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willen

mhd. bis Dial. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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28 in 14 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

willen

Bd. 9, Sp. 523
willen Mosfrk, Rip, Nfrk weisen die Grundform willen (für nhd. wollen) für alle Formen des Präsens auf; das Rhfrk hat im Saargeb. (u. -o- u. wirə), WWend u. in Birkf ebenfalls -i-, –e-; sonst -o-, älter -u-, das als -o- über die uMos, den Westerw (nicht kurköln. Neuw) geht (ęiχ wil, dau wilst, –e-, –št, ər wil, –e-, mər, wolə, –u-, dīr wolt, –u-); auch OAltk won, wel, du welst, wel, mər, won, īr welt u. Siegld won [Johannld wol; oHellergeb. wun; OSchelden Fischbacht u. w. davon -ø-[, wel (südl. -eă-), du welt (-eă-) [vom Weisst u. Alchet ab u. mit Ausn. von Siegen Marienborn Weidenau wet], wel (-eă-), miər, won [Johannld wol; oHellergeb. wun; uHellergeb. -ø- u. -y-; OSchelden Fischbacht u. w. -ø-]; īər wolt [Klafeld Meinhardt Dreisb u. n. wot; oHellergeb. -ø-, –y-; Büschergrund Freudenbg Plittershg u. w. wølt; Lindenb OSchelden u. w. davon bis einschl. Dirlenb u. Bottenb wønt]; im willen-Geb. we·l.ə(n) [WSaarbg, Trier, WBitb, SPrüm -ø-], wel, –ø-, we·l., du wels(t), –št, wel, we·l., [Rip, SNfrk auch welt], mər, we·l.ə(n), īər we·l.t [Saarl we·l.ən] [Besonderheiten des Berg: wølən neben -e- »wir wollen« Barm; mər, wō:lə, ȳər wō:lt neben -e·l.- Sol; woln (wilt), et woln (wilt), weln (wilt) Wippf-Dohrgaul; nfrk. Gummb, Wippf, NBerg, Ruhr du wos, –u- (Gummb-Homburgisch -ø-); n. Ruhr, Klevld wes]; Prät. wolt, –u-, –ǫ-, wo·l.t, Pl. -də(n), Konj. -e-, –i-, -ę-, –ø- [Siegld du wolst, aber oFerndorft u. Litfet bis abwärts Geisweid wolst; NSiegld die Ferndorf abwärts bis Geisweid īər wodət; im Rip, SNfrk neben wo·l.(t) älter wō:l, Konj. -:-; Monsch auch wō:t, –:-; Eup-Raeren wō·ə., –·ə.; Aach-Stdt wo·u., wø·y.; OBerg wol, –u-, Konj. -ø-, -y-; NBerg wō:l, –ō-, –ū(·ə.)-, –o·u.-, Konj. -:-, –-, –ȳ(·ə.)-, –ø·y.-; Klevld wǫl, dou wǫs, wǫl (usf.), Konj. --]; Part. gəwolt, –u-, im willen-Geb. daneben -welt, –we·l.t [Rip, NBerg auch -wō:lt, –woult]. — Enklit. Bildungen: wediχ »will dich«, wedər »will dir«, wedə »willst du« (weiter nach Süden bis Eiserf, Altk-Hellert, womər »wollen wir« NSiegld; wek »will ich«, wosə »willst du«, wefə »wollen wir«; weχət »wollt ihr«; wok »wollte ich« NBerg; wotə »willst du«; wemə u. wofər »wollen wir« Sülzt, Sol; wek »will ich« auch Gummb-Schwarzenbergisch; wek »will ich«, we »willst du«, wǫlk »wollte ich«, wǫ »wolltest du« Klevld schw.: wie nhd. 1. absol. u. etwas (von einem) w. einem etwas w., etwas tun (jeder Infinitiv) w. [in den Geb., wo mögen (s. d.) fehlt, ist dies durch w. ersetzt; im Rip, Nfrk, wo werden (s. d.) als Hilfszeitw. der Zukunft noch gilt, ist der Gebrauch von sollen u. wollen gebräuchlicher, im Klevld gelten nur diese]. RA.: We well? sagt das Kind, in dem es sich anstellt, als wolle es etwas anbieten; sobald es merkt, dass jmd. »ja« sagt, ruft es schnell: mengen Esel sen! Schleid-Hellenth. A.: Well ener noch jet (zum Essen)? B.: Wann kener mih well, dann well ich Rip, Allg. Wesse, künnen un w. mache ne grosse Meister Köln-Stdt. Du wells on w. on wēss net, wat de w.! kommst überhaupt nicht zurecht Rip. Dat es er ene; wann de net well, dann w. e net ist eigensinnig MGladb, Allg. Wie es der Himmel so blo; wenn äner net well, sen hunnert froh Saarl-Niedaltorf. Wenn sej nit well, hält sej nit stell on kick ok nit dor't Fenster erut sie ist bes. eigensinnig Mörs. He kann (vill), wenn e will Ruhr, Allg.; wemmer wöll, da kammer nöt, wemmer kann, da w. mer nöt Trier-Stdt; we sät: ich kann net, de sät: ich well net Dür-Geich, Rip; dat süht ut as wie »ek well wall, äwwer ek kann nit« Berg, Allg. Hans, wie de kanns un nicht, wie de wos! scherzh. zu einem Kinde, das etwas Unmögliches verlangt Berg. Da w. mer, son de Bauere, wann se mussen Prüm, Allg. Wells de net, da mosste Rip, Allg. Mer muss levve, we mer kann, nit we mer well Köln-Stdt. Wammer nit kann, we mer well, schwig mer lever stell ebd. He es su doll, wie e w. sehr toll Sol, Klev. Alles, wie Gott w.; su G. w.! Rip, Allg. (scherzh. Fortsetzung: on de Hellege nicks dergege hant Jül); mär, wat dat Glöck on den Hemmel w.! Mörs-Rheinbg. Wenn de Hellege (enem) w., da brochste nöt vill ze bedde Prüm-Stadtkyll. Wenn de Iəsel ni will, da mutt he MülhRuhr. Wer net w., der hat (gewollt) Saarl, Bernk, — de hät gesse RRip, Allg. — Nu well ens ener jet! daran ist nichts zu ändern Rip, Allg. Et Og well och jet han von einer zwar geschmackvollen, aber sonst minderwertigen Sache (Speise) Rip. Wat ek well, dat well ek, sät den Bur, do brodden (briet) hej de Botter an de Tang (Zange) Mörs. Wat de März net well, dat macht (höllt) de Aprel (s. d.) Verbr. He deht, wat he wellt MGladb, Allg.; we Mester es, deht, wat he w. SNfrk, Ruhr, Dür; donn, watste wells, dann wördste och net geck! MGladb, Eusk-Zülp. Wo der Vatter »jo« sät on de Motter »«, de Kenger donnt, wat se welle Jül. Kender, die wat w., die kriege wat vör de Belle (Gesäss) Klevld. Wen alles will, krig gar nicks Ruhr, Allg. Do (bei dem) es nüs mih ze w. ihm ist nicht mehr zu helfen (gesundheitl., wirtschaftl.) Rip, Allg. In Schwolle (Birkf-Schwollen) es neist s. w.! Neckr. Wie mih, dat mer (der Düvel) hät, wie mih, dat mer (he) wellt Rip, Allg. Wenn de Eəsel et got hät, wellt he et noch beəter han Heinsb-Myhl. De Gäss (Geiss) will ach e lange Schwanz hon, un kriet en nit! zu Kindern, die etwas unbedingt haben wollen Rhfrk, Allg. A.: Wollste en Appel? B.: Gih onger de Koh on rappel. A.: W. en Bir? B.: G. onger de Koh on rihr! Altk-Betzd. Wellst de mech, wenn ich dech well? vorsichtige Anfrage eines Freiers Rheinb-Meckenh. — Wenn iemen wat niet siehn well, dem batt (hilft) ok gen Löchte Klev. De well vür on henge (hinten) bedēnt sen Rip, Allg. (u. so mit jedem Infinit.). — Wo wellsch du hin bei dem Glatteis, wonns Nacht es! bilde dir ja nicht ein, dass du etwas ausrichten kannst Saarbr; wo wosde dran? was fängst du an Gummb; deə wellt hott, en deə w. har sie sind uneinig Aach, Allg.; erop- on erafwelle keinen festen Vorsatz fassen Schleid; net met der Sach (Farf) erusw. nicht eingestehen wollen Rip, Allg. Dat Kingd well af abgehalten sein; he well ut ausgehen; — op aufstehen; de Kinger w. met mitgehen; der well dem no nachlaufen. — wiər öm umkehren, — vür vorgehen; die w. tesame sich heiraten; eraf-, erut-, erop-, eren-, doher-, dohin-, hierhinw. (usf.) Gummb, Allg. — Enem jet welle Böses antun wollen; wellste mir jet; ech well der nüs; he kann dir nüs welle; enem an et Fell w. ihn prügeln w. Rip, Allg. — No well mech doch! Ausr. der Verwunderung Gummb-Nümbrecht. — Dat es mech oəhne te w. passiert MGladb; dat han ich nit met Wessen un W. gedonn Köln, Allg.; so geht et öm ongewellt dör de Kopp Klevld; ich wor gewellt, mi Hus ze verkofe Rip, Allg. — Wenn jeder duhn un lote köün, wat e wöül, da mag der Denker Bas (Meister) sin MülhRuhr. Ek woll, dat min Katt en Kuh wör on göf jeden Dag tiehn Kanne Melk! Duisb. Ich wollt, ich hätt dausend Daler un e Maler (Malter) Zehrgeld! Bernk. Eich wellt, eich hätt e Mippelche (Hündchen), dat Geld dieht scheissen! Trier-Kenn. A.: Eich wull, eich hätt hunnertdausend Daler. B.: Dann wull eich, de kennst nit scheisse, un eich kennt der helfe, dann misste mer alles gen! Simm-Horn. Ich wöl, du wörsch em Pefferland! wo der Pfeffer wächst MüEif, — du wüərsch bestad (verheiratet)! SNfrk, — wo de got wörsch! Eusk, — hätts noch ken Ogen! Wittl-Binsf. Ech wöl, ech wöər en Botterblom on söss em gröne Gras; wann dann de Mädcher krogge (krauten) köme, petsch ech se en de Arsch! Rheinb-Meckenh, Verbr. mit Var. Ek wüll, ek wär en Huhn, dann här ek nicks te duhn; des Morgens legt ek schnell en Ei; des Nommedags, do här ek frei; ek wüll, ek wär en H.! Gummb-Berghsn. Ich woll, ich wär em Himmel un dau em Paradies; ich w., ich härr e Schimmel un dau en alt Giess! Goar-Halsenb. Ek woll, dat alldag Sonndag was en Kermes en de Wek (Woche), en Eten en Drinke min Ambach was, dann werkte ek gene Stek (Stich)! Klev-Warbeyen (u. so viele andere Scherzwünsche; ich wöll oft durch gönnt ersetzt). — De Woll un de Wann, dat blift en arme Mann, sen zwien armer Männer zur Verspottung dessen, der oft »ich wollte, wenn« im Munde führt Neuw-Datzeroth, Verbr. De Wennich, de Wollt-ich on de Hätt-ich, dat sein drei bise Honn (Hunde) Zell-Enkirch. Der Well-ich, der Häddich on der Wenn-ich, dat sin dräj arme Brerer Siegld. Wöll-ich un Hätt-ich küt luter zo spät Köln-Stdt. Söllen un Wöllen es wit van Köllen Mettm-Langenbg. As (wenn) en Wolk (wollte ich) es en lelk Volk Klev. Ene Wöllger (-gern) on Kann-net ein Gernegross Dür-Langerwehe. — 2. mit sachl. Subj.; wenn et will (so bestimmt ist), kammer am (im) Orsch e Fenger zerbrechen Trier, Allg.; et well net recht es glückt nicht Kobl, Allg.; de Bloumen hammer gar net gewellt wollten nicht wachsen Saarl, Allg.; de aul Knoke w. ni meahr Ruhr, Allg.; wann et net wellt, da bottert et net Bitb, Allg.; wenn et enem well, dat w. et; dem hät et gewollt Rip, Allg.; dat well em net us dem Kopp (erus), net en de K. eren Rip, Allg.; et well net vora goh met der Arwet; et well grad zwelf schloh es schickt sich an, 12 zu schlagen; et schinnt rene ze wonn Siegld, Allg.
9149 Zeichen · 214 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    willenswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    willen , wüllen swv. ekel, erbrechen verursachen. Schmeller 4,60. ahd. willôn, wullôn Graff 4,838. daʒ man den wîn vinde…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    willenst. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    willen , st. V. nhd. wollen (V.), wünschen, verlangen, beabsichtigen, glauben, behaupten, pflegen, gewohnt sein (V.) Vw.…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Willenv., intrs, trs

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    ✱ ✱ Willen , v. intrs . u. trs . im N. D. wollen, wofür auch außer N. D. das Mittelwort gewillet gebraucht wird, in der …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    willen

    Goethe-Wörterbuch

    willen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. modern
    Dialekt
    Willen

    Elsässisches Wb. · +10 Parallelbelege

    Wille n [Welə, Wilə Su. Str. K. Z. Betschd. Wh. ; Nbf. Wel in Wunschformeln K. Z. ] m. Willen. D e r W. is t eso guet a …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit willen

187 Bildungen · 126 Erstglied · 55 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von willen 2 Komponenten

wil+len

willen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

willen‑ als Erstglied (30 von 126)

willen 3

KöblerAfries

willen 3 , Adj. nhd. wollen (Adj.) ne. woolen Hw.: vgl. ae. wyllen, ahd. wullīn* Q.: W E.: s. germ. *wullō, st. F. (ō), Wolle; idg. *u̯el- (…

willen* 3

KöblerAnfrk

willen* 3 , anom. V. nhd. wollen (V.) ne. will (V.), want (V.) ÜG.: lat. velle MNPs Hw.: s. wellen*; vgl. as. willian*, ahd. wellen* (1) Q.:…

Willenberg

Meyers

willen·berg

Willenberg , 1) Stadt im preuß. Regbez. Allenstein, Kreis Ortelsburg, am Omuleff und an der Staatsbahnlinie Neidenburg-Ortelsburg, hat eine …

willenbrechen

KöblerMhd

willen·brechen

willenbrechen , (subst. Inf.=)st. N. nhd. Unterdrückung, Unterdrückung des eigenen Willens Q.: Seuse (1330-1360), Schürebr (FB willenbrechen…

willenclich

KöblerMhd

willenclich , Adj. Vw.: s. williclich

willenclīche

KöblerMhd

willenclīche , Adv. Vw.: s. williclīche

willenclīchen

KöblerMhd

willenclīchen , Adv. Vw.: s. williclīchen

willendes

KöblerMhd

will·endes

willendes , Adv. nhd. absichtlich, freiwillig Hw.: vgl. mnl. willendes, mnd. willendes Q.: Lilie (1267-1300) (FB willendes) E.: s. wille W.:…

willendich

KöblerMnd

willen·dich

willendich , Adv. nhd. freiwillig, absichtlich E.: s. willendich (1) L.: Lü 583a (willendes, willendich)

willendig

MeckWB

will·endig

willendig a. Spr. freiwillig, absichtlich: 'willendich sundigen' ( Rutze) Schill.Lübb. 5, 720 b .

willenes

KöblerMnd

wille·nes

willenes , Adv. nhd. willens, freiwillig, mit Willen, mit Absicht, gewollt Vw.: s. al-, un- Q.: SSp (1221-1224) (willens) E.: s. willen (1) …

willengeld

DWB

willen·geld

willengeld , n. , im älteren steirischen ' geldabgabe für eine bewilligung von seiten der herrschaft ' Unger-Khull 634 a ; nach Schmeller 2,…

will [engl]

GWB

will [engl] [bisher nicht publizierter Wortartikel]

willengleich

DWB

willen·gleich

willengleich , adj. , gleichbleibenden willens: den würd'gen wahre seine würde das freie volk, desz geheisz die stadt lenkt behutsam willeng…

Willenhall

Meyers

willen·hall

Willenhall , Stadt in Staffordshire (England), 5 km östlich von Wolverhampton, mit Fabrikation von Schlössern, Schlüsseln, Scharnieren, Bolz…

Willenheir

MeckWB

Willenheir m. a. Spr. Stutenhirt: 'Wildenhirt' (1565) Tessin Boiz. 109.

willenheit

DWB

willen·heit

willenheit , f. : wir haben sonach zwei absoluta: ein absolutes verstandesvermögen und eine absolute willenheit Fichte werke 2, 423 .

willen II

RhWB

willen II s. bei (ich) will;

willenkur

KöblerMhd

willen·kur

willenkur , willekure, willekor, mmd., st. M., st. F. nhd. „Willkür“, freie Willenswahl, freier Wille, Wille, Wahl, Entschluss, Willensfreih…

willenlos

DWB

willen·los

willenlos , adj. , ' ohne willen ', mhd. willelôs Lexer (willelos Luther 2, 104, 1 Weim.; willos Franck, s. unten ), während mnd. willelôs '…

willenlosigkeit

DWB

willen·losigkeit

willenlosigkeit , f. : wann der mensch sich gott soll geben, so soll er sich in ain grundlos willelosigkait geben Tauler sermones (1508) 193…

willenlōs

KöblerMhd

willen·lōs

willenlōs , Adj. nhd. willenlos Hw.: s. willelōs E.: s. wille, lōs W.: nhd. willenlos, Adj., willenlos, DW 30, 170 L.: Hennig (willenlōs)

willen als Zweitglied (30 von 55)

archwillen

KöblerMnd

*archwillen , sw. V. nhd. Böses sinnen gegen jemanden Hw.: s. archwillich, archwillinge; vgl. mhd. arcwillen E.: s. arch, willen

mēdewillen

KöblerMnd

*mēdewillen , V. nhd. einwilligen Hw.: s. mēdewillinge E.: s. mēde (2), willen (2)

upwillen

KöblerMnd

*upwillen , sw. V. nhd. Willen ändern, widersprechen Hw.: s. upwillinge E.: s. up (4), willen (1)

Abwillen

Idiotikon

Abwillen Band 15, Spalte 1280 Abwillen 15,1280

ane muotwillen

MWB

ane muotwillen swV. ‘jmdn. mutwillig, grundlos verklagen’ vnd der in darvmb an sprichet, der sol des swern, daz er in niht an muͦtwille UrkC…

anmutwillen

DRW

anmut·willen

anmutwillen -müt- I angreifen, sich vergreifen choͤment gest in das aigen und wellent des gotshauses laͤut anmuetwillen 1371 ÖW. IX 573 Faks…

answillen

MeckWBN

ans·willen

Wossidia answillen anschwellen, s. vertrillen. Zu swellen 1 .

arcwillen

KöblerMhd

arc·willen

arcwillen , sw. V. nhd. übelwollen Hw.: vgl. mnd. archwillen E.: s. arc, willen (2) W.: s. nhd. (ält.) argwilligen, V., argwilligen, Böses w…

Argwillen

Campe

arg·willen

✱ ✱ Argwillen oder argwilligen, v. trs. Mittelw. d. verg. Z. geargwilligt, argen Willen gegen jemand zeigen, darauf ausgehen, Andern zu scha…

beunwillen

Idiotikon

beunwillen Band 15, Spalte 1287 beunwillen 15,1287

bewillen

DWB

bewillen statt bewilligen ist aus dem subst. bewillung zu folgern, aber kaum vorhanden.

deinetwillen

DWB

deine·twillen

deinetwillen deintwillen deinentwillen , wie das vorhergehende deintwegen; vergl. Gramm. 3, 267. deintwillen bin ich hierher gekommen. gewöh…

derentwillen

DWB

deren·twillen

derentwillen , die sache, derentwillen ich hierher kam Meiszner. leb ich doch stets um derentwillen, um derentwillen ich nicht leben soll. G…

deswillen

DWB

des·willen

deswillen , wie dessentwillen, ejus causa, cujus causa. es wird um vorgesetzt. ich habe dich um deswillen den andern vorgesetzt, damit sie a…

druncenwillen

KöblerAe

druncenwillen , Adj. nhd. trunksüchtig E.: s. druncen (2), willen (1) L.: Hh 396

entwillen

MNWB

ent·willen

° entwillen , unt- , v. , ênem e. jem. entgegen , nicht zu Willen sein.

euertwillen

DWB

euer·twillen

euertwillen , dasselbe: das ist ein köstliche gab und wir wöllen sie ( die scharlachmäntel ) umb ewertwillen gern dragen. Aimon m 4. s. eure…

euretwillen

DWB

eure·twillen

euretwillen : ich musz und blosz um euretwillen, ihr öden triften, von euch fliehn, genug, ihr trennt mich von Myrtillen, das ist, ihr heisz…

gewillen

DWB

gewillen I , gewellen , verstärktes wellen, willen ( in den flexionsformen mit i): so der haizze faum sich in den luft gewillet untz daz er …

guotwillen

MWB

guot·willen

guotwillen swV. ‘wohlwollend, freundlich machen’ uf daz er sie [das aufgebrachte Volk] gestillete / und iren mut gutwillete, / so nam Johann…

ihretwillen

DWB

ihre·twillen

ihretwillen , adv. , hervorgegangen aus der formel um ihren willen: die werk sind viel zu gering dazu, das uns gott umb iren willen gnedig s…

iuwerentwillen

MWB

iuwer·entwillen

iuwerentwillen Adv. mit Präp. durch, umbe ‘um euretwillen’ wollent ir dann thun was ich an uch gesinne, ich wolt durch uwernt willen mit dem…

jugentwillen

MeckWBN

jugent·willen

Wossidia jugentwillen euretwillen: üm jugentwillen Müll. Reut. 63 b . Zu juch 1 .

meinetwillen

DWB

meinet·willen

meinetwillen , adv. mea gratia, in der verbindung um, älter auch durch meinetwillen, entstanden aus dem acc. um meinen willen, mit eingescho…

Ableitungen von willen (6 von 6)

bewillen

DWB

bewillen statt bewilligen ist aus dem subst. bewillung zu folgern, aber kaum vorhanden.

entwillen

MNWB

° entwillen , unt- , v. , ênem e. jem. entgegen , nicht zu Willen sein.

gewillen

DWB

gewillen I , gewellen , verstärktes wellen, willen ( in den flexionsformen mit i): so der haizze faum sich in den luft gewillet untz daz er …

Misswillen

Idiotikon

Misswillen Band 15, Spalte 1288 Misswillen 15,1288

unwillen

DWB

unwillen , verb. , nauseare; für die bildung kommt weniger 2 willen mit un IV C D in betracht als unwille, m., 2. ahd. unwillon Graff 1, 830…

verwillen

DWB

verwillen , v. , ausdruck der rechtssprache, s. Lexer 3, 308 ; Haltaus 1915 ; veraltet Fischer schwäb. wb. 2, 1415 ; Dähnert 529 . vgl. verw…