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lecken

ahd. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
56 in 21 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

lecken verb.

Bd. 12, Sp. 477
lecken, verb. lambere. 11) ahd. lecchôn, lechôn, lekkôn, mhd. lecken; alts. altnfr. liccôn, leccon, niederl. likken, lekken; ags. liccian, engl. lick. im scandinavischen sprachgebiete fehlt das wort; das goth. bi-laigôn ἐπιλείχειν zeigt im verbalstamm diphthong und einfachen wurzelschlusz, während die eben angeführten formen kurzen vocal und den wurzelauslaut verstärkt haben, wodurch sie sich als intensivbildungen dem gothischen gegenüber kundgeben. theils den diphthongen theils den einfachen wurzelvocal finden wir auch bei den urverwandten bildungen, jenen im sanskr. lêhmi lecke, griech. λείχειν, litt. laizýti, diesen im kirchenslav. ližati, mit nasal im lat. lingere. vom deutschen worte haben die romanischen sprachen ihr ital. leccare, prov. liquar, lichar, lechar, franz. lecher, churw. lichiar, wal. licEì entlehnt (Diez 1, 246). 22) lecken gilt sowol von menschen als thieren: lambere lecken, licken Dief. 316b; lingere lecken, licken 331a, die letztere form ist noch jetzt niederdeutsch; lecken, lambere dic hominum, lingere vero dic canum. voc. inc. theut. m 2b; läcken, mit der zungen blosz anrüren, lingere, delingere, läcken wie ein hund, lambere Maaler 260a; mit accusativ, etwas lecken: ahd. huntâ quâmun inti leccôdun sîniu geswer. Tatian 107, 1; Plinius spricht, daʒ diu perinne dar nâch daʒ geporn flaisch lecke. Megenberg 162, 22; dô leckotend die hund sîn bluot an der statt daran er Naboth getött hett. histor.-bibel 454 Merzdorf; si (die schafe) leckent salz, daʒ in ze gallen wirt. minnes. 2, 11, 42 Hagen; nû wart gewar der arme in allen sînen nœten, den man drîn enden wolde tœten, daʒ ein honecseimlîn hienc neben an einem zwîgelîn, daʒ leckte er in den nœten doch. Renner 23520; nhd. die hefen des daumelkelchs hastu ausgetrunken, und die tropfen geleckt. Jes. 51, 17; darumb wird dein fus in der feinde blut geferbet werden, und deine hunde werdens lecken. ps. 68, 24; es ist viel von einer katz, wenn sie bei der milch sitzt und die nicht leckt. Lehmann 75; neigt das haupt das sein kleiner bart voll wassers als von perlen ward, weil er jhn gar ins wasser steckt, und dasselbig so geizig leckt als wenns zucker und honig wer. froschmeus. 1, 1, 2 (C 7b); die schlange .. die mit sieben zungen das eis des nordpols leckt. Freiligrath dicht. 1, 101; doch kamen die hunde, und lecketen jm seine schweren. Luc. 16, 21; ein verwundetes thier leckt seine wunde; die katze leckt ihr fell; Schillers und leckt sich die zunge (der tiger) im ersten entwurf des handschuhs erregte zweifel: bei ihrem handschuh hat man den zweifel erregt, ob man sagen könne: ein thier lecke sich die zunge; ich habe wirklich darauf nicht bestimmt zu antworten gewuszt. Göthe an Schiller 344; — der mann leckte sich den bart; warum leckst du dein mäulchen, indem du mir eilig begegnest? wohl, dein züngelchen sagt mir, wie gesprächig es sei. Göthe 1, 356; mit angabe der wirkung: geht bestien! ihr leckt, aber nicht Lazaruswunden heil, sondern geifernd wunden der wasserscheu an. J. Paul leben Fibels 157; — es steht auch lecken mit theilungsgenitiv oder der präp. von: und der herr sprach zu Gideon, welcher mit seiner zungen des wassers lecket, wie ein hund lecket, den stelle besonders. richt. 7, 5; sie (die bremse) leckte von dem heiszen schaume, der heeficht am gebisse flosz. Gellert 1, 45; mit der präp. an und dem dativ: am honig, am zucker lecken; ungewöhnlich auch mit dem acc.: thörichte kinder lecken ans kalte eisen, stolidi pueri frigidum metallum lingua tangunt. Frisch 1, 592b; mit unterdrücktem object: da war die zal, dere die geleckt hatten aus der hand zum mund drei hundert man. richt. 7, 6; als scherzender ausdruck für kosten, wobei etwa an das eintauchen und ablecken des fingers gedacht ist: ich bin, so bald sie mir die schüssel gleich nur weiset, von dem geruche satt, und zeig ich mich erboszt, dasz es der teller fühlt, so faszt sie gleich den trost, und spricht, wie jener koch: versuche nur und lecke, hat es das ansehn nicht, so hat es doch die schmecke. Günther 980; ferner mit persönlichem object, einen lecken: an henden unde an füeʒen begunden si (leoparden und löwen) dô lecken den herren âne flecken und aller missewende blôʒ. K. v. Würzburg Pantaleon 1465; als der hund das blut sahe, leckte er den hasen. der haase aber sprach zum hunde, zuvor verfolgest und bissest du mich, als wenn ich dein feind wäre, jetzund aber leckestu mich, als wenn du mein freund wärest. Lokmans fab. 116 (30); spielend mit der nachher (no. 3) aufgeführten anwendung: dein hündchen, Dorilis, ist zärtlich, tändelnd, rein! dasz du es also leckst, soll mich das wundern? nein! allein dein hündchen lecket dich: und dieses wundert mich. Lessing 1, 13; sich lecken: lekke dich, kätzchen, die sonne scheint. es kommen gäste. ped. schulfuchs 124; es erging der menschheit nachmals mit jedem falschen propheten wie dem bären, den der ahnherr an die honigbeschmierte wagenstange lockte und der sich durch und durch auf selbige hinaufleckte ... so leckten sich die leute vor fünfzig bis sechzig jahren auf den eiszapfen der aufklärung hinauf, und als sie mit mühe und noth von diesem wieder heruntergeschroben waren, .. da kamen die Franzosen und hielten ihnen den freiheitsbaum vor, mit einer mischung von sirup und cognac bestrichen, und die narren leckten wieder so tapfer drauf los, dasz sie bald alle mit schmerzen an dem stachlichten stamme festsaszen. Immermann Münchh. 1, 4. 33) lecken, von menschen gesagt, als niedriger ausdruck für küssen und zärtlich thun: dasz ein mann oft nicht recht achtung giebt auf sein weib, sondern .. lässet sie bei allerlei wollüsten und nachtdänzen herumb schweifen und sich mit jungen gesellen und andern fremden männern reiszen, und allerhand gaukelei, küssen und leckens untereinander treiben. Schuppius 511; der kerl leckt sich mit der menschin, hic juvenis familiarius conversatur cum ista puella. Stieler 1105; gelt, habt immer gekost und geleckt den knaben. Fr. Müller 1, 109; sollt ich dafür in gallaröcken, vor liebe krank, des fräuleins gnädge hände lecken? Hölty 133 Halm; tausend junge fentchen leckten ihm das händchen. 179; was thut er an ihrer tochter lecken? an fremden verbotnen speisen schlecken? Göthe 13, 61; die kerls sind vom teufel besessen, schnoppern herum an allen essen, lecken den weiblein die ellenbogen. 71; oder auch für schmeicheln (vergl. unten speichel lecken no. 4): wer bei hof ist worden alt, gibt zu merken an den tag, dasz er zwar mit schmecken viel, doch mit lecken mehr vermag. Logau 3, 8, 17. 44) lecken in festen bildlichen formeln, sprichwörtern und redensarten. zeichen falscher freundlichkeit ist vornen lecken und hinten kratzen, vom gebahren der katze her genommen (vergl. unter katze theil 5, 282 und unter kratzen 2076): darum so hüt du dich vor den menschen, die da einen überzwerch ansehen, und vor denen die fornen lecken und hinden kratzen. Keisersberg brös. 2, 80a; die vornen leck und hinden kratz. Brant narrensch. 39, 18 (vgl. dazu s. 375b, wo weitere beispiele); zeichen der unterwürfigkeit ist in der bibelsprache den staub lecken: fur jm werden sich neigen die in der wüsten, und seine feinde werden staub lecken. ps. 72, 9; sie werden fur dir nider fallen zur erden aufs angesicht, und deiner füsze staub lecken. Jes. 49, 23; sie sollen staub lecken, wie die schlangen, und wie das gewürm auf erden erzittern in jren löchern. Micha 7, 17; zeichen der kriecherei: umgekehrt haben es die gemeinen naturen, für das edle haben sie keinen sinn, ists im glanze, kriechen sie vor ihm im staube und lecken ihm die füsze, ists im unglanz, werfen sie es mit koth, treten sie es mit füszen. J. Gotthelf Uli der pächter s. 338; namentlich auch speichel lecken (vergl. speichellecker): anderer leute speichel lecken, aliorum salivam lingere. Steinbach 2, 624; dein mund wird lauter gall und höllenwermuth schmecken, des feindes speichel lecken. Rist himl. lieder 5, 288; weszwegen doch dem armen schmeicheln? nein, die honigzunge lecke dumme pracht, es beuge sich des knies gelenke angel, wo kriecherei gewinn bringt. Shakesp. Hamlet 3, 2; why should the poor be flatter'd? no; let the candied tongue lick absurd pomp, and crook the pregnant hinges of the knee, where thrift may follow fawning; zeichen der lüsternheit nach etwas ist die finger lecken, das maul lecken: das maul lecken, gustum alicujus rei capere, delectari sapore cibi cujusdam. Stieler 1105; du leckst alle deine fünf finger darnach, dulcedinis hujus rei desiderio nunquam non capieris. ebenda; man findet ihr viel, wenn sie noch dienen, wollen sie keinen kofend von der neigen trinken, hernach aber, wenn sie gefreiet und zu hause sitzen, lecken sie die finger darnach. Mathes. Syrach 1, 65b; ich weisz, das sie (mohrrüben) euch wurden lieben, das ir die feust darnach wurdt lecken und die pfann nach der podenschar schlecken. fastn. sp. 212, 34; sprichwörtlich: alt geis lecken auch gern salz. Frank sprichw. (1541) 1, 5b; alte ziegen lecken auch gern salz ... proverbialiter dicitur in senes amantes. Pistorius thes. par. 8, 69; den eigenen löffel lecken, eigenen haushalt führen: denn gar viel mägde haben es weit besser, wenn sie dienen, denn wenn sie ihren eigenen löffel lecken oder in ihr eigen salzmestlein greifen sollen. Mathes. Syrach 1, 15b; wer honig lecken will, musz der bienen stachel nicht scheuen. Simrock sprichw. s. 260; etwas ist nicht, wie honig lecken, keine angenehme sache; es ist alhier kein honig lecken, negotia ista molestiora sunt, quam ut inde jucunditas hauriri possit. Stieler 1105; auf der beobachtung, dasz thiere ihre wunde lecken, fuszt das westerwäldische: er wird noch lange an diesem schaden zu lecken haben. Schmidt west. id. 98; nach der fabel dasz die bären ihren jungen erst durch lecken form geben, heiszt es von einem nicht formgewandten menschen ein ungeleckter bär, ein bär der erst noch geleckt werden musz; der deutsche edelmann, dem sie (seine formen) in der bärenleckenden Lutetia mühsam eingeübt worden. H. Heine 1, 161; eine grobe aufforderung wird theil 1, 565. 566 angeführt und belegt, in rohen zeiten ist ihre ausführung auch erzwungen worden: hätten sie ihm nasen und ohren abgeschnitten, zuvor aber gezwungen, dasz er ihrer fünfen den hindern lecken müssen. Simpl. 1, 50 Kurz; als zeichen höchster demütigung: ich werde dich drüm nicht im arsche lecken, non supplicabo tibi, nec instar numinis te venerabor ob rem ejusmodi. Stieler 1105. 55) nicht sowol nach jenem formgebenden lecken des bären, als vielmehr nach dem lecken der katze, die damit ihr fell schön glättet, hat sich lecken für das herausarbeiten einer überzierlichen form ergeben: lecke, so will man, die form nur schönlich; ihr wäszrichter inhalt mache nicht wohl und nicht weh, schmecke nicht sauer noch süsz! Bürger 95a; namentlich im part. geleckt: ein gelecktes junges herrchen; die Nürnberger geleckten kindergärtchen. J. Paul Tit. 1, 119; von gemälden: die geleckte manier einiger von Raphaels landesleuten unserer zeit. Winckelmann 1, 39; die behandlung ist zwar fleiszig, doch weder geleckt noch peinlich. Meyer bei Göthe 44, 233. 66) lecken, bildlich, von gegenständen, deren bewegungen dem lecken verglichen werden. 6@aa) vom feuer, dem blitze, von denen man sonst auch züngeln braucht: am fusze des gewölbes leckten durchsichtige blitze. J. Paul Hesp. 2, 248; er schweifte immer weiter (hinweg von der muntern gesellschaft), ihn peinigte das nachleckende freudenfeuer der töne unsäglich. Tit. 3, 111; zauderer gruben den brand lässiges armes ab, lehnten sich oft auf den spaden, drangen nicht tief: und so kams denn, und hinüber leckt es über den kindergraben, lodert in andres gebüsch. Klopstock 2, 73; feuer, feuer! ... jetzt leckt es am saum meines mantels! Gotter 2, 514; schon geht der wald in flammen auf, sie züngeln leckend spitz hinauf. Göthe 41, 60; bis höher, immer höher die flamme leckt und schweift. Uhland ged. 362; flammen lecken, und unter mir gespenstisch gähnt das ewge nichts! Freiligrath dicht. 1, 141; transitiv: einer, der vom schrecken des bängsten traums erweckt, sich ringsum eingehüllt in flammen sieht, die seine haare lecken. Wieland 10, 269; des himmels flamme leck euch weg wie mücken. Rückert 130; von der sonne: die sonne leckt den schnee; beschwernusz und unglück leckt alle freud hinweg wie die sonn den schnee. Lehmann 94. 6@bb) von der flut: als die entfärbte fluth des Ibers grausamkeit mit ihrem schleim bedeckte, und meiner väter blut von beiden ufern leckte. A. Gryphius 1698 1, 303; es ist ein schimmern, wie des meers, das sich an Algiers küste bricht! es blitzt und brandet wie ein strom; es leckt herüber feucht und kühl! Freiligrath dicht. 1, 164; von der erde, dem boden: der boden meiner zimmer lecke cyprischen nektar. Schiller Fiesko 1, 4. 6@cc) von anderem, was einer zunge verglichen wird: häszlich leckten seine vielfarbigen panter-augen gleich rothen, scharfen tigerzungen über das süsze, weiche antlitz. J. Paul Tit. 3, 149; dann schwelgst im blute du (schwert), geführt von der geballten kalifenfaust, und dampfst, und züngelst aus den falten des ärmels, der die hand des mächtigen bedeckt, wie in Arabien und auf den öden, flachen sandstrecken Soristans aus eines schakals rachen die blutgetränkte zunge leckt. Freiligrath dicht. 1, 92; geschaukelt stieszen sich die boote, und tausend wimpel, scharlachrothe mastzungen, leckten hoch im blau. 2, 183.
13434 Zeichen · 186 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    leckensw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    lecken sw. v. , mhd. nhd. lecken; mnd. mnl. lecken; ae. leccan; an. leka ( vgl. Fritzner 2,479 ). — Graff II,100. lechen…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    leckenstn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +13 Parallelbelege

    lecken stn. mit lecken, paden und krauen Fasn. 794,20.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    leckensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +12 Parallelbelege

    lecken , sw. V. nhd. springen, mit den Füßen nach hinten ausschlagen Hw.: s. lachen (3); vgl. mhd. lecken (3) Q.: Hambur…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Lêcken

    Adelung (1793–1801) · +12 Parallelbelege

    2. Lêcken , verb. reg. neutr. welches auf doppelte Art gebraucht wird. 1) Mit dem Hülfsworte seyn, tropfenweise aus eine…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    lecken

    Goethe-Wörterbuch

    lecken 1 schlecken, ab-, auf-, belecken a besonders in Zshg mit Nahrungsaufnahme, Körperpflege u Sozialverhalten von Tie…

  6. modern
    Dialekt
    lecken

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    lecke n [lèkə Rauw. Wh. ] das Getreide in Schwaden (Lecke n ) zusammenlegen. In Rauw. gilt der Ausdruck nur beim Mähen d…

  7. Sprichwörter
    Lecken

    Wander (Sprichwörter)

    Lecken 1. Aen Lacken un Scho'm bieten. ( Oberharz. ) – Lohrengel, II, 7. Einem Lecken und Schaben bieten. 2. Einem einen…

  8. Spezial
    Lecken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    Le|cken n. (-s) 1 (einmaliges) lecada (-des) f. 2 (fortwährendes) lecamënt (-nc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lecken

108 Bildungen · 9 Erstglied · 94 Zweitglied · 5 Ableitungen

lecken‑ als Erstglied (9 von 9)

lecken I

SHW

lecken I Band 4, Spalte 225-226

lecken II

SHW

lecken II Band 4, Spalte 227-228

lëckenbätschig

ElsWB

lëcke n bätschig [lakəpatik Obhergh. ] Adv. verkehrt. Das is t l. gmacht.

Lëckenbatschi

ElsWB

lecken·batschi

Lëcke n batschi , Lacke n batschi [Lakəpàti Gebw. Logelnh. ; Làkapàti Su. ] m. 1. langsamer, fauler Mensch Gebw. Su. 2. Halbnarr Logelnh. …

lecken II

RhWB

lecken II -e- = glätten, polieren s. licken IV.

lecken III

RhWB

lecken III das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -eg-, –ęg- ; Mosfrk -ęg- [ NWSaarbg , Trier-Ld Mos, n. Mos, Bitb , Wittl -Eg- ]; sonst -ęk- sch…

leckenspiz

KöblerMhd

lecken·spiz

leckenspiz , st. M. nhd. Schlemmer, Leckermaul, gieriger Mensch Hw.: s. leckespiz Q.: s. leckespiz E.: s. lecken, spiz (3)? W.: nhd. DW- L.:…

leckenswis

ElsWB

lecken·s·wis

lecke n swis [lèkəswís Bf. ] schichtenweise. Wë nn men e Heüwaje n lad e t, leit me n s Heü l.

lecken als Zweitglied (30 von 94)

blecken?

KöblerMnd

*blecken? , N. nhd. Blecken Vw.: s. tēne- E.: s. blecken (3) W.: s. nhd. Blecken, N., Blecken, DW-?

vlecken?

KöblerMnd

*vlecken? , sw. V. nhd. „flecken“, Flecken machen, schmutzig machen, beflecken Hw.: s. vleckinge; vgl. mhd. vlecken, mnl. vlecken E.: s. vle…

Honigschlecken

RDWB1

Honigschlecken n es ist kein ~ idiom. - это не сахар

Zuckerschlecken

RDWB1

Zuckerschlecken m das Leben ist kein ~ idiom. - жизнь не сахар идиом. , жизнь прожить - не поле перейти идиом.

abblecken

BWB

abblecken Band 2, Spalte 2,1210

abelecken

KöblerMhd

abel·ecken

abelecken , sw. V. nhd. „ablecken“, durch Lecken entfernen Q.: HvFritzlHl (1343-1349) E.: s. abe, lecken (1) W.: nhd. ablecken, V., ablecken…

abflecken

DWB

abflecken , maculas relinquere, flecken an etwas hinterlassen. die farbe fleckt ab. das laster, wo es anrührt, fleckt ab.

ablecken

DWB

ablecken , delambere, von dem munde, von den lippen ablecken, dann den mund, das mäulchen, die lippen ablecken: aha, du fängst schon an die …

Amtsflecken

DRW

amts·flecken

Amtsflecken 1561 WürtLändlRQ. II 85 Faksimile 1655 Knapp,NBeitr. Register SchwäbWB. I 171 Faksimile

anblecken

DWB

anblecken , dentes in aliquem nudare, angrinsen, anfletschen: es kam ein pantherthier, das gaft und blekt ihn an. Hagedorn. s. blecken .

anelecken

KöblerMhd

ane·lecken

anelecken , sw. V. nhd. „anlecken“, ablecken, anfeuchten Q.: Enik (um 1272) (FB anelecken) E.: s. ane, lecken (1) W.: nhd. (ält.) anlecken, …

anklecken

DWB

ank·lecken

anklecken , adspergere, affundere, affigere: der eltern schnöde lust hat mir auch angekleckt den bösen kot und wust. Fleming 20 (1685, 22); …

Arschlecken

Wander

arsch·lecken

Arschlecken Narsliken is Bullenarbeit. ( Rendsburg. ) [Zusätze und Ergänzungen] 2. Aerschlecken is a Handgriff, an war mich bitt(et), is a M…

aufklecken

DWB

auf·klecken

aufklecken , in verschiednem sinn, 1 1) intransitiv findi, frangi, rumpi, aufschellen, zerschellen: das ei kleckt auf; ein knochen, bein kle…

auflecken

DWB

auf·lecken

auflecken , delingere, lingendo consumere, goth. laigôn: die geisz hat das salz aufgeleckt; den zucker auflecken; da fiel das fewr des herrn…

ausflecken

DWB

aus·flecken

ausflecken , purgare maculas, nnl. uitvlekken: wir müssen uns ausflecken von der schande. Stieler 498 .

auslecken

DWB

aus·lecken

auslecken , elambere: die schüssel, den honig, die milch auslecken; der hund leckt die wunden aus; so läszt er fürbaʒ sein auslecken sein. f…

Becklêcken

Adelung

beck·lecken

Becklêcken , verb. reg. act. mit Klexen bewerfen, und in weiterer Bedeutung beflecken. Das Kleid mit Koth, das Papier mit Dinte beklecken. A…

beflecken

DWB

beflecken , calceamenta sarcire taleis, flicken, bletzen: schuhe, absätze beflecken. s. fleck .

beklecken

DWB

bek·lecken

beklecken , aspergere, conspergere, maculare, besprengen, besprützen, beschmeiszen. die grundbedeutung von klecken kleckte ( mhd. klacte) sc…

belecken

DWB

bel·ecken

belecken , lambere, circumlambere, goth. bilaigôn, ἐπιλείχειν : die finger belecken; der bär beleckt seine jungen; heuchler und hunde beleck…

bevlëcken

Lexer

be-vlëcken swv. BMZ beflecken Myst. Evang. 240 a . Elis. 5104 ; bevlicken ib. 7747. 7769. 8718 ;

Brandflêcken

Adelung

brand·flecken

Der Brandflêcken , des -s, plur. ut nom. sing. ein Flecken, welcher durch Brand oder Verbrennung verursacht wird. Auch rothe Flecken auf den…

Burgflêcken

Adelung

burg·flecken

Der Burgflêcken , des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden, z. B. der Mark Brandenburg, ein bey einer Burg angelegter Ort, welcher me…

Ableitungen von lecken (5 von 5)

belecken

DWB

belecken , lambere, circumlambere, goth. bilaigôn, ἐπιλείχειν : die finger belecken; der bär beleckt seine jungen; heuchler und hunde beleck…

erlecken

Lexer

er-lecken swv. mit ab s. sp. 2.

gelëcken

Lexer

ge-lëcken swv. ib. lecken Berth.

verlecken

DWB

verlecken , verb. hinweglecken, abligurire Dief. 3 . für verleckern scheint es zu stehen in: unser bauwersvolck, das etwas verleckter ist, s…

Zerlêcken

Adelung

Zerlêcken , verb. regul. act. durch vieles Lecken unscheinbar machen, verderben.