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Haken

mnd. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
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36 in 21 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Haken

Bd. 2, Sp. 275
Haken 1. Bat en guet Hake sin well, maut sik bi der Tit krümmen. (Grafschaft Mark.) – Woeste, 69, 104. 2. Ein guter Haken bleibt überall hängen. 3. Man muss den Haken auswerfen, es bleibt doch einmal ein Fisch hängen. n.: Kast paa krog, og hold om kandst. – Kast ud krogen, den tager vel nogensteds. (Prov. dan., 361.) Holl.: Laat ge uw' haak maar altijd hangen, wat gij zoekt, zult ge ook eens vangen. (Harrebomée, I, 265.) 4. Soll's einen guten Haken geben, wird's bei zeiten krumm. (S. Krümmen.) – Körte, 2538 u. 3151. 5. Was ein Hacken will werden, das krümbt sich zeitlich. – Lehmann, 541, 70 u. 917, 9; Petri, II, 594; Hollenberg, II, 93; Beyer, II, 87; Bücking, 77; Blum, 267; Müller, 24, 2; Siebenkees, 61; Winckler, X, 7; Ramann, I. Pred., II, 1; Ramann, Unterr., III, 10; Eiselein, 272; Lehmann, II, 834, 129; Körte, 2537 u. 3150; Simrock, 4249; Braun, I, 1059; für Iserlohn: Woeste, 69, 104; für Köln: Firmenich, I, 473, 71; für Waldeck: Firmenich, I, 326, 65; Curtze, 318, 52. »Man sagt, was ein gut hack will werden, das krümt sich zeitlich bei auf Erden.« (Waldis, IV, 6.) – Die Anlagen für das, wozu jemand in der Folge grosse Neigung haben wird, zeigen sich schon in früher Jugend. Mhd.: Man giht, swaz werden welle ze hage krümbe sich bi zîte. (Frauenlob.) – Swaz zeime haggen werden sol, daz krümbt sich vil vrüeje. (Troj. Krieg.) (Zingerle, 62.) n.: Det skal tiilig krøge god krog skal blive. (Prov. dan., 361.) Engl.: Soon crooks the tree that good gambrel would be. (Bohn I, 83; Gaal, 844.) Frz.: Le vrai talent ne tarde pas à percer. ( Gaal, 1212.) – Les dispositions naturelles de l'homme se font voir de bonne heure. (Starschedel, 404.) Holl.: Tmoet vroech crommen dat haken sal. (Tunn., 23, 14; Harrebomée, I, 265.) Lat.: Curvatur truncus mature qui post erit uncus. (Binder II, 681; Gaal, 844; Gartner, 54.) – Curvum se praebet, quod in unum crescere debet. (Eiselein, 272; Heuseler, 420; Seybold, 110.) – Hoc cito fit curvum, quod crescere debet ad uncum. ( Fallersleben, 698.) Ung.: Mely fából horog akar lenni, idején nö lefelé. (Gaal, 844.) 6. Was ein Haken werden soll, schickt sich zur Krümme wohl. 7. Wat ein gudt Hake schal werden, dat môth sick betyden krümmen. – Gryse, Fr. 9; für Hannover: Schambach, 30. Holl.: De haak kromt zich. (Harrebomée, I, 265.) 8. Wat en gued Hake weren will, mott sik fraoi krümmen. (Büren.) 9. Wat 'n Hoaken wâr'n sall, böögt sick bî Tiden, säd' den Spitzbowen sin Jung, dor stohl he sinen Vader de Büx (Hosen) von'n Lîw. (Mecklenburg.) – Firmenich, III, 72, 72; Hoefer, 538. 10. Wen der Haken einwiegen soll, den muss man nicht auf den Armen liebkosen. – Parömiakon, 27. Wer des Galgens werth ist, verdient keine Milde. 11. Das ist der Haken. – Eiselein, 273. Lat.: Res in cardine. (Eiselein, 273.) 12. Dat het sîn Haoken. (Altmark.) – Danneil, 76. Die Sache ist nicht klar, hat Schwierigkeit, es steckt etwas dahinter. 13. Dat 's sîn Hoak un Plog. – Frommann, II, 224. Latendorf fügt zur Erklärung bei: »Sein Ein und Alles.« Bezeichnung der Lieblingsneigung oder Lieblingsbeschäftigung, mit einem von den wichtigsten Ackergeräthen entlehnten Bilde. 14. Den Haken führen. Lange Finger haben. 15. Der Haken sitzt. Der Fisch ist gefangen, der hat sich ködern, anführen, fangen lassen. Holl.: Hij heeft den haak (hoek) al in de keel. (Harrebomée, I, 265.) 16. Du führest den Hacken. – Tappius, 27b; Körte, 2538a. An dem gern etwas hängen bleibt; von dem, der nach fremdem Gute langt. (S. Finger 132 – 134, Hand und Schellen.) 17. En Haken anslan. (Holst.) – Richey, 84. Einen Haken einschlagen. Einen Versuch machen, um etwas zu erlangen. In Hamburg und Altona wird dies gewöhnlich zu jungen Ehelustigen oder Ehefähigen gesagt, wenn von mannbaren Mädchen oder von Witwen die Rede ist: Will he sinen Haken da nich anslaan? 18. Er hat Haken an den Fingern. (Westf.) Er nimmt fremde Sachen mit, hat krumme Finger. 19. Er hat vberall Hacken angeworffen. – Mathesy, 167a. In Heirathszwecken angefragt. 20. Er weiss nicht, wo er den Haken einschlagen soll. 21. Es (das Ding, die Sache) hat einen Haken. – Frischbier, 297; Frischbier2, 1450; Hennig, 94; Körte, 2538b; Braun, I, 1060. Wenn man nicht durchsieht, den letzten Grund nicht erkennt, wenn etwas dahintersteckt. 22. Es hat noch einen Haken, wie bei jenem Bauernburschen. Dieser kam, wie berichtet wird, zum Pfarrer, um das kirchliche Aufgebot zu bestellen. Die Sache, bemerkte er, hat aber noch ein Häklein. Und auf die Frage des Pfarrers, worin dies bestehe, erwiderte er: sie mag mich nicht. Aber, lieber Freund, sagte der Pfarrer, das ist kein Häklein, das ist ein Haken. 23. Haken un Eesken spinnen. – Eichwald, 702. 24. Hinner'n Hoaken gonn. – Frommann, II, 224. Zur Bezeichnung des beschwerlichen Standes eines Landmanns. Man sagt: »Ick bin so möd, as wenn 'k den ganzen das hinner'n Hoaken goan har.« Wenn hier »hinner'n« statt des gewöhnlichen »achter'n« steht, so macht sich, wie Latendorf bemerkt, darin wol der Einfluss der Alliteration bemerklich. 25. Se mot en Häksken springen laten. So sagte man in Hamburg zu einem Frauenzimmer, das, als noch das Einschnüren und Häkeln Mode war, nicht viel essen konnte. [Zusätze und Ergänzungen] 26. Dass dich die vier hacken schenden, daran der Himmel hengt. – Sarcerius, Hirtenbuch, 352. 27. Den Haken beim rechten Stiel fassen. »Bey antreffung derselben (der stettiner Regierung) hat er, wie man sagt, den Hacken bey dem rechten Stiel erhaschet.« (Friedeborn, III, 48.)
5512 Zeichen · 164 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    hakensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    haken , sw. V. Vw.: s. aken

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Haken

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Haken , des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Häkchen, Oberd. Häklein und zusammen gezogen Häkel. 1. * In der wei…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Haken

    Goethe-Wörterbuch

    Haken vereinzelt -ck- 1 gebogene (Metall-, selten Holz-)Vorrichtung zum An-, Auf- od Einhängen, Befestigen od Ergreifen …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Haken

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Haken , Hakenbüchse, das alte kurzläufige schwere Feuergewehr, so von dem Haken am Schafte genannt, der zur sicheren Auf…

  5. modern
    Dialekt
    Haken

    Elsässisches Wb. · +11 Parallelbelege

    Hake n [Hókə Sier. bis Wörth Büst ; Hyokə M. ; Hôkə Bf. Str. ; Pl. Hékə, Hêkə, Hièkə M. ; Hókə Obhergh. ] m. 1. Haken: H…

  6. Sprichwörter
    Haken

    Wander (Sprichwörter)

    Haken 1. Bat en guet Hake sin well, maut sik bi der Tit krümmen. ( Grafschaft Mark. ) – Woeste, 69, 104. 2. Ein guter Ha…

  7. Spezial
    haken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    ha|ken vb.intr. (festhängen) taché (taca), ester taché.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit haken

292 Bildungen · 180 Erstglied · 107 Zweitglied · 5 Ableitungen

haken‑ als Erstglied (30 von 180)

Hakenmann

SHW

Haken-mann Band 3, Spalte 51-52

Hakennase

SHW

Haken-nase Band 3, Spalte 51-52

Hakenreis

SHW

Haken-reis Band 3, Spalte 51-52

Hakenamt

MeckWB

haken·amt

Hakenamt n. die Innung der Haken ( s. Hake ); der Vorbericht zur Pol.-Ord. von 1516 bemerkt über die Zahl der Mitglieder: 'Hacke werck. Hier…

Hakenarmmuskel

Campe

haken·armmuskel

Der Hakenarmmuskel , des — s, Mz. die — n , in der Zergliederungskunst, ein Muskel, der von der Spitze des Schulterhakens kömmt und den Ober…

hakenartig

DWB

haken·artig

hakenartig , adj. : die einbildungskraft hat nichts dawider sich die haarspitzen hakenartig zu denken. Göthe 6, 107 .

hakenast

DWB

hake·nast

hakenast , m. der gekrümmte nebenast eines baumes, an dem die früchte desselben sich ansetzen: hakenäste, fruchtäste, im gegensatz der glied…

Hākenbal

WWB

haken·bal

Hāken-bal m. Krummholz (woran das geschlachtete Schwein gehängt wird) (Frbg.) ( Pad Wl).

hakenband

DWB

haken·band

hakenband , n. mit einem öhre versehenes eisernes band, das sich um einen haken oder eine angel ( thürangel ) dreht. Adelung.

hakenbaum

DWB

haken·baum

hakenbaum , m. das vordertheil des ackerhakens, an den die ochsen, die den letzteren ziehen, gespannt werden.

hakenbein

DWB

haken·bein

hakenbein , n. eine kleine erhöhung hinten im knie, über der kniekehle der pferde. Nemnich.

Hakenbil

MeckWB

haken·bil

Hakenbil n. Gerät des Schmiedes, mit welchem der Keil (Lüchtkil) des Hakens (Haken 2 ) angeschärft und wieder festgeklopft wurde Ro KSchwaß …

Hakenbisser

RhWBN

haken·bisser

Haken-bisser -es- Siegld m.: Hirtenhund, der die Kühe in die Haken (s. o.) beisst, anstatt, wie er soll, unten am Fuss.

Hakenblatt

Campe

haken·blatt

Das Hakenblatt , des — es, Mz. die — blätter , bei den Schlossern, ein Blatt mit einem oder zwei Haken an dem Deckel eines Kastens, welches …

Hakenblech

Campe

haken·blech

Das Hakenblech , des — es, Mz. die — e , so viel als Hakenblatt. S. d.

Hakenblock

Campe

haken·block

Der Hakenblock , des — es, Mz. die — blöcke , in der Schifffahrt, ein Block, ein Flaschenzug mit einem Haken.

Hakenbœgel

MeckWB

haken·boegel

Hakenbœgel m. 'Hakenbügel', die mit Haken besetzten Arms oder Flüchten der Spinnradspindel, die eine Bügel- oder Hufeisenform bilden Schö.

hakenbohrer

DWB

haken·bohrer

hakenbohrer , m. bohrer mit einem haken vorn, um brunnenröhre auszubohren. Jacobsson 2, 189 b .

haken als Zweitglied (30 von 107)

Kinnhaken

RDWB1

Kinnhaken m (Lakune) удар в челюсть

Únterhaken

Campe

Únterhaken , v. trs . ich häkele unter und ich hake unter, untergehäkelt und untergehaket, unterzuhäkeln und unterzuhaken , vermittelst eine…

abhaken

DWB

abhaken , aratrum solvere, vom haken oder pflug nehmen. figürlich ablösen: so eben wurden die pferde heraus geführt und eingespannt. Wilhelm…

angelhaken

DWB

angel·haken

angelhaken , m. uncus hami, ein überflüssiges wort, das nochmals durch zusammensetzung ausdrückt, was schon in angel selbst liegt: sieh, sie…

anhaken

DWB

anhaken , unco affigi, nnl. aanhaken: der kessel hakt noch nicht an; das papier hakt an, klebt an dem gebacknen kuchen. Zuweilen auch transi…

Ankerhaken

Adelung

anker·haken

Der Ankerhaken , des -s, plur. ut nom. sing. ein an ein Tau befestigter eiserner Haken, den Anker damit aus dem Wasser zu heben.

Bandhaken

Adelung

band·haken

Der Bandhaken , des -s, plur. ut nom. sing. 1) Bey den Schlössern ein eiserner Haken, um welchen ein einfaches Band zu Thüren, Fenstern u. s…

Bauchhaken

Adelung

bauch·haken

Der Bauchhaken , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Drechslern, ein Dreheisen in Gestalt eines Hakens, ein Stück inwendig auszudrehen.

benthâke(n)

MNWB

bent·haken

benthâke(n) , m. , Bandhaken (mit dem B. zwingt der Böttcher die Reifen über die Gefäße) .

Blankhaken

Adelung

blank·haken

Der Blankhaken , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Schieferdeckern, ein starker eiserner Haken in Gestalt eine S, womit der Rüstbock an da…

Bleyhaken

Adelung

bley·haken

Der Bleyhaken , des -s, plur. ut nom. sing. in den Schmelzhütten, ein Haken, der in das geschmolzene Bley gesetzt wird, um es nach der Erkal…

bootshaken

DWB

boot·s·haken

bootshaken , m. stange mit eisenhaken, das boot an land zu ziehen. auch name einer schnecke, strombus chiragra.

Bōrthaken

Adelung

bort·haken

Der Bōrthaken , des -s, plur. ut nom. sing. in den Salzwerken, große an dem Borte oder Rande der Salzpfannen befestigte Haken, worin sie hän…

Bothshaken

Adelung

both·s·haken

Der Bothshaken , des -s, plur. ut nom. sing. in der weichern Niedersächsischen Mundart Booshaken, Dän. Boodshage, in der Seefahrt, eine Stan…

Brandhaken

Adelung

brand·haken

Der Brandhaken , des -s, plur. ut nom. sing. ein starker Haken mit einer langen Stange, die Häuser bey einem enstandenen Brande damit einzur…

doppelhaken

DWB

doppel·haken

doppelhaken , m. hakenbüchse, doppelbüchse, wallflinte, ein schweres schieszgewehr das beim abfeuern aufgelegt wird, niederd. duppelhake, bö…

Egehaken

Adelung

ege·haken

Der Egehaken , des -s, plur. ut nom. sing. ein Stecken mit einem Haken, die Ege damit von Zeit zu Zeit zu lüften, damit sie den Samen nicht …

einhaken

DWB

ein·haken

einhaken , uncum infigere, nnl. inhaken: hier ist einzuhaken; den nachen einhaken.

Fahrthaken

Adelung

fahrt·haken

Der Fahrthaken , des -s, plur. ut nom. sing. im Bergbaue, eiserne Haken, die Fahrten oder Leitern damit an einander zu hängen.

Falzhaken

Adelung

falz·haken

Der Falzhaken , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Drechslern, ein Haken, dessen sie sich bedienen, Sachen von innen auszudrehen.

Faschīnen-Haken

Adelung

faschinen·haken

Der Faschīnen-Haken , des -s, plur. ut nom. sing. im Kriegeswesen, ein Werkzeug mit drey eisernen Haken, das Faschinen-Werk und die Schanzkö…

federhaken

DWB

feder·haken

federhaken , m. auf der feder des gewehrschlosses, auch sonst werkzeug zum spannen der feder.

feuerhaken

DWB

feuer·haken

feuerhaken , m. hamus igni alendo, suscitando, fiurhâke. f. zum einreiszen und wegziehen brennender balken bei brünsten. Haupt 6, 424 . weis…

Ableitungen von haken (5 von 5)

Behaken

Campe

Behaken , v. trs. mit Haken versehen. — und die Linie (Leine) senkt in die Wette behakete Körbe. Cludius. Das Behaken. Die Behakung.

Enthaken

Campe

Enthaken . v. trs. vom Haken losmachen. Die Thür enthaken. Das Enthaken. Die Enthakung.

gehaken

RhWB

ge-haken: jəh:χən knieen Wermelsk .

verhaken

DWB

verhaken , verb. mit haken versehen. weidmannssprache: bei eingestellten jagen die unterleinen mit kleinen haken am boden festmachen Kehrein…

Zerhaken

Campe

Zerhaken , v. trs . mit Häkeln oder kleinen Haken zerreißen. D. Zerhäkeln. D. — ung .