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schöpfen

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
9 in 9 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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32
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70

Eintrag · Pfälzisches Wb.

schöpfen schw.

Bd. 5, Sp. 1409
schöpfen schw.: 1. '(von einer Flüssigkeit) mit einem Gefäß entnehmen', scheppe [verbr., PfId. 122 Christmann Kaulb 8, 61 Mang 87, 106 Müller Dietschw 64 Schneckenburger 19 Höh 81, Lambert Penns 132 Krämer Gal 192, 257]; Zs.: ab-, auf-, aus-, ein-, heraus-, leerschöpfen. Höfliche Aufforderung: Schepp der norre! 'Nimm dir (von der Speise)!' [HB-Brenschb, verbr.]. Schepp der sou veel, daß' witt [GH-Knitth]. RA.: aus em Volle sch. [NW-Hardbg]. Er scheppt immer mi'm große Leffel 'Er prahlt' [BZ-Nd'ottb, LU-Böhl BZ-Dierb]. Die Sunn scheppt Wasser 'läßt das Wasser (nach dem Regen) verdunsten' [LA-Birkw, mancherorts VPf]. Er hat mit de Sauboll gescheppt 'beim Schimpfen grobe, unpassende Worte gebraucht' [KL-Gimsb]. SprW.: Mit de Zeit scheppt sich de diefschde Brunne leer [Bergz (Kamm 88)]. Jeder Brunne scheppt sich alsemol leer [GH-Schwegh]. WR.: Die Wolke gehe an de Rhoiⁿ Wasser sch. (bei Westwind, der Regen bringt) [NW-Ellstdt]. Winzerregel: Verfriere die Trauwe (die Wingert) in de Woll, kammer de Wein scheppe mit de Boll (Fröste schaden nicht, solange die Triebe wenig entwickelt sind) [RO-Odh, Rehbn KU-Lohnw Hundh Neustdt]. — 2. 'atmen', bes. '(nach einer Anstrengung) lebhaft atmen' [RO-Callb, mancherorts WPf NPf]; Syn. s. schnaufen 1 a; Ochdem (Luft) sch. [RO-Dielkch, verbr.]; no Luft sch. [RO-Odh]. Er scheppt 'ringt nach Luft', von einem Kranken [KU-Kaulb]. Er scheppt wie e Fisch im Wasser [RO-Als]. So lang ich Odem scheppe kann, so lang du ich dich liewe [KL-Landstl (Firmenich III 247)]. — 3. 'ausgiebig trinken' [mancherorts]; enner scheppe [Otterstetter 203, ZW-Bottb Ernstw]; vgl. schöpfeln; Syn. s. trinken 1 a. Er hot g'scheppt [LA-Wollmh]. — 4. 'verhauen'; eem enni (e paar) sch. [IB-Bliesmg/Bolch Eschring RO-Münchw Kaislt]; Zs.: herabschöpfen; Syn. s. verhauen 1. Frieher hett ich 'em ab un zu misse änni schebbe [Damm Dreifaltichkäät 43]. — Südhess. V 713/14; Rhein. VII 1046/47; Lothr. 439; Els. II 424.
1977 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schöpfen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Schöpfen , verb. reg. welches der Form nach ein Intensivum von schaffen und schieben ist, seinem Wesen und Ursprunge nac…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schöpfen

    Goethe-Wörterbuch

    schöpfen Zusammenschr ‘frischgeschöpft’ B36,14,6 1 mit einem Gefäß, der hohlen Hand oä Flüssigkeiten od Schüttgut aus ei…

  3. modern
    Dialekt
    schöpfenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    schöpfen schw. : 1. '(von einer Flüssigkeit) mit einem Gefäß entnehmen', scheppe [verbr., PfId. 122 Christmann Kaulb 8, …

  4. Sprichwörter
    Schöpfen

    Wander (Sprichwörter)

    Schöpfen 1. Er schöpft für sich mit dem Eimer, für andere mit dem Fingerhut. Böhm. : Každý sobĕ žbánem a jinému střípkem…

  5. Spezial
    schöpfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    schöp|fen vb.tr. 1 ciarié fora, tó fora 2 ‹fig› (herausnehmen, entnehmen) tó fora. ▬ Wasser aus dem Brunnen schöpfen cia…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schoepfen

10 Bildungen · 1 Erstglied · 5 Zweitglied · 4 Ableitungen

schoepfen‑ als Erstglied (1 von 1)

schoepfen als Zweitglied (5 von 5)

abschöpfen

DWB

abschöpfen , hauriendo detrahere, herunter schöpfen: den rahm oben von der milch abschöpfen, das fett von der brühe, den schaum vom zucker a…

aufschöpfen

DWB

auf·schoepfen

aufschöpfen , sursum haurire: wasser aus dem brunnen aufschöpfen; bei tische, suppe aufschöpfen, aus der schüssel auf die teller geben.

ausschöpfen

DWB

aus·schoepfen

ausschöpfen , exhaurire, nnl. uitscheppen: er wölle den Jordan mit seinem munde ausschepfen. Hiob 40, 18 ; und meint den abgrund göttlicher …

einschöpfen

DWB

ein·schoepfen

einschöpfen , haurire in vasculum etc.: wasser einschöpfen; mit dem löffel punsch einschöpfen; luft einschöpfen, gewöhnlich schöpfen.

erschöpfen

DWB

erschöpfen , was erschepfen, in der später durchgedrungnen schreibung, die sich aber bereits bei Frisius und Maaler findet. 1 1) zuweilen no…

Ableitungen von schoepfen (4 von 4)

beschöpfen

FWB

1. ›etw. schaffen, jn. erschaffen (im Sinne der Schöpfungstat Gottes); etw. bilden, formen‹.; 2. ›etw. stiften, einsetzen, einrichten‹.; 3. …

entschöpfen

DWB

entschöpfen , 1 1) in der älteren sprache deformare, verunstalten, wie schöpfen formare, bilden, gestalten. Dasypodius 78 c ; entschöpft def…

erschöpfen

DWB

erschöpfen , was erschepfen, in der später durchgedrungnen schreibung, die sich aber bereits bei Frisius und Maaler findet. 1 1) zuweilen no…

verschöpfen

DWB

verschöpfen , verb. falsch schöpfen, unrechtes oder in ein unrechtes gefäsz schöpfen; sich verschöpfen, sich beim schöpfen versehen Campe ; …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schoepfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schoepfen/pfwb?formid=S05045
MLA
Cotta, Marcel. „schoepfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schoepfen/pfwb?formid=S05045. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schoepfen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schoepfen/pfwb?formid=S05045.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„schoepfen"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-12},
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