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aufrupfen

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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6 in 6 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

aufrupfen

Bd. 1, Sp. 716
aufrupfen, exprobrare, eigentlich aber vellere, vellicare und aus einem sinnlichen aufrupfen oder pflücken der flocken und federn vom kleid abzuleiten, was ein vorwerfen und vorhalten von mängeln oder fehlern ausdrückt; man sagt aber auch heute, wir haben ein hünchen mit einander zu pflücken, uns vorwürfe zu machen, etwas unangenehmes abzuthun?: ein reiche rupft dir teglich auf, was sie dir zu hat gebracht. Keisersb. narrensch. 192; geschenk und gutthat aufrupfen. 347; jetz rupften wir einander unsere thorheit auf. Frank weltb. 225a; diese ungeduld wird inen auch vom herrn aufgerupft. Hedio Tertullian 14; dasz ihm (dem ehrlich gemachten) derhalben niemands etwas solte zu unehren fürwerfen oder aufrupfen. Kirchhof wendunm. 104b; welcher ainem seine mängel aufrupft. Isengreins beichtb. cap. 9 (Schm. 3, 119); aufrupfen improperare. Maaler 36a; die etwan einer ganzen freundschaft solcher verbrachten that oder andern unfall fürgeworfen oder aufgerupfet. Fronsp. kriegsb. 1, 3b; hett ihnen oft ihr verzagt und unliche weis aufgerupft. Facius bei Fronsp. 3, 273b; spiels wie die Italiener in hundstagen, so hat der kopf nichts aufzuropfen dem magen. Fischart groszm. 22; wer sich bessert, dem ist sein fehler nicht aufzurupfen. Lehmann 101; kein tischgenosz war mir zu gut, ihm sein laster zu verweisen und aufzurupfen. Simplic. 1, 140; thät Lucifer eine scharfe rede, in welchen er allen aufrupfte, dasz. 1, 563; dem rupften sie auf, dasz ihm die den herren scholaren von kaiser Friederichen gegönnete freiheiten nicht angienge. Schuppius 546. In der späteren schriftsprache erlischt das wort, unter dem volk in Baiern und Schwaben lebt es noch (Schm. 3, 119. Schmid 440), vgl. auch vorrupfen.
1724 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Aufrupfen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Aufrupfen , verb. reg. act. Den Hut aufrupfen, bey den Hutmachern, ihn mit Fischhaut reiben, um ein kurzes steifes Haar …

  2. modern
    Dialekt
    aufrupfenschw.

    Pfälzisches Wb.

    auf-rupfen schw. : 1. 'auflockern', z. B. Heu (wenn man es dem Vieh vorlegt), ufroppe [KU-Obw/Tiefb RO-Rehborn PS-Steina…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit aufrupfen

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Zerlegung von aufrupfen 2 Komponenten

auf+rupfen

aufrupfen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — aufrupfen kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „aufrupfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/aufrupfen/dwb?formid=A06837
MLA
Cotta, Marcel. „aufrupfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/aufrupfen/dwb?formid=A06837. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „aufrupfen". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/aufrupfen/dwb?formid=A06837.
BibTeX
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