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rupfen

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

ElsWB
Anchors
22 in 17 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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63
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97

Eintrag · Elsässisches Wb.

rupfen

Bd. 2, Sp. 278a
rupfen, ropfen, ropfen [rùpfə S. bis Bf.; ropfə Scherw. Uttenh.; ròpfə Ndhsn. u. nö. davon bis N.; ropə W.; rupə (s. Bed.) Wh.] 1. wie hochd. rupfen, raufen, ziehen, zausen, zupfen. E Huehn r. Fisl., e Gangs ropfen Dunzenh. Ingenh. ‘biss er sein vbergebene Ganss .. genugsam geropffet hat’ Müller 46. ‘Die geropffte Gans’ ebd. Rda. ‘nun ropff die Gansz’ Fisch. Garg. 71. Scherzh. Fëldhüehner r. Pellkartoffeln schälen Bf. Ich rupf dir d Hor us, wënn de nit brav bist Co. Rupf ihne an den Horen Horbg. D Schër ropft beim Haarschneiden Illk. Ropf nit Als, meinst, s töt nit weh! Brum. ‘Es soll sich jeder zu vorhin selbsten bey der Nasen greiffen, ehe er andere ropffet’ Mosch. II 881, s. Als. 1868, 332. ‘wo zween .. sich mit fäusten schlagen vnd Ropffen, deren ieder bessert der Herrschaft 5 Schilling Pfenning’ Berstett 17. Jh. Als. 1854, 245. ‘ropffen sich mit einander se battent’ Martin Coll. 73. ‘Die were ne schunn robfe un zowwle wie sich ’s gheert’ Pfm. III 2. Rda. Gottes Nammen ist nit gschworen, und gerupft ist nit geschoren Geberschw. Gang, rupf sëlb Gras! Logelnh.; mit vollem Maule, gierig grasen, vom Rindvieh Scherw. Heü r. Heu aus dem festgestampften (getreppelten) Heuschober herausziehn, um es dem Vieh zu geben Hf. [Hè û Hai krùpft?] Pfetterhsn. Rda. Der schickt sich wieder wie e Katz zum Ahmd roppen benimmt sich sehr ungeschickt Altw. Hërdäpfel r. die Kartoffeln von den Keimen befreien Hi. Ruewen r. ausziehn Dü. Han ihr öuer Rüewlen (die überflüssigen weissen Rüben) schun geropft? Ingenh. Unpers. s ropft es zieht (von reissenden Schmerzen, z. B. bei einem in Bildung begriffenen Abszess) Z. 2. Bildl. einen r. jem. beim Spiel od. bei einem Handel übervorteilen Dü. Z. Ndrröd. Eps an einem r. von jem. etw. gewinnen: s ist nix mehr an ihm ze r. er besitzt nichts mehr Z. Ich hab geropft an ihm, was ich gekönnt hab ich habe von ihm herausgepresst, soviel ich konnte Hf. Die Kinder han ihri Elteren schun geroppt Lützelstn. 3. intr. ruckweise ziehen (bes. vom Zugvieh) K. Z. Zähne ausziehn: [eχ hon mər ə Tsònt lòsə ropə Wh.]; ähnl. Lohr. 4. wegnehmen: [tr ʿSlesl e kəropt kəwǽn Wh.]. Basel 244. Schwäb. 435. Bayer. 2, 132. Hess. 334. ‘
2243 Zeichen · 99 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    rupfenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    rupfen , rüpfen swv. BMZ rupfen, zausen, zupfen, pflücken. einem den bart rupfen W. v. Rh. 159,29. die hunde begunden in…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rupfen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Rupfen , verb. reg. act. welches das Intensivum von raufen ist, und im Oberdeutschen auch überall wie dieses gebraucht w…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    rupfen

    Goethe-Wörterbuch

    rupfen 1 (etw) ruckartig ausreißen a Geflügel (als menschliche od tierische Nahrung) entfiedern; mehrf in bildl Zshg; ei…

  4. modern
    Dialekt
    rupfen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    rupfe n , ropfe n , rop f e n [rùpfə S. bis Bf. ; ropfə Scherw. Uttenh. ; ròpfə Ndhsn. u. nö. davon bis N.; ropə W.; rup…

  5. Sprichwörter
    Rupfen

    Wander (Sprichwörter)

    Rupfen 1. Da ist bös rupfen, wo weder Haare noch Federn sind. – Gaal, 1329; Simrock, 8594. It. : Dove non n'è, non se ne…

  6. Spezial
    rupfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    rup|fen vb.tr. 1 (reißen) trá fora 2 (in Bezug auf Vögel) splomé (splöma) 3 ‹umor› (Geld abnehmen) splomé (splöma), trá …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rupfen

14 Bildungen · 1 Erstglied · 9 Zweitglied · 4 Ableitungen

rupfen‑ als Erstglied (1 von 1)

Rupfengerste

PfWB

rupfen·gerste

Rupfen-gerste f. : ' Gerste, die zum Mähen zu klein ist und daher gerupft wird ', Roppegerst [ Wilde 69].

rupfen als Zweitglied (9 von 9)

abrupfen

DWB

abrupfen , devellere, abpflücken. mit der hand ähren ab rupfen. 5 Mos. 23, 25 , wofür Matth. 12, 1 . Luc. 6, 1 ähren ausraufen, goth. raupja…

aufrupfen

DWB

auf·rupfen

aufrupfen , exprobrare, eigentlich aber vellere, vellicare und aus einem sinnlichen aufrupfen oder pflücken der flocken und federn vom kleid…

ausrupfen

DWB

aus·rupfen

ausrupfen , evellere, ausraufen, von gras, haar, wolle, federn: die jungen gänse verstanden sich gleich aufs ausrupfen des grases; man rupft…

berupfen

DWB

berupfen , was beropfen, natürlich und figürlich verwandt: so wil in iederman berupfen. fastn. sp. 754, 16 ; sie hat gefangen auf dem kloben…

Gyrenrupfen

Wander

Gyrenrupfen Es ist wie beim Gyrenrupfen. (S. Geier 28.) – Kirchhofer, 79.

ineinandstrupfen

Idiotikon

ineinandstrupfen Band 11, Spalte 2329 ineinandstrupfen 11,2329

strupfen

DWB

strupfen , verb. , inhorrere, horrore perstringi, einschrumpfen, zusammenschrumpfen; mit vocal der tiefstufe zur basis streub-, erweiterung …

zerrupfen

DWB

zer·rupfen

zerrupfen , verb. , durch rupfen zerreiszen: Diefenbach gl. 183 a ; n. gl. 136 b ; Frisius 276 b ; H. Fischer 6, 1144 ; schweiz. id. 6, 1213…

ūzrupfen

KöblerMhd

ūzrupfen , sw. V. nhd. ausrupfen ÜG.: lat. evellere Gl Hw.: vgl. mnd. ūtrȫpen* Q.: Minneb (um 1340), PsMb (FB ūz rupfen), Gl E.: s. ūz, rupf…

Ableitungen von rupfen (4 von 4)

berupfen

DWB

berupfen , was beropfen, natürlich und figürlich verwandt: so wil in iederman berupfen. fastn. sp. 754, 16 ; sie hat gefangen auf dem kloben…

entrupfen

DWB

entrupfen , evellere, ausrupfen: lege die zierlichen finger der hand an die spitzige feder, die den fittichen ist krächzender raben entrupft…

Verrupfen

Campe

Verrupfen , v. trs . 1) Aus seiner Stelle rupfen, wie auch, durch Rupfen in Unordnung bringen. 2) Durch Rupfen verbrauchen, rupfen bis es al…

zerrupfen

DWB

zerrupfen , verb. , durch rupfen zerreiszen: Diefenbach gl. 183 a ; n. gl. 136 b ; Frisius 276 b ; H. Fischer 6, 1144 ; schweiz. id. 6, 1213…