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Preisen

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Preisen v., trs

Bd. 3, Sp. 688a
Preisen, v. trs. 1) Regelm. Den Preis bestimmen, den Werth schätzen, angeben. Eine Waare preisen. Ih kann seine Verdienste nicht preisen. 2) Unregelm. unl. verg. Z. ich pries, Mittelw. d. verg. Z. gepriesen, laut nennen, mit Worten bezeichnen. Nicht Lustwandeler, nein! unstädtische Sassen des Feldes Preisen wir uns — — Voß. Und nenntest du den Agamemnon selbst, Der doch den Mächtigsten im Heer sich preis't. Bürger (R.). Einen glücklich preisen, ihn für glücklich erklären. In engerer Bedeutung, die guten Eigenschaften und Handlungen eines Andern laut anerkennen und verkündigen, wo es dann mehr als loben und rühmen sagt. »Was wir preisen, dessen höhern Werth verkündigen wir mit Zuversicht und wir suchen den Ruhm davon zu verbreiten.« Eberhard. — sie freu'n sich und grüßen den Eidam, Danken den Schutz des Hauses und preisen ihn Retter und Heiland, Voß; d. h. sowol und nennen ihn Retter und Heiland als auch und erkennen ihn laut an, rühmen ihn als Retter und Heiland. Gott loben und preisen. »Wer kann die großen Thaten des Herrn ausreden und alle seine löblichen Werke preisen?« Ps. 106, 2. Ein gepriesener Mann, dessen gute Eigenschaften und Handlungen anerkannt und bekannt sind. Welchen Orestes erschlug, der gepriesene Sohn Agamemnons. Voß. Derselbe Dichter gebraucht preisen auch für preisend sagen: O Vater! preis't ihn hohes Klanges: Zuweilen auch regelmäßig. »Daß Christus hoch gepreiset werde.« Phil. 1, 6. »— und die arbeitsamen Fischer preiseten durch Wechselgesang den unerschöpflichen Segen des Ozeans.« E. A. W. Zimmermann. I weiterer Bedeutung sagt man auch: ein jeder Krämer preiset seine Waare, er lobt sie. S. Anpreisen. 3) † I O. D. schmücken, zieren. S. 1. Preis 3) (2). 4) † Mit einem Preise oder mit Preisen versehen. S. 2. Preis. D. Preisen. D. — ung.
1798 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Preisen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Preisen , verb. reg. et irreg. act. welches im letztern Falle, ich preise, du preisest; Imperf. ich pries; Mittelw. gepr…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    preisen

    Goethe-Wörterbuch

    preisen auch -ß-, -ss- 1 gehoben: jdn/etw (lautstark) rühmen, würdigen; mBez auf Götter, auf Menschen u ihre (polit, soz…

  3. modern
    Dialekt
    preisen

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    preisen Band 3, Spalte 3,216

  4. Sprichwörter
    Preisen

    Wander (Sprichwörter)

    Preisen 1. De prêsen worden will, môt starven; de veracht't worden will, môt frên. – Bueren, 185. 2. Hadd' ik mi sülfst …

  5. Spezial
    preisen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    prei|sen (pries, gepriesen) vb.tr. glorifiché (-chëia), laldé (-da), aprijé (-jëia).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit preisen

11 Bildungen · 3 Erstglied · 5 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von preisen 2 Komponenten

pre+isen

preisen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

preisen‑ als Erstglied (3 von 3)

Preisendanz, K

DWBQVZ

Preisendanz, K. s. Creuzer, Friedr. briefe, 1912.

preisenswert

DWB

preisen·swert

preisenswert , adj. was preiswert, -würdig: doch hüllt sich oft in lumpen, der auch ist preisenswerth. Chamisso (1872) 1, 266 ; er ( Lessing…

preisen als Zweitglied (5 von 5)

anpreisen

DWB

anpreisen , allaudare, franz. apprécier, nnl. aanprijzen: die waare anpreisen; ein oft angepriesenes mittel; sich als treuen, redlichen dien…

auspreisen

DWB

aus·preisen

auspreisen , plene laudare, vollpreisen, ausloben: gott kann keine menschliche zunge auspreisen.

einpreisen

DWB

ein·preisen

einpreisen , einschnüren, s. breisen und einbreisen: ein dutzet roter nestel dir, darmit soltu dein leib einpreisen. H. Sachs II. 4, 30 d ; …

lobpreisen

DWB

lob·preisen

lobpreisen , verb. stärkerer ausdruck für loben; in den wörterbüchern vor Adelung nicht verzeichnet. die von diesem dazu beigebrachte formel…

mißpreisen

DRW

mißpreisen, v. tadeln, herabsetzen, verachten; jm. etwas mißpreisen jm. etwas vorwerfen; subst. inf.: etwas Verächtliches, eine Schändlichke…

Ableitungen von preisen (3 von 3)

bepreisen

DWB

bepreisen , celebrare, was das einfache preisen: bepriesener poet, du muster kluger sinnen! Melchior Lübeck.

Mißpreisen

Campe

Mißpreisen , v. trs . unregelm. ( s. Preisen ), Mittelw. d. verg. Z. mißgepriesen , übel, schlecht preisen, d. h. verachten; im Osnabrücksch…

Unpreisen

Campe

Unpreisen , adj . u. adv . nicht preisen oder loben, tadeln. Wie zimt helede lugene, ich wil unprisen daz. Nibelungenl. V. 7929.