folgen ,
sequi, comitari, lit. sekti,
ahd. folkên, folgên, folgêta,
mhd. volgen,
und so schreibt Maaler 472
a,
alts. folgôn, folgoian,
nnl. volgen,
ags. fylgan fylgde, fyligean fyligde,
engl. follow,
fries. fulgia, folgia, folia,
altn. fylgja fylgði,
schw. följa följde,
norw. fylgja fylde,
dän. fölge fulgte.
aber kein goth. wort entspricht, nach der ahd. form hätte man fulgan fulgaida,
nach der ags. und altn. fulgjan fulgida
zu erwarten. dafür gilt laistjan,
vestigia premere, nachtreten oder afarlaistjan, afargaggan,
wie auch ahd. leistan,
alts. lêstian,
ags. læstan,
nhd. leisten
ursprünglich sequi, dann exsequi, praestare bedeuten. wie zu fassen ist nun folgen
oder jenes nur vermutete, nie vorhanden gewesene fulgan?
auf das selbst dunkle felgan, falgan (
sp. 1493)
leitet es nicht, eben so wenig auf fulgins,
conditus, occultus von filhan.
doch das ausfallende g
in folia, följa, follow
gemahnt an füllen,
goth. fulljan
implere und fulls
plenus. denn wie aus laistjan
sequi ein ahd. leistan
efficere, implere, explere wurde, scheint umgekehrt aus fulljan,
füllen, exsequi ein folgên
sequi hervorgegangen. ll
in fulls
kann nicht der ursprünglichen gestalt des worts gehören, was man schon an πλέος,
πλήρης sieht, entweder ist es aus ln
von plenus,
lit. pilnas,
sl. pl''n'' (
vgl.stella
aus stelna, stairnô)
zu erklären, oder aus li,
das dann leicht in lj, lg
übergieng, wie uns gerade follis
und balgs, folle
und folge, balie
vorlagen, balg
wäre der schlauch, folge
eimer und schüssel, die gefüllt werden und belgen
tumere (1, 1447)
liesze sich einem impleri
gleichstellen. dasz der begrif des vollen in folgen
irgend mitspiele, zeigen uns die zusammensetzungen goth. fullafahjan
servire, ahd. follaziohan
juvare, follazuht
auxilium und zumal folleistan,
ags. fylstan
juvare, die dem einfachen laistjan, leistan
entsprechen, ahd. folleist, follust,
ags. fries. fylst
auxilium. für volleisten
wird aber heute gesagt folge leisten,
was den zusammenhang zwischen voll
und folge
schlagend bestätigt und man erwäge noch vollbringen, vollführen, vollstrecken,
die sämtlich exsequi, implere, also was die einfachen folgen
und leisten
ausdrücken, Willerams vollevolgôn (Graff 3, 512)
wäre ein pleonasmus. aus der sinnlichen vorstellung des tretens in die spur, des hinten nach gehens, des stehens zur seite entfaltete sich in vielen wörtern die abstraction der hilfe und des beistandes. ich nehme an, dasz hier sequi
oder das goth. laistjan
der älteste begrif ist, exsequi
oder ahd. leistan
der spätere; in folgen
war eigentlich der letztere enthalten und wurde dann auch auf den ersten erstreckt. möglich, dasz beide, voll
und folgen,
auf eine wurzel filan
zurückgehen und die wahrnehmung des formverhalts in fulgan
kann noch für andere lg
wichtig werden, z. b. für tulgus (
sp. 1558)
von der wurzel tilan.
auf alles werden noch die bedeutungen des nhd. folgen
licht werfen. 11)
leiblich folgen,
nachgehn, mit dat. pers., wie ἀκολουθεῖν τινί,
aber goth. laistjan,
wie lat. sequi
und comitari,
geleiten, begleiten mit acc., folgen
hat den persönlichen casus des ahd. leistan. meister, ich wil dir folgen, wo du hin gehest (
goth. laisari, laistja þuk þishvaduh þadei gaggis,
ahd. meistar, ih folgên thir sô wara sô thû gês).
Matth. 8, 19; folge du mir (
goth. laistei afar mis,
ahd. folgê mir). 8, 22; und seine jünger folgeten im (
goth. afariddjêdun imma,
ahd. folgêtun imo). 8, 23; folge mir, und er stund auf und folgete im (
goth. laistei afar mis, jah usstandands iddja afar imma,
ahd. arstantanti folgêta imo). 9, 9; neme sein creuz auf sich und folge mir (
ahd. nëmê sîn crûci inti folgê mir). 16, 24; neme sein creuz auf sich teglich und folge mir nach (
goth. nimai galgan seinana dag hvanôh jah laistjai mik).
Luc. 9, 23; und er gieng hinaus und folgt im.
apostelg. 12, 9; hân ich weder Aristoteli widersprochen noch Ptolemeo noch andern meistern, die den volgent. Megenberg 78, 28; den (
quibus) si nit gevolgen mag. 281, 23.
mhd. dô gie sie zuo dëm münster, ir volgete manic wîp.
Nib. 299, 1; dën edelen küniginnen volgete manic küene man. 754, 4; mînr ritr im volgeten fünfe dar.
Parz. 618, 28; und volgt im swar ër kêrte.
Iw. 3880. die töchter sollen vor der mutter her gehen, die söhne dem vater folgen.
RA. 409; das heer folgt seinem führer; die herde folgt dem hirt; die schafe folgen dem leithammel; also folget ein gans der andren gans nach. Keisersb.
selenparad. 201
b;
man sagt auch einem zuge, der leiche folgen (Göthe 16, 192); einem zu fusz, zu pferde folgen,
mhd. ze fuoʒen folgen. Laber 170; der fahne folgen,
hinter der fahne hergehen, im heer folgen; dem kalbfell folgen,
hinter der trommel gehn. Simpl. vogelnest 2, 22 (
mehr unter 11).
den ort bestimmen praepositionen näher: einem in den wald, in das haus, in die kammer, in das bett folgen; an den berg, an den tisch folgen; auf die bank, auf den thurm; über den steg, über die brücke folgen. dem wege, dem pfade, dem steig, der strasze folgen;
mhd. einen stîc ich dô gevienc, dër truoc mich ûʒ der wilde, dem volgte ich eine wîle.
Iw. 277; und volget einer strâʒe. 3827.
ἀκολουθέω ist gebildet nach κέλευθος und laistjan
drückt aus dasz der folgende seinen fusz in den laist,
die spur des vorangegangenen setzt; daʒ er dem weg volge und in die gruob vall. Megenberg 163, 12. ich folgte meinen augen, einem licht, das aus der ferne brach, einem schrei den ich vernahm.
es kann auch folgen
ganz allein stehen, ohne casus, die sich leicht hinzu denken lassen: ich folgte von weitem; kein geistlicher folgte (
der leiche); die ganze gemeinde folgte;
beim zuruf: folge! folget! folg, ruft ein teufel, folg! Hölty
in Adelst. und Röschen. 22)
beipflichten, zustimmen (
s.folge 2),
in einer sache, die den gen. fordert, ganz wie auch bei helfen
dat. der pers., gen. der sache statt hat (
gramm. 4, 664).
die person kann ausgedrückt sein, oder wegbleiben. ursprünglich giengen wol die zustimmenden der fuszspur des urtheilenden leiblich nach. 2@aa)
bloszer gen. der sache. ahd. sih nu, daʒ wir dëro liuto wânes folgêndo ze ungloublîh ting ne festenôên, vide igitur ne opinionem populi sequentes quiddam valde inopinabile confecerimus.
N. Bth. 224.
mhd. ër sprach, ir hërren, wolt irs volgen?
Reinh. 1434; dës mügen dise hërren volgen wol. 1632; dës volge ich, sprach Isengrî
n. 1756; dës volgetens, wand ëʒ was rëht. 1645; dës volge ich, sprach Liddamus.
Parz. 421, 13; dës volgten al die râtgëben. 426, 9; man dën helt dës volgen sach. 548, 19; done wolt ërs niht volgen.
Iw. 7335; mîn eines loben ist ein wiht, und volgens ander liute niht. Freidank 61, 2; dës wil ich gërne volgen.
Nib. 274, 1; dës wart dô von dën gesten gevolget güetlîchen sint. 554, 4. 2@bb)
gen. der sache und dat. der person: ahd. sô Adam tëta, dô ër dëro chënûn râtes folgêta,
der frau in ihrem rath folgte. N. ps. 1, 1; gërne ich iu dës volgen wil.
a. Heinr. 828; dës volget mir, hër Iwein.
Iw. 2912; dô wart gevolget Gahmurëte einer höfschlîchen bëte.
Parz. 45, 29; swër nu dës wil volgen mir. 516, 3; dës volge wir dir alle.
Trist. 81, 40 dër rede im dô gevolget wart.
Wigal. 208, 30;
nhd. sind solche genitive nur früherhin zu finden: item was urteile zu Neftenbach stöszig werdent, das sol man ziehen für die oberhand (
an den oberhof), ob er (
der geurtheilt hat) zwen hät, die im der urteil gevolget hant.
weisth. 1, 78;
der schultheisz fragt die einzelnen schöffen 'volgt irs'? 1, 810; und ee du wilt einen menschen erzürnen, so ubergibstu ee got und die gerechtikeit und sagst ee 'ich folgs, ich folgs'. Keisersberg
drei Marien 51
d; und folg mines rots (
rats), den ich dir gib.
bilger 25
a; wiltu meines rats folgen.
Fierabras D 5; folget er raths, so ist ihm geholfen. Agricola
sprichw. 30.
später und heute: in einer sache folgen, einem darin folgen; in dieser ansicht folge ich dir nicht. 33)
gehorchen, ohne dasz die vorstellung des sinnlichen nachgehens darin liegt: mhd. rât ich iu wol, sô volget mir.
Iw. 826; nu volget mir. 1230; kinder sollen ihren eltern folgen; liebes kind, wiltu folgen, so wirstu weise und nimpstu es zu herzen, so wirstu klug.
Sirach 6, 33; gehorchet ewren lerern und folget inen.
Ebr. 13, 17; der kranke folgt dem arzt; folge der mutter in allem was sie sagt; man braucht dem mädchen nur zu winken, so folgt es; ich will der stimme der natur folgen; wer nicht folgt, der musz büszen.
sich wonach richten, es nachahmen: er folgt seinem kopf; folge seinem beispiele nicht. 44) in der reihe folgen,
wobei zwar auch der dativ, gewöhnlich die praep. auf
verwandt wird: den veilchen folgt die rose,
violis succedit rosa; eine schüssel folgte der andern; ein wort folgte dem andern,
gab das andere; boten folgen auf boten; thräne folgte auf thräne; ein schauer faszt mich, thräne folgt den thränen. Göthe 12, 6. heftige reden folgten aufeinander; auf den winter folgte ein milder frühling. den folgenden tag, im folgenden jahr; die folgenden theile des werks. 55)
erfolgen, eintreten, von statten gehen: sauft euch nicht vol weins, daraus ein unordig wesen folget.
Ephes. 5, 18; denn wo man was newes für hat, da musz der vier eines komen, das es gut oder böse werde, das leben oder tod draus folge.
Sirach 37, 21; die zeichen aber, die da folgen werden, denen die da gleuben, sind díe.
Marc. 16, 17; es sollte vielleicht mir schleuniger folgen (
gerathen), denn inen. Luthers
br. 1, 436; das sagte er deutsch, denn das latein wollte ihm nicht länger folgen. Kirchhof
wendunm. 451
b; er verneiszt viel, aber es folgt nichts; die kanonen waren geladen, doch kein schusz folgte; schon ist drei wochen dürre und kein regen folgt. folgen
drückt auch aus zugesandt werden: hierbei folgt ein ring, den du verloren hast; hier folgen alle briefe, die für dich eingegangen sind,
altn. fylgiast,
dän. fölges. 66) es folgt,
sequitur; das folgt nicht; aus allem was du gesagt hast folgt, dasz du dich irrst; wenn ich den schatten einer person bei mir führe, musz es nicht folgen, dasz das original mir werth ist? Schiller 153
a; aus der fabel folgt, dasz man einen kleinen feind nicht verachten solle; was würde alles daraus folgen; der brief lautet, wie folgt; es schrieben auch die Römer, wie folget. 2
Macc. 11, 34. 77) folgen lassen,
verabfolgen: ir wollet meinem weibe die güter, so sie hat, lassen folgen. Luther 3, 137
a; wil er dir etwas nemen und schaden thun, so soltu es folgen lassen, als geschähe dir recht daran. 1, 76
b; darumb ist an dich mein bitt, wöllest meinem treuwen diener alles mein gut willig folgen lassen.
buch der liebe 257, 4; als nun der rab sah, wie sie fraszen, sprach er, ir werdt mir folgen laszen des raubs ein ziemlich theil. Alberus 105; der buer liesz Ulenspiegel und sinem gesellen das tuoch folgen.
Eulensp. cap. 68; er liesz im den schild folgen.
Octavianus m.; befahl, dasz man ihm seinen unterhalt reichlich folgen lassen sollte.
pers. rosenth. 1, 20; denn ob sich zwar die obrigkeit ins mittel schlug und mir als einem verthulichen menschen nichts folgen liesz. Weise
erzn. 78; ich wil sie ihnen allemal ohne entgelt folgen lassen.
dessen liebesalliance 235.
dies folgen lassen
ist gleichsam etwas aus der hand lassen, los lassen, dasz es einem andern folge und angehöre, also es dem andern überlassen und gewähren. hier erscheint wieder der zusammenhang zwischen folgen, leisten
und gewähren.
in etwas anderm sinne sagen wir heute: gott läszt uns wieder sonnenschein auf regen folgen,
d. i. nach dem regen sonnenschein eintreten. 88)
ebenso steht folgen
auch ohne lassen, 8@aa)
intr. für ausgehändigt, ausgefolgt, verabfolgt werden: so soll dem kleger auf sein betewrung mit dem eide, dasz im solche güter geraubt oder gestolen worden seien, geglaubt werden, und im dieselben abermals in maszen als obsteht, darauf volgen.
Carolina art. 208
und öfter. 8@bb)
tr. für aushändigen, ausfolgen, verabfolgen, gewähren, mit acc. und im passivum nom. der sache: wurden des zuofriden, dasz sie im sein bet wolten folgen.
Eulensp. cap. 58; ihm ward das lösegeld gefolgt. Lohenstein
Arm. 1, 868; kam gleich den andern tag ein trommelschlager, uns abzuholen, dem wurde der corporal und drei andere gefolgt.
Simpl. K. 466; ein diener begehret von einem reichen kaufmann kostbare waaren in seines herren namen, dessen hand in einem schriftlichen schein er vorzulegen hat, worauf sie ihm willigst gefolget werden. Scriver
seelensch. 2, 503. 99)
tadelhaft aber scheint der acc. bei folgen,
wenn es befolgen ausdrückt, im sinne des lat. sequi
oder goth. laistjan: thüren wir doch nicht das wagen, das wir alle werk und wort unsers herrn Christi folgen möchten. Luther 5, 167
b; Maria wil vielmehr, das wir die exempel ires glaubens und ihrer demuth folgen sollen. Jonas
bei Luther 6, 447
b; wofern sie klug sind, werden sie meinen rath folgen. Liscov 104.
hier wären die dative allen werken und worten, den exempeln
und meinem rath
deutscher. gleich fehlerhaft ist folgen
für prosequi oder persequi, verfolgen: Taubmanns vater hatte die freien künste und studia nicht gefolget, sondern einem ehrlichen handwerk sich ergeben. Brandts
bericht von Taubmann s. 8.
erträglicher wird das participium gefolgt
für begleitet: der bischof trat hervor, gefolgt von allen geistlichen; ein römischer hauptmann, von der wache gefolgt.
Messias 14, 165; ein baldachin wankte herauf, von östreichischen kriegern begleitet, gefolgt von zeitigen autoritäten. Göthe 43, 265,
alles nach fr. suivi de. 1010)
im praet. setzt zu volgen
die mhd. sprache 'hân': ûʒ mînis vater lande hâst du mir gevolgôt.
kaiserchr. 11 893; daʒ ër sîn iht wurde gewar, dëm ër het gevolget dar.
Er. 226; Rennewart dër starke het im ze fuoʒ gevolget dan.
Wh. 226, 13, Josweiʒen müete sêre, daʒ ër Terramêre gevolget hete. 388, 3; wir suln iu langer dienen, dën wir hër gevolget hâ
n. Nib. 644, 4; ich hân ouch in der wilde dëm vogele unt dëm wilde gevolget unde nâch gezogen.
Trist. 429, 27; dës stërn schein in unser lant, dëm hân wir hër gevolget sider.
Jesus 81, 72; nu chom in vil gereite dër stërn ir geleite, dëm si dar gevolget hâten. 81, 86; owê daʒ ich gevolget hân dër muoter mîn und ir gebote.
tr. kr. 16630.
so auch früherhin noch die nhd.: er hat auch gevolgt den maistern. Megenberg 494, 11; darumb das er trewlich dem herrn gefolget hat.
5 Mos. 1, 36; darumb das du dem herrn meinen gott trewlich gefolget hast.
Jos. 14, 9; das wir nicht gefolget haben der sunde unser veter.
Judith 8, 15; denn wir haben nicht den klugen fabeln gefolget. 2
Petr. 1, 16; dergleichen hat die kirche gefolget und prediget die passio. Melanchth. im
corp. doctr. chr. 682; das ist war, das sich ettlichmal ein wölklin zwischen uns erhaben hat, nach dem wol ein ungestüm wetter gefolget hett, wo ich demselben nit mit eim freundlichen anblick entgegen komen were. Alberus
ehbüchlin B 3
a; dann wo ir hin gelaufen seid, dahin hab ich euch alle zeit gefolget.
Esop 105; welcher seinem vater in der regierung soll gefolget haben. Micrälius 2, 205; könig Ferdinandus mit königlicher kron und kleidung angethan hat nebenst den geistlichen churfürsten gefolget. 3, 524; ach! hätte ich ihnen gefolgt, liebste miss, so wären wir jetzt durch ein band verknüpft. Lessing 2, 46; diesem exempel haben hernach andere comödienschreiber gefolgt. 3, 253; endlich habe ich ihnen gefolgt. 3, 301; hätte ihm Pope gefolgt. 5, 31; dieser erste gedanke war sehr gründlich und würde ihm vieles ungemach erspart haben, wenn er seiner eingebung gefolgt hätte. Wieland 3, 26; ich habe dem süszen zug der menschlichkeit gefolget und die thränen der unglücklichen abgewischt. 14, 43; ich hab deinen vermaledeiten lehren gefolgt, aufs haar gefolgt. Wagners
kindermörderin 44.
allmälich kam aber 'sein'
in brauch, wie es sich zu dem intransitiv gewordnen folgen,
seit die vorstellung exsequi ganz daraus gewichen war besser schickte, obschon fr. a suivi
und a été
für unser ist gefolgt
und ist gewesen
gilt. in derselben stelle, wo Lessing 5, 31 hätte ihm Pope ge-' folgt
schrieb, fügt er hinzu: aber was weisz Pope hiervon, der dem Schaftesbury gleichwol soll gefolgt sein?; nach den nemlichen grundsätzen, denen er in seiner staatsverwaltung gefolgt war. Wieland 3, 111; er ist mir auf dem fusz gefolgt; ich bin der nachtigall lange durch das gebüsch gefolgt; kühne reiter sollen dem fliehenden feind bis an den strom gefolgt sein.
dies active gefolgt sein
verwechsle man nicht mit dem passiven nach 9,
z. b. seine gnaden ritten seit einiger zeit nur selten ohne von einem groszen theil ihrer livree gefolgt zu sein.
Siegfr. von Lindenb. 2, 264.
für die dritte bedeutung des gehorchens dauert noch jetzt haben: das kind
hat nicht gefolgt,
nie ist. 1111)
hier noch einzelne redensarten: einem aufs eis folgen; süeʒer worte ist ër so wîs, daʒ man si möhte schrîben, dën volget ich unz ûf daʒ îs, dër schade muoʒ mir belîben. Hartmanns
lieder 15, 2; der schmid hett dann für ein sprichwort, wann der knecht fast mit den belgen blasen solt, so sprach er 'ha ho, folg mit den belgen!' also nam Ulenspiegel den einen balg auf den hals und folgt dem meister nach in den hof und sprach, 'hie bring ich den einen balg, wo soll ich ihn hinthun? ich wil gon den andern auch bringen'.
hist. 39.
so wird auch bei einer musik gerufen 'folge mit den pauken nach!' der trommel
oder dem kalbfell folgen
heiszt soldat werden: als ich nun zwei jahr das schneiderhandwerk gelernet und ich das vierzehende jahr erreichet, rief er mich an einem abend zu sich und sagte 'Serapion höre!' ich sagte 'was vater?' er sprach, 'du bist schon 14 jahr alt und wird nun vonnöthen sein, dasz du dich in die welt machest, anjetzo kommen junge leute am besten fort, wer nicht der nadel nachziehen will, der mag dem kalbfell folgen, du hast die wahl in beiden'.
unw. doct. 357.
s.abfolgen,
ausfolgen,
befolgen, beifolgen, erfolgen, mitfolgen, nachfolgen, verfolgen, verabfolgen, zurückfolgen.