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Magen

ahd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
36 in 22 Wb.
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8 von 16
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Magen

Bd. 3, Sp. 15
Der Magen, des -s, plur. ut nom. sing. im gemeinen Leben auch wohl im Plural die Mägen, in den thierischen Körpern ein häutiger hohler Theil in Gestalt eines Sackes, welcher die Speisen aus der Speiseröhre aufnimmt, und sie verdauet, d. i. sie in den Nahrungssaft verwandelt. Einen guten, gesunden, schwachen, kranken Magen haben. Sich den Magen überladen, ihn verderben. Bey einem leeren Magen kann sichs unmöglich zärtlich lieben, Raben. Dagegen heißt es bey dem Burggrafen von Rietenburg: So Mag ist vol so sing ich wol. Auch der äußere Theil des menschlichen Leibes, in dessen Gegend sich der Magen befindet, wird der Magen genannt. Die meisten wiederkauenden Thiere haben einen vierfachen Magen, in dessen unterschiedenen Höhlen die Speisen nach und nach zubereitet wird. Der erste heißt der Wanst, Nieders. Pansse, welchen Nahmen aber andere dem zweyten Magen beylegen; der zweyte wegen seiner Gestalt das Garn, die Haube, oder die Mütze, Nieders. Hülle, der Magenzipfel; der dritte wegen seiner vielen Falten der Faltenmagen, der Blättermagen, der Psalter oder Salter, welchen Nahmen aber auch einige dem ersten Magen geben, das Buch; und der vierte der Fettmagen, das Lab, der Rohde oder Roden, oder auch der Magen in engerer Bedeutung. Anm. Bey dem Raban Maurus im achten Jahrhunderte Mago, im Angels. Maga, im Holländ. Maeghe, im Schwed. und Isländ. Mage, im Finnländ. Maco, im Engl. mit Verwandelung des[] Gaumenlautes in den verwandten Blaselaut, Maw. Da Mouc im Nieders. noch jetzt einen Ärmel bedeutet, so scheinet der Begriff der Höhlung, des hohlen Raumes, der herrschende zu seyn. Die zweyte Hälfte des Griech. und Latein. Stomachus gehöret allem Ansehen nach gleichfalls hierher. Im Italiänischen ist Magona ein aufgebläheter Magen.
1749 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    magênsw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    magên sw. v. ; mnl. mogen; vgl. ae. magian ( vgl. Bosw.T. , Suppl. S. 630 ). — Graff II,611. mak-: 3. sg. prt. -eta Gl 2…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    magenstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +9 Parallelbelege

    magen stm. die macht. ahd. makan, mekin Graff 2,620. mit michelem magene kom daʒ her zesamene pf. K. 6,11. mit dem aller…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Magen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Magen , des -s, plur. ut nom. sing. im gemeinen Leben auch wohl im Plural die Mägen, in den thierischen Körpern ein …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Magen

    Goethe-Wörterbuch

    Magen einmal -aa-; pl auch ‘M.’ a das beutelförmige Verdauungsorgan; wiederholt im anatom Zshg; auch in den Fügungen od …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Magen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Magen , Magschaft , im deutschen Familienrecht die Seitenverwandten, von denen nach dem Sachsenspiegel Geschwisterkinder…

  6. modern
    Dialekt
    Magen

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Mage n [Mâkə Hi. Lutterb. Gebw. Su. ; Mâχə Obbruck Schleit. ; Mâjə Co. Horbg. Dü. Rapp. ; Mjə Barr Meis. Geisp. K. Z. B…

  7. Sprichwörter
    Magen

    Wander (Sprichwörter)

    Magen 1. Alle Mägelech sennen fleischig. – Blass, 5. Wortspiel mit »Mägelchen« und »möglich«. 2. As der Mugen (Magen) is…

  8. Spezial
    Magen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ma|gen m. (-s,-/Mägen) ‹anat› magun (-s) m. , stome (-mi) m. ▬ auf dem Magen söl stome, söl magun ; das verdreht mir den…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit magen

314 Bildungen · 278 Erstglied · 32 Zweitglied · 4 Ableitungen

magen‑ als Erstglied (30 von 278)

Magenkrebs

SHW

Magen-krebs Band 4, Spalte 483-484

Magenweh

SHW

Magen-weh Band 4, Spalte 483-484

Magenwind

SHW

Magen-wind Band 4, Spalte 483-484

magen als Zweitglied (30 von 32)

Bettelmagen

Wander

bettel·magen

Bettelmagen Ist Bettelmagen noch so voll, der Bettelsack nicht Gnüge hat. – Wenzig, 77.

blättermagen

DWB

blaetter·magen

blättermagen , m. omasus, bei wiederkäuern, der dritte magen, psalter, das buch, tausendfach.

ermagen

MWB

erm·agen

ermagen swV. ‘Kraft gewinnen, zu sich kommen’ darnach [nach dem Sturz] ein teil er irmagte, / uf stunt er do Macc 11025 MWB 1 2011,12; Bearb…

Fêttmagen

Adelung

fett·magen

Der Fêttmagen , des -s, plur. ut nom. sing. der vierte Magen der wiederkäuenden Thiere, in welchem die Verdauung vollendet wird; im gemeinen…

Geizmagen

Wander

geiz·magen

Geizmagen Gizmage – Fiddelbage. – Frischbier 2 , 1195. Friedland in Preussen; ohne Erklärung.

gemagen

DWB

gem·agen

gemagen , kraft haben, ahd. gimagên valere, vigere, convalescere Graff 2, 611 , noch im 16. jh., daher gewiss auch mhd. gemagen: do sprach d…

Hahnenmagen

Wander

hahnen·magen

Hahnenmagen Er hat einen Hahnenmagen, der kann alles vertragen. – Eiselein, 271. Lat. : Mihi dixerat ventrem esse gallinacei, velociter enim…

Hühnermagen

Wander

huhn·ermagen

Hühnermagen Er hat einen wahren Hühnermagen. Holl. : Hij heeft eene hoender maag. ( Harrebomée, I, 311. )

kälbermagen

DWB

kalb·ermagen

kälbermagen , m. kalbslab, zum käsemachen. Frisch 1, 496 c , bei Maaler 240 a kalbermägen, s. käsemägel und kalbslab . schwed. kalvmage Riet…

Klostermagen

Wander

kloster·magen

Klostermagen 1. Ein Klostermagen ist gleich dem Stiefel des heiligen Beuedict, beide sind bodenlos. – Klosterspiegel, 69, 9. 2. Ein Klosterm…

labmagen

DWB

lab·magen

labmagen , m. der vierte magen der wiederkäuenden thiere, auch blosz lab ( s. das. unter no. 2); laabmage Schottel 1353 .

Menschenmagen

Wander

menschen·magen

Menschenmagen Sie soll einen warmen Menschenmagen auflegen. Holl. : Zij moet maar eene warme pleister van honderd en twintig pond op haar bu…

Pfaffenmagen

Wander

pfaffen·magen

Pfaffenmagen Pfaffenmagen kann alles vertragen. – Frischbier, 567; Frischbier 2 , 2898. Der Pfaffenmagen ist wol so gut wie identisch mit de…

saumagen

DWB

saum·agen

saumagen , m. 1 1) eigentlich der magen einer sau: wir thaten wie erfahrene leut, die aller mägen gelegenheit erkanndten, und wol wuszten, d…

scharbenmagen

DWB

scharben·magen

scharbenmagen , m. der magen der scharbe: etliche kürsiner bereitend sein haut, damit die als ein brusttuoch auf den magen gelegt werde, als…

schwartenmagen

DWB

schwarten·magen

schwartenmagen , m. 1 1) schweinsmagen mit speck, schwarte und blut gefüllt, als speise Jacobsson 7, 285 b ; schwarte-magen, oder sau-sack, …

Schwertmagen

Wander

schwert·magen

Schwertmagen Nehmen die Schwertmagen das Heergewäte, so nehmen die Gespinnen die Gerade (s.d.). – Graf, 216, 241. Unter Schwertmagen verstan…

Spillmagen

Adelung

spill·magen

* Der Spillmagen , des -s, plur. ut nom. sing. ein im Hochdeutschen veraltetes Wort, einen Verwandten von der Spillseite. d. i. von der weib…

Straußenmagen

Campe

straussen·magen

Straußenmagen ) , — s, Mz . gl. der Magen eines Straußes, in welchem man zuweilen Steine und Stückchen Metall gefunden hat, welche er zwar n…

ungemâgen

MNWB

ung·e·magen

° ungemâgen , adv. : als nicht Verwandter, ohne Verwandtschaft, „Salvator dicit: „ Mînen mynscheliken lîcham ... De doch to voren Ungemagen …

Ableitungen von magen (4 von 4)

ermagen

MWB

ermagen swV. ‘Kraft gewinnen, zu sich kommen’ darnach [nach dem Sturz] ein teil er irmagte, / uf stunt er do Macc 11025 MWB 1 2011,12; Bearb…

gemagen

DWB

gemagen , kraft haben, ahd. gimagên valere, vigere, convalescere Graff 2, 611 , noch im 16. jh., daher gewiss auch mhd. gemagen: do sprach d…

unmagenlich

KöblerMhd

unmagenlich , Adj. Vw.: s. unmügelich

vermagen

DWB

vermagen , verb. im magen unterbringen, verdauen; ein wahrscheinlich von Fischart nur scherzhaft gebildetes wort: wa hat der kämpffer Milo e…