) e 4b. gen. des unrechtens (vgl. recht 8 b): das Christus den hauszhalter uns nicht furhellt umb seyns unrechtens Luther 103, 292, 6 W.; das kain entschuldigüng ist aines ... unrechtens Schwarzenberg Cicero 71.
23586 Zeichen · 597 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    unrechtAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    unrecht , Adj. nhd. unrecht, Unrecht habend, unrichtig, unwahr, nicht der Wahrheit entsprechend, ungerecht, nicht dem al…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Unrêcht

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Unrêcht , adject. welches der Gegensatz des Beywortes recht ist, aber auch nur in einigen Bedeutungen desselben gebrauch…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    unrecht

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    unrecht [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Unrecht

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Unrecht , bürgerliches (ziviles) und kriminelles , s. Strafrecht , S. 83 (III).

  5. modern
    Dialekt
    Unrechtn.

    Mecklenburgisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Unrecht n. wie im Hd. 1. jur. a. Gegenteil der Rechtsnorm, vgl. Recht 1; dort unt. 1 a auch Beleg von 1217; 'myd rechte …

  6. Spezial
    unrecht

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    un|recht adj. 1 nia dërt 2 ilegal (-ai, -a) 3 (falsch) falé (falá, falada), falz (falc, -a). ▬ jdm. unrecht tun ti fá dl…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unrecht

69 Bildungen · 65 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von unrecht

un- + recht

unrecht leitet sich vom Lemma recht ab mit Präfix un-.

unrecht‑ als Erstglied (30 von 65)

Unrecht (Adv.)

Wander

Unrecht (Adv.) Unrecht (Adv.). 1. Das vil vnrecht gehen, macht darumb den weg nicht recht. – Lehmann, 181, 11; Petri, II, 833; Sutor, 737; S…

unrechtdânich

MNWB

unrecht·danich

unrechtdânich , adj. (flekt. -g- ): ungerechtfertigt , „ Szo hebben sze ene valsche vnd vnrechtdanige orszaken tegen mynen armen broder vorg…

unrechtdanig

MeckWB

unrechtdanig a. Spr. unrechtmäßig: 'ene valsche und unrechtdanige orszaken' (1522) Jb. 3, 178.

unrechtdānich

KöblerMnd

unrechtdānich , Adj. nhd. unrechtmäßig, ungerechtfertigt E.: s. unrecht (2), dānich, ich (2) L.: MndHwb 3, 2, 640 (unrechtdânich), Lü 441a (…

unrecht(e)lĩk(en)

MNWB

unrechte·liken

unrecht(e)lĩk(en) ( unrechliken ), adv. : 1. in widerrechtlicher Weise, unrechtmäßig, „ van dem keiser erholden, dat de teinden sin gehorich…

unrechtelīk

KöblerMnd

unrechtelīk , Adv. Vw.: s. unrechtelīke*

unrechtelīke

KöblerMnd

unrechtelīke , Adv. nhd. unrichtig, unrechtlicherweise, unrechtlicher Weise (F.) (2), in widerrechtlicher Weise, unrechtmäßig, nicht rechtsc…

unrechtelīken

KöblerMnd

unrechtelīken , Adv. nhd. unrichtig, unrechtlicherweise, unrechtlicher Weise (F.) (2), in widerrechtlicher Weise, unrechtmäßig, nicht rechts…

unrechten

DWB

unrechten , verb. : da hebt sich denn ein rauffens, schlagens, scheltens, rechtens, ya unrechtens, und haderns S. Franck paradoxa 98 a . mhd…

Unrechtes

Wander

Unrechtes 1. Die selbst nichts denn vnrechtes thun, schelten vnd verdammen das vnrecht. – Lehmann, 838, 14. 2. Wer nichts Vnrechtes gemacht …

unrechtfertig

DWB

unrecht·fertig

unrechtfertig , adj. adv. , gth. v. rechtfertig. mhd. unrehtvertic, mnd. unrechtverdich, mnl. onrechtverdich, nl. onrechtvaardig, dän. uretf…

unrechtfertiglich

DWB

unrechtfertig·lich

unrechtfertiglich , adv. S. Brant von den losen füchsen k 1 a ; Graminaeus relation (1580) m 1 b ; mnd. unrechtverdichlik(en). s. unrechtfer…

unrechtfertigung

DWB

unrecht·fertigung

unrechtfertigung , f. , gth. v. rechtfertigung 3 (?): sollte man nicht zur eigner entschuldigung vor der gantzen welt augenscheinlich und in…

unrechtgläubig

DWB

unrecht·glaeubig

unrechtgläubig , -glaubig, adj., gth. von rechtgläubig: Wittich widderlegung h 4 a ; Scheffler ecclesiologia 1, 22 a . unrechtgläubigkeit, f…

unrechtichhēt

KöblerMnd

unrechtichhēt , F. nhd. Ungerechtigkeit, Unrecht, ungerechte Gesinnung, ungerechte Handlung, Willkür, Ordnungswidrigkeit, Sittenlosigkeit, S…

unrechtichēt

KöblerMnd

unrechtichēt , F. Vw.: s. unrechtichhēt*

unrechtig

MeckWB

unrechtig a. Spr. Adv. auf unrechtmäßige Weise: 'de dorpe, de unrechtigen besethen wurden' Schill.Lübb. 5, 71 a .

¹unrechtigen

MNWB

unrecht·igen

1 unrechtigen , swv. : ungerecht behandeln, „ worde se dar enboven verlandfredet verwiset edder verunrechtiget, so scholde we unde wolden de…

unrechtigkeit

DWB

unrechtig·keit

unrechtigkeit , f. , gth. der rechtigkeit. mhd. unrehtecheit, mnd. unrechticheit, mnl. onrechticheit ( mnd. unrechtich, -rechtigen; mnl. onr…

unrechtlich

DWB

unrecht·lich

unrechtlich , adj. adv. , gth. v. rechtlich. ahd. unrehtlîch; mhd. unrehtlîche, adv.; mnd. unrechteliken, adv.; mnl. onrechtelijc, -like, nl…

Unrechtlichkeit

Campe

unrechtlich·keit

Die Unrechtlichkeit , Mz. — en . 1) Die Eigenschaft einer Person oder Sache, da sie unrechtlich ist, in beiden Bedeutungen; ohne Mehrzahl. 2…

unrechtlīk

KöblerMnd

unrechtlīk , Adv. Vw.: s. unrechtelīke*

unrechtlīken

KöblerMnd

unrechtlīken , Adv. Vw.: s. unrechtelīken

unrecht als Zweitglied (2 von 2)

Mannsunrecht

DRW

manns·unrecht

Mannsunrecht, n. Geldbuße für ein von einem Mann begangenes Delikt; Gegensatz: Frauenunrecht ain mans vnrecht jst vi ß. 1522 Reyscher,Stat. …

zaunrecht

DWB

zaun·recht

-recht , n. 1) recht, über den dorfzaun hinaus land einzuzäunen: jeder, der z. nothdürftig were, der soll vom dorf hinauszäunen württ. 1554 …

Ableitungen von unrecht (2 von 2)

unrecht(e)

MNWB

unrecht(e) , adv. : 1. in die falsche Richtung , „ So gaff Got, dat eme dat schyp unrecht umme swengede, dat alle syn schutte van uns swenge…

verunrechten

DWB

verunrechten , v. 1 1) seit ende des 13. jahrh. belegt und in älterer zeit häufig mit persönl. acc. ' einem ein unrecht anthun ' Lexer 3, 28…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „unrecht". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/unrecht/dwb?formid=U09362
MLA
Cotta, Marcel. „unrecht". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/unrecht/dwb?formid=U09362. Abgerufen 20. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „unrecht". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/unrecht/dwb?formid=U09362.
BibTeX
@misc{lautwandel_unrecht_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„unrecht"},
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  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-20},
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