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angreifen

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 12 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

angreifen

angreifen

greifen Vb. ‘nehmen, fassen’. Das gemeingerm. Verb ahd. grīfan (um 800), mhd. grīfen, asächs. grīpan, mnd. mnl. grīpen, nl. grijpen, afries. grīpa, aengl. grīpan, engl. to gripe, anord. grīpa, schwed. gripa, got. greipan (germ. *greipan) hat neben sich ein schwaches Iterativum ahd. greifōn (um 800), mhd. greifen, aengl. grāpian ‘tasten, mit der Hand berühren’. Im Dt. vermischen sich semantisch schon früh (bereits ahd.) das starke und das schwache Verb; im Nhd. fallen sie auch formal zusammen. Die germ. Bezeugungen sind nur vergleichbar mit den balt. Formen lit. griẽbti ‘anfassen, ergreifen’, lett. greibt ‘greifen, fassen’, griba ‘Wunsch, Wille’, gribēt ‘wollen’. Weitere Beziehungen sind unklar. – greifbar Adj. ‘zum Greifen nahe, verfügbar’ (18. Jh.). Greifer m. ‘wer ergreift, faßt, fängt’ (17. Jh.), in der Technik ‘zum Greifen geeignete Vorrichtung an Maschinen, Kränen, Baggern’ (19. Jh.); voraus geht ein zum schwachen Verb gehörendes ahd. greifāri (um 1100), frühnhd. greifer ‘Schmeichler, Liebkosender’. angreifen Vb., ahd. anagrīfan (9. Jh.), mhd. an(e)grīfen ‘berühren, anfassen’, seit 16. Jh. auch ‘anfallen, feindlich entgegentreten’; Angriff m. ‘Offensive, Überfall’, ahd. anagrif ‘das Anfassen, Angreifen’ (11. Jh.), mhd. an(e)grif, auch ‘Handhabe’; vgl. langobard. anagrip ‘Antastung’ (7. Jh.); die heutige Bedeutung entwickelt sich über ‘feindliche Berührung, Tätlichkeit’ im 14./15. Jh.; Angreifer m. (15. Jh.). ergreifen Vb. ‘fassen, packen, im Innersten anrühren’, mhd. ergrīfen; vgl. ergreifend ‘rührend’, ergriffen ‘gerührt’, Ergriffenheit f. (19. Jh.). übergreifen Vb., ahd. ubargrīfan ‘überschreiten, übersteigen’ (10./11. Jh.), mhd. übergrīfen ‘über etw. hingreifen, es bedecken, beschädigen’; Übergriff m. ‘ungesetzliche Gewalttätigkeit’, ahd. ubargrif (11. Jh.), spätmhd. übergrif. vergreifen Vb. reflexiv ‘falsch, daneben greifen, einen Mißgriff tun, gegen jmdn. tätlich werden’, mhd. vergrīfen; vgl. vergriffen Part.adj. ‘ausverkauft, nicht mehr lieferbar’ (18. Jh.). S. auch Griff, Grippe.
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Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Angreifen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Angreifen , verb. irreg. act. S. Adelung Greifen . 1. Eigentlich, mit der Hand anfassen, daran greifen. Ein glühendes Ei…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    angreifen

    Goethe-Wörterbuch

    angreifen auch subst u Part (subst) 1 ergreifen, anfassen daß das Thier läuft, springt, handthiert, angreift [ergreift u…

  3. modern
    Dialekt
    angreifenst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    an-greifen st. : 1. 'mit den Händen berühren, anfassen'. Kinner dun alles aaⁿgreife [allg.]. RA.: Dene muß mer mit Glass…

  4. Sprichwörter
    Angreifen

    Wander (Sprichwörter)

    Angreifen 1. Angreifen kann jeder, aber der Muthige erwartet's. 2. Dapper angriepen is halw efochten (gefochten). ( West…

  5. Spezial
    angreifen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    an|grei|fen vb.tr. 1 (überfallen) ataché (-ca), assalí (-lësc), salté ite 2 (anfassen) pié ite, brancé ite 3 (kritisiere…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit angreifen

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Zerlegung von angreifen 2 Komponenten

ang+reifen

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APA
Cotta, M. (2026). „angreifen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/angreifen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „angreifen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/angreifen/pfeifer_etym. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „angreifen". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/angreifen/pfeifer_etym.
BibTeX
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