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Schnêcke

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Schnêcke

Bd. 3, Sp. 1591
Die Schnêcke, plur. die -n, Diminut. das Schneckchen, Oberd. Schnecklein, ein Nahme, welcher einer doppelten Art Würmer beygelegt wird. 1. Einem nackten Wurme mit Gliedmaßen und vier Fühlspitzen über dem Maule, welcher von schwarzer, braunrother oder braungelber Farbe ist, und sich nach einem Regen in den Gärten und auf den Wegen sehen läßt, wo er sich vornehmlich durch seinen trägen schleichenden Gang auszeichnet; Limax L. Wegeschnecke. 2. Ein gewundenes einschaliges Schalthier mit sichtbaren Windungen. 1) Eigentlich; Cochlea L. Da es wieder Gartenschnecken, Erdschnecken, Flußschnecken, Meerschnecken u. s. f. gibt. 2) Figürlich bekommen verschiedene Dinge, welche mit ähnlichen Windungen, wie das Haus einer Schnecke,[] versehen sind, diesen Nahmen. So ist die Schnecke in der Baukunst ein Zierath, welcher aus lauter Viertelkreisen zusammen gesetzt ist, und auch ein Snörkel genannt wird, S. dieses Wort. Eine Schnecken- oder Wendeltreppe heißt oft die Schnecke schlechthin, in welchem Verstande es schon im Theuerdanke vorkommt. Die Schnecke war fünf Ellen weit, Ezech. 41, 11. Die Archimedische Wasserschraube, deren Röhre in einem Schraubengange um eine Achse geführet ist, wird eine Schnecke genannt, welchen Nahmen auch ein großer Hohlbohrer bekommt, die Pumpenröhren damit auszubohren. In der Anatomie wird so wohl die äußere Höhle des Ohres, als auch die innere hinter der Trommelhöhle, die Schnecke genannt, beyde wegen ihrer gewundenen Gänge. Im Latein. heißt die erste Concha, und die andere Cochlea. Anm. Im Nieders. Snigge, im Angels. Snaegl, im Engl. Snail, im Schwed. Snäcka. Es ist wohl kein Zweifel, daß es mit dem im Hochdeutschen veralteten schnecken, kriechen, schleichen, Angels. snican, Engl. to sneak, abstammet, weil beyde unter diesem Nahmen bekannte sonst so verschiedene Thiere einen überaus trägen Gang haben. Im Holländ. heißt daher eine Schnecke Slecke, von sliken, schleichen. S. auch 1 Schnake, Schlange. Im Oberdeutschen ist dieses Wort männlichen Geschlechts, der Schneck, des -en, plur. die -en.
2038 Zeichen · 39 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnêcke

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Schnêcke , plur. die -n, Diminut. das Schneckchen, Oberd. Schnecklein, ein Nahme, welcher einer doppelten Art Würmer…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schnecke

    Goethe-Wörterbuch

    Schnecke einmal Kleinschr 1 sich auf selbst abgesonderter Schleimspur langsam fortbewegendes Weichtier mit länglichem, a…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schnecke

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schnecke , Triebschraube (s. Schraube ); auch ein Bestandteil der Spindeluhr. Ein Teil des ionischen Kapitells (s. Volut…

  4. modern
    Dialekt
    Schneckef. m.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Schnecke f. , Schneck m. : 1. allg. Bezeichnung für verschiedene Arten der Weichtierklasse Gastropoda, häufiger Schädlin…

  5. Sprichwörter
    Schnecke

    Wander (Sprichwörter)

    Schnecke 1. Besser e Schnegg im Krût as gar kei Speck. (S. Laus 3 u. 4.) ( Solothurn. ) – Schweiz, II, 72, 7. 2. D' Leug…

  6. Spezial
    Schnecke

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schne|cke f. (-,-n) 1 ‹zool› sgnech (-ec) m. 2 (Schneckenhaus) sgnecora (-res) f. , ciasa dl sgnech f. 3 (Spirale) spira…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnecke

249 Bildungen · 217 Erstglied · 32 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schnecke

schneckeln + -e

schnecke leitet sich vom Lemma schneckeln ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von schnecke 2 Komponenten

sch+necke

schnecke setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnecke‑ als Erstglied (30 von 217)

Schneckebescht

LothWB

Schneckebescht [snègəbešd Ri. Ha. ] Ortsname Schneckenbusch ( Kr. Saarburg).

schneckellen

ElsWB

schneckelle n nur in der Wendung ‘Hasch welle schneckelle!’ fehlgeschossen Mü. Mat. 4, 48; 5, 53. Ob hierzu? ‘schnêkle’, durch anzügliche Re…

schneckeln

DWB

sch·n·eckeln

schneckeln , verb. oberd., dim. zum verbum schnecken, langsam wie eine schnecke kriechen, dahin schleichen. Schm. 2, 567 ; mundartlich im ba…

schnecke als Zweitglied (30 von 32)

Ackerschnêcke

Adelung

acker·schnecke

Die Ackerschnêcke , plur. die -n, diejenigen Erdschnecken oder nackten Schnecke, welche sich auf den Äckern aufhalten, und von den Feld- Gra…

Augenschnêcke

Adelung

augen·schnecke

Die Augenschnêcke , plur. die -n, gewundene Schnecken, welche mit augenförmigen Flecken versehen sind.

Bohrschnècke

Adelung

bohr·schnecke

Die Bohrschnècke , plur. die -n, ein Nahme, welchen man zuweilen auch den Schraubhörnern oder Turbiniten beyzulegen pfleget, wegen ihrer gew…

gartenschnecke

DWB

garten·schnecke

gartenschnecke , f. 1) helix nemoralis, waldschnecke, baumschnecke. Nemnich. 2 ) limax, die schnecke ohne haus, wegeschnecke. Adelung : auch…

Grasschnêcke

Adelung

gras·schnecke

Die Grasschnêcke , plur. die -n, die graue nackte Erdschnecke, welche auch Wiesenschnecke genannt wird.

iltenschnecke

DWB

iltenschnecke , f. voluta, eine gattung schnecken, auch rollenschnecke, walzenschnecke. Nemnich 4, 1575 .

kegelschnecke

DWB

kegel·schnecke

kegelschnecke , f. eine art schnecken in kegelform, voluta, auch wellenschnecke, tutenschnecke, tute, auch kegel schlechthin.

Kreiselschnêcke

Adelung

kreisel·schnecke

Die Kreiselschnêcke , plur. die -n, eine Art gewundener einfächeriger Schnecken, welche fast dreyeckig ist, übrigens aber einem Kreisel glei…

meerschnecke

DWB

meer·schnecke

meerschnecke , f. im meere lebende schnecke; in der ältern sprache als masc. ( vergl. schnecke): testudo mersnek. voc. opt. 40, 58; torpedo …

Posaunenschnêcke

Adelung

posaunen·schnecke

Die Posaunenschnêcke , plur. die -n, eine Art gewundener einfächeriger Schnecken, mit mehreren Gewinden, wovon das erste sehr weit und dickb…

purpurschnecke

DWB

purpur·schnecke

purpurschnecke , f. was purpur 1, purpurmuschel, die schneckenarten purpura und murex, mit färbendem safte Forer Gesners fischbuch 144 ff. N…

schwimmschnecke

DWB

schwimmschnecke , f. schwimmende schnecke; bezeichnung einer bestimmten art, auch fischmaul Adelung, halbemondschnecke, nerita Nemnich, im e…

stachelschnecke

DWB

stachel·schnecke

stachelschnecke , f. eine zahl- und artenreiche gattung schnecken, deren schale in die höhe gewunden, rauh und uneben ist, auch felsenschnec…

Straubschnêcke

Adelung

straub·schnecke

Die Straubschnêcke , plur. die -n, eine Art gewundener einfächeriger Schnecken, deren Schale sich auf der Seite erweitert; Strombus Linn. Gl…

walzenschnecke

DWB

walzen·schnecke

walzenschnecke , f. die rollenschnecke, voluta, eine meerschnecke mit walzenförmig gewundener schale. Nemnich 4, 1575 . Oken 5 (1835) , 454.…

Wasserschnècke

Adelung

wasser·schnecke

Die Wasserschnècke , plur. die -n. 1. Eine Art Schnecken mit zwey Hörnern, welche sich in dem Wasser aufhalten, zum Unterschiede von den Lan…

Wēgeschnêcke

Adelung

wege·schnecke

Die Wēgeschnêcke , plur. die -n, eine Art nackter Schnecken ohne Haus, welche sich häufig in den Wegen finden lassen, Limax Linn.