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Nagel

mhd. bis spez. · 27 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
35 in 27 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Nagel

Bd. 6, Sp. 40
Nagel das allg. verbr. Wort zeigt südl. einschl. Saarl-Wadgassen, Saarbr-Püttl Wahlschd Sulzb, Ottw-Merchw Schiffw Stdt, Wend-Mainzw NLinxw Werschw Leitersw Oberk naxəl; n. davon im Rhfrk nāl, –āə- bis etwa einschl. Saarl-Guerlfang Fremersd, Merz-Reimsb Nunk Lockw, Trier-Mettnich Züsch, Bernk-Gonzerath Longkamp, Zell-Trarb Enkirch Tellig Blankenr Mastershsn, Koch-Mörsd, Goar-Macken Herschw; n. davon im Mosfrk n:l [WSaarbg, WBitb -ō:-] bis einschl. Malm-Dürler BurgReuland, Prüm-Mützenich Auw, Malm-Manderf, Schleid-Frauenkron Schmidth Blankenheimerd Tondrf, Rheinb-Michelsbg, Ahrw-Kirchsahr, Aden-Pützf Blasw, Ahrw-Gönnersd, Neuw-Hönning Waldbreitb, Altk-Peterslahr Flammersf Stdt, Neuw-ODreis, Altk-Daaden Biersd Herdrf; im Rip zunächst im Anschluss an n:l haben wir nā:l n. u. w. einschl. Malm-Bracht Vith Mürring, Schleid-Udenbreth Reiferschd Zingsh, Rheinb-Bouderath MüEif Neuk Stdt, Bo-Waldrf Merten, Eusk-Liblar Gymnich, Bergh-Blatzh NEmbt, Jül-Titz, Erk-KlBouslar Kalzem Kückhv Terheeg Mennekr Rath, MGladb-Mennr Broich, Erk-Rickelr Wegbg Klinkum KlGladb Hückelhv, Heinsb-Hilfarth, Geilk-Brachelen Lindern Übch; ö. von nā:l an der uAhr, ORheinb, OBonn, kurköln. Neuw, uSieg nā:γəl (dies enge Geb. ist also eingeschlossen in das Geb. mit -g-Ausfall); n. dieses Geb. u. ö. des lrhn. rip. nā:l-Geb. erstreckt sich zu beiden Seiten des Rheines ein Geb. mit nE:l u. zwar innerh. einschl. Bo-Hersel, Sieg-Sieglar Siegbg Hennef Herchen Leuschd, hier nach NW umbiegend über Waldbr-Rosb Dattenf, Sieg-Velken Ruppichteroth Much AltHonrath, MülhRh-Overath Bensbg BGladb Odenth Schlebusch, Sol-Opladen, Düss-Monh Benr Unterb Stdt (hier das n. nāγəl-Geb. erreichend), nach W. gehend über Neuss, MGladb-Hehn Holt Neuwerk Rheydt (nach SO umbiegend), Grevbr-Wickr Herrath Venr Kaulhsn Holzw, Erk-Berverath, Jül-Gevelsd, Bergh-Merken Bedbg-Stdt Heppend Balkhsn, ausschl. Eusk-Liblar, Bo-Waldrf; ö. dieses nE:l-Geb. im NBerg, OBerg, NOAltk nā:l, –ā-; Siegld nE(ə)l (oFerndorft, Littfet, westl. Siegld, Wilgersd, Freier Grund nāl; UGrund -ă-); das lrip. nā:l-, nE:l-Geb., das rrip., berg. nE:l-, nāl-Geb. stösst im N. geschlossen an das in der Nähe der Benr-L. grenzende nāγəl-, –ā:γ-Geb., das den ganzen NRaum einnimmt, u. zwar n. einschl. Aach-Stdt (-ā:j-), Geilk-Gangelt Tripsr Randerath, Heinsb-Porselen Millich Altmyhl, Erk-Gerderath, Heinsb-Arsbeck, Erk-Merbeck, MGladb-Leloh Fischeln Hehler, Kemp-Dohr Naphsn Hausen, MGladb-Beberich Helenabrunn Ummer Donk Schiefbahn, Neuss-Neusserfurth NDonk, Düss-Heerdt OKassel Derend Hubbelr, Barm; Pl. zu naxəl: –ęχ-, zu nāl, –ā:-: nEl, –E:-, zu n:l: nE:l, im nicht entrundenden Teile --; zu nE:l wie Sg. (Siegld zum Sg. nEl Pl. nEln); zu nā:γəl, –āγ-:- E:j-, SNfrk -Eəj-, -ēəj-, Klevld nEγəlts; Demin. nElχə(n), –E:-, –:-, nE:jəlχə, nEəjelkə, –ēə-, –əltjə m.: 1. N. an Finger oder Zehe, auch Fengern., der N. vam F., van der Zieh (Zehe) (nie Ziehen); mech es der N. an der gruesse Ziəh egewasse Aach-Alsd, Allg.; de Fenger deht mi weh bes op et Näəlchen (N.wurzel) Gummb. RA.: Unglöck, Näl un Hor wassen durch et ganze Johr Köln-Stdt. Du häs Näl wie en Grafschöpp, e paar Schöppe Dür-Weisw, — as en Dojegräwer (Toten-) Rees. Ene N. bret (breit) MüEif. He hät so lange Nägel, do kann e sin Moder (Bessmouer, Schwigermoder) met ut der Eərd kratzen Mörs, Ess, Köln. Hej hät genn Nägels, öm de Kont (Gesäss) te krasse er ist ein armer Schlucker Emmerich, Heinsb. Lang Näl, faul Fangern Trier-Mehring. Ich han em de Nächel geschnitt dem Übermütigen kräftig die Meinung gesagt Saarbr, Nahe, Eup, Elbf; ümmes de Nägels beschniə MülhRuhr. Sek de Nägel afschuren (abscheuern) bei der Arbeit Gummb. De frisst sech nach de Fingere van de Näl so hungerig ist er May-Rieden. Dat äs besster wie en N. gequetsch gesagt, wenn etwas zerbricht Sieg-ODollend. Holl de Hänn aus em Sack (Tasche), sonscht beissen de Flih der de Näl af! Merz-Michelb. De Keərz brennt em am N.; bei döm ös de K. an der N. gebrannt es ist äusserste Not, Bedrängnis Rip, Berg; dem brennt et am Nälchen Gummb-Nümbrecht. Et Für (de Kerz) brennt üm op de Nägels Mülh-Ruhr, Elbf, Köln; et brennt op den Nägeln Elbf; ich lossen et nit op de Näl kumme aufs Äusserste Dür-Birkesd. Noch nit emol su viel, wie mer op en N. schreiwen kann Saarbg-Ayl. Op en N. drinken nippen Ruhr. De mott sich op Tiəhn (Zehe) on Neəgel ploəge MGladb-Viersen. Engen et Blot us jen Nägel trecke ihn ausbeuten Aach-Stdt; et Bl. onder de Nägels hentrecke Rees. Jeder kratzt sek met den Nägeln, die em gewassen sind hilf dir selber Berg, Ruhr, Köln (s. kratzen). He ginnt (gönnt) äm net emol dat Schwarzt inner (unter) dem N. Bitb, Allg. (vam N. Sol, Mettm); su völl wie dat Schwatte onger dem N. wenig, gar nichts; net dat Schw. o. dem N. dervan han keinen Vorteil Berg, Verbr.; er hat net zo vill wie et Schwatz onner'm N. Birkf, Verbr.; de wess su vell wie dat Schwatze onger de Nägel Sieg-Thomasbg; er kann net dat Schwarze onner'm N. leire (leiden) er ist sehr empfindlich Birkf-Herrst; de friss enem et Schw. onger de Näl so unverschämt ist er Sieg. De spart sech de Botter von de Näl weg Kobl. Et geht vom N. die Arbeit geht gut voran Goar-NGondershsn; die Orwet giht mer vum N. Goar. Weiler. De setz (in der Klemme) wie en Lus (Fluh) zwesche zwei Näl Rip, — ounder gene N. Eup. Dat ös alles, wat ech töschen Tiəhn (Zehe) on Näəgel opbrenge kann ich habe nichts mehr Kemp-SPeter. — Im Wortsp. zu N. 2: Wu gen an (in) der Kirch de mäst Näl ageschlohn? Am Weihwasserkessel, finf mat jeder Hand Wittl, Bernk, Sieg-Meind, Mörs-Xanten. Wie vill Näl hot jeder en de Schohn? fünf, die N. der Zehe Eif. A.: Hot dir ach Näl? B.: Nä. A.: Ei, womit kratzt dir eich dann? Simm-Schlierschd. — Volksgl. Man soll dem Kinde im ersten Lebensjahre nicht die Nägel schneiden, sonst wird es ein Dieb Allg. (er lebt nicht lange Ess). Weisse Flecken auf den N. (de Näl blihen ‘blühen’ Rhfrk, Mosfrk) werden verschiedenartig gedeutet: sie bedeuten allg. Glück Wend-Kirchenbollenb, Daun, Eusk, langes Leben Kreuzn-Heddesh, Ottw-Illing, die Zahl der Jahre, die man noch zu leben hat Ottw, Saarbr, Saarl, Trier-Mehring, Prüm-GrLangenf, Sieg-OCassel Troisd, gutes Blut u. Gesundheit Ottw, Saarbr, Saarl, Saarbg-NZerf, fortschreitendes Wachsen Nahe, Simm, Goar, Trier, Bernk, Reichtum May-Andernach, Rees-Wesel, einen reichen Mann May, Wanderschaft in die weite Welt Gummb-Bergneustdt, die Anzahl der Freier Kreuzn-Waldböckelh, Trier-Welschbillig, May-Plaidt, Geilk-Marienbg, Heinsb-Dremmen, baldige Heirat Kobl-Vallendar, Trier-Issel, die Anzahl der Kinder in der Ehe Zell-Enkirch, Gummb; soviel Flecke, soviel Sünden, wobei die grossen Fl. Todsünden, kleinere lässliche S. bedeuten, meist zu Kindern gesagt Mosfrk, Rip, Nfrk (u. zwar gegen das Gebot, das mit dem betreffenden Finger gleiche Zahl hat Bernk-Wehlen); weisse Fl. bedeuten Unglück u. baldigen Tod Ottw-Neunk Wiebelsk, Bernk-Merschd Kobl-Moselweiss, Krankheit Waldbr-Wildbg, blaue Fl. baldigen Tod Merz-Mond; wer keine Fl. hat, muss bald sterben Simm-Horn. — 2.a. (künstlicher) N. aus Holz oder Metall; en hölzen N. (dafür Rhfrk, Rip, Nfrk meist Pinn, während P. Mosfrk ein Sohlennagel aus Draht ist), en iser N., Drohtn. (der gewöhnliche N. zum Nageln von Brettern, Kisten usf. Stift, Drohtst.); die o. angegebenen Unterschiede werden aber nicht streng eingehalten, u. man bezeichnet alle Arten schlechthin mit N.; doch unterscheidet man je nach Merkmalen u. Verwendungsart eine grosse Anzahl besonderer N.: Band-, Kisten-, Fenster- (des Glasers), Dach-, Leien-, Latt-, Leisten-, Käffer-, Pläster-, Steiger-, Bühn-, Gehang-, Söller-, Last-, Span-, Kram-, Zog- (beim Hausbau), Treck-, Driv- (des Schreiners), Deissel-, Leit-, Rad-, Stopp- (am Wagen), Huf- (Hufstump), Scheren-, Schuh- (Klumpen-, Hotschen-, Blotschen-); bei den Schuhnägeln eine bes. grosse Liste Sondernamen: dicke, runde, eckige, feine, schwere, halwe, ganze, vierdels, zweispitzige, welsche, gestempelte, Pariser, Schweizer N.; Absatz-, Kratz-, Ort-, Stempel-, Stoss-, Zwickn., Bärenklaue, Dreiling, Knüppchen, Kobenauge, Hundsohr, Mauszahn, Splickkopp, Zweispitz usf.; dazu Döbel-, Niet-, Nut-, Schaufel-, Schütz-, Spliss-, Splint-, Temper-, Trogn., Dücker (s. d. W.); die Drahtnägel sind zöllige, ein-, zwei-, drei-, vierzöllige usf. N. Rip, Allg.; Penningsn. grosser Drahtstift Sol. — Ene N. enschlage, en de Wand kloppe; der N. es schef geschlage; den N. ömschlage, antrecke; der N. hät sech krommb geschlage; loss der Näl en de Schohn mache; sech ene N. en de Foss tredde Rip, Allg. — RA.: Der setzt esu feste (in der Klemme) wie en N. em Brett Altk-NFischb. Du bös ene N. a min Duəkes (Totenkiste, Sarg, Lad, Dudelad, Särk, Kisfat) Heinsb-Höngen, Rip, Nfrk; den N. an sinn Dotkis metbrengen Mörs. Näl met Köpp mache ordentlich, solide machen, wie es sich gehört, gründliche Arbeit leisten, eine Angelegenheit klar regeln, Verträge klar u. fehlerlos abfassen Rip, Allg. (s. weiter bei Kopf). Wij baue well, mott ongetällt Geld en Nägels hämme Klev-Warbeyen, Rees, — mott drij Dele häbbe: ene Sack voll Nägel, ene S. voll Geld on ene S. voll Gedöld Mörs-Rheinbg. E Bauer soll ömmer drei Dinger am Sak (Tasche) hon: e Mäasser, en (Droht)n. on e Säl (Seil) Trier-Mehring. De han och käne Reme on N. mih alles ist ihnen abgenommen Altk-Horhsn. Ken N. am (im) Joch, ke Sprenkel um (am) Plog! es ist ein unordentlicher Bauer Trier-Mehring. Äm (einem) e Nälchen draschlohn (drein-) einen hinterlistig an etwas hindern Wittl-Binsf. Se hant em en N. an de Dür geschlagen er macht bankerott Mettm-Cronenbg. Den N. op den Kopp hauen die Wahrheit schlagend aussprechen Geld; du has der N. grad op der K. gehaue Heinsb-Dremmen; den wett (weiss) de N. op de K. er sagt das Richtige Geld-Schravelen. Der Pastur schleht dir ene N. en de Kopp! zum Kinde, das zum ersten Male beichten geht Rip, Mosfrk; de Parre kimmt un schleht ... scherzh. Drohung zu unartigem Kinde Nahe, Hunsr. De enen wett (weiss) de N. on den andere et Gat (Loch) beide ergänzen sich Mörs-Xanten. Dat kost öm der leiste (letzte) N. us jen Mur er gibt den Rest seiner Habe hin zur Erlangung der Gesundheit Aach-Stdt. Dem kammer och de Näl onger de Schohn zälle dem Faulpelz Dür-Geich. E rostigen N. kriet mer net mih aus dem Holz was alt ist, soll man nicht mehr ändern wollen Trier-Schleidw. Et hält den N. net es ist nicht von langer Dauer bes. von etwas, das nicht auf ehrliche Weise erworben ist Trier, Goar-Weiler, Simm; dat hält ka N. May-Kollig; seng Onschläg (Versuche) sen got, awer de Näl halen net Bitb-Seimerich. He hät ene N. ist hochmütig Heinsb-Dremmen, — en N. em Kopp ist dumm-stolz Simm-Schlierschd, Prüm-Mürlenb, May, Siegld, Gummb. Jet an der N. hange eine Sache aufgeben Rip, Allg., z. B. de hät der Lihrer an der N. gehange er hört auf zu studieren; de Schmeck an den N. h. das Fuhrgeschäft aufgeben. Er hot en en N. getrede hat einen Rausch Bernk-Hunolst. — Scherzfr. War (wohin) schleht der Zemmermann de Näl? Op der Kopp Schleid, Verbr. (de Pastuər Sieg-ODollend). Wuhin hot Adam den erschten N. geschlohn? Op de Kapp Bitb-Wiersd, Bernk-Wederath. Mi Vader let (liess) ens e ault (alt) Rad beschlonn; rot ens, wie völl Näl dat dotou (dazu) gonn? auf den beim Auszählen die letzte Silbe trifft, muss eine Zahl angeben, mit der dann ausgezählt wird Düss, Mettm, Elbf, Dür. Bieviel Näl brauch mer fer e got beschloə Peərd? Kän (es ist ja beschlagen) Koch-Laub, Neuw-Dierd; wieviel Näl gihn en en vollgenälte Schoh? Zell-Sosbg. Et geht ebbes uf em Kopp die Trapp enuf? der Schuhnagel Hunsr; wen geht op de K. in de Kerk? Geld, Mörs. Es hänkt an de Wand un brauch N.? die Fliege Kreuzn-Kirn. — Volksgl. Ein N. vom vermoderten Sarge, zu einem Ringe geschmiedet u. am Ringfinger der linken Hand getragen, schützt gegen Gicht Hunsr. Einen N. finden bedeutet Glück Allg. — Im bes. Niet- oder Schraubennagel an der Schere, der die beiden Becke verbindet; de Schier wird op den N. gestault Sol; N. am Wasserhammer, der die beiden Pattsulen verbindet Berg. — b. übertr. α. das Zentrum der Scheibe, wonach man mit dem Bolzen schoss, noch in der RA.: Dat wor (der hat) den N. op den Kopp getroffen er sagt es, wie es in Wirklichkeit ist Allg. — β. Achse der Schürgeskarre Geilk. — γ. Nälche Keim der Walnuss Bo-Wesseling. — δ. de Nälchen an de Fanger hun Erstarren der Fingerspitzen Bitb (Sauer), Malm. — ε. būknāγəl Bauchnabel SNfrk. — ζ. scherzh. steifer Hut, Zilinder, auch stive Näl MGladb. Stive Hot steht em got, et Knall geht nom Ball, st. N. get nom Fel (Felde)! — η. Herrgottsnäəgel Pl. Ringelblume Erk-Elmpt. — θ. Nagele Pl. spanischer Flieder, syringa vulg. Rees-Emmerich Hüthum (s. Wk. VI 1). — ι. Nägelchen (s. d.) = Pflanzen.
12825 Zeichen · 278 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    NAGELstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    NAGEL stm. im plural nagele und, doch selten, negele, zuweilen verkürzt nayl, neyl. zu ich nage? ahd. nagal , plur. meis…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    nagel

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +5 Parallelbelege

    nagel, m., Pl. nagele, negele, Nagel; clavus und unguis.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Nagel

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    1. Der Nagel , des -s, plur. die Nägel, Diminut. das Nägelchen, Oberd. Nägellein oder Nägelein, die breite hornartige Be…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Nagel

    Goethe-Wörterbuch

    Nagel 1 zugespitzter (Metall-)Stift (mit abgeplattetem od -gerundetem Kopf) zum Befestigen od Verbinden von Gegenständen…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Nagel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Nagel , ein stiftförmiges, zugespitztes und mit einem Kopfe versehenes Eisenstück, das als Verbindungsmittel bei vielen …

  6. modern
    Dialekt
    Nagel

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    Nagel [Nâkl S. bis Hlkr. M. Dü. Heidolsh. ; Nàkl M. ; Nâjl Co. Dü. Bf. ; Nàjl Sulzern ; Náùwl Str. Han. Obbr. W.; Njl K…

  7. Sprichwörter
    Nagel

    Wander (Sprichwörter)

    Nagel 1. Ala Naela hala ni, noia Naela hala a ni. ( Schömberg im Kreise Landeshut in Schlesien. ) Alte Nägel halten nich…

  8. Spezial
    Nagel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Na|gel m. (-s, Nägel) 1 ‹anat› (Fingernagel) aundla (-les) f. 2 (Metallstift) agü (agüs) m. , ciodo (-di) m. 3 (Holzstif…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nagel

605 Bildungen · 320 Erstglied · 281 Zweitglied · 4 Ableitungen

nagel‑ als Erstglied (30 von 320)

Nagelblume

SHW

Nagel-blume Band 4, Spalte 901-902

Nageleisen

SHW

Nagel-eisen Band 4, Spalte 901-902

nagelfest

SHW

nagel-fest Band 4, Spalte 901-902

Nagelfluß

SHW

Nagel-fluß Band 4, Spalte 903-904

nagelgut

SHW

nagel-gut Band 4, Spalte 903-904

Nagelkranz

SHW

Nagel-kranz Band 4, Spalte 903-904

nagellos

SHW

nagel-los Band 4, Spalte 903-904

nagelneu

SHW

nagel-neu Band 4, Spalte 903-904

Nagelort

SHW

Nagel-ort Band 4, Spalte 903-904

Nagelprobe

SHW

Nagel-probe Band 4, Spalte 903-904

Nagelamboss

RhWB

nagel·amboss

Nagel-amboss n:ltsampəs May ; -aməlt Gummb m.: kleiner A., über den der Schuh beim Nägeln gespannt wird.

Nagelbach

RhWB

nagel·bach

Nagel-bach -lts-: fingierter ON im Rätsel vom Floh: Do kome der fif (5) gegange, die hadden der ene gefange, se führden üm no Wasserbach, va…

Nagelback

RhWB

nagel·back

Nagel-back -əlts- SNfrk, Klevld m.: Kasten zum Aufbewahren der Nägel, des Hammers udgl.

nagelbank

DWB

nagel·bank

nagelbank , f. nautisch, eine latte mit holznägeln zum belegen ( festmachen ) des laufenden tauwerks. Bobrik 90 b .

nāgelbr

WWB

nagel·bar

nāgelbar Adj. geeignet, genagelt zu werden. Naagelbaore Steene uut Saagemähl z.B. zum Anschlagen des Türfutters ( WmWb ).

Nagelberg

RhWB

nagel·berg

Nagel-berg -lts- OBerg m.: im Rätsel vom Floh: Et komen er zwei gegangen, di haən enen gefangen un füəhrten en nom Frimmelsberg, nom N., do …

nagelbeschwörung

DWB

nagel·beschwoerung

nagelbeschwörung , f. : die ... beryllistica ist, wie auch alle andere ihre schwestern, als nagelbeschwerungen .., unergründlicher falscher …

nagelbett

DWB

nagel·bett

nagelbett , n. : die nägel ( ungues ) liegen in einer besondern vertiefung der lederhaut, dem sogen. nagelbett, und verbinden sich rings her…

nagel als Zweitglied (30 von 281)

Fingernagel

RDWB1

Fingernagel m Fingernägel rollen sich nach oben idiom. волосы дыбом встают идиом. Wenn ich das schon höre, stellen sich die Nackenhaare und …

Abchērnagel

Idiotikon

Abchērnagel Band 4, Spalte 688 Abchērnagel 4,688

Achsennagel

Adelung

achsen·nagel

Der Achsennagel , des -s, plur. die -nägel, ein starker eiserner Nagel, der vor das Rad in die Achse gesteckt wird, damit es nicht herab lau…

Achternagel

MeckWBN

achter·nagel

Wossidia Achternagel f. entstellte Reimform für Nachtigal: de Achternagel is de rechte Sommervagel Schill. Nachl.

Aßnagel

MeckWBN

ass·nagel

Wossidia Aßnagel , Assennagel m. wie Lüns': Aßnagel Gü, Ha, Lu, Pa, Sta; Assennagel Lu, Pa, Schw, Wa.

bandnagel

DWB

band·nagel

bandnagel , m. confibula lignea, zimmerleuten ein starker holznagel.

bantnagel

Lexer

bant·nagel

bant-nagel stm. starker nagel aus eichenholz zur befestigung der balken ( s. bant) Tuch. 115,34. 116,1. 126,31.

bartnagel

Lexer

bart·nagel

bart-nagel stm. im Frankf. baumeisterb. 1437 f. 50 b sind verrechnet 1 ℔ 14 β 6 h. für 6500 bartnegel (bartneil).

bastnagel

Lexer

bast·nagel

bast-nagel stm. oder zwecknagel phinna, instrumentum sutoris Voc. 1482.

Binagel

Idiotikon

bina·gel

Binagel Band 4, Spalte 688 Binagel 4,688

Blếchnagel

Adelung

blech·nagel

Der Blếchnagel , des -s, plur. die -nägel. zwey Zoll lange Nägel mit breiten Köpfen, die Blechstücke auf blechernen Dächern damit zu befesti…

Bleynagel

Adelung

bley·nagel

Der Bleynagel , des -s, plur. die -nägel, drey Zoll lange Nägel mit großen runden Köpfen, zu den Bleyröhren unter dem Wasser.

blînāgel

MNWB

bli·nagel

blînāgel , m. , Bleinagel (langer Eisennagel) zum Nageln von Bleiplatten.

Bode(n)nagel

Idiotikon

Bode(n)nagel Band 4, Spalte 688 Bode(n)nagel 4,688

boithnagel

KöblerMnd

boithnagel , M. Vw.: s. bōtenāgel

Ableitungen von nagel (4 von 4)

Genagel

Campe

Genagel , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).

nagele

BMZ

nagele swv. ahd. nagaljan Graff 2,1017. nageln. an daʒ kriuʒe nagelten si in dô warnung 3593. — häufig wird das wort vom beschlagen einer rü…

vernagele

BMZ

vernagele , vernegele swv. 1. mit nägeln beschlagen. die prünn die was vernagelt mit edelem gesteine Kaspar's Laurein 64. 2. im passiv von d…

vernagelen

Lexer

ver-nagelen , ver-negelen swv. BMZ mit nägeln beschlagen Laur. C. 64 ; mit einem nagel durchschlagen, durchnageln, bildl. swes lop vernagelt…