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Pfeifen

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Pfeifen ntr, intr, trs

Bd. 3, Sp. 618b
Pfeifen, v. unregelm. unl. verg. Z. ich pfiff, Mittelw. der verg. Z. gepfiffen. I) ntr. mit haben, denjenigen feinen Ton von sich hören lassen, welchen dies Wort nachahmt und ausdruckt. Der Wind pfeift, wenn er in Höhlungen dringt oder sich durch enge Öffnungen drängt. Die abgeschossenen Kugeln pfeifen in der Luft. »Der Kugeln Saat pfeift, da die Flamme heult.« Kleist. Mit dem Degen  um sich schlagen, daß es pfeift. II) intr. u. trs. 1) Mit pfeifendem Laute singen, sprechen. So sagt man von den Sangvögeln, daß sie pfeifen. Auch von andern kleinen Vögeln, und einigen andern kleinen Thieren, z. B. den Mäusen, wird pfeifen gebraucht, von jungen Vögeln aber gewöhnlich pipen. S. d. Mit dem Munde pfeifen, durch die enge Öffnung der gespitzten Lippen die Luft ausstoßend, hell klingende Töne hervorbringen. Einem Vorübergehenden pfeifen, ihm durch solches Pfeifen ein Zeichen geben, daß er still stehen oder näher kommen soll. Auf einem Blatte pfeifen. Uneigentlich heißt pfeifen auch wol, mit feiner, klarer Stimme reden, und im N. D. pipen, sich mit schwacher feiner Stimme beklagen. 2) I engerer Bedeutung, auf einer Pfeife solche Töne hervorbringen. »Wir haben euch gepfiffen und ihr wollt nicht tanzen.« Matth. 11, 17. Sprichw. Wer gern tanzet, dem ist leicht gepfiffen, wer Lust zu etwas hat, der nimmt die Gelegenheit oder findet leicht Gelegenheit seine Lust zu befriedigen. Ein Stückchen pfeifen. In den jetzigen Tonspielen kommen die kleinen Querpfeifen selten vor, daher in denselben wenig gepfiffen wird. Am häufigsten wird zur Trommel und bei Türkischen Tonspielen gepsiffen. Ein jeder psiff wie ihm der Schnabel gespalten. Kl. Schmidt. Ӿ Auf dem letzten Loche pfeifen, in den letzten Zügen liegen. Uneigentlich sagt man auch im gemeinen Leben, Х einem etwas pfeifen, um auszudrucken, daß man etwas, das der Andere wünscht oder erwartet nicht thun, sondern es bleiben lassen werde. 3) Bei den Gärtnern, vermittelst einer Pfeife pfropfen oder veredeln. S. Pfeife 1). — D. Pfeifen.
2018 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Pfeifen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    2. Pfeifen , verb. irreg. Imperf. ich pfiff, Partic. gepfiffen. Es ist in doppelter Gestalt üblich. 1. Als ein Neutrum, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    pfeifen

    Goethe-Wörterbuch

    pfeifen mehrf subst a mit einem Blasinstrument musizieren, flöten, spielen Da pfeift es und geigt es und klinget und kli…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pfeifen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Pfeifen , die Erzeugung von Tönen durch Anblasen der Mundhöhle bei Bildung einer von den Lippen begrenzten Enge. Die Höh…

  4. modern
    Dialekt
    pfeifen

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    pfeifen Band 2, Spalte 2,522–525

  5. Sprichwörter
    Pfeifen

    Wander (Sprichwörter)

    Pfeifen 1. Aufs Pfeifen und aufs Singen gehört ein fröhlich Springen. – Petri, II, 26; Henisch, 1250, 15. 2. Dem ist lei…

  6. Spezial
    Pfeifenn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    Pfeifen , n свист , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfeifen

229 Bildungen · 205 Erstglied · 19 Zweitglied · 5 Ableitungen

pfeifen‑ als Erstglied (30 von 205)

pfeifenbaum

DWB

pfeifen·baum

pfeifenbaum , m. der gemeine flieder, syringa vulgaris, aus dessen jungem holze pfeifen geschnitten werden. Nemnich 2, 1414 . vergl. pfeifen…

pfeifenblasen

DWB

pfeifen·blasen

pfeifenblasen , n. : im frühjahr .. schnitt er ( Audifax ) sackpfeifen aus dem jungen holze und blies darauf .. aber er ward zusehends scheu…

Pfeifenbolz

RhWB

pfeifen·bolz

Pfeifen-bolz -bōlt Klev m.: kleinerer Amboss, zum Durchschlagen der Ofenrohre.

pfeifen als Zweitglied (19 von 19)

abpfeifen

DWB

abpfeifen , fistulare, er pfif es von dem laube, von dem munde ab.

anpfeifen

DWB

anpfeifen , assibilare, συρίζειν : die gänse pfeifen an; der wind hat uns stark angepfiffen; pfif sie mich an wie ein atter. H. Sachs 1, 449…

aufpfeifen

DWB

auf·pfeifen

aufpfeifen , praecinere tibia, zum tanze pfeifen: pfeif auf, lasz hören deine kunst, welchs ist der schriftlich und welchs der geistlich sin…

auspfeifen

DWB

aus·pfeifen

auspfeifen , exsibilare, explodere: wie Gurgelstrotza den könig Picrochol nach erlegung seins volks aus dem land pfif. Garg. 264 b ; er schr…

einpfeifen

DWB

ein·pfeifen

einpfeifen , insibilare, nnl. inpijpen, vgl. einblasen, einhauchen. den gärtnern ist einpfeifen die rinde junger zweige ablösen zur fortpfla…

nachpfeifen

DWB

nach·pfeifen

nachpfeifen , verb. nd. napypen Kramer 2, 150 d . 1 1) intransitiv. 1@a a) hinter einem her pfeifen, ihn auspfeifen: einem nachpfeifen, expl…

verpfeifen

DWB

ver·pfeifen

verpfeifen , verb. pfeifend verbringen, pfeifend vertreiben. 1 1) sinnliche bedeutung: die zeit verpfeifen, pfeifend verbringen, die grillen…

vorpfeifen

DWB

vor·pfeifen

vorpfeifen , verb. , fürpfeifen fehlt oben th. 4, 1, 1, sp. 786; vor einem andern pfeifen, mit dem munde oder einem instrument, entweder, da…

zusammenpfeifen

DWB

zusammen·pfeifen

-pfeifen , v. , z. b. der hirt die herde, der vogelfänger die vögel. auch vom lockruf der vögel: der laut der haselhühner, wenn sie sich z. …

Ableitungen von pfeifen (5 von 5)

bepfeifen

DWB

bepfeifen , sibilis consectari: Duil umbsonst, so oft er essen gieng, bepfiffen. Aszmann von Abschatz ehrengedichte vor Lohenst. Arm.

erpfeifen

DWB

erpfeifen , 1 1) signum dare sibilo: ich kann ihn nicht erpfeifen, er hört nicht auf mein pfeifen. Stieler 1437 . 2 2) tibia canendo obtiner…

verpfeifen

DWB

verpfeifen , verb. pfeifend verbringen, pfeifend vertreiben. 1 1) sinnliche bedeutung: die zeit verpfeifen, pfeifend verbringen, die grillen…

zerpfeifen

RhWB

zer-pfeifen: sich z., in einem fort die Tabakpfeife rauchen Rip.

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APA
Cotta, M. (2026). „pfeifen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/pfeifen/campe?formid=P01473
MLA
Cotta, Marcel. „pfeifen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/pfeifen/campe?formid=P01473. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „pfeifen". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/pfeifen/campe?formid=P01473.
BibTeX
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