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trocken

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
18 in 16 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
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70
Verweise raus
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

trocken Adj.

trocken Adj.

trocken Adj. ‘frei von Feuchtigkeit, dürr, sachlich, langweilig’, ahd. truckan (8. Jh.), mhd. trucken, asächs. drokno führen auf einen alten (mit nu-Suffix gebildeten) u-Stamm (germ. *druknu-, mit aus g verschärftem k vor n). Daneben stehen ablautend die ja-Stämme nd. dröge Adj., mnd. drȫge, mnl. drōghe, dröghe, nl. droog (germ. *draugja-) und mnd. drǖge, drȳge, mnl. drūghe, aengl. drȳge, engl. dry (germ. *drūgja-). Verwandt ist vielleicht anord. draugr ‘(Baum)stamm’, falls eigentlich ‘trockener Stamm’. Außergerm. Beziehungen gelten als ungesichert, so daß de Vries Nl. 139 Herkunft aus einer Substratsprache vermutet. Im Nhd. stehen bis ins 18. Jh. trucken und trocken nebeneinander; die sich durchsetzende o-Form entspricht md. westobd. Gebrauch. – trocknen Vb. ‘trocken machen, trocken werden’, hervorgegangen aus zwei ursprünglich verschiedenen Verben, und zwar aus intransitivem ahd. irtruckanēn (8. Jh.), mhd. truck(en)en ‘trocken werden’ und faktitivem transitivem ahd. truckanen (um 1000), mhd. trück(en)en ‘trocken machen’. Im Nhd. entsteht in Anlehnung an das Adjektiv sowohl intransitives wie transitives trucknen und trocknen, bis auch hier die o-Form allgemein wird. austrocknen Vb. ‘völlig trocken werden, völlig trocken machen’ (2. Hälfte 15. Jh.). vertrocknen Vb. ‘trocken werden, durch Trockenheit absterben’, mhd. vertruckenen, bis ins 19. Jh. gelegentlich auch transitiv.
1396 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    TROCKEN

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    TROCKEN s. TRUCKE.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trocken

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Trocken , -er, -ste, adj. & adv. welches überhaupt dem feucht und naß entgegen stehet, 1. Eigentlich, auf der Oberfläche…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    trocken

    Goethe-Wörterbuch

    trocken [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Trocken

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Trocken , vom Wein: vollständig vergoren, ohne rückständigen Zuckergehalt; vom Kopf und von den Beinen des Pferdes: trai…

  5. modern
    Dialekt
    trocken

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    trucke n , trocke n [trùkə allg. ] Adj. 1. trocken, ausgedörrt. Spw. Im e truckene n Jo h r verdirbt ke in Bur was man p…

  6. Sprichwörter
    Trocken

    Wander (Sprichwörter)

    Trocken 1. So trocken wie Sanct-Gallen (s.d.), so trocken wird der Sommer fallen. ( Luzern. ) 2. Trockener als trocken k…

  7. Spezial
    trocken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    tro|cken adj. 1 (ohne Feuchtigkeit) süt (süc, -a) 2 (regenfrei, dürr) süt (süc, -a) 3 (dürr) sëch (sëc, sëcia) 4 (von Sp…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trocken

223 Bildungen · 198 Erstglied · 24 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von trocken 2 Komponenten

troc+ken

trocken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

trocken‑ als Erstglied (30 von 198)

trockenfaul

SHW

trocken-faul Band 1, Spalte 1745-1746

Trockenhefe

SHW

Trocken-hefe Band 1, Spalte 1745-1746

Trockenmalz

SHW

Trocken-malz Band 1, Spalte 1745-1746

Trockenung

SHW

Trocken-ung Band 1, Spalte 1745-1746

Trockenästung

Meyers

trocken·aestung

Trockenästung , die Beseitigung abgestorbener, daher trockener Äste durch Abschneiden mit der Säge unmittelbar am Stamm zur Verhinderung des…

trockenamme

DWB

trocken·amme

trockenamme , f. , nd. drögamm Mensing 1, 871 , zu trocken C 1 c δ , eine amme, die nicht stillt, kinderwärterin im gegensatz zur säugamme: …

trockenanstalt

DWB

trocken·anstalt

-anstalt , f. : schlächtereien und trockenanstalten für fleisch v . Hesse - Wartegg zw. Anden u. Amazonas 2 300; trockenanstalten für die fi…

trockenbad

DWB

trocken·bad

-bad , n. , schwitzbad, vgl. trocken D 4: laconicum, hypocaustum, badstübken, truckenbad Orsäus nomencl. method. (1623) 246 . —

trockenbagger

DWB

trocken·bagger

-bagger , m. : je nachdem die zu bewältigenden erdmassen unter wasser oder über tage liegen, unterscheidet man naszbagger und trocken bagger…

trockenbar

DWB

trocken·bar

trockenbar , adj. , zum trocknen geeignet: das ... punische wachs der alten, dem beim gebrauch zur malerei noch gewisse harze und trockenbar…

trockenbeere

DWB

trocken·beere

-beere , f. , rosine: indem man dem most eines fasses mehrere bütten ausgelesener, schon zu einer fast teigartigen masse zerstampfter trocke…

trocken als Zweitglied (24 von 24)

betrocken

KöblerMnd

*betrocken , sw. V. nhd. betrügerisch gestalten im Pelzhandel Hw.: s. betrockinge E.: s. be, ?

Bültrocken

Adelung

buelt·rocken

Der Bültrocken , des -s, plur. car. eine Art Winterrocken in den Vierlanden bey Hamburg, welcher in Niedersachsen häufig zu Saatrocken gekau…

staubtrocken

DWB

staub·trocken

staubtrocken , adj. ' so trocken wie staub ' oder ' so trocken, dasz sich staub entwickeln kann ': auf staubtrockner landstrasze. im übertra…

strohtrocken

DWB

stroh·trocken

-trocken , adj. , trocken wie stroh; im anschlusz an stroh 3 c: unter sprödem, strohtrockenem unkraute Rosegger schr. (1895) III 4 , 415; de…

Ableitungen von trocken (1 von 1)

Trockene

Adelung

Die Trockene , plur. car. ein im Hochdeutschen nur selten gebräuchliches Abstractum des vorigen Wortes, für Trockenheit. Im Oberdeutschen au…