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einkommen

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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19 in 13 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

einkommen

einkommen

kommen Vb. ‘sich einem Ort nähern, sich von einem Ort hierher begeben, einen Ort erreichen, eintreffen, erscheinen’, ahd. queman (8. Jh.), mhd. (mit Verschmelzung von u und e zu o) komen, asächs. kuman, mnd. kōmen, kāmen, kommen, mnl. cōmen, nl. komen, afries. kuma, koma, aengl. cuman, engl. to come, got. qiman, anord. koma, schwed. komma (germ. *kweman) führt mit aind. gámati ‘geht’, toch. A käm-, kam-, kum-, toch. B kä(n)m-, kam-, śem- ‘kommen’, griech. bá͞inein (βαίνειν) ‘gehen’, lat. venīre ‘kommen’, lit. gim̃ti ‘zur Welt kommen, geboren werden, entstehen’ auf eine Wurzel ie. *gu̯em- ‘gehen, kommen, zur Welt kommen, geboren werden’. Im Dt. ist der ursprüngliche Anlaut qu- (germ. kw-) im Verbaladjektiv bequem (s. d.) erhalten. – Kunft f. ‘das Kommen, Ankommen’ (selbständiges Substantiv bis ins 19. Jh.), ahd. kumft (8. Jh.), kunft (9. Jh.), mhd. kumft, kunft ‘Ankunft, das Kommen, Eintreffen, Zukunft, das Zukünftige’ neben mnd. kumpst, kumst, komst, mnl. comst, nl. komst sind Abstrakta mit sti-Suffix (vgl. auch mit ti-Suffix got. gaqumþs ‘Zusammenkunft, Versammlung’), wobei im Hd. -s- in -f- übergeht mit nachfolgendem Wandel von m zu n; daran anschließend die Ableitung künftig (s. d.). Im frühen 19. Jh. wird das Substantiv in freier Verwendung aufgegeben, bleibt jedoch als Grundwort von Komposita erhalten. Abkunft f. ‘Abstammung, Herkunft’, älter ‘Nachkommenschaft’ (2. Hälfte 17. Jh.), ‘Ertrag’ (Anfang 17. Jh.), auch ‘Übereinkunft’ (18. Jh.). Ankunft f. ‘Herkunft, Ursprung, das Ankommen, Eintreffen’ (2. Hälfte 15. Jh.). Auskunft f. ‘Information, Mitteilung, Antwort’ (18. Jh.), ‘das Herauskommen, Ergebnis’ (17. Jh.), ‘das Ausfließen’ (15. Jh.); Auskunftei f. ‘Auskunftsbüro’ (19. Jh.). Einkünfte Plur. ‘Ertrag, Gewinn, Verdienst’ (16. Jh.); vgl. mhd. īnkumft ‘Eintreffen, Ankunft’. Herkunft f. ‘Brauch, Herkommen’ (17. Jh.), ‘Abstammung’ (16. Jh.); vgl. mnd. hērkum(p)st ‘Herkommen, Abstammung, Brauch’. Niederkunft f. ‘Zeit, Vorgang der Entbindung’ (Ende 17. Jh.). Übereinkunft f. ‘Einigung, Übereinstimmung’ (2. Hälfte 17. Jh.), ‘Vertrag, Absprache, Abmachung’ (18. Jh.). Unterkunft f. ‘Obdach, Wohnung, Quartier’ (1. Hälfte 19. Jh.). Zukunft f. ‘die noch bevorstehende, die kommende Zeit’, ahd. zuokumft ‘Herankunft, Ankunft’ (10. Jh.), mhd. zuokumft, zuokunft ‘das (Herzu)kommen, Ankunft, Verfolgung, Zukunft’, bis zu Beginn des 17. Jhs. auch im räumlichen Sinne; zukünftig Adj. ‘zeitlich bevorstehend, in der Zukunft stattfindend’, ahd. zuokumftīg ‘ankommend’ (9. Jh.), mhd. zuokünftic ‘(heran)kommend, künftig, noch zu erwarten’ (im räumlichen Sinne bis 16. Jh.). Als grammatischer Terminus zuekünftig zeit (um 1400) für mlat. (tempus) futurum; dafür (2. Hälfte 18. Jh.) Zukunft (s. Futur). Zusammenkunft f. ‘Treffen, Versammlung’ (16. Jh.). – abkommen Vb. ‘sich entfernen, frei-, loskommen’, ahd. abaqueman ‘vergehen’ (11. Jh.), mhd. abekomen ‘von etw. loskommen’; Abkommen n. ‘Übereinkunft, Vertrag’ (2. Hälfte 17. Jh.), zuvor ‘Abstammung, Herkunft’ (1. Hälfte 16. Jh.); Abkomme m. ‘Nachkomme’ (Mitte 18. Jh.); abkömmlich Adj. ‘entbehrlich’ (1. Hälfte 19. Jh.). ankommen Vb. ‘über einen kommen, ergreifen, eintreffen’, ahd. anaqueman (9. Jh.), mhd. anekomen ‘über einen kommen, hereinbrechen, anfangen, angreifen’; Ankömmling m. ‘neu Hinzukommender’ (17. Jh.); vgl. ahd. quemiling (um 1000), mhd. komelinc, kumelinc ‘Fremdling’. aufkommen Vb. ‘entstehen, sich bilden, sich erheben’, ahd. ūfqueman ‘heraufkommen, auftauchen, entstehen’ (8. Jh.), mhd. ūfkomen ‘in die Höhe kommen, stark werden, heranwachsen, entspringen, am Leben bleiben’. auskommen Vb. ‘zurechtkommen, reichen’, ahd. ūʒqueman ‘herauskommen’ (9. Jh.), mhd. ūʒkomen ‘herauskommen, entstehen, Gewohnheit werden, sich verbreiten’, frühnhd. ‘mit Geldmitteln reichen, sich vertragen’ (15. Jh.); Auskommen n. ‘Lebensunterhalt, Einverständnis’, frühnhd. ‘Einkommen’; auskömmlich Adj. ‘genügend, ausreichend’ (17. Jh.). einkommen Vb. ‘als Gewinn eingehen, sich mit etw. an jmdn. wenden’, ahd. inqueman ‘eindringen, eintreten’ (9. Jh.), mhd. īnkomen; Einkommen n. ‘ständige Einnahme, Gehalt’, mhd. īnkomen ‘Eintreffen, Ankunft’. entkommen Vb. ‘entgehen, -fliehen, -weichen’, mhd. entkomen. herkommen Vb. ‘hierherkommen’, frühnhd. ‘abstammen’, ahd. heraqueman ‘herkommen’ (9. Jh.), mhd. herkomen; vgl. mhd. herkomen Part.adj. ‘aus der Fremde gekommen’; Herkommen n. ‘Herkunft, Abstammung, Brauch, Sitte, Überlieferung’ (15. Jh.); herkömmlich Adj. ‘der Herkunft gemäß, gebräuchlich, überliefert’ (18. Jh.). nachkommen Vb. ‘später kommen’, ahd. nāhqueman ‘nachfolgen’ (um 1000), mhd. nāchkomen ‘nachfolgen’; Nachkomme m. ‘Verwandter in absteigender Linie’, mhd. nāchkome ‘Nachfolger, Nachkomme’; vgl. gleichbed. ahd. afterquemo (10. Jh.); Nachkommenschaft f. ‘Gesamtheit der Nachkommen’ (17. Jh.); Nachkömmling m. ‘nachgeborenes Kind, Nachzügler’, mhd. nāchkomelinc ‘Nachfolger, Nachkömmling’. niederkommen Vb. ‘gebären’ (vgl. mhd. kindes niderkomen), ahd. nidarqueman ‘herabsteigen, fallen’ (um 800), mhd. niderkomen ‘herabfallen, herunterfallen, zu Bett gehen, sich hinlegen’ (seit frühnhd. Zeit auf das Kindbett eingeengt). übereinkommen Vb. ‘sich mit jmdm. einigen’, frühnhd. ‘zusammenfallen, mit jmdm. einig, zufrieden werden’. überkommen Vb. (von Gefühlen, Empfindungen) ‘ergreifen’, älter ‘über etw. kommen, es in seine Gewalt bringen’, ahd. ubarqueman ‘überraschen, überwinden, besiegen’ (8. Jh.), mhd. überkomen ‘hinüberkommen, die Oberhand behalten, verabreden, übereinkommen, zu etw. gelangen, überfallen, bezwingen, überstehen’; überkommen Part.adj. ‘überliefert, vererbt’ (16. Jh.). umkommen Vb. ‘ums Leben kommen, sterben, verderben’, mhd. umbekomen ‘vorüber-, zu Ende gehen, sterben’; vgl. ahd. umbiqueman ‘herumgehen, umringen’ (8. Jh.). unterkommen Vb. ‘Aufnahme, Obdach, Anstellung finden’, umgangssprachlich auch ‘vorkommen’ (Anfang 17. Jh.), ahd. untarqueman (9. Jh.), mhd. underkomen ‘dazwischentreten, verhindern’. verkommen Vb. ‘den inneren Halt verlieren, verwahrlosen’, älter ‘vergehen’, mhd. verkomen ‘vorübergehen, zu Ende gehen, vergehen’; Verkommenheit f. ‘sittlicher Niedergang, Verwahrlosung’ (19. Jh.). vorkommen Vb. ‘nach vorn kommen, zum Vorschein kommen, sich ereignen, geschehen, vorhanden sein’, ahd. furiqueman ‘zuvor-, herauskommen, zutage treten’ (8. Jh.), mhd. vorkomen ‘erscheinen, offenbar werden’; Vorkommnis n. ‘Vorfall’ (19. Jh.). zukommen Vb. ‘gebühren, zustehen, passend sein’, älter auch ‘sich auf etw. zubewegen, sich nähern, Nutzen haben, mit etw. genug haben’, ahd. zuoqueman ‘herannahen, hinzukommen’ (8. Jh.), mhd. zuokomen ‘eintreffen, erscheinen’.

6593 Zeichen · 291 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Einkommen

    Adelung (1793–1801) · +10 Parallelbelege

    Einkommen , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Kommen ,) welches das Hülfswort seyn erfordert, in einen Ort kommen, hinein …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    einkommen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    einkommen gelegentl -kömmt 1 hereinkommen [ Gemurmel der Hofgesellschaft üb Meph als neuer Narr: ] Wo kommt er her — Wie…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Einkommen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Einkommen , der Ertrag der Arbeit oder des reinen Vermögens nach bestimmten Zeiträumen berechnet, wie sich derselbe nach…

  4. modern
    Dialekt
    einkommenst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ein-kommen st. : 1. 'hineingelangen'. a. gegenst. α. 'ins Haus kommen, heimgeschafft werden'. Mer misse mache, daß die F…

  5. Sprichwörter
    Einkommen

    Wander (Sprichwörter)

    Einkommen 1. Wo was einkommt, muss wieder was draufgehen. Holl. : Waar inkomst is, daar is ook uitkomst. ( Harrebomée, I…

  6. Spezial
    Einkommen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ein|kom|men n. (-s,-) (Lohn) paiamënt (-nc) m. , davagn (-s) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit einkommen

87 Bildungen · 70 Erstglied · 17 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von einkommen 2 Komponenten

ein+kommen

einkommen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

einkommen‑ als Erstglied (30 von 70)

Einkommen (das)

Wander

einkommen·das

Einkommen (das) 1. Das beste Einkommen ist Redlichkeit. – Simrock, 1989. 2. Das Einkommen der Priester gibt Gott, und der Teufel verzehrt es…

Einkommenheit

GWB

einkommen·heit

* Einkommenheit zu einkommen 3 [ betr tägl Eintragungen in Bibliotheksjournalen ] worin Witterung, Besuche, E-en und Vorgänge jeder Art .. a…

einkommen als Zweitglied (17 von 17)

Hereinkommen

Wander

herein·kommen

Hereinkommen 1. Wo watt rinnkummt, mutt ôk watt 'rut. ( Oldenburg. ) – Goldschmidt, II, 22. 2. A mag wull reikummen, wer warnen wull nich mi…

Hineinkommen

Wander

hinein·kommen

Hineinkommen 1. Man sagt wol, wie man hineinkompt, aber keiner räthet, wie man wider herausskompt. – Gruter, III, 66; Lehmann, II, 409, 30; …

Ordinarieinkommen

DRW

ordinarie·inkommen

Ordinarieinkommen, Ordinäreinkommen, n. reguläre Einkünfte vgl. Ordinarigefälle das ganze ordinari-einkommen wird nicht zureichen, daß man a…

Pfarreinkommen

DRW

pfarre·inkommen

Pfarreinkommen, n. Einkünfte einer Pfarrpfründe bdv.: Pfarraufkunft, Pfarreinnahme, Pfarrerseinkommen, Pfarrintrade vgl. Kircheneinkommen be…

Pfarrerseinkommen

DRW

pfarrers·einkommen

Pfarrerseinkommen, n. wie Pfarreinkommen summarum gemelten pfarrerseinkomens is ... uf 23 fl. taxiret jerlich 1554 PommVis. II 392

Pfarrgütereinkommen

DRW

Pfarrgütereinkommen, n. Einkünfte aus dem Pfarrgut (I) wo auch über berührte besoldung der kirchendiener und schulmeister ein uiberlauft von…

Pfründeinkommen

DRW

pfründe·inkommen

Pfründeinkommen, n. Einkommen, Unterhalt aus einer Pfründe (II) vgl. Gültstück (II), Präbendeneinkommen praebenden und pfründeeinkommen 1630…

Präbendeneinkommen

DRW

präbende·n·einkommen

Präbendeneinkommen, n. wie Pfründeinkommen des Spalatins prebenden einkommen nach 1528 MittOsterland 1² (1891) 216 praebenden und pfründeein…

Schatulleinkommen

DRW

schatulle·inkommen

Schatulleinkommen, n. in die Schatulle (II) fließende Einnahmen nachdem aber e.ch.d. nunmehr ... von allem gute wissenschaft haben, können s…

Schulgestiftseinkommen

DRW

Schulgestiftseinkommen, n. Einkünfte, Vermögen einer Stiftsschule zu solcher speisung des inspectori, so sie dass ganze jahr durch beschicht…

Spitaleinkommen

DRW

spital·einkommen

Spitaleinkommen, n. Einkünfte eines Spitals vgl. Spitalgefälle zumallen das spital einkhomben solliche extra ordinari außgab nit ertragen th…

Spitalgestiftseinkommen

DRW

Spitalgestiftseinkommen, n. Einnahmen eines Spitals aus Stiftungen [sollen alle] spital- und andere dergleichen zu christl. und milden gebra…

Stadteinkommen

DRW

stadt·einkommen

Stadteinkommen, pl. wie Stadteinnahme (I) dann bis dahin alle stadt-einkommen zu abstattung anderer ... stadt-schulden dem rath zu lassen 16…

Stiftseinkommen

DRW

stift·s·einkommen

Stiftseinkommen, n. wie Stiftseinkünfte [die] zum schulwesen notwendigen ausgaben ... sollen durch jeder zeit verordnete stiftsschaffner zu …