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Schnecke

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PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Schnecke f. m.

Bd. 5, Sp. 1270
Schnecke f., Schneck m.: 1. allg. Bezeichnung für verschiedene Arten der Weichtierklasse Gastropoda, häufiger Schädling in Feld und Garten, auch im Tabakbau, Schneck (šnęg, šneg) [verbr. (außer Westrand) Heeger Tiere II 14 Karch Gimmdg/Muttstdt 235 Müller Dietschw 66, Lambert Penns 137 Krämer Gal 190 Buch-Onufry], Schnack (šnag) [PS-Busbg Erfw Schindhd], Schleck (šlęg) [KU-Adb, verbr. Westrand der Pf, teilweise existiert um 1928 daneben neueres Schnecke, Glass 103 Heeger Tiere II 14 PfId. 124 Schandein Sprachsch. 59 Walle 35], Schlack (šlag) [RO-Rehborn]; Pl. Schnecke (šnęgə, šnegə) [verbr., Karch Gimmdg/ Muttstdt 110, Krämer Gal 190], Schlecke (šlęgə) [verbr. wie Sg.], Schlacke (šlagə) [RO-Rehborn]; Dim. Sg. Schneckche [WPf NOPf], Schneckelche [KU-Diedk Pirmas KB-Kriegsf LU-Alsh/Gr Limbghf Opp NW-Elmst], Schneck(e)l [SOPf mittl. VPf], Schleckche [KU-Bedb, vereinzelt Westrand]; Dim. Pl. Schneckcheʳ [mancherorts WPf NOPf], Schneckelcheʳ [KU-Bedb LU-Alsh/Gr Opp, Don-Schowe Torscha], Schnecklich [LA-Mörzh Wollmh Land BZ-Dierb], Schneckle [mancherorts SPf östl. VPf]; Gen. f.: die Schneck vorherrschend, Gen. m.: der Schneck gemeldet aus [KU-A'glan], der Schleck [IB-Alschb (Dimel 158)]; vgl. Buttigel; Zs.: Acker-, Bruch-, Deckel-, Garten-, Häusel-, Keller-, Kupfer-, Nacht-, Nackt-, Salat- 1, Wasser-, Weg-, Weinbergs-, Welschkornschnecke, -schlecke; die grooe [KU-Bedb LA-Gommh], schwarze [KU-Bedb], role (rote) [KU-Bedb, LU-Friesh Lu'haf], weiße [KB-Kriegsf] Schnecke; e gäli (gelbe) [PS-Gersb], e groß [LU-Friesh Lu'haf], e klän (klänni) Sch. [KU-Bedb, PS-Erfw LU-Friesh]; e klaⁿ Schneckche [KB-Kriegsf]. Es gibt rore Schnecke [KB-Kriegsf], Schnecke mit Haus [KU-Bedb], Schnecke ohne Haus [KU-Bedb], nackde Schnecke [KB-Kriegsf]. Die Sch. isch gekroche [PS-Erfw]. Die Schlecke oun die Werm fresse em Herbscht de Soome (Samen) [WD-Niedkch]. Aus eenre Mick do kannscht keen Drache, / un aus re Schneck keen Windhund mache [Wilms Land und Lewe 68]. Do beschde platt, saat die ä Sch. zu de anner, do war die Dampwalz driwwergefahr [Thielen So rerre mer 109]. Ich ... hab Drache gebaschdelt un Schnecke dressiert [Wilms Land und Lewe 37]. Mei Weib is lahm so wie e Schneek, / ich muß sei Naupe 'Launen, Gelüste' stille [Hockl 22]. Meeschter, ich verschreck, / Denk ich an so e Schneck! [Ranssweiler 34]. Du ziehsch dich zamme wie e Schneck [Damm Nachtdischlamp 55]. Mittel gegen Schnecken: Mer sät Kalk [WD-Niedkch, KU-Diedk], Dinger (Dünger) [KB-Kriegsf]; man spricht unter Nennung der drei heiligen Namen folgenden Spruch: »Da du' ich meinen Samen hinschmeißen, / Daß mir die grauen, die schwarzen und die weißen - / Den Samen nicht abbeißen!« [Schandein Bav. IV,2 380]. RA.: Er (ist) so langsam [NW-Kallstdt], geht [LA-Wollmh GH-Zeisk], krawwelt [LU-Alsh/Gr NW-Elmst Kallstdt], kriecht [KB-Mauchh], laaft [RO-Sippf], laaft do erum [FR-Bockh], macht so langsam [NW-Freinsh] wie e Sch., von trägen, langsamen Menschen. Wer se spät kemmt, hot die Sch. 'm Arsch [WD-Niedkch]. Der isch geloffe wie e Sch. iwwer e Brachfeld 'Er ist geschlichen' [LA-Gommh]. Der schleicht wie e Sch. iwwer's Stoppelfeld [Buch-St. Onufry]. Das geht hei widder wie die Schnecke 'Es geht heute schleppend voran' [ZW-Battw]. Der is so nedig wie die Schnecke im Korn 'Er ist völlig überflüssig' [Umg. von Pirmas]. 's esch e Kält, daß die Schnecke belle [BZ-Albw]. Er ißt fer e Sch. 'Er ißt wenig' [GH-Erlb]. Umschreibungen für Müßiggang, Zeittotschlagen, langsames Gehen, träges, sinnloses Tun, auch als Antwort auf die Frage: »Was schaffscht?« oder »Was treibst du?«: Schnecke über die Brooch treiwe 'Ich faulenze' [PS-Geisbg LU-Böhl NW-Kallstdt]; Schnecke, die laafe nit schnell! [LU-Opp]; Schnecke treiwe [KB-Bubh FR-Saush LU-Böhl Friesh NW-Frankeck GH-Schwegh, Schandein Bav. IV,2 374]; Schnecke treiwe, die laafen net weit [Land]. Ich treib Schnecke [LA-Gommh]. Schnecke noch Bitsch (vgl. Bitsch1) treiwe [Pirmas]; Schnecke de Berg enuf treiwe [KU-Kaulb], iwwer d' Brooch treiwe [BZ-Dierb, mancherorts], iwwers (iwichs, iwwern) Bruuch treiwe [KU-Bedb PS-Erfw Pirmas NW-Kallstdt]; Schnecke uf die Schwänz schlae [Pirmas]. Zu einem, der nicht weiß, wie er die Zeit totschlagen soll, sagt man: Treib Schnecke noch Metz! [Pirmas]. Der treibt Schnecke 'Er arbeitet wenig und langsam' [LA-Gommh Nd'hochstdt]. Du bist so dumm for die Schnecke über die Bruche so treiwe [KL-Bann]. Du scheinst Schnecke se treiwe [NW-Frankeck]. Er treibt die Schlecke iwer die Brooch 'Er ist ein Müßiggänger' [WD-Niedkch]. Der es se faul for die Schlecke iwer die Brooch se treiwe [WD-Niedkch]. Ehr gihn jo so langsam, mer ment, ehr dere (ihr tätet) Schnecke treiwe! [RO-Als]. BR.: Wann sich die Schlecke zwämol heire (häuten), gehn se kabutt [WD-Niedkch]. Gibt's viel Schnecke, derf mer nor dran lecke 'In einem schneckenreichen (= regenreichen) Jahr reicht die Ernte nicht zum Sattessen' [FR-Albsh]. Gibt's veel Käwer, trinkt mer de Woi aus Häwe, gibt's veel Schnecke, muß mer'n z'sammelecke, dass. [NW-Dürkh]. Es der Mai naß, gett's veel Schlecke on em Herbscht e schlecht Soot (Saat) [WD-Niedkch]. WR.: Zeigen sich viele Schnecken und Regenwürmer, so rechnet man auf Regen [KU-Hinzw]. Regen gibt es, wenn die Schnecken auf den Wegen kriechen [KU-Bedb]. Wann die Schnecke Dreck uffem Ricke hat, gebt's Reeⁿ [ZW-Käshf]. Die Schnecke hawe Schwänz 'kleine, anhaftende Dreckklümpchen', 's gebt Reje [ZW-L'wied]. Volksmed.: »Warzen reibt man mit einer großen Schnecke, steckt diese an ein Hölzchen und legt es auf eine nicht leicht zugängliche Mauer; mit dem Verfaulen der Schnecke verschwinden die Warzen« [Schandein Bav. IV,2 405]. Einreiben mit Schneckensaft [KU-Quirnb] oder einer braunen (gelben, schwarzen, roten) Schnecke [KU-Bedb LA-Gleisw GH-Kand] gilt als gutes Mittel gegen Warzen. Wirksamer ist es noch, wenn man die Schnecke nach Gebrauch wegwirft [SP-Heiligst] oder verdorren läßt, indem man sie auf einen Zaunpfahl oder Dorn spießt oder an ein Stöcklein gesteckt auf eine Mauer legt. Wie die Sch. verdorrt, so dorren die Warzen ab [Heeger Vhk. 118, Rockhs KB-Mauchh Kriegsf]. Warze kammer weg mache, wemmer e gäli Schneck druff bind [PS-Gersb]. So wie der Schleck verdorrt am Dorn, so soll die Warz verdorre uff der Hand, spricht die Mutter, die eine rote Schnecke auf einen Dorn aufgespießt hat, zu ihrer Tochter [Dimel 158]. Sch. werden immer noch als Heilmittel gegen Warzen eingesetzt (um 1931), die Warzen werden unter Anrufen der höchsten Namen damit eingerieben [LU-Opp]. Merrer schwarz Schleck fährt mer an der Warz dreimol eronner oun rieft die drei hechste Name an [WD-Niedkch]. Der Saft von Schnecken (getrunken) als Mittel gegen die Schwindsucht [Dimel 157]. 16. Jh.: »Von mancherley Schnecken wird ein gut Wasser destiliert, für die Schwindsucht und Abnehmen... Außerhalb des Leibes braucht man es für die Wartzen und Kräenaugen« [Heeger Vhk. 15]. Wozu die schwarzen Schnecken nützen. Sie vertreiben das Schwinden und die Warzen an den Händen und Füßen, die Hüneraugen an den Füßen, sie heilen die Brüche und alle Schäden. Tue Schnecken alle zusammen in einen Topf, wirf viel Salz daran und grab es neun Tage in die Erde, darnach destilliere es in einem Glas in der Sonne [FR-Gr'niedh (Heeger Vhk. 15)]. AR.: Schneck, Schneck schnore / krawwel in die Ohre / krawwel wirrer raus / du bischt draus! [KB-Stett]; s. schnore. KR.: Schneck, Schneck, Schneck, streck deiⁿ vier Ohre raus! [LU-Böhl, PS-Erfw]. Sch., Sch., schnore, weis m'r dei vier Ohre!, beim Betrachten eines Schneckenhäuschens [NW-Freinsh, RO-Dielkch NW-Kallstdt]. Sch., Sch., streck die Ohre weg! [PS-W'fischb]. Sch., Sch. streck die Hörner aus, sonscht schmeiß ich dich iwwers Bäckerhaus! [ZW-Battw]. Sch. im Haus, kumm eraus, streck ma dei vier Härner (Hörner) raus [Land]. Sch., Sch. streck dei Ohre raus, orrer ich schmeiß dich über drei Haiser naus [LA-Nd'hochstdt, LU-Opp]. Sch., Sch., du dei vier Ohre raus, sunscht kummen die Russe un lachen dich aus [LA-Gommh]. Sch., Sch., schnore, streck die lange Ohre. Wenn de se nit streckscht, schmeiß ich dich ins Eck! [LU-Opp]. Sch., Sch., schnore, zeig mer deiⁿ vier Ohre! Zeisch de mer se net, trel ich (trete ich) dich in de Dreck [KU-Bedb]. Sch., Sch., schnore, zeig mer deiⁿ lange Ohre! Odder schmeiß ich dich in de Bach, / daß der Leib unn Seele kracht! [LU-Opp]. Var.: ...wann du sie net zeigscht, fliegschte in de Bach, / daß der's Herz im Leib verkracht, oder in de Grawe, fresse dich die Rawe [LU-Opp]. Sch., Sch. schnore, weis mer dei vier Ohre, sunscht schla ich dich kopore (kaputt) [KB-Kriegsf]. Var.: ...weis mer dei vier Ohre! Streckschde se net glei eraus - Werf ich dich zum Haus enaus! [Schandein Bav. IV,2 352]. Weitere Var.: ...weis mer mol dei Ohre, wann de mer se net weischt, mach ich dich kapores [KB-Kriegsf]. Schnecke, Schnecke, hiere, / Weis mer deine Viere, / Wann d' mer se nit zeigst, / Schmeiß ich dich weder e' Felsestück, / Daß du nimmi knackere kannst [Heeger Tiere II 23]; s. Müllerzwicken, schniere. VR.: Die vierunzwanzich Schneider, die finne mol en Schneck. / En jeder hot sich gferricht, en jeder halt sich weg. / Dann schtreckt die Schneck die Haerner, so wie e gleeni Kuh. / Nau schpringe, Schneider, schpringe! / Sie will eich ebbes duh! [Penns (UHeim. 1935/1936 232)]. Kniereiterreim: Hoppa, hoppa, Reiter, / wenn er fällt, dann schreit er. / Fällt er in den Graben / fressen ihn die Raben, / fällt er in die Hecken, / fressen ihn die Schnecken. / Fällt er in den Sumpf, / macht der Reiter plumps! [verbr., Gal-Dornf]. a. 1595: weil vorgedachter Enderes seiner Ehefrau, Margareta genannt, vor ungefähr sechs Jahren Quecksilber und dann jetzt eine Wasser-Ederex (Eidechse), ein roter Schneck und eine horechte (haarige) Raupp, zerstoßen untereinander gemacht und in Suppen gethan und sich also unterstanden ihr das Leben dadurch abzudringen, welches aber durch den Willen Gottes nit hat geschehen mögen [FR-Lambsh (JKurpf. 1934 63)]. — 2.a. 'Haarfrisur der Mädchen, bei der geflochtene Zöpfe schneckenartig jeweils über dem Ohr befestigt werden' [mancherorts ges. Pf], seltener, und auch nur von älteren Frauen, wird die Sch. am Hinterkopf getragen [Kaislt LA-Herxh]; vgl. Trudelnest, Haarnest, Haarzwiebel, Nest 2bα, Ohrennest; Zs.: Haarschnecke, Ohrenschnecken; henne e Sch. 'Haarschnecke am Hinterkopf' [LA-Herxh]; Schnecke uff de Ohre [KU-W'mohr ZW-Gr'bundb]. Das Mädche hat Schnecke an de Ohre [LA-Ilbh]. Die hot große Schnecke! [LU-Alsh/Gr]. Die hot ehr Hoor zu Schnecke gemacht [LA-Gommh]. Vk.: Am Tag vor Fronleichnam trugen die Mädchen besonders häufig diese Schneckenzöpfe [LU-Oggh], die mit Zuckerwasser (zur Festigung) beträufelt waren [Kaislt]. Kämmte man am nächsten Tag die Zöpfe aus, dann waren die Haare zu schönen Locken gewellt. — b. 'Locke in Schnek- kenform' [NW-Kallstdt], Pl. Schneckelcheʳ [Don-Schowe Torscha]; vgl. Nest 2bγ. — 3. 'gewundene Hörner des Schafes' [ZW-Battw]. — 4. 'schneckenartig gewundenes Gebäck' [KL-Mackb]; Zs.: Apfelschnecke, Schneckennudel, Zuckerschnecke. — 5. technisch. a. 'gewundener Bügel unter der Wagendeichsel, in dem die Waage hängt' [KL-Hütschhs Klein Wag. 105]. — b. 'Führungseisen für die Leine am Vorderpflug' [ZW-Battw]; vgl. Galgen 2 e, Galgenohren, Sauschwanz 2 a, Schnekkenhaken; Zs.: Lein(en)schnecke. — c. 'Schneckengetriebe in einer Getreidefegemühle (Putzmühle)' [KB-Bennhs]; Syn. s. Nuß 2aα. — 6. in der Architektur 'steinerne Wendeltreppe, steinerner Treppenturm'. a. 1538: ... daß wir den dhurn sampt dem staynin Schnecken daran...mit allem darin vnnd vff denselben Thurn vnnd schnecken erpauen [StArch. Speyer Kriegs- und Militärwesen Fasz. 636]. a. 1552/1557: Ein schnecken oder dhurn zu seinem hofe gelegen [LeinSb. Bl. 26]. a. 1572/73: 4 albus debolt Fuchs ... von eim schnecken oder Thurm [SSp Leininger Zinsbuch 10e (NW-Dürkh)]. a. 1608: Anno 1608 Jahr, / Da der Schnecken gebaut war, / Anastasi Fertel Schuldheis ist, / Stoffel Schreiber und Joerg Fenerich / als Dorfmeister zu dieser Frist [Hausinschrift in LA-Wey (Zink Vk. 23)]. a. 1621: 14 fl. ... dem steinmetzen ..., welcher uff dem Closter ... ein gang neben dem schneckhen was zu dem grossen Radtbronnen ... mit alten steinern platten belegt [WerschwSchR Bl. 179]. a. 1657: haben die Kirchengeschworne den Schnecken an der Kirchen niederlegen vnd wieder aufs newe bawen vnd aufrichten lassen [LA-Rhodt (Kirchenbuch ev. Pfarrarchiv)]. — 7.a. 'das Geschlechtsorgan der Frau' [KB-Kriegsf LU-Opp NW-Freinsh Kallstdt, Don-Schowe]; vgl. Schneckenwasser; Syn. s. Bunz. — b. 'ein Mädchen ohne Schambehaarung'; e blott Sch. [KB-Kriegsf]. — c. 'Geschlechtsteil der Kuh' [RO-Ebbg NW-Leistdt]; Syn. s. Schluß 1 a. — 8. Kosewort für ein Mädchen; du liewi Schneck! [Pirmas]. — 9. Neckname für die Bewohner von LA-Burrw, Schnecke [LA-Burrw Flemling Frankw]; KU-Eßw, Schneckelcher [Seebach Neckn. 73]; BZ-Schweig, Schwäächner Schnecke [Bergz (Kamm 126)]; BZ-Silz, Silzer Schnecke [BZ-Gossw Münchw Silz Stein W'rohrb, Seebach Neckn. 73]; BZ-Wind [Seebach Neckn. 73]. — 10. 'Schleimpfropf im Hals, Auswurf' [LA-Venn]. — 11. vgl. Dachschnecke, Heuschnecke, Salatschnecke 2. — Rhein. VII 1575 ff.; Lothr. 448 Schleck I; Els. II 497/98 Schneck m., Schnecke f.; Hess.-Nass. III 340/41 Schnecke, 346 ff. Schnegel; DWb. IX 1213 ff.; Frankf. V 2778/79 Schnecke f., 2782/83 Schnegel m.
13504 Zeichen · 290 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnêcke

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Schnêcke , plur. die -n, Diminut. das Schneckchen, Oberd. Schnecklein, ein Nahme, welcher einer doppelten Art Würmer…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schnecke

    Goethe-Wörterbuch

    Schnecke einmal Kleinschr 1 sich auf selbst abgesonderter Schleimspur langsam fortbewegendes Weichtier mit länglichem, a…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schnecke

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schnecke , Triebschraube (s. Schraube ); auch ein Bestandteil der Spindeluhr. Ein Teil des ionischen Kapitells (s. Volut…

  4. modern
    Dialekt
    Schneckef. m.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Schnecke f. , Schneck m. : 1. allg. Bezeichnung für verschiedene Arten der Weichtierklasse Gastropoda, häufiger Schädlin…

  5. Sprichwörter
    Schnecke

    Wander (Sprichwörter)

    Schnecke 1. Besser e Schnegg im Krût as gar kei Speck. (S. Laus 3 u. 4.) ( Solothurn. ) – Schweiz, II, 72, 7. 2. D' Leug…

  6. Spezial
    Schnecke

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schne|cke f. (-,-n) 1 ‹zool› sgnech (-ec) m. 2 (Schneckenhaus) sgnecora (-res) f. , ciasa dl sgnech f. 3 (Spirale) spira…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnecke

249 Bildungen · 217 Erstglied · 32 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schnecke

schneckeln + -e

schnecke leitet sich vom Lemma schneckeln ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von schnecke 2 Komponenten

sch+necke

schnecke setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnecke‑ als Erstglied (30 von 217)

Schneckebescht

LothWB

Schneckebescht [snègəbešd Ri. Ha. ] Ortsname Schneckenbusch ( Kr. Saarburg).

schneckellen

ElsWB

schneckelle n nur in der Wendung ‘Hasch welle schneckelle!’ fehlgeschossen Mü. Mat. 4, 48; 5, 53. Ob hierzu? ‘schnêkle’, durch anzügliche Re…

schneckeln

DWB

sch·n·eckeln

schneckeln , verb. oberd., dim. zum verbum schnecken, langsam wie eine schnecke kriechen, dahin schleichen. Schm. 2, 567 ; mundartlich im ba…

schnecke als Zweitglied (30 von 32)

Ackerschnêcke

Adelung

acker·schnecke

Die Ackerschnêcke , plur. die -n, diejenigen Erdschnecken oder nackten Schnecke, welche sich auf den Äckern aufhalten, und von den Feld- Gra…

Augenschnêcke

Adelung

augen·schnecke

Die Augenschnêcke , plur. die -n, gewundene Schnecken, welche mit augenförmigen Flecken versehen sind.

Bohrschnècke

Adelung

bohr·schnecke

Die Bohrschnècke , plur. die -n, ein Nahme, welchen man zuweilen auch den Schraubhörnern oder Turbiniten beyzulegen pfleget, wegen ihrer gew…

gartenschnecke

DWB

garten·schnecke

gartenschnecke , f. 1) helix nemoralis, waldschnecke, baumschnecke. Nemnich. 2 ) limax, die schnecke ohne haus, wegeschnecke. Adelung : auch…

Grasschnêcke

Adelung

gras·schnecke

Die Grasschnêcke , plur. die -n, die graue nackte Erdschnecke, welche auch Wiesenschnecke genannt wird.

iltenschnecke

DWB

iltenschnecke , f. voluta, eine gattung schnecken, auch rollenschnecke, walzenschnecke. Nemnich 4, 1575 .

kegelschnecke

DWB

kegel·schnecke

kegelschnecke , f. eine art schnecken in kegelform, voluta, auch wellenschnecke, tutenschnecke, tute, auch kegel schlechthin.

Kreiselschnêcke

Adelung

kreisel·schnecke

Die Kreiselschnêcke , plur. die -n, eine Art gewundener einfächeriger Schnecken, welche fast dreyeckig ist, übrigens aber einem Kreisel glei…

meerschnecke

DWB

meer·schnecke

meerschnecke , f. im meere lebende schnecke; in der ältern sprache als masc. ( vergl. schnecke): testudo mersnek. voc. opt. 40, 58; torpedo …

Posaunenschnêcke

Adelung

posaunen·schnecke

Die Posaunenschnêcke , plur. die -n, eine Art gewundener einfächeriger Schnecken, mit mehreren Gewinden, wovon das erste sehr weit und dickb…

purpurschnecke

DWB

purpur·schnecke

purpurschnecke , f. was purpur 1, purpurmuschel, die schneckenarten purpura und murex, mit färbendem safte Forer Gesners fischbuch 144 ff. N…

schwimmschnecke

DWB

schwimmschnecke , f. schwimmende schnecke; bezeichnung einer bestimmten art, auch fischmaul Adelung, halbemondschnecke, nerita Nemnich, im e…

stachelschnecke

DWB

stachel·schnecke

stachelschnecke , f. eine zahl- und artenreiche gattung schnecken, deren schale in die höhe gewunden, rauh und uneben ist, auch felsenschnec…

Straubschnêcke

Adelung

straub·schnecke

Die Straubschnêcke , plur. die -n, eine Art gewundener einfächeriger Schnecken, deren Schale sich auf der Seite erweitert; Strombus Linn. Gl…

walzenschnecke

DWB

walzen·schnecke

walzenschnecke , f. die rollenschnecke, voluta, eine meerschnecke mit walzenförmig gewundener schale. Nemnich 4, 1575 . Oken 5 (1835) , 454.…

Wasserschnècke

Adelung

wasser·schnecke

Die Wasserschnècke , plur. die -n. 1. Eine Art Schnecken mit zwey Hörnern, welche sich in dem Wasser aufhalten, zum Unterschiede von den Lan…

Wēgeschnêcke

Adelung

wege·schnecke

Die Wēgeschnêcke , plur. die -n, eine Art nackter Schnecken ohne Haus, welche sich häufig in den Wegen finden lassen, Limax Linn.

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APA
Cotta, M. (2026). „schnecke". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schnecke/pfwb?formid=S04386
MLA
Cotta, Marcel. „schnecke". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schnecke/pfwb?formid=S04386. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schnecke". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schnecke/pfwb?formid=S04386.
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