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Grube

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Grube

Bd. 8, Sp. 434
Grube, 1) August Wilhelm, pädagog. Schriftsteller, geb. 17. Dez. 1816 in Wernigerode, gest. 28. Januar 1884 in Bregenz, besuchte das Lyzeum seiner Vaterstadt, dann 1833–36 das Lehrerseminar in Weißenfels, wirkte hierauf als Lehrer in Merseburg, ward 1840 Hauslehrer bei dem spätern Minister Grafen Arnim-Boitzenburg und bekleidete seit 1843 ähnliche Stellungen, zuletzt in Hard bei Bregenz. In Bregenz lebte er seit 1866 als Privatmann. Unter seinen zahlreichen Schriften sind hervorzuheben: »Leitfaden für das Rechnen in der Elementarschule« (Berl 1842, 6. Aufl. 1881); »Der Elementar- und Volksschulunterricht im Zusammenhang dargestellt« (Erfurt 1851, neue Reihe 1871); »Pädagogische Studien und Kritiken« (Leipz. 1860–82, 3 Bde.); »Charakterbilder aus der Geschichte und Sage« (33. Aufl., das. 1903, 3 Bde.); »Geographische Charakterbilder« (Bd. 1 u. 2, 19. Aufl.; Bd. 3, 15. Aufl., das. 1897); »Biographien aus der Naturkunde in ästhetischer Form und religiösem Sinn« (letzte Aufl., Stuttg. 1877–80, 4 Tle.); »Bilder und Szenen aus dem Natur- und Menschenleben in den fünf Hauptteilen der Erde« (8. Aufl. von Frohnmeyer, das. 1901, 4 Tle.); »Biographische Miniaturbilder« (6. Aufl., Leipz. 1884, 2 Tle.); »Alpenwanderungen« (3. Aufl. von Benda, das. 1885). 2) Max, Schauspieler, geb. 25. März 1854 in Dorpat, begab sich mit 18 Jahren nach Meiningen, wo er anfangs unglücklich debütierte, aber nach Jahresfrist mit besserm Erfolg auftrat. Während eines Engagements am Hoftheater in Detmold 1875 spielte G. bereits hervorragende Charakterrollen, wie Richard III., Franz Moor, Shylock, Jago, und das Fach der Charakterdarsteller und Intriganten ist auch später sein Gebiet geblieben. In den folgenden Jahren war er in Lübeck, Bremen, Leipzig und an den Hoftheatern in Dresden und Meiningen tätig, und 1889 trat er in den Verband des königlichen Schauspielhauses in Berlin, dessen Oberregisseur er 1890 wurde. Seine übrigen Hauptrollen sind: Hamlet, Wallenstein, König Lear, Macbeth, Mephisto, König Philipp, Alba, Caliban in Shakespeares »Sturm« und der Geizige in der Komödie Molières. G. ist auch schriftstellerisch tätig und verfaßte unter anderm die Schauspiele. »Christian Günther« (Oldenb. 1882), »Strandgut« (das. 1885), »Hans im Glück« (das. 1886) und »In Kaisers Schutz« (1887). Eine Sammlung von Gedichten erschien u. d. T.: »Im Bann der Bühne« (Dresd. 1901) 3) Wilhelm, Chinaforscher, geb. 17. Aug. 1855 in St. Petersburg, studierte 1874–78 auf der dortigen Universität und setzte dann seine Studien auf der Universität in Leipzig fort, wo er 1880 promovierte und sich 1881 als Privatdozent habilitierte. Nachdem er von 1882–83 die Stelle eines Konservators am asiatischen Museum der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Petersburg bekleidet hatte, ging er 1883 nach Berlin, wo er bis 1900 als Direktorialassistent am Museum für Völkerkunde tätig war. 1884 habilitierte er sich als Privatdozent an der Universität, und 1892 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. 1897–98 machte er eine Studienreise in China. Außer kleinern Abhandlungen sinologischen und linguistischen Inhalts in verschiedenen Zeitschriften veröffentlichte G.: »Ein Beitrag zur Kenntnis der chinesischen Philosophie T'ung-su des Cen-tsi, Kap. 1–20« (Wien 1880–81); »Die sprachgeschichtliche Stellung des Chinesischen« (Leipz. 1881); »Giljakisches Wörterverzeichnis nebst grammatischen Bemerkungen« (Anhang zum 3. Bde. von L. v. Schrencks Reisen und Forschungen im Amur-Lande, Petersb. 1892); »Die Sprache und Schrift der Jučen« (Leipz. 1896); »Pekinger Totengebräuche« (im »Journal of the Peking Oriental Society«, Bd. 4, Peking 1898); »Goldisch-deutsches Wörterverzeichnis mit vergleichender Berücksichtigung der übrigen tungusischen Dialekte« (Petersb. 1900); »Zur Pekinger Volkskunde« (»Veröffentlichungen aus dem königlichen Museum für Völkerkunde«, Bd. 7, Berl. 1901); »Geschichte der chinesischen Literatur« (Leipz. 1902).
3933 Zeichen · 80 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Grube

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Grube , plur. die -n, Diminut. das Grübchen, Oberd. das Grüblein. 1. Eine in die Erde gegrabene Öffnung oder Vertief…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Grube

    Goethe-Wörterbuch

    Grube 1 Vertiefung, (flaches) Loch im Erdboden od in einer anderen Oberfläche a zu einem best Zweck geschaffene (zT ausg…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Grube

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Grube , 1) August Wilhelm , pädagog. Schriftsteller, geb. 17. Dez. 1816 in Wernigerode, gest. 28. Januar 1884 in Bregenz…

  4. modern
    Dialekt
    Grubef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Grube , Grübe f. : 1. 'vom Menschen gegrabene Vertiefung im Erdboden', Grub (grūb), Pl. Gruwe [vereinzelt WPf NPf], Grib…

  5. Sprichwörter
    Grube

    Wander (Sprichwörter)

    Grube 1. Diar öölern an Gruw grêft, fêlt 'r sallew iin uun. ( Amrum. ) – Haupt, VIII, 366, 261. 2. Die Grube ist zu spät…

  6. Spezial
    Grube

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gru|be f. (-,-n) 1 (Vertiefung) büja (büjes) f. 2 (Grab) fossa (fosses) f. 3 (Bergwerk) ciavara (-res) f. 4 (Bergbau) mi…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit grube

211 Bildungen · 153 Erstglied · 58 Zweitglied · 0 Ableitungen

grube‑ als Erstglied (30 von 153)

Grube II

RhWB

Grube II Rhfrk -ūp, Pl. -wə bis zur bleib/bleif- L.; dann -ūf, Pl. -wə ; Mosfrk -ū:f, –ōu-, –o·u.-, –ō:- [ Saarl-Griesborn Ensd grū: ], Pl. …

grubeinen

DWB

grube·inen

grubeinen , vb. , nach der grube riechen, dem tode nahe sein Kramer teutsch - ital. 1, 571 a ; vgl. Wilmanns 2, 103 ; im selben sinne auch g…

Grubeleisen

SHW

Grubel-eisen Band 2, Spalte 1485-1486

grubeln

DWB

grübeln , grubeln , vb. , ableitung von grube: kleine gruben zum setzen junger pflänzchen bohren Unger-Khull 309 b ; ein gegrübeltes kinn ha…

gruben

FWB

1. ›eine Grube anlegen‹; speziell: ›Löcher für neue Setzlinge im Weinberg graben, Reben pflanzen (auch als Fronarbeit)‹; 2. ›etw. (einen Reb…

Grubenholz

SHW

Gruben-holz Band 2, Spalte 1485-1486

Grubenloch

SHW

Gruben-loch Band 2, Spalte 1485-1486

Grubensäge

SHW

Gruben-säge Band 2, Spalte 1485-1486

Grūben_s;rz

Adelung

Das Grūben_s;rz , des -es, plur. von mehrern Arten und Quantitäten, die -e, im Bergbaue, Erz, welches in der Grube gewonnen worden, im Gegen…

grubenarbeit

DWB

gruben·arbeit

-arbeit : gruben- oder stollenarbeit Lori baier. bergr. 177 ( a. d. j. 1515); Schönberg berginf. 1, 189 ;

grubenarbeiter

DWB

gruben·arbeiter

-arbeiter akten u. briefe z. kirchengesch. Georgs v. Sachsen 3, 123 ( a. d. j. 1525); Mathesius Sar. 7 a ;

grubenartig

DWB

gruben·artig

-artig : wegen einer grubenartigen vertiefung ( am schädel ) Brehm thierl. 3, 312 P.-L.;

Grubenaufstand

Adelung

gruben·aufstand

Der Grubenaufstand , des -es, plur. die -stände, im Bergbaue, eine Nachricht, von der Beschaffenheit einer Erzgrube, zum Behuf der Gewerken,…

grubenbau

DWB

gruben·bau

-bau , die summe der arbeiten in der grube, im gegensatz zum hüttenbau Krünitz 20, 153 ; ' fast gleichbedeutend mit bergbau' Motthes baulex.…

grubenbaum

DWB

gruben·baum

-baum , ' ein strauch, dessen blätter zum schwarzfärben dienen ', fouie (= rhus cotinus ) Schrader dtsch-frz. wb. 1, 578 ; anders, ein gerät…

Grubenbeil

Campe

gruben·beil

Das Grubenbeil , des — es, Mz. die — e , im Bergbaue, ein kleines Beil, das die Bergleute bei ihren Arbeiten in der Grube gebrauchen.

Grubenbericht

Adelung

gruben·bericht

Der Grubenbericht , des -es, plur. die -e, eben daselbst, ein Bericht, welchen das Bergamt dem Oberbergamte von dem Zustande einer oder mehr…

grubenbetrieb

DWB

gruben·betrieb

-betrieb Scheuchenstuel 110 ; im nördlichen theile des reviers findet .. kein gruben-, sondern nur hüttenbetrieb statt Ritter erdkunde 2, 85…

grubenbiber

DWB

gruben·biber

-biber , castor fiber Nemnich 212 ; vgl. Oken allg. naturgesch. 7, 750 ; nicht gesellig, sondern einsam in gruben lebend;

Grubenbild

Meyers

gruben·bild

Grubenbild , die vom Markscheider auszuführende zeichnerische Darstellung der Baue eines Bergwerkes im Grund- und Aufriß.

Grubenblaue

RhWB

gruben·blaue

Gruben-blaue -bl Siegld-Freier Grund f.: die Stelle, wo ein Kohlenmeiler gestanden hat.

Grubenblênde

Adelung

gruben·blende

Die Grubenblênde , plur. die -n, eben daselbst, eine hölzerne Laterne, welche vorn offen ist, in welche der Bergmann sein Grubenlicht stecke…

grube als Zweitglied (30 von 58)

Fundgrube

RDWB1

Fundgrube f бюро находок, стол находок übertr. россыпи, залежи Fundgrube der Alltagsweisheiten - россыпи практической мудрости

Magengrube

RDWB1

Magengrube f wie ein Schlag in die Magengrube idiom. - как удар поддых идиом. , разг. , как будто меня кто ударил идиом.

augengrube

DWB

augen·grube

augengrube , f. caverna oculi, augenhöle, franz. salière ( salzfasz ), wird zumal von pferden gesagt.

Backengrube

Adelung

backen·grube

Die Backengrube , plur. die -n, Diminutivum das Backengrübchen, eine kleine Vertiefung in den Backen mancher Personen; das Grübchen.

Bockengrube

Adelung

bocken·grube

Die Bockengrube , richtiger Pockengrube, Pockennarbe, u. s. f. S. Adelung Blattergrube u. s. f.

Diamantgrube

Adelung

diamant·grube

Die Diamantgrube , oder Demantgrube, plur. die -n, ein Flötz, in welchem echte Diamanten gebrochen werden.

eisgrube

DWB

eis·grube

eisgrube , f. fovea ad conservanda glaciei frusta. bildlich: das alter oder grab ist selber eine eisgrube. J. P. Fibel 1, 143; genieszest du…

fischgrube

DWB

fisch·grube

fischgrube , f. piscina. voc. 1482 kk 5 b . weier, see, vischgrube. Albr. von Eybe 46 a ; man sihet auch noch zu Rom, wie er ein fischgruobe…

fuchsgrube

DWB

fuchs·grube

fuchsgrube , f. 1 1) die höle des fuchses, der fuchsbau. so schon bei Henisch 1273, 7 fuchsgruben, caverna vulpina. aber das wort ist gewis …

fundgrube

DWB

fund·grube

fundgrube , f. , ein früh im 16. jh. aufgekommenes wort der bergmannssprache. im 14. und 15. jh. sagte man nach den metallen, nach denen geg…

goldgrube

DWB

gold·grube

goldgrube , f. 1 1) goldbergwerk, vgl. aurifodina goltgrube, goltgrub, goltgrueb (1429 md. ); goltgrobe (1414 nd. ) bei Diefenbach gl. 62 a …

herzgrube

DWB

herz·grube

herzgrube , f. die äuszere höhlung, welche sich in der mitte der brust unter dem brustbein befindet: ach hätt ich an der herzgrube ein kappf…

kiesgrube

DWB

kies·grube

kiesgrube , f. 1) bergmännisch, grube in der meist kies, schwefelkies, giftkies gebrochen wird. Adelung. 2 ) sandgrube.

kothgrube

DWB

koth·grube

kothgrube , f. mistgrube, düngergrube. Adelung. schundloch, mering. Rädlein 560 a .

löwengrube

DWB

loewen·grube

löwengrube , f. grube worin löwen verwahrt werden: du lôstost sie, also du tate filios Israhel de Egypto, unde Danihelem de lacu leonum (fon…

lohgrube

DWB

loh·grube

lohgrube , f. grube worin das leder mit lohe gar gemacht wird. vgl. lohbeize .

Markgrube

DRW

mark·grube

Markgrube, f. zu 2Mark (I) ausgehobene Erdgrube als Grenzzeichen vgl. Markzeichen (I) 1570 OÖsterr./ÖW. XIV 299 sein vier freisassen vorhand…

mistgrube

DWB

mist·grube

mistgrube , f. grube für den mist: sterquilinium mistgrub Dief. 552 a ; mistgrube, fimetum Stieler 689 ; mistgrube, sterquilinium in fovea F…

mördergrube

DWB

moerder·grube

mördergrube , f. grube, unterirdischer schlupfwinkel für mörder: halt jr denn dis haus, das nach meinem namen genennet ist, fur eine morderg…

mordgrube

DWB

mord·grube

mordgrube , f. grube oder höhle in der gemordet wird: specus, mortgrube Dief. 545 c ; dis leben ist nicht ein leben, sondern eine mordgrube,…

Mördergrube

DRW

mörder·grube

Mördergrube, f. Höhle, in der sich Mörder aufhalten, meist in übtr. Sinn gebraucht 15. Jh. u.ö. TrübnerWB. IV 675

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APA
Cotta, M. (2026). „grube". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/grube/meyers?formid=G06910
MLA
Cotta, Marcel. „grube". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/grube/meyers?formid=G06910. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „grube". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/grube/meyers?formid=G06910.
BibTeX
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