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kleck

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

kleck m.

Bd. 11, Sp. 1053
kleck, m. umgelautete nebenform von klack, s. d. und klätsch, klapf 3, d. dasz das e umlaut ist, zeigt die hohe aussprache. s. auch klick. 11) risz, spalt, scissura Stieler 974, s.klack 1 (der pl. klecke dort kann auch sg. kleck enthalten): sachen durch die fensterklegk hinaus haimlich was der boffel thet. Sender Augsb. chr. (Birlinger Augsb. wb. 281a). es ist noch fränkisch, kleck sprung in holz, glas, stein Schm. 2, 352. s. auch klecke 1, klecken 1. Eigen kleckt m. rima Placardi (s. klebe), wie die gleichbed. klaft gleich klaff, kest gleich kesse, klunst gleich klunse, s. u. kisse 3. [] 22) fleck, wie klack 3, verstärkt klecks, auch fem. klecke, kleck ist mehr md., klack mehr nd.; im pl. neben klecke auch klecker Mathesius unter c, diesz als n.? auch schwed. dial. klekk, kläkk (glek) m. neben klikk, s. Rietz 327, vgl. klack 5, a. 2@aa) eigentlich klümpchen das schallend hinfällt (s.klatsch 3, a), daher einen kleck 'werfen' unter c: ein kleck lehm, kalk, quark, butter, fett u. dgl.; kleck, klei, macula. M. Neander syll. loc. 185. bei Stieler 973 auch gröszer kleck (klack, klick) lutulenta congeries, strigmentum, stercorata colluvies, also kothaufe, misthaufe, unrat. dann fleck überhaupt, kleck von dinte Steinbach, Frisch, tintekleck pl. Mathesius Sar. 121b: bald wird die feder faul, bald wil sie fertig eilen und heiszt oft einen kleck an statt der wörter sein. Hoffmannswaldau heldenbr. 67. 2@bb) verallgemeinert, ein 'biszchen'. bildlich: aber es schlagen oft solche thorn den Priscianum hindr die ohrn ... wenn sie ein kleck latein herlalln. E. Herlicius musicomastix C 5a. 2@cc) bildlich, wie fleck: da Christus .. auftratt, war die liebe biblia sehr beschmalgert und hatte vil böse tintekleck von menschlichem zusatz .... erwecket der sone gottes gute leut, die solche kleck und menschenfündlein wider auskratzten. Mathesius Sar. 121b; andere .. werfen newe klecker und schandmal in die liebe biblien. 122b. 2@dd) besonders fleck auf die ehre, den guten leumund, 'schandfleck', wie klack, klecks, klatsch (s.klapf 3), schon die wendung des Mathesius vorhin enthält diesz mit: (man ehrt sie nur) ihrs reichthums oder standes wegen, dem sie mit geiz ein kleck anlegen. Ringwald laut. warh. 360 (1621): ihr meiner frauen namen raubt, der biszher ist ohn allen kleck. Calagius Susanna 2, 2; er wolte ihm durch seine muhme einen kleck anhängen Wiedemann dec. 28; als wolte ich der thorheit selbsten einen kleck anhenken. Schuppius 415. vgl.klecke 2. 33) bei den tuchbereitern wie klack 4. Campe.
2580 Zeichen · 82 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Klêck

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Klêck , des -es, plur. die -e, ein Flecken, welcher von einem Tropfen eines flüssigen Körpers herrühret; ein Klecks.…

  2. modern
    Dialekt
    kleck

    Rheinisches Wb.

    kleck s. klick;

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kleck

51 Bildungen · 42 Erstglied · 1 Zweitglied · 8 Ableitungen

kleck‑ als Erstglied (30 von 42)

kleckbar

DWB

kleck·bar

kleckbar , ausreichend, zu klecken 4: zumal dazu seine eigene mittel nit kleckbar. Schöpf tirol. id. 323 , aus d. 18. jh.

kleckbruch

DWB

kleck·bruch

kleckbruch , m. bei Würtz wundarznei 256 : ich nenne disz einen kleckbruch, wann .. einem an eim schenkel oder andern glied ein rhören zerkn…

kleckbuch

DWB

kleck·buch

kleckbuch , n. gleich kladde 2, kladbuch, klitterbuch. Stieler 974 . Rädlein. M. Kramer. Adelung.

kleckchen

DWB

kleck·chen

kleckchen , n. dem. zu kleck: ein kleckchen butter, brei, kalk, ein klümpchen.

kleckel

DWB

kleckel , m. glockenschwengel, mhd. jüng. Tit. 412, 4, gewiss noch nhd.; s. DWB klächel , DWB klöckel und folg.

kleckeln

DWB

kleck·eln

kleckeln , zeitwort zum vor., im 16. 17. jh. bezeugt für spitzenklöppeln ( s. klöckeln): und gehet vil auf macherlon, wenn man hauben, gepre…

klecken

DWB

klecken , zeitwort zu kleck, klack, in mehrfacher bed. 1 1) findi, findere, zu klack 1, kleck 1. 1@a a) selten trans., bersten machen: kleck…

klecken,

FWB

1. ›sich spalten, platzen‹; 2. ›tönend schlagen, klappen, klopfen‹; 3. ›etw. beschmutzen‹; 4. ›etw. bauen, mauern, mit Lehm bearbeiten, aus …

klecken I

RhWB

klecken I -ę- = mit der Peitsche knallen s. klacken; -e- s. klicken;

klecken II

RhWB

klecken II -e- = springen, tot drücken s. klicken.

klecken III

RhWB

klecken III -ę- Köln 1840 schw.: durchschlagen, von Papier.

klecken IV

RhWB

klecken IV -ę- uMos 1807 schw.: et kleckt es reicht zu, es ist eben genug.

klecker

DWB

klecker , m. maculans Stieler 973 , lehmklecker, bes. dintenklecker, farbenklecker ( s. DWB klecken 3): alle mahler brauchen pinsel und farb…

kleckerei

DWB

klecke·rei

kleckerei , f. 1) von klecken, inquinatio, maculatio Stieler 973 , sudelei, schmiererei, das klecken selbst und das gekleckte ( schrift, gem…

kleckerisch

DWB

klecke·risch

kleckerisch , adj. von klecker oder kleckern, maculosus Stieler 974 , Steinbach 1, 866 . bei jenem auch kleckerisches tuch pannus decolor, m…

kleckern

DWB

kleck·ern

kleckern , frequent. zu klecken 3. 1 1) eig., maculis inficere, sordes inferre, turpificare, z. b. einem fett auf ein kleid kleckern, auskle…

kleckicht

DWB

kleck·icht

kleckicht , adj. zu kleck 1, maculosus, pollutus, auch kleckichte feder, penna diffluens Stieler 974 . Steinbach 1, 866 . bei jenem auch kli…

Kleck II

RhWB

Kleck II -ę- = kleiner Haferhaufen s. Gleck;

Kleck III

RhWB

Kleck III -e- = Schmutz, Schade s. Klicke bei klicken II;

klecklein

DWB

kleck·lein

klecklein , n. 1 1) kleiner kleck, fleck: die ihr meine feind seit, mir gern ein klecklein anwerfen wollet und daher auf meine lehr und lebe…

klecklich

DWB

kleck·lich

klecklich , gleich erklecklich, führt M. Kramer deutsch-holl. wb. an; dän. heiszt es klekkelig. s. DWB klecken 4.

Kleckmahler

Campe

kleck·mahler

Х Der Kleckmahler , des — s , d. Mz . w. d. Ez. ein schlechter Mahler, ein Sudler, der nur Farben gleichsam hinkleckt, der Farbenklecker . D…

kleckmaler

DWB

kleck·maler

kleckmaler , m. klecker, farbenklecker, nl. kladschilder. M. Kramer. s. DWB klacken 4.

kleck als Zweitglied (1 von 1)

Dackleck

MeckWB

Wossidia Dackleck f. Dachtraufe; der Kahlkopf hett ünner de Dackleck stahn Ro; gegen Blutung muß man einen Feuerstein, der unner de Dackleck…

Ableitungen von kleck (8 von 8)

beklecken

DWB

beklecken , aspergere, conspergere, maculare, besprengen, besprützen, beschmeiszen. die grundbedeutung von klecken kleckte ( mhd. klacte) sc…

erklecke

BMZ

erklecke swv. ein solches verbum beruht nur auf erklahte troj. 25032, welches Grimm in H. z. 5,236 in erkrahte bessert.

erklecken

DWB

erklecken , sufficere, prodesse, genügen, helfen, nützen: und ist alles verfressen, versoffen, was wir aufbringen. da will nicht erklecken, …

erklecklich

DWB

erklecklich , amplus, ansehnlich, zureichend: es hat ein erkleckliches eingetragen; ein erklecklicher beitrag; die auflagen um ein erkleckli…

klecke

DWB

klecke , f. , nebenform zu kleck m., wie klacke zu klack m. 1 1) spalt: klekk f. rima. Schottel 1345 , er gibt auch klakk f. als rima, fissu…

verklecken

DWB

verklecken , verb. klecksend vergeuden, verderben. zusammensetzung zu klecken s. th. 5, 1054. 1 1) ( im anschlusse an klecken 3, a ) kleckse…

zerklecke

BMZ

zerklecke swv. zerberste. er sluog in daʒ diu scheitel ime zerklakte sam ein ei Otto 145. der schedel und des kopfes bein wart zerklecket al…

zerklecken

DWB

zerklecken , verb. , 1) zerschellen, zerspalten, zersprengen ( s. DWB klecken 1, th. 5, 1054), a) trans.: Otfrid IV 33, 37; Konrad v. Würzbu…