Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
klecken swV.
2 ‘(Schlamm-)Kleckse machen’ oder ‘(knallend, klatschend) schlagen’ (?)
3 ‘Aufmerksamkeit erregen’ , ‘ein bestimmtes Maß/ Ergebnis erreichen’
4 ‘jmdm. genügen, ausreichen’
5 in umgekehrter Perspektive zu 4 ‘Genüge haben, gedeihen (an etw.)’
1 ‘knallen, krachen’ (s.a. krecken ): do wrden donre groze / mit manegem grozen doze / kleckende und schellende, / chrachende und hellende RvEWchr 11558. – subst.: von dem grimmen klecken der egstlichen [schrecklichen] hamerschlege Seuse 545,15 2 ‘(Schlamm-)Kleckse machen’ oder ‘(knallend, klatschend) schlagen’ (?): dô wart sî [die Angegriffene] ouch in zorne heiz / und allumme taste / unde schutte vaste / des mottis [Schlamm] dem vorschertin tôrn / in munt, in nase und in ôrn / und ûf [adv., oder l. ûf in ] sô lange clekte, / unz sî in gar vorstekte [erstickte] NvJer 14781 3 ‘Aufmerksamkeit erregen’, ‘ein bestimmtes Maß/ Ergebnis erreichen’ so vil suozer er smacte, / daz dawider unhohe [(zu) wenig] chlacte / aller edelen würce smac [er (der Leichnam) roch so lieblich, dass alle edlen Wohlgerüche dahinter zurückblieben] Serv 2220 4 ‘jmdm. genügen, ausreichen’ dir enclec och nit das das du armen luͥten gist din guͦt durch goͮt PrSchw 1,88; zwayger hundert phenninge wert brôtez klechent in niht. dc iegelichem ain wenich werde ebd. 2,107. 2,13; der wein manigem chlechet / das er zu hant entekchet / sein laster und sein schande HvBurg 233 5 in umgekehrter Perspektive zu 4 ‘Genüge haben, gedeihen (an etw.)’ got nu selber nam [Marias Mutterbrust] / fúr alles das er ie gewan, / und sú mit wirdi prisen kan, / wahsen, klæchen wolt dar an WernhMl 1054
MWB 3,1 326,49; Bearbeiter: Richter