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Opfer

mhd. bis spez. · 23 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Opfer

Bd. 15, Sp. 73
Opfer (v. lat. operari, »verrichten«), im allgemeinen Gaben, die man der Gottheit darbringt, entweder um irgend ein Gut von ihnen zu erlangen, oder um ihr Liebe und Dankbarkeit zu erweisen, oder um ihren Zorn zu versöhnen und sie günstig für sich zu stimmen, oder um drohendes Unheil abzuwenden. Der Opferdienst beruht somit auf dem Abhängigkeitsgefühl des Menschen der Gottheit gegenüber und ist so alt wie die Religion überhaupt. Die Vorstellung, daß die Götter sinnliche Bedürfnisse hätten wie die Menschen, die Bildungsstufe, auf der die Opfernden standen, ihre Beschäftigung und Lebensweise und die Beschaffenheit der Produkte, die ihr Boden hervorbrachte, bestimmten in alten Zeiten die Art der O. Hirten und Jäger brachten Tiere, ackerbauende Völker Früchte und Brot dar, ein jeder das Beste, was er besaß; aber auch Menschenopfer waren ursprünglich bei den meisten Völkern im Gebrauch. Und da man in dem Feuer ein sichtbares Symbol der Götter, gleichsam einen Boten derselben erkannte, so ward bald dieses als Mittel ausersehen, die für die Gottheit bestimmten O. in Empfang zu nehmen, sie zu verzehren und als Rauch zum Göttersitz emporzutragen. So entwickelte sich das Brandopfer. Jene materielle Seite trat aber allmählich in den Hintergrund, das O. wurde immer mehr ein symbolisches, und schließlich kam die Auswahl der edelsten Erstlingsfrüchte, der reinsten und makellosesten Tiere nur noch den Priestern zugute, sofern man nur die unbrauchbaren Teile der Tiere (Fetteile, Knochen etc.) mit Salz, Mehl, Honig und Weinspenden opferte, die genießbaren und wohlschmeckenden dagegen selbst verzehrte. Darauf bezieht sich die griechische Sage vom Prometheus, der den Zeus bei der Opfermahlzeit um die besten Teile betrogen haben sollte. An die Brandopfer schloß sich das noch mehr symbolische Rauchopfer (s. d.), bei dem an die Stelle der Speisen Spezereien traten, wie es noch jetzt in der katholischen Kirche gebräuchlich ist. Nur langsam verschwanden die Menschenopfer (s. d.), zu denen man gefangene Feinde und Fremde bestimmte. Witwenopfer fanden in Indien bekanntlich bis in die neueste Zeit statt. Mit der steigenden Kultur und dem zunehmenden Reichtum der Völker nahmen auch die O. an Zahl und Kostbarkeit zu. So schlachteten Griechen und Römer oft große Mengen von Opfertieren (vgl. Hekatombe), die überdies ganz untadelhaft sein mußten. Eine eigentümliche Art der O. bildeten die Weihgeschenke und die Keuschheitsopfer. Jene bestanden in Waffen, in einem Teil der Kriegsbeute, in Kleidern, in Werkzeugen; Jünglinge und Jungfrauen gaben ihre Haare, Dichter und Philosophen die Werke ihres Geistes etc. Die Keuschheitsopfer bestanden darin, daß das weibliche Geschlecht, besonders Jungfrauen, seine Keuschheit preisgab in dem Glauben, eine der Gottheit wohlgefällige Handlung zu verrichten. Dies geschah in Babylon im Dienste der Mylitta, in Persien in dem der Anaïtis, auf Cypern in dem Tempel der Venus, in Phönikien im Dienste der Astarte. Als Opferplätze dienten die Tempel, und zwar in der Regel bestimmte Abteilungen derselben, ferner besondere Altäre, Bäume, Haine, Steine (Opfer- oder Altarsteine), Schluchten etc. Hinsichtlich der einzelnen Völker ist folgendes hervorzuheben. In Israel wurzelt die Idee des Opferkultus bereits in den Anfängen seiner Geschichte (Kain und Abel), sie entwickelte sich von den sogen. Stammvätern, bis der Mosaismus oder richtiger, nach Auffassung der neuern Bibelkritik, eine spätere Zeit ihr dauernde Formen und ein einheitliches Ritual gab. Begriff und Bedeutung zeigen die ältesten Namen des Opfers an, es ist entweder »Mincha«, Gabe, Geschenk der Dankbarkeit, Huldigung und Ergebung, oder »Korban«, ein Darbringen im Sinne der Weihe, mit dem lat. se offerre sich deckend. Nicht Zweck an sich, sollten die O. Förderer des religiösen Empfindens und Wirkens und Symbole des hingebenden Lebens vor Gott sein. Sie zerfielen in Schlacht- (Tier-) und Speise- (Trank-) opfer oder ihrer Darbringung nach in fünf Hauptklassen: 1) Mahl- und Liebesopfer (Schelamim und Sebachim) mit ihren Unterarten: der Dank-, Gelübde-, freiwillige, Schenkungs-, Passah-, Zehnt-, Erstgeburts- und Erstlingsopfer; 2) Sühnopfer: Sünd- und Schuldopfer (Chattath u. Ascham); 3) Ganzopfer (Ola), besonders als Festganzopfer bekannt; 4) Speise- oder vegetabilische O. (Menachot), teils selbständig, teils als Beigabe der Tieropfer dargebracht, und 5) Trankopfer (Nessachim). Außerdem erscheinen noch das Asaselopfer am Versöhnungstag (s. unten), das O. der roten Kuh (4. Mos. 19,1 ff.) und ein eigenartiges Sühnopfer (egla arufa, 5. Mos. 21, 1 ff.). Das priesterliche Gesetz hatte als Opferstätte allein den Vorhof und für das Rauchopfer (Ketoret) den goldenen Räucheraltar im Heiligen des Tempels bestimmt; doch wurde in älterer Zeit überall auch auf Höhen geopfert, und im Reich Israel kannte man gar keine gesetzliche Opferstätte. Die Kosten mußte der Privatmann bestreiten; für die öffentlichen O. aber sorgte entweder der König oder der Tempelschatz. Brandopfer fanden als Morgen- und Abendopfer beim täglichen Gottesdienst statt, außerdem bei den großen Nationalfesten, aber auch bei wichtigen Ereignissen des privaten Lebens. Mit ihnen regelmäßig verbunden waren Speise- und Trankopfer, aus Mehl, Öl und Wein bestehend. Am wichtigsten war das Sühnopfer für das Volk, das jährlich am großen Versöhnungstag (s. d.) stattfand (vgl. Asasel). Die Priester pflegten die Darbringenden, zum Zeichen ihrer Versöhnung mit Gott, mit dem Blute der geschlachteten Tiere (als dem Sitz des Lebens, das Gott gehörte) zu besprengen und, wenn es einer allgemeinen Buße und Entsündigung des ganzen Volkes galt, das Opfertier zu verbrennen, dagegen bei Sühnopfern für einzelne das Fleisch selbst zu genießen. Die O. der Ägypter waren Spenden, dargebracht, um die Gottheit zu speisen und ihr die sonstigen materiellen Freuden des Daseins zu verschaffen. Reine untadelige Stiere, Kälber wurden geschlachtet. Auch Schweine, Ziegen, Schafe, allerlei Früchte sowie Weizen- und Gerstenähren wurden geweiht. In späterer Zeit wurde der Leib des Opfertiers mit Brot, Honig und Räucherwerk angefüllt und unter Begießung von Öl verbrannt. – Die O. der Indogermanen waren in der Zeit der Urgemeinschaft wohl nur erst Bittopfer: man opferte, um ein Gut zu erlangen, während Dankopfer der Urzeit noch abzusprechen sind. Vgl. Schrader, Reallexikon der indogermanischen Altertumskunde, S. 596–606 (Straßburg 1901). – Die O. der alten Inder waren entweder sogen. Hawischopfer, d. h. Darbringungen von Milch, Opferbutter, Kuchen, Brei, Getreidekörnern, oder sogen. Somaopfer, d. h. Darbringungen des aus der Somapflanze gepreßten berauschenden Saftes. Dazu kommt das Tieropfer, das aber meist als ein bestimmter Teil des Hawisch- und Somaopfers funktioniert. Zu den bedeutendsten Opfern der ältern Zeit gehörten das mehrtägige Königsweihopfer (Râdschasûya) und das berühmte Roßopfer (Açvamêdha). Der Opferdienst selbst war mit einem weitläufigen Zeremoniell verknüpft, das auf das genaueste befolgt werden mußte, wenn das O. Erfolg haben sollte. Im übrigen betrachtete man das O. gewissermaßen als einen Vertrag des Menschen mit den Göttern, der gegenseitig verbindliche Kraft hatte, und die Erfüllung der Bitte war bei richtig vollzogenem O. nicht eine Gnade von seiten der Götter, sondern eine vertragsmäßige Pflicht; ein Dank- oder Sühnopfer, wie die Hebräer, kannten die Inder nicht. Vgl. A. Hillebrandt, Das altindische Neu- und Vollmondsopfer (Jena 1880); Schwab, Das altindische Tieropfer (Erlang. 1886); Oldenberg, Die Religion des Veda (Berl. 1894). Abbildungen der zahlreichen Opfergeräte in der »Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft«, Bd. 9. Bei den Griechen und Römern war das O. Hauptbestandteil des Kultus und Mittelpunkt der meisten Feste, dargebracht von einzelnen, von Familien oder vom Staate. Nach der Art der Gaben unterscheidet man passend zweierlei O., unblutige und blutige. Jene bilden die Erstlinge des Feldes und der Bäume, Kuchen, Rauchwerk (Zedernholz, Lorbeerblätter, Weihrauch) und Trankopfer (Wein, Honig, Öl). Letztere kommen vor bei Gebeten um das Gelingen eines Unternehmens, bei Verträgen, Totenopfern und beim eignen Trunk, indem die ersten Tropfen als Spende für die Gottheit ausgegossen werden. In bezug auf die blutigen O. ist zu bemerken, daß die Sitte der Menschenopfer zur Zeit, wo wir die Griechen und Römer kennen lernen, bereits im Absterben begriffen ist; dagegen sind Tieropfer ganz allgemein; für sie schreibt die Religion gewisse, peinlich zu beobachtende Rücksichten vor. Nur gesunde, makellose (anders freilich in Sparta), noch nicht zum Dienste für den Menschen verwendete Haustiere (nur die Jägerin Artemis erhält Hirsche, Herakles Wachteln) werden geopfert; den himmlischen Göttern gebühren weiße, den unterirdischen schwarze, den männlichen Gottheiten männliche, den weiblichen weibliche Tiere. Oft ist die Zahl der O. erheblich groß (in Rom einmal im zweiten Punischen Kriege 300), obgleich Hekatombe nicht gerade ein O. von 100 Tieren, sondern nur ein großes, feierliches O. bedeutet. Mannigfaltig und genau bestimmt sind auch die Gebräuche beim O. Der Opfernde trägt einen Kranz oder Binden um das Haupt, zum Zeichen, daß er unter dem Schutze der Gottheit steht; geschmückt ist auch das Opfertier. Nachdem alle Anwesenden sich mit geweihtem Wasser besprengt haben und zu heiliger Stille ermahnt sind (»euphemeite!« »favete linguis!«), bestreut man das Tier mit geweihter Gerste, schneidet ihm einen Büschel Haare von der Stirn, den man ins Feuer wirft, und schlägt es dann zu Boden, worauf man ihm, um für die Besprengung des Altars das Blut zu erhalten, die Kehle durchschneidet. Den Göttern werden das Fett und einzelne Fleischteile, namentlich die Schenkel, verbrannt, das übrige verzehrt teils der Opferer mit seinen Gästen, teils kommt es den Priestern zugute. – Oft war mit dem O. eine Eingeweideschau verbunden (bei den Römern besorgt durch die haruspices, s. d.), um den Willen der Götter zu erkunden. Eigentümlich den Römern waren die Göttermahlzeiten (s. Lectisternium), die nach einem Sieg in der Weise veranstaltet wurden, daß die Altäre mit Speisen besetzt und die Bildnisse der Götter um den Altar herumgelegt wurden; ferner die Suovetaurilia, die darin bestanden, daß am Ende eines jeden fünften Jahres nach vollendetem Zensus ein Schwein, ein Schaf und ein Stier (sus-ovis-taurus) um die Volksversammlung geführt und dann geopfert wurden. Auch die germanischen Völker opferten sowohl Menschen als Tiere. Die Menschenopfer galten dem Wodan und Ziu, im Norden dem Thor; ihnen legte man eine große sühnende Kraft bei. Nicht nur wurden nach errungenen Siegen die gefangenen Feinde zum Wohlgefallen der Götter an den Bäumen aufgehängt, auch die eignen Leute opferte man, wenn man die Götter erzürnt glaubte. Eigentümlich war der schwedische Brauch, bei eintretender Hungersnot den König zu opfern, als das Köstlichste, was man den Göttern darbringen konnte. Zu Tieropfern wählte man gern besonders wertvolle Geschöpfe aus: edle Rosse und Stiere, den Zuchteber (altnord. sonargoltr, langobard. sonorpair) als das schönste Stück der Herde, Widder; aber auch Hunde, Katzen, zahmes und wildes Geflügel (Habichte) etc. Die unblutigen O. bestanden in Festkuchen und Festbroten, in Bier, Eiern, Milch, Honig etc. Die unblutigen O. durfte der Opfernde selbst darbringen; die blutigen dagegen wurden von den Priestern vollzogen, und zwar meist bei Anlaß großer Festlichkeiten im Beisein der gesamten Gaubewohnerschaft. Im Norden veranstaltete man jährlich drei große O., die mit den drei großen Festen (s. Feste, S. 463) zusammenfielen; außerdem beging man in Schweden alle neun Jahre in Upsala ein großes Sühnfest, wobei neun Häupter von jeder Tiergattung dargebracht wurden, und ein andres Opferfest, ebenfalls alle neun Jahre zur Sühne, feierten die Dänen den Todesgöttern, indem sie in Lethra auf Seeland 99 Menschen sowie Pferde, Hunde und Hähne oder Habichte, jedes in gleicher Anzahl, schlachteten. Außerordentliche O. gab es vorzüglich bei kriegerischen Unternehmungen, bei Königswahlen und Leichenbestattungen. Der Gebrauch, Kriegsgefangene zu opfern, dauerte sogar noch unter den zum Christentum bekehrten Völkern, z. B. den Goten, Herulern, Langobarden, Sachsen, fort. – Bei den Galliern (Kelten) besorgten die Druiden den Opferdienst, und zwar hielt man Menschen für die den Göttern angenehmsten O. Götzenbilder, deren Glieder aus Weiden geflochten waren, wurden mit Menschen angefüllt und verbrannt. Man schlachtete Verbrecher, in deren Ermangelung aber auch Knechte, Kriegsgefangene, selbst Weiber und Kinder. Mit den Gestorbenen ward als Totenopfer alles verbrannt, was ihnen teuer war, auch die Sklaven und Schutzgenossen. Ähnliche Gebräuche fanden sich bei den Finnen, Esthen, Liven, Preußen, Letten, Slawen, wenn auch nach Örtlichkeit, Glauben etc. verschieden. Die bereits von den Propheten des Alten Testaments erkannte Wahrheit, daß der Mensch der Gottheit nichts anbieten könne, was nicht an und für sich schon ihr Eigentum und ihre Gabe sei, machte das Christentum dadurch geltend, daß es den jüdischen und heidnischen Opferdienst gänzlich beseitigte und den Tod Jesu als die ein für allemal und immer gültige Genugtuung für die Sünden der Menschen und als die letzte Erfüllung der alten Opferidee darstellte. Es ist dies übrigens eine Vorstellung, die auch dem Heidentum nicht völlig fremd geblieben war, wie aus dem Somadienst der Inder, dem Mithrasdienst der Perser sowie dem Osiris-, Dionysos- und Balderkultus hervorgeht. Der ständigen Vermittelung der Früchte des Selbstopfers Christi an die Menschen dient im katholischen Kultus das zugleich als erhabenster Gottesdienst betrachtete Meßopfer (s. Messe, S. 656), in dem durch den Priester Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi verwandelt und Gott geopfert werden, so daß eine unblutige Erneuerung des blutigen Opfers Christi am Kreuz erfolgt (daher unblutiges O. genannt). Opfercharakter tragen auch die Oblationen (s. Oblation). Vgl. Nitzsch, Die Idee und die Stufen des Opferkultus (Kiel 1889).
14082 Zeichen · 150 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    OPFERstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    OPFER stn. ahd. opfar Graff 1,181. nach der gewöhnlichen annahme aus lat. offerre, obferre , so dass die bildung des ver…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Opfer

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Das Opfer , des -s, plur. ut nom. sing. ein jedes sichtbares Ding, welches der Gottheit zur Abbildung seiner eigenen Übe…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Opfer

    Goethe-Wörterbuch

    Opfer 1 relig a (als Zeichen von Verehrung, Sühne, Bitten od Dank) einer Gottheit rituell dargebrachte Gabe (meist mBez …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Opfer

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Opfer (vom lat. offerre darbringen, hingeben), religiöse , sind freiwillige Gaben, welche man Gott od. einem Abgott unmi…

  5. modern
    Dialekt
    Opfer

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Opfer [Òpfr allg. ] n. Kirchenalmosen. Ze O. ge hn zum Altar gehn und Geld auf die Epistelseite niederlegen ( kath. ) Er…

  6. Sprichwörter
    Opfer

    Wander (Sprichwörter)

    Opfer 1. Ein Opfer, das man in die Kutte wirft, wird stinkend. – Klosterspiegel, 62, 16. 2. Es kommen nicht alle Opfer a…

  7. Spezial
    Opfern

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Opfer , n жертва , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit opfer

357 Bildungen · 288 Erstglied · 66 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von opfer

opfern + -er

opfer leitet sich vom Lemma opfern ab mit Suffix -er, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

opfer‑ als Erstglied (30 von 288)

Opferbrot

SHW

Opfer-brot Band 4, Spalte 1097-1098

Opfergang

SHW

Opfer-gang Band 4, Spalte 1097-1098

Opfergeld

SHW

Opfer-geld Band 4, Spalte 1097-1098

Opferkerze

SHW

Opfer-kerze Band 4, Spalte 1097-1098

Opfermann

SHW

Opfer-mann Band 4, Spalte 1097-1098

Opferstock

SHW

Opfer-stock Band 4, Spalte 1097-1098

Opferteller

SHW

Opfer-teller Band 4, Spalte 1097-1098

Opfertier

SHW

Opfer-tier Band 4, Spalte 1097-1098

opferaltar

DWB

opfer·altar

opferaltar , m. altar auf dem geopfert wird, vgl. opferherd , opferstein , opfertisch : in der mitte des platzes ein viereckigter opferaltar…

opferambet

Lexer

opfer·ambet

opfer-ambet stn. seelmesse. dô man daʒ opferampt gesanc Ga. 1. 308,983.

opferamt

DWB

opfer·amt

opferamt , n. : ein auszerlesen rind .. wurde zu solchem opferambte und speise gebraucht. Rihel Liv. (1619) 8 ; hie ordnet er das predigamt,…

Opferapparat

GWB

opfer·apparat

Opferapparat Getrenntschr für die Gesamtheit der zur rituellen Opferung nötigen Gegenstände 1) 15 2 ,228,7 Faust II Plp Syn Opfergerät Opfer…

opferasche

DWB

opfer·asche

opferasche , f. : ein altar voll opferasche. J. Paul flegeljahre 2, 4 ; mitten im see, von opferasche geschwärzet, stand ein altar. Voss Ovi…

opferaufwand

DWB

opfer·aufwand

opferaufwand , m. : kein opferaufwand ( sumptuosa hostia ) sänftiget mehr den zorn der hauspenaten, als ein wenig heiliges schrot und ein kn…

opferaxt

DWB

opfer·axt

opferaxt , f. , vgl. opferbeil: er .. hob die opferaxt, erschlug ihn ( Agamemnon ). Stolberg 13, 4 .

opferbære

Lexer

opfer·baere

opfer-bære adj. BMZ zum opfern geeignet, alt genug um an dem opfer teil zu nehmen ( vom 14. jahre an ) Weist. Mone z. 14, 282.

opferbar

DWB

opfer·bar

opferbar , adj. 1 1) von personen, alt genug ( vom 12. jahre an ) zum kirchlichen opfer zu gehn Oberlin 2, 1163 . Staub-Tobler 1, 384 : so m…

Opferbare

DRW

opfer·bare

Opferbare, m. opferbare Person wan ein mensch stirbt in einem hus, es wer frouwe oder man, das ein namhaftige lich wer', so sol us iedem hus…

opferbaum

DWB

opfer·baum

opferbaum , m. : ( nachweis, ) dasz thiere an opferbäumen hiengen. J. Grimm myth. 4 542.

opferbeil

DWB

opfer·beil

opferbeil , n. , vgl. opferaxt: sicambrische priester mit opfer-beilen. Lohenstein Arm. 1, 11 a .

Opferbetrug

Campe

opfer·betrug

○ Der Opferbetrug , — es, Mz . u. ein Betrug, welchen sich ehemahls die Priester bei den Opfern in irgend einer Art zu Schulden kommen ließe…

opferbinde

DWB

opfer·binde

opferbinde , f. binde um die augen des opfers: Amilcar soll um mich die opferbinde zihn. Lohenstein Sophon. 1, 417 ; die hände werden den ed…

opferblume

DWB

opfer·blume

opferblume , f. blume als opfer: ich sammelte opferblumen und warf sie in den heiligen strom. Hölderlin Hyp. 1, 32 ; im thal, wo du und ich …

opferblut

DWB

opfer·blut

opferblut , n. , ahd. mhd. opherbluot, blut des geschlachteten opfers: seht ihr nicht, wie rings umher des frommen David sohn von opferblute…

opferbrand

DWB

opfer·brand

opferbrand , m. was opferfeuer: der opferbrand wird angeschürt; die priester stellen sich in reihen. Hadedorn 3, 128 ; nach den wolken seh i…

opfer als Zweitglied (30 von 66)

abendopfer

DWB

abend·opfer

abendopfer , n. den juden ein brandopfer, das abends entzündet durch die ganze nacht brannte; überhaupt aber jedes am abend dargebrachte: de…

altāropfer

KöblerMhd

altār·opfer

altāropfer , st. N. nhd. Altaropfer Q.: Ack (nach 1400) E.: s. altāre, opfer W.: nhd. Altaropfer, N., Altaropfer, DW- L.: MHDBDB (altaropfer…

anklopfer

DWB

anklopfer , m. ring oder hammer zum klopfen an die thür.

brandopfer

DWB

brand·opfer

brandopfer , n. holocaustum, sehr oft im alten testament, z. b. Noah opfert brandopfer auf dem altar. Mos. 8, 20 ; nein, der traulichkeit br…

brunstopfer

KöblerMhd

brunst·opfer

brunstopfer , st. N. nhd. „Brandopfer“ Q.: Cranc (1347-1359) (FB brunstopfer) E.: s. brunst, opfer W.: nhd. DW- L.: MWB 1, 1054 (brunstopher…

Chlopfer

Idiotikon

Chlopfer Band 3, Spalte 682 Chlopfer 3,682

dankopfer

DWB

dank·opfer

dankopfer , n. bei den Juden nicht blosz opfer für empfangene wolthaten, brandopfer, wobei das dargebrachte vieh verbrannt ward ( 3 Mos. 7, …

Fêgeopfer

Adelung

fege·opfer

Das Fêgeopfer , des -s, plur. ut nom. sing. ein biblischer Ausdruck, der nur 1 Cor. 4, 13 vorkommt: wir sind stets als ein Fluch der Welt, u…

festopfer

DWB

fest·opfer

festopfer , n. und wolt dem herrn opfer thun, es sei ein brandopfer ... oder ewer festeopfer, auf das ir dem herrn ein süszen geruch machet …

freudenopfer

DWB

freude·n·opfer

freudenopfer , n. so wil ich dir ein freudenopfer thun. ps. 54, 4 ; ich wil von deiner lieblichkeit bei nacht und tage singen, mich selbst a…

fropfer

Lexer

fropfer s. phropher.

füllopfer

DWB

fuell·opfer

füllopfer , n. bei den juden des alten testamentes ein zur priesterweihe dargebrachtes opfer, von welchem die holen hände dessen oder eines …

Füdlochchlopfer

Idiotikon

Füdlochchlopfer Band 3, Spalte 682 Füdlochchlopfer 3,682 M.

giezopfer

KöblerMhd

giezopfer , st. N. nhd. „Gießopfer“, Opfern wertvoller Flüssigkeiten ÜG.: lat. libaminum Gl Q.: Gl (1165) E.: s. giezen (1), opfer W.: nhd. …

gieʒopfer

MWB

gieʒopfer stN. das Opfern wertvoller Flüssigkeiten: libaminum: gizoffar Gl 1:373,28 (BStK681) MWB 2 782,8; Bearbeiterin: Baumgarte

götzenopfer

DWB

goetzen·opfer

götzenopfer , n. 1 1) heidnisches opfer. Luther verdeutscht mit dem zu götze D 1 gebildeten kompositum gr. εἰδωλόθυτον , einmal auch substan…

hebopfer

DWB

heb·opfer

hebopfer , hebeopfer , n. in der bibelsprache eine art jüdischen opfers, vergl. hebe 7 sp. 718: sage den kindern Israel, das sie mir ein heb…

heiligungeopfer

KöblerMhd

heiligunge·opfer

heiligungeopfer , st. N. nhd. „Heiligungsopfer“ Q.: Cranc (1347-1359) (FB heiligungeopfer) E.: s. heiligunge, opfer W.: nhd. DW-

Höslichlopfer

Idiotikon

Höslichlopfer Band 3, Spalte 682 Höslichlopfer 3,682

jāropfer

KöblerMhd

jār·opfer

jāropfer , st. N. nhd. Jahropfer Q.: DRW (1463) E.: s. jār, opfer W.: nhd. DW- L.: DRW

klopfer

DWB

klop·fer

klopfer , m. 1 1) ein klopfender ( mhd. klopfære, klopfer), pulsator Maaler 246 a , Stieler 984 , anpocher Rädlein 546 b . schulklopfer fast…

ladestopfer

DWB

lade·stopfer

ladestopfer , m. bei dem sprengen der steine mit pulver ein werkzeug, welches daselbst die stelle des ladestocks vertritt. Adelung.

lobopfer

DWB

lob·opfer

lobopfer , n. : solche gedanken, und glauben, machen on zweivel aus seinem werk ein gebet und lobopfer dazu. Luther 6, 308 a ; wie wir die p…

Ableitungen von opfer (3 von 3)

geopferen

KöblerMhd

geopferen , sw. V. nhd. opfern Hw.: vgl. mnl. geofferen Q.: EvB (FB geopfern), FvSonnenb, Rol (um 1170) E.: s. ge, opferen W.: nhd. DW- L.: …

veropferen

KöblerMhd

veropferen , sw. V. nhd. als Opfer geben, opfern Q.: Weinsb (1437-1438) E.: s. ver…, opferen W.: nhd. DW- L.: LexerHW 3, 191 (veropfern)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „opfer". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/opfer/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „opfer". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/opfer/meyers. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „opfer". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/opfer/meyers.
BibTeX
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