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2. Klêcken

ahd. bis sprichw. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
23 in 19 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

2. Klêcken

Bd. 2, Sp. 1613
2. Klêcken, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches im Oberdeutschen und Niedersächsischen bekannter ist als im Hochdeutschen. 1) Die Absicht merklich befördern. Das kleckt nicht viel, hilft nicht viel. Das kleckt, das bringt viel ein. 2) Hinreichen, zureichen. Das kleckt noch nicht. Die Einkünfte wollen dazu nicht klecken. Der Zeug hat nicht gekleckt, nicht zugelanget. Es waren ihrer hundert, wenn es nur kleckt, es waren ihrer auf das wenigste hundert. Anm. Bey dem Ottfried in der zweyten Bedeutung kleken, im Nieders. klicken, im Schwed. klaecka, im Isländ. klecka. Wachter leitet es auf eine äußerst gezwungene Art von dem alten kenuachan, genug seyn, ab; Frisch eben so sonderbar von Loch, Lücke, die Löcher des Mangels füllen. Es scheinet das Stammwort von schlagen, in den zusammen gesetzten anschlagen, verschlagen, zu seyn. Im Nieders. sagt man es verklickt nicht viel, wo der Hochdeutsche sagt, es verschlägt nicht viel. Es kann alsdann eine Figur des Zeitwortes klecken seyn, so fern es die Nachahmung eines gewissen Schalles ist. Im Nieders. ist Klick eine jede kleine Masse, ein Bißchen. Klicken und klecken würde also eigentlich seyn, durch kleine Massen vermehren. Sagt man doch im gemeinen Leben mehrmahls, das klimpert nicht, das kläppert nicht, das schäppert nicht, d. i. das bringt kein bares Geld ein, ist nicht einträglich. S. Erklecken und Erklecklich.
1408 Zeichen · 31 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kleckensw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    klecken sw. v. , mhd. nhd. klecken; mnd. klecken. — Graff IV,553. ca-chlecchit: part. prt. Gl 2,248,41 ( Berl. Lat. 4 ° …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kleckenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    klecken swv. BMZ tr. einen klac machen, findere Voc. 1482, intr. sich spalten, platzen Netz 11160 ; — einen kleck, fleck…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kleckensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    klecken , sw. V. nhd. hinreichen, ausreichen Hw.: vgl. mhd. klecken (1) Q.: Neoc. 2 270 (um 1600) Hw.: s. klicken E.: s.…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Klêcken

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    2. Klêcken , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches im Oberdeutschen und Niedersächsischen bekannter ist al…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    klecken

    Goethe-Wörterbuch

    klecken gelingen, glücken 1) [ Schenke zum Dichter über den Katzenjammer: ] Eben das will ich behandeln, | Und ich denk’…

  6. modern
    Dialekt
    klëcken

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    klëcke n [klakə M. ] ticken. Rda. s wurd d i r no ch k. du wirst noch eine Ohrfeige bekommen! s. auch klicke n . — mhd. …

  7. Sprichwörter
    Klecken

    Wander (Sprichwörter)

    Klecken 1. Wenn 't kleckt, denn kleckt 't. – Frischbier 2 , 2038. Die Litauer: Wem's hangen bleibt, dem bleibt's hangen,…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit klecken

17 Bildungen · 5 Erstglied · 8 Zweitglied · 4 Ableitungen

klecken‑ als Erstglied (5 von 5)

klecken II

RhWB

klecken II -e- = springen, tot drücken s. klicken.

klecken III

RhWB

klecken III -ę- Köln 1840 schw.: durchschlagen, von Papier.

klecken IV

RhWB

klecken IV -ę- uMos 1807 schw.: et kleckt es reicht zu, es ist eben genug.

klecken als Zweitglied (8 von 8)

anklecken

DWB

ank·lecken

anklecken , adspergere, affundere, affigere: der eltern schnöde lust hat mir auch angekleckt den bösen kot und wust. Fleming 20 (1685, 22); …

aufklecken

DWB

auf·klecken

aufklecken , in verschiednem sinn, 1 1) intransitiv findi, frangi, rumpi, aufschellen, zerschellen: das ei kleckt auf; ein knochen, bein kle…

Becklêcken

Adelung

beck·lecken

Becklêcken , verb. reg. act. mit Klexen bewerfen, und in weiterer Bedeutung beflecken. Das Kleid mit Koth, das Papier mit Dinte beklecken. A…

beklecken

DWB

bek·lecken

beklecken , aspergere, conspergere, maculare, besprengen, besprützen, beschmeiszen. die grundbedeutung von klecken kleckte ( mhd. klacte) sc…

erklecken

DWB

erk·lecken

erklecken , sufficere, prodesse, genügen, helfen, nützen: und ist alles verfressen, versoffen, was wir aufbringen. da will nicht erklecken, …

verklecken

DWB

verk·lecken

verklecken , verb. klecksend vergeuden, verderben. zusammensetzung zu klecken s. th. 5, 1054. 1 1) ( im anschlusse an klecken 3, a ) kleckse…

zerklecken

DWB

zer·klecken

zerklecken , verb. , 1) zerschellen, zerspalten, zersprengen ( s. klecken 1, th. 5, 1054), a) trans.: Otfrid IV 33, 37; Konrad v. Würzburg t…

ziklecken

AWB

zi- klecken sw. v. , mhd. nhd. ( älter ) zerklecken. — Graff IV,553. zi-klekit: part. prt. O 4,33,37. zerreißen: iz ( der Vorhang im Tempel …

Ableitungen von klecken (4 von 4)

beklecken

DWB

beklecken , aspergere, conspergere, maculare, besprengen, besprützen, beschmeiszen. die grundbedeutung von klecken kleckte ( mhd. klacte) sc…

erklecken

DWB

erklecken , sufficere, prodesse, genügen, helfen, nützen: und ist alles verfressen, versoffen, was wir aufbringen. da will nicht erklecken, …

verklecken

DWB

verklecken , verb. klecksend vergeuden, verderben. zusammensetzung zu klecken s. th. 5, 1054. 1 1) ( im anschlusse an klecken 3, a ) kleckse…

zerklecken

DWB

zerklecken , verb. , 1) zerschellen, zerspalten, zersprengen ( s. klecken 1, th. 5, 1054), a) trans.: Otfrid IV 33, 37; Konrad v. Würzburg t…

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Cotta, M. (2026). „klecken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/klecken/adelung
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Cotta, Marcel. „klecken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/klecken/adelung. Abgerufen 16. May 2026.
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Cotta, Marcel. „klecken". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/klecken/adelung.
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