Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
ermessen
ermessen , emetiri, ahd. irmëʒʒan, mhd. ermëʒʒen, ags. âmëtan. das goth. usmitan hat nur den abgezognen sinn von emetiri, conficere viam, conversari. 1 1) sinnlich, die höhe eines thurms, die tiefe eines brunnens, die weite eines weges ermessen, ausmessen, durchmessen; mit oder an den fingern ermessen, abmessen: endlos liegt die welt vor deinen blicken und die schiffahrt selbst ermiszt sie kaum. Schiller 101 b ; reiche den puls! lasz mich ermessen, welch ein übel in dir steckt. Göthe 11, 128 ; wie der pflüger die helle mitte des tages an seinem eignen schatten zu ermessen versteht. Arnim krone…