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Rabe

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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24 in 19 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Rabe

Bd. 3, Sp. 904
Der Rabe, des -n, plur. die -n, eine Art Vögel mit drey nackten Vorderzehen, Einer Hinterzehe, und einem langen konischen Schnabel; Corvus L. In weiterer Bedeutung pflegt man auch die nahe verwandten Krähen mit zu den Raben zu rechnen, und in manchen Gegenden hat man für beyde nur den Nahmen Rabe. Im engsten Verstande sind die Raben eine große und völlig schwarze Art Krähen, dagegen bey den eigentlichen Krähen der Rücken in das Blaue fällt. So schwarz wie ein Rabe. Er stiehlt wie ein Rabe, weil alle Thiere dieses Geschlechtes einen natürlichen Trieb haben, glänzende Körper wegzutragen.[]Anm. In der härtern Oberdeutschen Mundart ohne e euphonicum, Rab, Rapp, bey dem Willeram Raban, bey dem Notker mit einem andern aber verwandten Endlaute Raumo, noch in einigen Oberdeutschen Gegenden Rahm, im Nieders. Rave, im Angels. Raefn und Hremm, im Engl. Raven, im Schwed. Rafn und Ramn, selbst im Hebr. עוב, Oreb, und im Arab. Gonrabon. Diese große Übereinstimmung beweiset schon, daß der Vogel seinen Nahmen von einer sehr in die Sinne fallenden Eigenschaft haben müsse. Wachter fiel auf das alte Rhao, Aas, weil sich der Rabe unter andern auch davon nähret; Junius und andere auf das Rauben; Frisch auf die schwarze Farbe, weil Rahm auch Ruß bedeutet, und ein schwarzes Pferd auch ein Rappe genannt wird, S. dieses Wort. Allein es gibt auch, obgleich seltener, weiße Raben, und der Indianische Rabe oder Wasserrabe ist oben gelb. Es ist daher weit wahrscheinlicher, daß dieser Vogel den Nahmen von seinem lauten widerwärtigen Geschreye hat, welchem auch die nahe verwandten Krähen ihren Nahmen zu danken haben. In der Schweiz druckt man das Geschrey der Raben wirklich durch grappen aus. Das provinzielle rahmen, Angels. hreman, das Finnländ. raawun, bedeuten insgesammt schreyen, und sind mit unserm rufen, Nieders. ropen, verwandt. Die morgenländischen Oreb und Gourabon welche bloß einen Hauch- und Gaumenlaut voran schicken, machen es wahrscheinlich, daß auch das Lat. Corvus mit hierher gehöret; so wie Corax mit der Krähe und ihrem Krächzen verwandt ist. Der dunkelgrüne Wald- oder Steinrabe, der Nachtrabe, der See- oder Wasserrabe, welche alle Vögel verschiedener Geschlechter sind, haben mit unsern Raben nichts als das laute widerwärtige Geschrey gemein, obgleich auch einige darunter zufälliger Weise schwarz sind, die meisten aber andere Farben haben. S. 1 Racker.
2378 Zeichen · 29 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    RABE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    RABE s. RAPPE.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rabe

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Rabe , des -n, plur. die -n, eine Art Vögel mit drey nackten Vorderzehen, Einer Hinterzehe, und einem langen konisch…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Rabe

    Goethe-Wörterbuch

    Rabe selten ‘Rab’, einmal ‘Raab’ 1 großer, schwarzer, krächzende Laute von sich gebender Vogel a allg, mehrfach im Vergl…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rabe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Rabe (Corvus) , Gattung Vögel aus der Ordnung der Alles fressenden, mit starkem, an der Wurzel geradem, an der Spitze sa…

  5. modern
    Dialekt
    Rabe

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Rabe f. Rettig, frz. raves Dirlinsd. ‘Die Chnabe, Mit iähre siässe Rabe! Wie siässer as die Rabe si, Wie lostiger as die…

  6. Sprichwörter
    Rabe

    Wander (Sprichwörter)

    Rabe 1. Alt rappen seyn böss weis zu machen. – Gruter, I, 4; Lehmann, 7, 27. Lat. : Difficile est assueta derelinquere. …

  7. Latein
    rabe

    Lex. musicum Latinum

    rabe (rabr) (arab. rebab) Bezeichnung für ein Musikinstrument (für die Rubeba?) — term that designates a musical instrum…

  8. Spezial
    Rabe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ra|be (Corvus sp.) m. (-n,-n) 1 ‹ornit› corf (-s) m. 2 (Kolkrabe) (Corvus corax) ‹ornit› corf imperial m ., gran corf m …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rabe

321 Bildungen · 183 Erstglied · 138 Zweitglied · 0 Ableitungen

rabe‑ als Erstglied (30 von 183)

Rabeinsbuckse

RhWB

Rabeins-buckse -bukšə  (< Dragbändels- ) Ruhr f.: Hose mit Hosenträgern.

Rabelais

GWB

rabe·lais

Rabelais auch rein identifizierende Nennung metonym für das Hauptwerk des frz Satirikers FRabelais (16.Jh), den Romanzyklus ‘Gargantua u Pan…

Rabelle

RhWB

rab·elle

Rabelle f.: 1. Mirabelle (s. d.). — 2. rabę·l., Pl. -·l.ən Wasserjungfer Prüm-Winterschd .

rabellen

DWB

rab·ellen

rabellen , verb. stehlen: do hat er ain jungen gesellen auszer dem schlosz geen sehen, der ain sack mit flaisch, brott und anderm gestollen …

rabells

RhWB

rabells = Lärm, lärmen, lärmend s. Rebell.

Rabeln

RhWB

rab·eln

Rabeln rawəln OBerg in Waldbr-Hurst , wohl gleicher Herkunft, wie Räbel Pl. t.: getrocknetes Kartoffelstroh u. Unkraut.

rabelnadura

LDWB1

rabelnadura [ra·bel·na·dū·ra] m./f. (-res) Hamsterer m. → LDWB1 raspadú, LDWB1 raspadura .

rabelnamënt

LDWB1

rabelnamënt [ra·bel·na·mënt] m. (-nc) Hamsterei f., Raffgier f. , Raffsucht f . → LDWB1 raspamënt .

rabelné

LDWB1

rab·elne

rabelné [ra·bel·nę́] I vb.tr. (rabelnëia) raffen ( → LDWB1 raspé, LDWB1 rablé, LDWB1 crazé) II loc.vb. rabelné adöm zusammenraffen, anhäufen…

rabelwasser

DWB

rabelwasser , n. wird von den scheidern das mit gemeinem wasser geschwächte scheidewasser genannt. Jacobsson 3, 337 b .

Rabenaas

SHW

Raben-aas Band 4, Spalte 1167-1168

Rabenauge

SHW

Raben-auge Band 4, Spalte 1167-1168

Rabenbaum

SHW

Raben-baum Band 4, Spalte 1167-1168

rabendunkel

SHW

raben-dunkel Band 4, Spalte 1167-1168

Rabenduse

SHW

Raben-duse Band 4, Spalte 1167-1168

Rabenei

SHW

Raben-ei Band 4, Spalte 1167-1168

Rabeneltern

SHW

Raben-eltern Band 4, Spalte 1167-1168

Rabenhals

SHW

Raben-hals Band 4, Spalte 1167-1168

Rabenhexe

SHW

Raben-hexe Band 4, Spalte 1167-1168

Rabenhirn

SHW

Raben-hirn Band 4, Spalte 1167-1168

Rabenjackel

SHW

Raben-jackel Band 4, Spalte 1167-1168

Rabenkanzel

SHW

Raben-kanzel Band 4, Spalte 1167-1168

Rabenkeil

SHW

Raben-keil Band 4, Spalte 1167-1168

Rabenklauer

SHW

Raben-klauer Band 4, Spalte 1167-1168

Rabenkopf

SHW

Raben-kopf Band 4, Spalte 1167-1168

rabe als Zweitglied (30 von 138)

Aasrabe

Campe

aas·rabe

Der Aasrabe , des — n, Mz. die — n, eine Benennung des gemeinen Raben.

Alpenrabe

Campe

alpen·rabe

Der Alpenrabe , des — n, Mz. die — n. 1) Ein Rabe auf Gebirgen, dessen Farbe ins Grüne schimmert, der einen gelblichen Kopf und am Hinterkop…

Alprabe

Adelung

alp·rabe

Der Alprabe , des -n, plur. die -n. 1) Ein Nahme, welchen die Dohle in der Schweiz führet, wo sie auch Albrapp, Albkachle, Bergdohle, Steinh…

Bachrabe

PfWB

bach·rabe

Bach-rabe f. : = PfWB Libelle , Bachrab (baxrb) [ KU-Adb ].

brunnegrabe

KöblerMhd

brunne·grabe

brunnegrabe , sw. M. nhd. Wassergraben, befestigter Wasserlauf Q.: Urk (1289) E.: s. brunne, grabe W.: nhd. DW- L.: WMU (brunnegrabe 1118 [1…

burcgrabe

Lexer

burc·grabe

burc-grabe swm. BMZ burg-, stadtgraben Wig. Alph. 390,3. Rab. 219. Wolfd. Hag. 891. 904. 913. 915. Heldb. K. 101,38.

charabe

MLW

* charabe v. * MLW cacabre . Dauser

darabe

FindeB

dar·abe

darabe adv. LAlex. LvReg. Lilie Ot. drap Parad. s.u. abe LAlex.

diebesrabe

DWB2

diebe·s·rabe

diebesrabe m. : 1660 Stieler Venus 97 HND. 1691 ders., stammbaum 1495.

diebsrabe

DWB

dieb·s·rabe

diebsrabe , m. wird der dieb genannt, auch galgenrabe, weil die raben gerne stehlen Stieler 1495 .

Dohlrabe

PfWB

Dohl-rabe m. : = PfWB Dohle , Dohlrab (-rāb) [ FR-Albsh ]. RhWB Rhein. I 1385 ; BadWB Bad. I 494 . —

dorfgrabe

KöblerMhd

dorf·grabe

dorfgrabe , sw. M. nhd. Dorfgraben Q.: Urk (1308) E.: s. dorf, grabe (1) W.: s. nhd. Dorfgraben, M., Dorfgraben, DW- L.: MWB 1, 1346 (dorfgr…

Dreckrabe

PfWB

dreck·rabe

Dreck-rabe f. : 'Saatkrähe' (?). WR.: Wann die Dreckrab kreischt, gibt's Reen [Kus]; vgl. PfWB Dreckvogel 1 d. —

ehegrabe

DWB

ehe·grabe

ehegrabe , m. cloaca, schuttgraben, dardurch man allen wuost und unflat fergket. Maaler 96 d . Stalder 1, 334 .

eichgrabe

KöblerMhd

eich·grabe

eichgrabe , sw. M. nhd. von Eichen gesäumter Graben (M.), Graben (M.) mit Eichenbestand Q.: Urk (1278) E.: s. eiche, grabe (1) W.: nhd. DW- …

erbegrabe

KöblerMhd

erbe·grabe

erbegrabe , sw. M. nhd. „Erbgraben“, altherkömmlicher unablösbarer Graben (M.) Q.: Tuch (1461) E.: s. erbe, grabe (1) W.: nhd. DW- L.: Lexer…

Erdkohlrabe

PfWB

erd·kohlrabe

Erd-kohlrabe f. : 'Kohl-, Steckrübe', Eʳdkoll(e)rab, Pl. -rawe (ǟʳdkǫl(ə)rāb, -rb) [verbr. (Formen mit und ohne Fugen-e sind geographisch n…

ettergrabe

DWB

etter·grabe

ettergrabe , m. heiszt z. b. ein grabe bei Gieszen, der von der Lahn an nach der Wieseck sich erstreckend die stadt auf der nördlichen und n…

fallgrabe

DWB

fall·grabe

fallgrabe , m. fossa munimentum cingens: fallgraben um die festung anlegen.

Feldkohlrabe

PfWB

feldkohl·rabe

Feld-kohlrabe f. : 'Kohl-, Steckrübe', Pl. -kolleraawe [ PS-Erfw ]; vgl. PfWB Erdkohlrabe . —