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Bitze

mhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
14 in 11 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Bitze

Bd. 1, Sp. 729
Bitze bits Hunsr. Westerw; -e- Rip; betsəm Saarbr-Büchel Dirming; besəm Saarbr-Rassw; betsən Saarbr, Ottw f.: ein Wort in verschiedenen geschlossenen Geb. mit abweichendem Begriffsinhalt. 1. Wiese am Haus, meist eingefriedigt und mit Obstbäumen besetzt; Grasgarten, ‘fette Wiese unterhalb des Dorfes’; nasse gute Wiese in der Nähe des Dorfes Goar-NGondershsn; fette Wiese, die dreimal gemäht werden kann Kreuzn-Seibersb. Botz feuchtes, sonniges Wiesenland, dicht am Ort, das mehrmals gemäht wird Zell-Enkirch. Also: gute, fette am Hause oder wenigstens in der nächsten Nähe des Dorfes liegende, meist eingezäunte Wiese Saarbr, Ottw, Hunsr (n. Ort Zell-Enkirch; w. Ort Saarl-Hüttersd, Ottw-Schiffw, Merz-Bachem -ę-). Dieselbe Bed. im Westerw. Kobl, Neuw, Altk ‘fruchtbare u. naheliegende Wiese’. Diese Bed. geht in die rip. Krs. Waldbr, Sieg u. MülhRh-Marialinden Overath hinein. ‘Garten- oder Obstbaumparzelle’ Sieg-Hänschd. — Im Siegld Betze Einfriedigungsort für Tiere. — 2. Ackerland. a. das beste Feld, vorher mit Getreide bestanden, nun für Kohl, Möhren benutzt uWesterw, Montabaur; gutes Ackerland Gummb-Dieringhsn; Gartenland Eusk-Friesh Zülp-Lommersum; dann ‘gute Flur’. — b. an der Erft (Eusk, Dür, Bergh, Neuss-Büttgen) ein Acker, der Getreide getragen hat, aber nun zum zweiten Mal Getreide tragen soll u. deshalb gedüngt wird (Wesse-, Koər-, Geschte-, Haferbetz, je nach der Art) Dür-Winden, Eusk-OGgartzem. Acker, der nicht gebracht wird, nahe beim Dorfe Eusk-Kessenich. Acker, der brach liegen müsste und doch bestellt wird Schleid-Lückerath Scheven, Bergh-Blatzh Elsd. Acker, welcher nicht besät ist, dessen Fläche vielleicht nur durch den Dreischar aufgerissen ist u. auf welchem die Vorfrucht wieder ausgeschlagen ist Bergh-Hüchelhv. Der Hauptton fällt also hier auf kulturmüdes, ausgehungertes, einstweilen nicht mehr ertragfähiges, aber doch durch Düngung widernatürlich gereiztes Land. Und so heisst B. anderswo geradezu — 3. schlechter Boden, meist auf einer kiesigen. wasserarmen Anhöhe liegend Eusk-Friedrichsruh; erhöht liegendes Grundstück, früher wohl mit Ginster, Dornen, Gestrüpp bewachsen, später als Ackerland benutzt, aber meist infolge schlechter Bodenbeschaffenheit nicht fruchtbar (vgl. die FlN. Rott-, Sten-, Dörnerbitze) Sieg-Troisd Ägid (mir liegt der Begriff ‘schlechtes Land) ODollend; eine dicht mit Unkraut (Quecke) bewachsene Fläche Altk-Wissen; an einem Abhang liegende, nicht bewässerbare, unfruchtbare Wiese Kobl-Lay. — 4. ech kummen op de B. auf den Kirchhof (der auf der Flur op der B. liegt) Rheinbrohl.
2583 Zeichen · 43 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bitzestf., stm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    bitze stf. baumgarten, in wetterauischen und hessisch. urkunden s. Vilm. 38. Dwb. 2,58. 281. 591. Schm. Fr. 1,315 u. vgl…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    bitzef.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    bitze , f. pomarium, in der Wetterau und in Hessen: daʒ vierteil der boume, die da heiʒent bitze. Böhmers cod. francof. …

  3. modern
    Dialekt
    Bitze

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Bitze Band 3, Spalte 3,881

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bitze

59 Bildungen · 56 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

bitze‑ als Erstglied (30 von 56)

bitze(t)wīs

Idiotikon

bitze(t)wīs Band 16, Spalte 1916 bitze(t)wīs 16,1916 A

Bitzebine

SHW

Bitze-bine Band 1, Spalte 877-878

bitzelacht(ig)

Idiotikon

bitzelacht(ig) Band 4, Spalte 1987 bitzelacht(ig) 4,1987

Bitzelchen

PfWB

bitzel·chen

 Bitzelchen n. : 1. 'kleines Stückchen', Bitzlche [ Don-Tscherwk ], Pitzelche [ Gal-Dornf ].

bitzele

ElsWB

bitz·ele

bitzele , bitzi [pìtsələ Roppenzw. Liebsd. Heidw. ; petsala Strüth Su. ; petsələ Gebw. ; pìtslə Co. ; pìtsl Urbis ; pìtsi Liebsd. Ruf. Obher…

bitzelëcht

ElsWB

bitze·lecht

bitzelëcht , bitzlig [pìtsəlát Hi. Wittenh. ; petsəlat Co. ; pìtsalaχt Ingersh. ; petslik Rchw. ] Adj. 1. säuerlich, sauersüß. Gib m i r e…

bitzelechtig

DWB

bitzel·echtig

bitzelechtig , beiszend: dis wasser ist an seiner kost ( im geschmack ) dem bitzelechtigen, scharpfen essig gleich. Thurneisser von wassern.…

Bitzelei

PfWB

bitze·lei

Bitzelei f. : ' Essen in kleinen Mengen ', Bitzelei [ KU-Kaulb Kreimb ]; vgl. Bitzlerei . — Zu bitzeln 4.

bitzelein

DWB

bitze·lein

bitzelein , n. segmen, abschnitt: muscatnusz, muscatblüh und cardomomen, jedes ein halb loth, dann von einer citronen die bitzelein ( scheib…

Bitzelen

RhWB

bitz·elen

Bitzelen bitsələ Aach , Jül , Erk , MGladb ; -əlχər LRip, Sieg Pl.: 1. Zähnchen, insofern sie dem Kind weh tun, in der Kindersp. — 2. Bitzel…

bitzeleⁿ I

Idiotikon

bitzeleⁿ I Band 4, Spalte 1987 bitzeleⁿ I 4,1987

bitzeleⁿ II

Idiotikon

bitzeleⁿ II Band 4, Spalte 1992 bitzeleⁿ II 4,1992

bitzeli

DWB

bitz·eli

bitzeli , n. frustula: es freut mich kein bitzeli = gar nicht. Stald. 1, 176 .

bitzelig

Idiotikon

bitzelig Band 4, Spalte 1987 bitzelig 4,1987

bitzeln

DWB

bitz·eln

bitzeln , 1 1) leviter gustare. Maaler 70 d . 2 2) leviter mordere: die pfefferkörnlin bitzeln und beiszen. Keisersb. der has im pfeffer; ei…

bitzeln

FWB

1. ›(leicht) auf der Zunge beißen, prickeln‹.; 2. ›jn. beißen‹; ütr. ›jn. ärgern, ängstigen‹.

bitzeln I

RhWBN

bitzeln I -its- Schleid-Marmag schw.: mit dem Kopfe zucken (Spasmus nictitans).

bitzeln II

RhWBN

bitzeln II in vər-, –e- Koch-Moselkern schw.: e es verbetzelt verzweifelt.

bitzeln III

RhWBN

bitzeln III = beissen, brennen s. Bitz V (Wb);

bitze als Zweitglied (3 von 3)

gîbitze

MWB

gîbitze M. auch giwicz. wohl den Ruf nachahmende Bez. für die Vogelart ‘Kiebitz’ (vgl. Suolahti, Vogelnamen, S. 264-67; der Glossierung onoc…

gībitze

KöblerMhd

gībitze , st. M. nhd. Kiebitz ÜG.: lat. (onocrotalus) Gl Hw.: vgl. mnl. kievit, mnd. kīvit Q.: Gl, Hadam, Jüngl (nach 1280), Voc E.: schalln…

haubitze

DWB

hau·bitze

haubitze , f. 1 1) ein grobes geschütz zum schieszen von granaten und kartätschen. der name ist seit den Hussitenkriegen aus dem böhmischen …