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Trocken

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
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18 in 16 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Trocken

Bd. 4, Sp. 1329
Trocken 1. So trocken wie Sanct-Gallen (s.d.), so trocken wird der Sommer fallen. (Luzern.) 2. Trockener als trocken kann man nicht sitzen. 3. A muss vor troige war'n hinger a Uhren. – Gomolcke, 180. 4. Dat is so dröge as Sünder Kloas1 sin Êrs. – Eichwald, 392; Schlingmann, 1090. 1) Sanct-Niklas, 6. December. – In der Grafschaft Mark: De Lampe (dat Holt) es so dràige as Sünte Kloas inner Fuet. (Vgl. Frommann, V, 63, 31.) Zur Erklärung der Redensart bemerkt Kern (142): »Die Kinder in Ostfriesland pflegen die Geschenke, welche sie am Sanct- Niklastage erhalten, tagelang vor das Fenster zu stellen, bis dieselben, meist menschliche Figuren aus Teig, Klâskerels, zuletzt ganz trocken und steinhart werden, sodass die Mutter vor dem Verzehren Milch zum Einweichen hergeben muss. Wahrscheinlich spielt das Sprichwort auf diese Kindersitte an.« 5. Et äs net drech hangdern Îren. (Siebenbürg.-sächs.) – Frommann, V, 36, 72. In Niederösterreich: Du bist no' ned trok'n hinter die Ohr'n und willst mir was lernen? (Hügel, 167b.) Er ist nicht trocken hinter den Ohren. 6. Hä es noch net dräi henner de Ohr'n. (Siegen.) – Firmenich, I, 520, 16; für Holstein: Eichwald, 1146; Schütze, I, 257; IV, 54. In Holstein nennt man einen jungen Laffen dieser Art: Schnösel, Schnösbüttel. In Ostfriesland: Bist je noch hêl nêt drög achter de Ohren. (Kern, 532.) 7. Hei es sau druck es de Forke in 't Heu. (Sauerland.) – Frommann, II, 43, 24 u. 210, 6; III, 378; IV, 415, 39. Ein hagerer Mensch = e verdrögter Mönsch. 8. Hi as noch (jet) egh drüg baaft a Oaren. (Amrum.) – Johansen, 31; für Altmark: Danneil, 276; hochdeutsch bei Mayer, II, 6; Simrock, 7674. Auf der Insel Sylt: Hi es jit ek drüg beeft Uaren. (Haupt, VIII, 358, 96; Hansen, 6.) Er ist noch nicht trocken hinter den Ohren, d.h. noch ganz unerfahren. Holl.: Hij heeft zijne nestharen nog. (Harrebomée, II, 121a.) 9. 'S isch droch wie 's Chäfers Loch. (Solothurn.) – Schild, 78, 245; Sutermeister, 97. Leidet Noth. 10. So dráige asse Pulwer. (Grafschaft Mark.) – Frommann, V, 58, 31. 11. So drög as 'n Braotbär. (Altmark.) – Danneil, 206. Völlig abgemagert, zusammengetrocknet. 12. So drüge äs en Stock Holt. (Westf.) 13. So drüge, dat et rappelt. (Westf.) 14. So trocken wie der Kuss eines Candidaten. – Fr. Friedrich, Buch der Liebe (Wien 1864). 15. So trocken wie Peter im Hintern. (Lehrte bei Braunschweig.) 16. So trocken wie's Käfers Fidle. (Nürtingen.). – Birlinger, 856. Holl.: Het is zoo droog als een puimsteen. (Harrebomée, II, 204b.) – Het is zoo droog als poeder. (Harrebomée, II, 190b.) 17. Trocken futtern wie der Ochsenbauer. (Zollern.) – Birlinger, 1053. D.h. bevor Getränk kommt, dem Käse und Brot tüchtig zusprechen. 18. Trocken wie der Pass durch's Rothe Meer. – Parömiakon, 1070. [Zusätze und Ergänzungen] 19. Trocken, wie ein nürnberger Lebkuchen. – Wiener Jagdzeitung, 1858, S. 288b.
2906 Zeichen · 103 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    TROCKEN

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    TROCKEN s. TRUCKE.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trocken

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Trocken , -er, -ste, adj. & adv. welches überhaupt dem feucht und naß entgegen stehet, 1. Eigentlich, auf der Oberfläche…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    trocken

    Goethe-Wörterbuch

    trocken [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Trocken

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Trocken , vom Wein: vollständig vergoren, ohne rückständigen Zuckergehalt; vom Kopf und von den Beinen des Pferdes: trai…

  5. modern
    Dialekt
    trocken

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    trucke n , trocke n [trùkə allg. ] Adj. 1. trocken, ausgedörrt. Spw. Im e truckene n Jo h r verdirbt ke in Bur was man p…

  6. Sprichwörter
    Trocken

    Wander (Sprichwörter)

    Trocken 1. So trocken wie Sanct-Gallen (s.d.), so trocken wird der Sommer fallen. ( Luzern. ) 2. Trockener als trocken k…

  7. Spezial
    trocken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    tro|cken adj. 1 (ohne Feuchtigkeit) süt (süc, -a) 2 (regenfrei, dürr) süt (süc, -a) 3 (dürr) sëch (sëc, sëcia) 4 (von Sp…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trocken

223 Bildungen · 198 Erstglied · 24 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von trocken 2 Komponenten

troc+ken

trocken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

trocken‑ als Erstglied (30 von 198)

trockenfaul

SHW

trocken-faul Band 1, Spalte 1745-1746

Trockenhefe

SHW

Trocken-hefe Band 1, Spalte 1745-1746

Trockenmalz

SHW

Trocken-malz Band 1, Spalte 1745-1746

Trockenung

SHW

Trocken-ung Band 1, Spalte 1745-1746

Trockenästung

Meyers

trocken·aestung

Trockenästung , die Beseitigung abgestorbener, daher trockener Äste durch Abschneiden mit der Säge unmittelbar am Stamm zur Verhinderung des…

trockenamme

DWB

trocken·amme

trockenamme , f. , nd. drögamm Mensing 1, 871 , zu trocken C 1 c δ , eine amme, die nicht stillt, kinderwärterin im gegensatz zur säugamme: …

trockenanstalt

DWB

trocken·anstalt

-anstalt , f. : schlächtereien und trockenanstalten für fleisch v . Hesse - Wartegg zw. Anden u. Amazonas 2 300; trockenanstalten für die fi…

trockenbad

DWB

trocken·bad

-bad , n. , schwitzbad, vgl. trocken D 4: laconicum, hypocaustum, badstübken, truckenbad Orsäus nomencl. method. (1623) 246 . —

trockenbagger

DWB

trocken·bagger

-bagger , m. : je nachdem die zu bewältigenden erdmassen unter wasser oder über tage liegen, unterscheidet man naszbagger und trocken bagger…

trockenbar

DWB

trocken·bar

trockenbar , adj. , zum trocknen geeignet: das ... punische wachs der alten, dem beim gebrauch zur malerei noch gewisse harze und trockenbar…

trockenbeere

DWB

trocken·beere

-beere , f. , rosine: indem man dem most eines fasses mehrere bütten ausgelesener, schon zu einer fast teigartigen masse zerstampfter trocke…

trocken als Zweitglied (24 von 24)

betrocken

KöblerMnd

*betrocken , sw. V. nhd. betrügerisch gestalten im Pelzhandel Hw.: s. betrockinge E.: s. be, ?

Bültrocken

Adelung

buelt·rocken

Der Bültrocken , des -s, plur. car. eine Art Winterrocken in den Vierlanden bey Hamburg, welcher in Niedersachsen häufig zu Saatrocken gekau…

staubtrocken

DWB

staub·trocken

staubtrocken , adj. ' so trocken wie staub ' oder ' so trocken, dasz sich staub entwickeln kann ': auf staubtrockner landstrasze. im übertra…

strohtrocken

DWB

stroh·trocken

-trocken , adj. , trocken wie stroh; im anschlusz an stroh 3 c: unter sprödem, strohtrockenem unkraute Rosegger schr. (1895) III 4 , 415; de…

Ableitungen von trocken (1 von 1)

Trockene

Adelung

Die Trockene , plur. car. ein im Hochdeutschen nur selten gebräuchliches Abstractum des vorigen Wortes, für Trockenheit. Im Oberdeutschen au…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „trocken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/trocken/wander?formid=T00689
MLA
Cotta, Marcel. „trocken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/trocken/wander?formid=T00689. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „trocken". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/trocken/wander?formid=T00689.
BibTeX
@misc{lautwandel_trocken_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„trocken"},
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