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berupfen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

berupfen

Bd. 1, Sp. 1538
berupfen, was beropfen, natürlich und figürlich verwandt: so wil in iederman berupfen. fastn. sp. 754, 16; sie hat gefangen auf dem kloben den jungen einfeltigen gauch, und hat in wol berupfet auch. H. Sachs III. 3, 22c; des berupften vogels (beraubten eigenthümers). weidwerk 1, 1b; dem falken ein lebendiges vöglein darreichen, und in solches nach seinem gefallen berupfen, zerreiszen und fressen lassen, bisz dasz er sich sat gnugsam gekröpfet habe. 2, 18a.b; ob nun schon das keiserthumb biszweilen eben schwach oder federlos gestanden (denn es habens die römischen fischer zu iren federangeln eben hart berupfet und wer es vermöcht hat darvon gezwackt), dennoch ist noch der adler bliben bisz auf dise stunde. Mathesius 88b; alte vögel lassen sich nicht gern berupfen, je älter der vogel ist, desto schwerer läszt er sich (in der küche) berupfen. Lehmann 14; der wirt wol gedachte, er einen guten vogel haben würde, den er tapfer berupfen wolt. wegkürzer 84b; den Hessen (Hassum) berupften wir gleichsam, wie wir wolten. Simpl. 2, 62; darnach that es mir leid, dasz ich sie nicht noch besser berupft. Felsenb. 2, 376; wer meinen ruhm berupft, stiehlt zwar sich selbst nicht reich, mich aber stiehlt er arm. Hagedorn 1, 54; sie (die bekannten) sind wie die verleumder Shakespears, die, nach seinem ausdrucke, den ruhm anderer berupfen, wer meine zeit berupft, der stiehlt sich selbst nicht reich, mich stiehlt er arm. Klopstock 11, 240, (he that filches from me my good name, robs me of that which not enriches him and makes me poor indeed. Othello); sind die federn der verehrer, die ihr jeden tag berupft. Göthe 47, 100; wo den breiten flügel des schmetterlings kein lüftchen ergreift oder um ein gefiedertes stäubchen berupft. J. Paul uns. loge 3, 95.
1786 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Berupfen

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Berupfen , verb. reg. act. oft an etwas rupfen, durch Rupfen kahl machen. Eine Gans berupfen. Figürlich und im Scherze, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    berupfen

    Goethe-Wörterbuch

    berupfen einmal mit Gen der Sache (einem Vogel) die Federn ausreißen, -zupfen 26,187,12 DuW 4 im Bild u metaphor mBez au…

  3. modern
    Dialekt
    berupfen

    Schweizerisches Idiotikon

    berupfen Band 6, Spalte 1213 berupfen 6,1213

  4. Sprichwörter
    Berupfen

    Wander (Sprichwörter)

    Berupfen Sie berupfen ihn wie einen Fink. Ziehen ihn aus, machen ihn arm, todt.

  5. Spezial
    berupfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    be|rup|fen vb.tr. 1 (die Federn ausrupfen) splomé (splöma) 2 sbludré (-ra).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit berupfen

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von berupfen

be- + rupfen

berupfen leitet sich vom Lemma rupfen ab mit Präfix be-.

Keine Komposita gefunden — berupfen kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.