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klecken

ahd. bis sprichw. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

EWA
Anchors
23 in 19 Wb.
Sprachstufen
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75

Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

klecken

kleckenAWB sw.v. I, Gl. 1,289,43 (in 2
Hss., Anfang des 9. Jh.s, alem.); 2,51,53/54
(2. Viertel des 9. Jh.s, alem.). 248,41 (2.
Viertel des 9. Jh.s, alem.) und bei O: ‚schüt-
teln, erschüttern, umknicken, gelingen?, ge-
nügen?; quassare, quatere
(mhd. klecken
‚einen klac machen, sich spalten, tönend
schlagen, wirksam sein, ausreichen, genü-
gen‘
, nhd. veraltet klecken ‚geräuschvoll
fallen [Flüssigkeit], schnell vonstatten ge-
hen, ausreichen‘
[Dt. Wb. 11, 1054 ff.], nhd.
mdartl. schweiz. chlecken ‚zerspringen, plat-
zen, gelingen‘
[Schweiz. Id. 3, 640 f.], els.
klecken, klicken ‚knicken, ausreichen‘ [Mar-
tin-Lienhart, Wb. d. els. Mdaa. 1, 491], bad.
klecken ‚reichen, ausreichen, langen‘ [Ochs,
Bad. Wb. 3, 155], schwäb. ‚[sich] spalten,
reißen, ausreichen, genügen, gelingen, er-
reichen, gedeihen‘
[Fischer, Schwäb. Wb. 4,
467f.; 6, 2 Nachtr. 2317], vorarlb., bair.,
kärnt., tirol., schles., ndsächs. ‚ausreichen,
genügen‘
[Jutz, Vorarlberg. Wb. 2, 86;
Schmeller, Bayer. Wb.2 1, 1324; Lexer,
Kärnt. Wb. 160; Schöpf, Tirol. Id. 323;
Schatz, Wb. d. tirol. Mdaa. 1, 339; Mitzka,
Schles. Wb. 2, 667; Jungandreas, Ndsächs.
Wb. 7, 325], dt.-lothr. ‚knicken, abbrechen,
zerdrücken‘
[Follmann, Wb. d. dt.-lothr.
Mdaa. 1, 292], luxem. ‚ein knackendes
Geräusch verursachen, mit einem kna-
ckenden Geräusch zerdrücken‘
[Luxemb.
Wb. 2, 381
], rhein. et kleckt ‚es reicht, es ist
genug‘
[Müller, Rhein. Wb. 4, 579], südhess.
klecken ‚ausreichen, genügen, gut vonstatten
gehen‘
[Maurer-Mulch, Südhess. Wb. 3,
1389], thür. ‚einzeln herabfallen, ausreichen,
gut vorangehen‘
[Spangenberg, Thür. Wb. 3,
451], osächs. ‚fallen und mit Geräusch
aufschlagen‘
[Frings-Große, Wb. d. ober-
sächs. Mdaa. 2, 552], märk. ‚herabtröpfeln‘
[Bretschneider, Brandenb.-berlin. Wb. 2,
1000], siebenbürg.-sächs. ‚ausreichen, ge-
nügen, bersten‘
[Schullerus, Siebenbürg.-
sächs. Wb. 5, 171]; mndd. klecken ‚hin-
S587biklemmen – klenan 588
reichen, ausreichen‘
). Denominale Ablei-
tung. Vgl. auch Lühr 1988: 125; Riecke
1996: 180. S. klac. – zikleckenAWB nur bei O:
‚zerreißen; scindere (mhd., ält. nhd. zer-
klecken ‚zerschellen, zerbersten‘). – Ahd.
Wb.
5, 244
; Splett, Ahd. Wb. 1, 462; Köbler,
Wb. d. ahd. Spr. 666. 1316; Schützeichel7
177; Starck-Wells 335; Schützeichel, Glos-
senwortschatz 5, 245.
2368 Zeichen · 116 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kleckensw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    klecken sw. v. , mhd. nhd. klecken; mnd. klecken. — Graff IV,553. ca-chlecchit: part. prt. Gl 2,248,41 ( Berl. Lat. 4 ° …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kleckenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    klecken swv. BMZ tr. einen klac machen, findere Voc. 1482, intr. sich spalten, platzen Netz 11160 ; — einen kleck, fleck…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kleckensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    klecken , sw. V. nhd. hinreichen, ausreichen Hw.: vgl. mhd. klecken (1) Q.: Neoc. 2 270 (um 1600) Hw.: s. klicken E.: s.…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Klêcken

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    2. Klêcken , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches im Oberdeutschen und Niedersächsischen bekannter ist al…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    klecken

    Goethe-Wörterbuch

    klecken gelingen, glücken 1) [ Schenke zum Dichter über den Katzenjammer: ] Eben das will ich behandeln, | Und ich denk’…

  6. modern
    Dialekt
    klëcken

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    klëcke n [klakə M. ] ticken. Rda. s wurd d i r no ch k. du wirst noch eine Ohrfeige bekommen! s. auch klicke n . — mhd. …

  7. Sprichwörter
    Klecken

    Wander (Sprichwörter)

    Klecken 1. Wenn 't kleckt, denn kleckt 't. – Frischbier 2 , 2038. Die Litauer: Wem's hangen bleibt, dem bleibt's hangen,…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit klecken

17 Bildungen · 5 Erstglied · 8 Zweitglied · 4 Ableitungen

klecken‑ als Erstglied (5 von 5)

klecken II

RhWB

klecken II -e- = springen, tot drücken s. klicken.

klecken III

RhWB

klecken III -ę- Köln 1840 schw.: durchschlagen, von Papier.

klecken IV

RhWB

klecken IV -ę- uMos 1807 schw.: et kleckt es reicht zu, es ist eben genug.

klecken als Zweitglied (8 von 8)

anklecken

DWB

ank·lecken

anklecken , adspergere, affundere, affigere: der eltern schnöde lust hat mir auch angekleckt den bösen kot und wust. Fleming 20 (1685, 22); …

aufklecken

DWB

auf·klecken

aufklecken , in verschiednem sinn, 1 1) intransitiv findi, frangi, rumpi, aufschellen, zerschellen: das ei kleckt auf; ein knochen, bein kle…

Becklêcken

Adelung

beck·lecken

Becklêcken , verb. reg. act. mit Klexen bewerfen, und in weiterer Bedeutung beflecken. Das Kleid mit Koth, das Papier mit Dinte beklecken. A…

beklecken

DWB

bek·lecken

beklecken , aspergere, conspergere, maculare, besprengen, besprützen, beschmeiszen. die grundbedeutung von klecken kleckte ( mhd. klacte) sc…

erklecken

DWB

erk·lecken

erklecken , sufficere, prodesse, genügen, helfen, nützen: und ist alles verfressen, versoffen, was wir aufbringen. da will nicht erklecken, …

verklecken

DWB

verk·lecken

verklecken , verb. klecksend vergeuden, verderben. zusammensetzung zu klecken s. th. 5, 1054. 1 1) ( im anschlusse an klecken 3, a ) kleckse…

zerklecken

DWB

zer·klecken

zerklecken , verb. , 1) zerschellen, zerspalten, zersprengen ( s. klecken 1, th. 5, 1054), a) trans.: Otfrid IV 33, 37; Konrad v. Würzburg t…

ziklecken

AWB

zi- klecken sw. v. , mhd. nhd. ( älter ) zerklecken. — Graff IV,553. zi-klekit: part. prt. O 4,33,37. zerreißen: iz ( der Vorhang im Tempel …

Ableitungen von klecken (4 von 4)

beklecken

DWB

beklecken , aspergere, conspergere, maculare, besprengen, besprützen, beschmeiszen. die grundbedeutung von klecken kleckte ( mhd. klacte) sc…

erklecken

DWB

erklecken , sufficere, prodesse, genügen, helfen, nützen: und ist alles verfressen, versoffen, was wir aufbringen. da will nicht erklecken, …

verklecken

DWB

verklecken , verb. klecksend vergeuden, verderben. zusammensetzung zu klecken s. th. 5, 1054. 1 1) ( im anschlusse an klecken 3, a ) kleckse…

zerklecken

DWB

zerklecken , verb. , 1) zerschellen, zerspalten, zersprengen ( s. klecken 1, th. 5, 1054), a) trans.: Otfrid IV 33, 37; Konrad v. Würzburg t…

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APA
Cotta, M. (2026). „klecken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/klecken/ewa
MLA
Cotta, Marcel. „klecken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/klecken/ewa. Abgerufen 20. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „klecken". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/klecken/ewa.
BibTeX
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