Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
aufrupfen
aufrupfen , exprobrare, eigentlich aber vellere, vellicare und aus einem sinnlichen aufrupfen oder pflücken der flocken und federn vom kleid abzuleiten, was ein vorwerfen und vorhalten von mängeln oder fehlern ausdrückt; man sagt aber auch heute, wir haben ein hünchen mit einander zu pflücken, uns vorwürfe zu machen, etwas unangenehmes abzuthun?: ein reiche rupft dir teglich auf, was sie dir zu hat gebracht. Keisersb. narrensch. 192 ; geschenk und gutthat aufrupfen. 347; jetz rupften wir einander unsere thorheit auf. Frank weltb. 225 a ; diese ungeduld wird inen auch vom herrn aufgerupft. Hedi…