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pfeifen

nhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
17 in 15 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

pfeifen

pfeifen

pfeifen Vb. ‘durch Luft (mit gespitztem Mund, mit einem Instrument) Töne hervorbringen’, ahd. phīfōn (11. Jh.), mhd. phīfen, mnd. mnl. pīpen, aengl. pīpian, engl. to pipe, nl. pijpen ‘mit dem Mund bzw. mit einem Instrument (Flöte, Geige, Trompete, Dudelsack) hohe Töne erzeugen’ sind Entlehnungen aus lautmalendem lat. pīpāre (s. piepen). Unter dem Einfluß von Pfeife gilt das Verb im Germ. vornehmlich für das Spielen eines Instruments; entlehntes mnd. mnl. pīpen fällt in den Präsensformen mit altem lautmalendem pīpen (s. piepen) zusammen. Im Mhd. Mnd. Mnl. nimmt das aus dem Lat. stammende Verb (bis auf Ausnahmen) starke Flexion an (analog mhd. grīfen, slīfen, nhd. greifen, schleifen), so daß sich in der Regel gegenüberstehen entlehntes (nunmehr starkes) mnd. mnl. pīpen, nl. pijpen ‘ein Instrument spielen’ und altes, lautmalendes (schwaches) mnd. mnl. pīpen, nl. piepen ‘piep(s)en’ (entsprechend dem hd. pfeifen gegenüber piepen). – Pfiff m. ‘schriller Ton des Pfeifens’, ablautende Rückbildung (Anfang 16. Jh.) zu pfeifen; die Bedeutung ‘Kniff, Trick’ (Ende 18. Jh.) ist entweder gaunersprachlicher Herkunft nach dem Ablenkungspfiff der Betrüger, Taschenspieler, dem Verständigungspfiff der Kartenspieler oder entsteht nach dem Lockpfiff der Jäger, Vogelsteller. Dazu pfiffig Adj. ‘schlau, gewitzigt’ (18. Jh.). Pfiffikus m. ‘Schlaukopf, anstelliger Mensch’, studentensprachliche Bildung zu pfiffig mit latinisierender Endung (um 1700).
1446 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Pfeifen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    2. Pfeifen , verb. irreg. Imperf. ich pfiff, Partic. gepfiffen. Es ist in doppelter Gestalt üblich. 1. Als ein Neutrum, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    pfeifen

    Goethe-Wörterbuch

    pfeifen mehrf subst a mit einem Blasinstrument musizieren, flöten, spielen Da pfeift es und geigt es und klinget und kli…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pfeifen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Pfeifen , die Erzeugung von Tönen durch Anblasen der Mundhöhle bei Bildung einer von den Lippen begrenzten Enge. Die Höh…

  4. modern
    Dialekt
    pfeifen

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    pfeifen Band 2, Spalte 2,522–525

  5. Sprichwörter
    Pfeifen

    Wander (Sprichwörter)

    Pfeifen 1. Aufs Pfeifen und aufs Singen gehört ein fröhlich Springen. – Petri, II, 26; Henisch, 1250, 15. 2. Dem ist lei…

  6. Spezial
    Pfeifenn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    Pfeifen , n свист , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfeifen

229 Bildungen · 205 Erstglied · 19 Zweitglied · 5 Ableitungen

pfeifen‑ als Erstglied (30 von 205)

pfeifenbaum

DWB

pfeifen·baum

pfeifenbaum , m. der gemeine flieder, syringa vulgaris, aus dessen jungem holze pfeifen geschnitten werden. Nemnich 2, 1414 . vergl. pfeifen…

pfeifenblasen

DWB

pfeifen·blasen

pfeifenblasen , n. : im frühjahr .. schnitt er ( Audifax ) sackpfeifen aus dem jungen holze und blies darauf .. aber er ward zusehends scheu…

Pfeifenbolz

RhWB

pfeifen·bolz

Pfeifen-bolz -bōlt Klev m.: kleinerer Amboss, zum Durchschlagen der Ofenrohre.

pfeifen als Zweitglied (19 von 19)

abpfeifen

DWB

abpfeifen , fistulare, er pfif es von dem laube, von dem munde ab.

anpfeifen

DWB

anpfeifen , assibilare, συρίζειν : die gänse pfeifen an; der wind hat uns stark angepfiffen; pfif sie mich an wie ein atter. H. Sachs 1, 449…

aufpfeifen

DWB

auf·pfeifen

aufpfeifen , praecinere tibia, zum tanze pfeifen: pfeif auf, lasz hören deine kunst, welchs ist der schriftlich und welchs der geistlich sin…

auspfeifen

DWB

aus·pfeifen

auspfeifen , exsibilare, explodere: wie Gurgelstrotza den könig Picrochol nach erlegung seins volks aus dem land pfif. Garg. 264 b ; er schr…

einpfeifen

DWB

ein·pfeifen

einpfeifen , insibilare, nnl. inpijpen, vgl. einblasen, einhauchen. den gärtnern ist einpfeifen die rinde junger zweige ablösen zur fortpfla…

nachpfeifen

DWB

nach·pfeifen

nachpfeifen , verb. nd. napypen Kramer 2, 150 d . 1 1) intransitiv. 1@a a) hinter einem her pfeifen, ihn auspfeifen: einem nachpfeifen, expl…

verpfeifen

DWB

ver·pfeifen

verpfeifen , verb. pfeifend verbringen, pfeifend vertreiben. 1 1) sinnliche bedeutung: die zeit verpfeifen, pfeifend verbringen, die grillen…

vorpfeifen

DWB

vor·pfeifen

vorpfeifen , verb. , fürpfeifen fehlt oben th. 4, 1, 1, sp. 786; vor einem andern pfeifen, mit dem munde oder einem instrument, entweder, da…

zusammenpfeifen

DWB

zusammen·pfeifen

-pfeifen , v. , z. b. der hirt die herde, der vogelfänger die vögel. auch vom lockruf der vögel: der laut der haselhühner, wenn sie sich z. …

Ableitungen von pfeifen (5 von 5)

bepfeifen

DWB

bepfeifen , sibilis consectari: Duil umbsonst, so oft er essen gieng, bepfiffen. Aszmann von Abschatz ehrengedichte vor Lohenst. Arm.

erpfeifen

DWB

erpfeifen , 1 1) signum dare sibilo: ich kann ihn nicht erpfeifen, er hört nicht auf mein pfeifen. Stieler 1437 . 2 2) tibia canendo obtiner…

verpfeifen

DWB

verpfeifen , verb. pfeifend verbringen, pfeifend vertreiben. 1 1) sinnliche bedeutung: die zeit verpfeifen, pfeifend verbringen, die grillen…

zerpfeifen

RhWB

zer-pfeifen: sich z., in einem fort die Tabakpfeife rauchen Rip.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „pfeifen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/pfeifen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „pfeifen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/pfeifen/pfeifer_etym. Abgerufen 17. May 2026.
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Cotta, Marcel. „pfeifen". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/pfeifen/pfeifer_etym.
BibTeX
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