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rühmen

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 10 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

rühmen

rühmen

Ruhm m. ‘hohes Ansehen’. Das im Dt. und Nl. begegnende Substantiv ahd. (h)ruom (8. Jh.), mhd. ruom, ruon, (md.) rūm ‘Lob, Ehre, Prahlerei’, asächs. hrōm, mnd. rōm, mnl. nl. roem ‘Ruhm, Ehre’ (germ. *hrōma-) stellt sich mit (anders abgeleitetem) asächs. hrōð ‘Ruhm’, aengl. hrōþor ‘Trost, Freude, Nutzen’, got. hrōþeigs ‘ruhm-, siegreich’ (germ. *hrōþa-), ahd. (h)ruod- in Personennamen (vgl. Rüdiger, Rudolf) zu der unter rufen (s. d.) angeführten Schallwurzel ie. *kar(ə)- ‘laut preisen, rühmen’. Auszugehen ist wohl von einer Bedeutung ‘Freudengeschrei’, die sich einerseits über ‘kriegerisches Selbstlob’ zu ‘Prahlerei’, andererseits über ‘Preis, Lob anderer’ zu ‘Ansehen, Ehre’ entwickelt. – rühmen Vb. ‘jmds. Ruhm verkünden, jmdn. lobend hervorheben’, ahd. (h)ruomen ‘(sich) rühmen, prahlen’ (8. Jh.), mhd. rüemen, ruomen, (md.) rūmen, auch ‘froh sein, jubeln’, asächs. hrōmian ‘sich rühmen’, mnd. rōmen ‘rühmen, prahlen’, mnl. nl. roemen ‘rühmen, loben, preisen’, aengl. hrīeman, hrȳman, hrēman ‘rufen, schreien, prahlen’. berühmt Adj. ‘weithin bekannt, überall hoch angesehen’, spätmhd. berüemet, eigentlich Part. Prät. von mhd. berüemen, ahd. bi(h)ruomen ‘sich rühmen’ (um 1000); Berühmtheit f. ‘berühmte Persönlichkeit, anerkannter guter Ruf, Ruhm’ (1. Hälfte 16. Jh.). rühmlich Adj. ‘rühmens-, lobenswert, löblich’, ahd. (h)ruomlīh ‘überheblich’, mhd. rüem(e)lich ‘lobenswert, ruhmredig, prahlerisch’; vgl. ahd. (h)ruomlīhho Adv. ‘ruhmredig, prahlerisch’ (8. Jh.). ruhmlos Adj. ‘ohne Ruhm, Verdienst’ (17. Jh.). ruhmredig Adj. ‘prahlerisch’ (1. Hälfte 17. Jh.), älter rhumrettig (Luther), rumretig (Sachs), zu mhd. ruomreiticheit ‘Prahlerei’, ruomereiten, (md.) ruomerēden ‘sich rühmen’, eigentlich ‘sich Ruhm bereiten’ (zum Grundwort s. bereit), dann volksetymologisch an reden angeschlossen. ruhmvoll Adj., mhd. (md.) rūmvol.
1837 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rühmen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Rühmen , verb. reg. act. dessen heutiger Gebrauch nur ein Überbleibsel seiner ehemahligen Bedeutungen ist. Es bedeutete …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    rühmen

    Goethe-Wörterbuch

    rühmen auch PartPrät u Subst a jdn/etw (öffentlich) loben, würdigen, (an)preisen α absolut, in älterer Bed: laut(hals) a…

  3. modern
    Dialekt
    rühmenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    rühmen schw. : 1. = prahlen , rihme [mancherorts WPf vereinzelt NPf nördl. VPf, Christmann Kaulb 28 Mang 140 Schneckenbu…

  4. Sprichwörter
    Rühmen

    Wander (Sprichwörter)

    Rühmen 1. An viel Rühmen sol man sich nicht kehren. – Petri, II, 17. Frz. : De se vanter doit l'en prendre garde. ( Lero…

  5. Spezial
    rühmen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    rüh|men I vb.tr. 1 (verherrlichen) glorifiché (-chëia) 2 (loben, preisen) laldé (-da) II vb.refl. sich rühmen (stolz sei…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ruehmen

7 Bildungen · 1 Erstglied · 4 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von ruehmen 2 Komponenten

ruh+men

ruehmen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ruehmen‑ als Erstglied (1 von 1)

rühmenswert

GWB

ruehmen·swert

rühmenswert -th, auch Subst lobenswert, auch iSv bedeutend, beachtenswert, hervorhebenswert und ob er [ AManzoni ] gleich wenig sich in Trop…

ruehmen als Zweitglied (4 von 4)

anrühmen

DWB

anrühmen , collaudare, anpreisen: du rühmst mir vergebens das landleben an; wozu das anrühmen solcher waare? wie prahlend rühmt er ( der has…

berühmen

DWB

berühmen , celebrare, laudare, ahd. pihruoman ( Graff 4 , 1142), nnl. beroemen. 1 1) für das blosze transitiv setzt man heute nur rühmen und…

nachrühmen

DWB

nach·ruehmen

nachrühmen , verb. 1 1) rühmend, zum ruhm nachsagen Stieler 1639 : und man musz es den derwischen .. nachrühmen, dasz sie kein mittel unvers…

verrühmen

DWB

ver·ruehmen

verrühmen , verb. berühmt, bekannt machen: wir es verrümen. Melissus T 1 b; darumb er ( der doctor, der alle kranken heilet ) desz gemeinen …

Ableitungen von ruehmen (2 von 2)

berühmen

DWB

berühmen , celebrare, laudare, ahd. pihruoman ( Graff 4 , 1142), nnl. beroemen. 1 1) für das blosze transitiv setzt man heute nur rühmen und…

verrühmen

DWB

verrühmen , verb. berühmt, bekannt machen: wir es verrümen. Melissus T 1 b; darumb er ( der doctor, der alle kranken heilet ) desz gemeinen …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ruehmen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ruehmen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „ruehmen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ruehmen/pfeifer_etym. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „ruehmen". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ruehmen/pfeifer_etym.
BibTeX
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