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Klecken

ahd. bis sprichw. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
23 in 19 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Klecken v., ntr, intrs, trs

Bd. 2, Sp. 952a
Klecken, v. I) ntr. mit haben, in Klecken oder in kleinen Theilen abfallen oder niederfallen. S. Kleck. Besonders in dem zusammengesetzten abklecken. Hieher ist ein wenig Farbe, Dinte  gekleckt. Die Feder kleckt, läßt einen Tropfen Dinte auf das Papier fallen, wenn sie zu voll ist. Uneigentlich sagt man, jedoch weder in der guten Sprech= noch Schreibart, das kleckt, das vermehrt sich, das bringt viel ein, das hilft viel, von einer Sache, die gleichsam oft kleckt, abfällt, d. h. zum Vortheil geschieht, wiederholt wird. Das kleckt noch nicht, das ist noch nicht genug, noch nicht hinreichend. I Osnabrückschen lautet es klicken. II) intrs. u. trs. Klecke oder Kleckse machen; dann, in Klecken oder als Klecke an etwas werfen, spritzen. Mit der Feder, mit der Dinte klecken. I Schreiben klecken oder klecksen. Die Dinte auf das Papier klecken. I weiterer Bedeutung und in der niedrigen Sprechart überhaupt, etwas Flüssiges gießen, schütten. Den Brei in die Schüssel klecken. Die Tünche an die Wand klecken. S. Beklecken, Aufklecken, Verklecken  Uneigentlich, unreinlich, mit vielen Klecken und schlecht schreiben, wie auch, schlecht mahlen, die Farben gleichsam aufklecken, anstatt sie gehörig und sorgfältig aufzutragen und in einander zu vertreiben  — Das Klecken. Die Kleckung, in den Zusammensetzungen.
1329 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kleckensw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    klecken sw. v. , mhd. nhd. klecken; mnd. klecken. — Graff IV,553. ca-chlecchit: part. prt. Gl 2,248,41 ( Berl. Lat. 4 ° …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kleckenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    klecken swv. BMZ tr. einen klac machen, findere Voc. 1482, intr. sich spalten, platzen Netz 11160 ; — einen kleck, fleck…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kleckensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    klecken , sw. V. nhd. hinreichen, ausreichen Hw.: vgl. mhd. klecken (1) Q.: Neoc. 2 270 (um 1600) Hw.: s. klicken E.: s.…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Klêcken

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    2. Klêcken , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches im Oberdeutschen und Niedersächsischen bekannter ist al…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    klecken

    Goethe-Wörterbuch

    klecken gelingen, glücken 1) [ Schenke zum Dichter über den Katzenjammer: ] Eben das will ich behandeln, | Und ich denk’…

  6. modern
    Dialekt
    klëcken

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    klëcke n [klakə M. ] ticken. Rda. s wurd d i r no ch k. du wirst noch eine Ohrfeige bekommen! s. auch klicke n . — mhd. …

  7. Sprichwörter
    Klecken

    Wander (Sprichwörter)

    Klecken 1. Wenn 't kleckt, denn kleckt 't. – Frischbier 2 , 2038. Die Litauer: Wem's hangen bleibt, dem bleibt's hangen,…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit klecken

17 Bildungen · 5 Erstglied · 8 Zweitglied · 4 Ableitungen

klecken‑ als Erstglied (5 von 5)

klecken II

RhWB

klecken II -e- = springen, tot drücken s. klicken.

klecken III

RhWB

klecken III -ę- Köln 1840 schw.: durchschlagen, von Papier.

klecken IV

RhWB

klecken IV -ę- uMos 1807 schw.: et kleckt es reicht zu, es ist eben genug.

klecken als Zweitglied (8 von 8)

anklecken

DWB

ank·lecken

anklecken , adspergere, affundere, affigere: der eltern schnöde lust hat mir auch angekleckt den bösen kot und wust. Fleming 20 (1685, 22); …

aufklecken

DWB

auf·klecken

aufklecken , in verschiednem sinn, 1 1) intransitiv findi, frangi, rumpi, aufschellen, zerschellen: das ei kleckt auf; ein knochen, bein kle…

Becklêcken

Adelung

beck·lecken

Becklêcken , verb. reg. act. mit Klexen bewerfen, und in weiterer Bedeutung beflecken. Das Kleid mit Koth, das Papier mit Dinte beklecken. A…

beklecken

DWB

bek·lecken

beklecken , aspergere, conspergere, maculare, besprengen, besprützen, beschmeiszen. die grundbedeutung von klecken kleckte ( mhd. klacte) sc…

erklecken

DWB

erk·lecken

erklecken , sufficere, prodesse, genügen, helfen, nützen: und ist alles verfressen, versoffen, was wir aufbringen. da will nicht erklecken, …

verklecken

DWB

verk·lecken

verklecken , verb. klecksend vergeuden, verderben. zusammensetzung zu klecken s. th. 5, 1054. 1 1) ( im anschlusse an klecken 3, a ) kleckse…

zerklecken

DWB

zer·klecken

zerklecken , verb. , 1) zerschellen, zerspalten, zersprengen ( s. klecken 1, th. 5, 1054), a) trans.: Otfrid IV 33, 37; Konrad v. Würzburg t…

ziklecken

AWB

zi- klecken sw. v. , mhd. nhd. ( älter ) zerklecken. — Graff IV,553. zi-klekit: part. prt. O 4,33,37. zerreißen: iz ( der Vorhang im Tempel …

Ableitungen von klecken (4 von 4)

beklecken

DWB

beklecken , aspergere, conspergere, maculare, besprengen, besprützen, beschmeiszen. die grundbedeutung von klecken kleckte ( mhd. klacte) sc…

erklecken

DWB

erklecken , sufficere, prodesse, genügen, helfen, nützen: und ist alles verfressen, versoffen, was wir aufbringen. da will nicht erklecken, …

verklecken

DWB

verklecken , verb. klecksend vergeuden, verderben. zusammensetzung zu klecken s. th. 5, 1054. 1 1) ( im anschlusse an klecken 3, a ) kleckse…

zerklecken

DWB

zerklecken , verb. , 1) zerschellen, zerspalten, zersprengen ( s. klecken 1, th. 5, 1054), a) trans.: Otfrid IV 33, 37; Konrad v. Würzburg t…

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Cotta, M. (2026). „klecken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/klecken/campe
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Cotta, Marcel. „klecken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/klecken/campe. Abgerufen 16. May 2026.
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Cotta, Marcel. „klecken". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/klecken/campe.
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