Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
rupfen
rupfen
Rupfen m. grobes Gewebe aus Jute für Säcke und Wandbespannungen, mhd. rupfen n. ‘Leinwand aus Werg’, substantiviert aus mhd. rupfīn, rupfen Adj. ‘aus Werg’, wohl zum Verb mhd. rupfen, rüpfen ‘ausreißen, zupfen, zausen, pflücken’ (s. rupfen) gehörig; zuerst (12. Jh.) in Verbindung mit den Substantiven mhd. ziuc ‘Zeug, Stoff’, wāt ‘Kleidung’, tuoch ‘Tuch’, dann mit Ersparung des Substantivs ‘Leinwand aus Werg’. Als Substantiv eigentlich wohl ‘aus dem von der Hechel Abgerauften, Abgezupften, aus Flachs- und Hanfabfall Hergestelltes’.