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Magen

ahd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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36 in 22 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Magen m.

Bd. 4, Sp. 1109
Magen1 m.: 1. wie schd. a. vom M. des Menschen, Mage (māgə, māöə; --), Pl. Mäge (mEgə, mEöə), Dim. Mägl [verbr. nördl. VPf u. nördl. Teil der mittl. VPf Buffington-Barba Penns 155], Maache (māχə, seltener māöə; --), Pl. Määche, Dim. Määchl [verbr. südl. VPf südl. Teil der mittl. VPf PfId. 90], Mache [LA-Wollmh], Mahe [RO-Lettw Sippf], Maje [Lambert Penns 102], Ma'e, Maa'e, Pl. Mä'e, Mää'e [verbr. WPf NPf], (maə) [Müller Dietschw 49 Mang 163], (mḁə) [HB-Lu'thal KL-Baalbn Enkb Landstl Lind Christmann Kaulb 6, 50, 92], (māə) [Pirmas (Kieffer 52) Don (Steinmetz)], (mə) [HB-Altstdt KL-H'spey FR-Tiefth W'lein], Maa, Pl. Mää [verbr. WPf NPf Schandein Ged. verbr. Gal], (mā) [IB-Ommh (Walle 51) Ingb HB-Böckw Höch ZW-O'aub Käshf PS-Gersb Hermbg Wallhalb Pirmas (Otterstetter 113) Kaislt (Schneckenburger 17, 35, 43) KB-Biedh Buch-Illisch], (m) [HB-O'bexb KL-Bruchmühlb Hütschhs Lind Miesb Stelzbg PS-W'fischb KB-Lauth Mörsf Gal-Dornf]; Zs.: Gauls-, Gummi-, Hohl-, Kirchen-, Sau-, Spatzen-, Wolfsmagen. Er hot e gude (schlechde, empfindliche, vedorwene, leere, nichderne) M. [LU-Oggh, verbr.], en schwache M. [GH-Kand], e raulicher M. [KL-Reichb]. Er hot's uf'm M. 'hat Verdauungsbeschwerden, Magenschmerzen' [NW-Elmst, verbr., Beam Penns 67], im M., dass. [KU-Bedb, verbr.], am M., dass. [LU-Opp], hot sich de M. verstaucht, dass. [Schandein Sprachsch. 69], verenkt, dass. [SOPf (Heeger Nachl.)], de M. gewichst orer gestrich, dass, scherzh. [KU-Schmittw/O]. Er klaat im M., dass. [Rockhs]. Ich hab's so gleich im M. [PS-Erfw]. Heit muß ich emol hungere, daß mer's widder leichder werd im M. [LU-Oggh]. Die Kranket hot sich bei dem uf de M. g'schlache [LA-Nußd]. Er hat e Stick vum M. abgeschnied kriet 'Ihm wurde der Magen operiert' [ZW-Battw]. Wend. für 'Ich habe Hunger': Ich han e hungriche M. [KL-Landstl], hun e Druck im M. [RO-Als], han Schatte im M. [KU-Rutsw/L Dunzw KL-Fockbg/Limb NW-Greth LA-Ilbh], e Loch im M. [ZW-Nd'aub, LU-Opp NW-Deidh BZ-Nd'horb], hab e lange M. [GH-Rh'zab], han kalde Fieß im M. [KL-N'hemsb], hab Luft im M. fer e Platt voll Flääschknepp [LA-Siebdg]. Mer brummt de M. [ZW-Mörsb PS-H'eischw KB-Dannfs], rumbelt de M. [FR-A'lein], grummelt de M. [IB-Bliesmg/Bolch], bambelt de M. [FR-Maxd], wackelt de M. [PS-Glashtt], schnorrt de M. zamme [LU-Neuhf], hängt de M. schepp [ZW-Mittb], hängt de M. bis uf die Fieß [LU-Limbghf Muttstdt], hängt de M. am kleene Zeh [LU-Neuhf SP-Dudhf], hängt de M. nor noch am'e Nähtsfädl [SOPf]. 's werd mer leer im M. [RO-Nd'mosch]. 's is mer schwach im M. [Rockhs]. Ich hab ken M. dezu (forn des se esse) 'Ich habe keinen Appetit darauf' [KU-Herschw/Petth LU-Neuhf SP-Mechth]. Wer wenig ißt, hot e M. wie e Spätzl [PS-Erfw]. Wer viel ißt, hot e M. wie e Kuh [NW-Frankeck LU-Opp], wie e Bettziech [KU-Schmittw/O], wie e Sautrog [Westricher Kalender 1957 102], wie e Zuchthaus [LU-Opp], wie e Streffstrump [SOPf (Heeger Nachl.)], wie e gestickter Wammes [LU-Opp], hot e gehäkelte M. [mancherorts WPf KB-Kriegsf LU-Oggh Land], e gestrickte M. [Frankth SOPf (Heeger Nachl.)], hot e M. vun Storzblech [KU-Schmittw/O], von Gummi [KU-Mühlb], vun Gummi un Därem wie e Hossebääⁿ [PS-Erfw], e Loch im M. [GH-Weingt]. Dem seiⁿ M. kann Schuhnäjel vertraache [NW-Freinsh, KU-Schmittw/O KB-Kriegsf SOPf (Heeger Nachl.)]. Er wääß net, wo seiⁿ M. leit (weil er ihm keine Beschwerden macht) [KU-Schmittw/O]. Er hat in de leere M. getrunke (und daher einen Schwips) [PS-Erfw]. In e leere M. soll mer käⁿ Bier trinke [LU-Opp]. Wer sich erbricht, hat de M. gewennt [PS-Erfw]; auch scherzh.: hat de M. zwische die Zähn genumme [ebd.]. Drohung: Ich schlaa der uf's Maul, daß die Zähⁿ in deim M. Billjard spielen [ZW-Bechhf]. Die mit'm Stehkra'e, nix im M., spöttisch von Beamten [Don-Heufeld]. En Mann un Weib, / Die misse sich vertrage - / Die sin ee Leib, / Hen awwer doch zwee Mage [Birmelin Penns Gezw. 32]. RA.: Seiⁿ Aaue sein greßer as seiⁿ M., von einem, der sich mehr in den Teller nimmt als er essen kann [KU-Kaulb, verbr., auch Don Gal Buch]. Dir schlääft die Katz de M. nimmi fort, zu einem, der zu viel gegessen hat [Bergz (Kamm 41)]. Des leit'm schwer im M. 'Das macht ihm Kummer' [LU-Opp, verbr.]. Der Schreck is'm in de M. gefahre [PS-Geisbg]. De M. kummt eraus! (sagt man zu einem Kind, wenn es sich z. B. in den Finger geschnitten hat, so daß es blutet) [LA-Mörzh]; vgl. Saumagen. Sprw.: E guder Mage kann alles vetrage [LU-Opp, mancherorts VPf]. E gurer M. esch besser als e g'stärkter Krage [Hebel 32]. Mer sieht de Leit uf de Kraache, awwer nit in de Maache [Bergz (Kamm 39), vereinzelt, auch Gal]. Liewer de M. verrenkt, wie 'm Wert was geschenkt [Kaislt NW-Freinsh SOPf (Heeger Nachl.)]. — b. vom M. der Tiere. α. der M. der Haustiere, insbes. des Schlachtviehs (Formen wie 1 a); Zs.: Vieh-, Hunds- 1, Kuh-, Schweinemagen. — β. der M. der Wiederkäuer in den Zs.: Blätter-, Buch-, Lab-, Netzmagen. — 2. s. die Zs.: Preß-, Sau-, Schwartenmagen; Hundsmagen 2. — Südhess. IV 481 ff.; Rhein. V 727 ff.; Lothr. 349, ALLG I, K. 118; Els. I 655, ALA I, K. 109.
5148 Zeichen · 163 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    magênsw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    magên sw. v. ; mnl. mogen; vgl. ae. magian ( vgl. Bosw.T. , Suppl. S. 630 ). — Graff II,611. mak-: 3. sg. prt. -eta Gl 2…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    magenstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +9 Parallelbelege

    magen stm. die macht. ahd. makan, mekin Graff 2,620. mit michelem magene kom daʒ her zesamene pf. K. 6,11. mit dem aller…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Magen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Magen , des -s, plur. ut nom. sing. im gemeinen Leben auch wohl im Plural die Mägen, in den thierischen Körpern ein …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Magen

    Goethe-Wörterbuch

    Magen einmal -aa-; pl auch ‘M.’ a das beutelförmige Verdauungsorgan; wiederholt im anatom Zshg; auch in den Fügungen od …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Magen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Magen , Magschaft , im deutschen Familienrecht die Seitenverwandten, von denen nach dem Sachsenspiegel Geschwisterkinder…

  6. modern
    Dialekt
    Magen

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Mage n [Mâkə Hi. Lutterb. Gebw. Su. ; Mâχə Obbruck Schleit. ; Mâjə Co. Horbg. Dü. Rapp. ; Mjə Barr Meis. Geisp. K. Z. B…

  7. Sprichwörter
    Magen

    Wander (Sprichwörter)

    Magen 1. Alle Mägelech sennen fleischig. – Blass, 5. Wortspiel mit »Mägelchen« und »möglich«. 2. As der Mugen (Magen) is…

  8. Spezial
    Magen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ma|gen m. (-s,-/Mägen) ‹anat› magun (-s) m. , stome (-mi) m. ▬ auf dem Magen söl stome, söl magun ; das verdreht mir den…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit magen

314 Bildungen · 278 Erstglied · 32 Zweitglied · 4 Ableitungen

magen‑ als Erstglied (30 von 278)

Magenkrebs

SHW

Magen-krebs Band 4, Spalte 483-484

Magenweh

SHW

Magen-weh Band 4, Spalte 483-484

Magenwind

SHW

Magen-wind Band 4, Spalte 483-484

magen als Zweitglied (30 von 32)

Bettelmagen

Wander

bettel·magen

Bettelmagen Ist Bettelmagen noch so voll, der Bettelsack nicht Gnüge hat. – Wenzig, 77.

blättermagen

DWB

blaetter·magen

blättermagen , m. omasus, bei wiederkäuern, der dritte magen, psalter, das buch, tausendfach.

ermagen

MWB

erm·agen

ermagen swV. ‘Kraft gewinnen, zu sich kommen’ darnach [nach dem Sturz] ein teil er irmagte, / uf stunt er do Macc 11025 MWB 1 2011,12; Bearb…

Fêttmagen

Adelung

fett·magen

Der Fêttmagen , des -s, plur. ut nom. sing. der vierte Magen der wiederkäuenden Thiere, in welchem die Verdauung vollendet wird; im gemeinen…

Geizmagen

Wander

geiz·magen

Geizmagen Gizmage – Fiddelbage. – Frischbier 2 , 1195. Friedland in Preussen; ohne Erklärung.

gemagen

DWB

gem·agen

gemagen , kraft haben, ahd. gimagên valere, vigere, convalescere Graff 2, 611 , noch im 16. jh., daher gewiss auch mhd. gemagen: do sprach d…

Hahnenmagen

Wander

hahnen·magen

Hahnenmagen Er hat einen Hahnenmagen, der kann alles vertragen. – Eiselein, 271. Lat. : Mihi dixerat ventrem esse gallinacei, velociter enim…

Hühnermagen

Wander

huhn·ermagen

Hühnermagen Er hat einen wahren Hühnermagen. Holl. : Hij heeft eene hoender maag. ( Harrebomée, I, 311. )

kälbermagen

DWB

kalb·ermagen

kälbermagen , m. kalbslab, zum käsemachen. Frisch 1, 496 c , bei Maaler 240 a kalbermägen, s. käsemägel und kalbslab . schwed. kalvmage Riet…

Klostermagen

Wander

kloster·magen

Klostermagen 1. Ein Klostermagen ist gleich dem Stiefel des heiligen Beuedict, beide sind bodenlos. – Klosterspiegel, 69, 9. 2. Ein Klosterm…

labmagen

DWB

lab·magen

labmagen , m. der vierte magen der wiederkäuenden thiere, auch blosz lab ( s. das. unter no. 2); laabmage Schottel 1353 .

Menschenmagen

Wander

menschen·magen

Menschenmagen Sie soll einen warmen Menschenmagen auflegen. Holl. : Zij moet maar eene warme pleister van honderd en twintig pond op haar bu…

Pfaffenmagen

Wander

pfaffen·magen

Pfaffenmagen Pfaffenmagen kann alles vertragen. – Frischbier, 567; Frischbier 2 , 2898. Der Pfaffenmagen ist wol so gut wie identisch mit de…

saumagen

DWB

saum·agen

saumagen , m. 1 1) eigentlich der magen einer sau: wir thaten wie erfahrene leut, die aller mägen gelegenheit erkanndten, und wol wuszten, d…

scharbenmagen

DWB

scharben·magen

scharbenmagen , m. der magen der scharbe: etliche kürsiner bereitend sein haut, damit die als ein brusttuoch auf den magen gelegt werde, als…

schwartenmagen

DWB

schwarten·magen

schwartenmagen , m. 1 1) schweinsmagen mit speck, schwarte und blut gefüllt, als speise Jacobsson 7, 285 b ; schwarte-magen, oder sau-sack, …

Schwertmagen

Wander

schwert·magen

Schwertmagen Nehmen die Schwertmagen das Heergewäte, so nehmen die Gespinnen die Gerade (s.d.). – Graf, 216, 241. Unter Schwertmagen verstan…

Spillmagen

Adelung

spill·magen

* Der Spillmagen , des -s, plur. ut nom. sing. ein im Hochdeutschen veraltetes Wort, einen Verwandten von der Spillseite. d. i. von der weib…

Straußenmagen

Campe

straussen·magen

Straußenmagen ) , — s, Mz . gl. der Magen eines Straußes, in welchem man zuweilen Steine und Stückchen Metall gefunden hat, welche er zwar n…

ungemâgen

MNWB

ung·e·magen

° ungemâgen , adv. : als nicht Verwandter, ohne Verwandtschaft, „Salvator dicit: „ Mînen mynscheliken lîcham ... De doch to voren Ungemagen …

Ableitungen von magen (4 von 4)

ermagen

MWB

ermagen swV. ‘Kraft gewinnen, zu sich kommen’ darnach [nach dem Sturz] ein teil er irmagte, / uf stunt er do Macc 11025 MWB 1 2011,12; Bearb…

gemagen

DWB

gemagen , kraft haben, ahd. gimagên valere, vigere, convalescere Graff 2, 611 , noch im 16. jh., daher gewiss auch mhd. gemagen: do sprach d…

unmagenlich

KöblerMhd

unmagenlich , Adj. Vw.: s. unmügelich

vermagen

DWB

vermagen , verb. im magen unterbringen, verdauen; ein wahrscheinlich von Fischart nur scherzhaft gebildetes wort: wa hat der kämpffer Milo e…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „magen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/magen/pfwb?formid=M00135
MLA
Cotta, Marcel. „magen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/magen/pfwb?formid=M00135. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „magen". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/magen/pfwb?formid=M00135.
BibTeX
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