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gadem

ahd. bis Dial. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gadem n. m.

Bd. 4, Sp. 1131
gadem, gaden, n. m. conclave, ein dem neuern hd. fern gebliebenes wort, das einst in groszer geltung war. II. Formen, verbreitung, ursprung. I@aa) mhd. gadem, auch schon gaden n., mit schwächung des m, wie in faden, busen, boden (doch gadem noch nhd., s. d). ahd. cadum, gadum und cadam, gadam n., auch cadhum (Hattemer 1, 145b). in den andern alten sprachen, alts. ags., altn. fehlt es; das einmalige altfries. gaten Richth. 773b sieht zweifelhaft aus, doch vgl. ags. botm, altn. botn gleich hd. boden (2, 209), freilich wäre friesisch auch dann gatm oder getm zu erwarten (wie bôsm, fethm). I@bb) hauptsächlich im hochd. heimisch, erscheint es doch sowol im älteren md. vereinzelt (Leysers pred. 121, 40, myst. 1, 135, Jerosch. 55) als auch nd., z. b. im Sachsensp. (s. II, 6), in einem voc. d. 15. jh. absida, gadem hor. belg. 7, 26a, brem. gadem, gaem kramladen Brem. wb. 2, 475, osnabr. gaden, gâm angebautes häuschen, das mit dem haupthause éin dach hat Strodtm. 64, sodasz es doch auch im nd. altheimisch sein wird. vgl. unter e. I@cc) ursprung und urverwandtschaft sind noch dunkel, Wackernagel stellte dazu gr. χιτών kleid, s. b. Haupt 6, 297, vgl. Germ. 4, 169. haus und gewand haben öfter éinen namen oder éinen wortstamm, weil beide auf der ersten stufe der kunst durch flechten hergestellt wurden (s.kötze II, 3, krippe I, 3, c); so stimmt hier zu gadem nahe ein altn. wort, das auf flechten weist: gaddan n. netz Biörn 1, 264b, Fritzner 186a (hier als kopfkleid, von rosshaaren). auch gr. χιτών galt zugleich von fischnetzen, spinngewebe. zu erwähnen bleibt übrigens ein altgerm. (und auswärtiges) wort, das schon Frisch dazu stellte: kote hütte, bei dem ohnehin das gesetz der lautverschiebung durch die thatsachen manigfach gekreuzt wird (s. 5, 1882. 1884); auch hütte mit derselben erscheinung scheint ihm verwandt, und vielleicht ist es auch gadem. es wäre nicht der einzige fall, dasz in uralten stämmen im anlaute alle drei lautstufen auftreten, s. z. b. 5, 870. I@dd) gadem mit alter voller endung noch im 15. jh.: gadem oder gaden, gressio, inde venit progressio. voc. inc. teut. h 1a (die wunderliche erklärung musz wol ein misverständnis sein). schweiz. noch im 16. jahrh.: die gädmer und sennhüten. Stumpf 610a, in namen von örtlichkeiten noch heute, s. Stalder 1, 411 (sonst gaden). Aber aus gaden ward auch gade, z. b. bei Schönsleder S 1b ein gade, taberna (schwäb. 17. jh. gada Fromm. 4, 102), und daraus weiter gad Alberus G 1a (neben gaden, s. II, 4, b), Henisch 1331, das dann die weiteren wbb. gewöhnlich bringen (gad, gade m. noch b. M. Kramer 1787); vgl.fad faden 3, 1231. bair. österr. mit erweichung des d auch garn, s. II, 6, c. I@ee) lebendig ist es noch im ganzen süden, von Österreich bis zur Schweiz, obwol auch da fast auf die bauernsprache beschränkt und sonst im werte heruntergekommen. auszerdem nur noch verkommende spuren, nd. wie md.; nd. s. u. b oben, dann z. b. im nördl. Franken, in Coburg gôden m. fischkasten, s. Fromm. 5, 410; im Hanauer gebiete gaden m., kleiner anbau, nebenbau, s. Vilmar 113, der belege und spuren gibt, wonach es einst in Hessen allgemeiner war. im nördl. Thüringen, in dörfern der Goldnen aue, gaden n. ein halb unterirdischer raum am hause, bes. zur aufbewahrung der milch dienend. Überhaupt hat es nach den zeugnissen u. II einst wol ganz Deutschland inne gehabt, auch den osten nicht ausgeschlossen, wenigstens in der bed. kaufmannsladen (II, 4); doch nl. find ichs nicht, während es in Cöln galt. zu beachten ist noch, dasz jetzt das masc. vorherscht (nur appenz. n., bair. auch n.), das doch mhd. ganz fehlt, gewiss nur zufällig nicht bezeugt. IIII. Bedeutung und gebrauch. II@11) urspr. haus überhaupt, 'sofern es aus éinem raum bestand' Schm. 2, 15. II@1@aa) so ahd. domus, aedes, auch heilac cadum sanctuarium. mhd. auch gleich sal, das hauptgebäude einer burg, z. b. in den Nib.; daher in ortsnamen, wie Berchtesgaden, alt Berchtoldesgadem, also wol gleich mhd. hûs burg. daher auch mhd. gademer zimmermann Gemeiner Regensb. chr. 1, 349. II@1@bb) jetzt aber nur noch von geringen gebäuden oder in geringschätzigem sinne, wie es worten für häuser, kleider, pferde u. a. in ihrem alter geht: wenn ihr von einem abendschmaus nach haus zu gehen träumt, bei einem alten gaden vorbei, auf einmal knarrt ein kleiner fensterladen. Wieland 22, 151 (20, 88); von einer salpeterhütte: ich stand auf, trippelte im hemdli nach der hütte und um den gaden überall herum. d. arme mann im Tockenb. 10, vgl. 11. schweiz. die alphütte, gadenmeister aufseher über die sennhütten, im Rheinthale Stalder 1, 411, s. aus Stumpf unter I, d. mhd. gadenstat: ûf dem berge (der Buosalpa) sint fünf gadenstette. habsb. urb. 96, 26. auch viehstall, heustall, s. Tobler 210b (gleich stadel), Stalder, der auch gadenstatt so anführt; dazu gadmen, das vieh in den stall thun. II@22) gemach, zimmer, kammer. II@2@aa) so schwäb. im Schwarzwalde stubengaden stubenkammer Schmid 213, schweiz. nebengaden, obergaden, s. Stald. 1, 411: wir wöllen essen im hintern gaden. H. Sachs 3, 1, 50b; eszgadin tristega Dief. 597c aus rhein. vocab., auch mansgaden oder frauengaden im bad, apoluterium 40c, voc. inc. t. p 5a. Bes. aber die schlafkammer, wie kurz kammer gleichfalls, noch oberbair., schwz., vorarlb. (mhd. slâfgadem, brûtgaden thalamus): und tet mich gar dick zu ir laden, das ich heimlich kome zu ir gaden. fastn. sp. 116, 12; mir öffnet ains mein puol ir gaden und ward mich an ir pettlein laden. 338, 19. II@2@bb) daher von der sonne: wenn die sonne zu gaden gegangen ist und die nacht mit macht beginnt einzubrechen. Otho krankentrost 1274. der schöne ausdruck, so spät und vereinzelt bezeugt, sieht nach hohem alter aus. II@2@cc) auch von der kaiserlichen 'kammer' (als gericht, vgl. gadengericht): der bischof hett wol zugericht, das diese ufrur wer geslicht ... on urteil des keisers gaden. Lenz Schwabenkrieg 41b, ohne dazwischenkunft des kais. kammergerichts, s. 36b (gaden ohne casuszeichen in folge des vorhergehenden gen., s. Haupts Neidh. 201). II@33) kammer oder gebäu zu wirtschaftszwecken, speiskammer Henisch, spisgaden Dief. 464c (md.); so noch kärnt., auch getreideschuppen (schon ahd.); auch henneberg. vorratshaus Reinw. 2, 47; schwz. tir. käsgaden, milchgaden, obsgaden (Henisch 1331, 53), speckgaden u. dgl., b. Schmeller apfelgaden, fleischgaden, leingaden leinwandkammer, steingaden speisegewölbe, zehrgaden speisekammer. Auch im bergwesen geschirrgaden, schuppen für das schiffsgeschirr Lori bergr. 500, brenngaden zum silberbrennen 63. 224 (md. um 1300 burnegaden Freiberger stadtr. 182), scheidgaden in Schemnitz mhd. wb. 1, 456b. noch österr. probiergaden Scheuchenstuel 183. II@44) im geschäftsleben, laden, verkaufsladen oder stätte. II@4@aa) mhd. koufgadem, z. b.: swaʒ fuoter ouch die gädemler koufen, daʒ sullent sie offenlich veile haben in potigen in den vordern gädemern und niht hinhinder bergen und ûf tiurunge behalten. Meraner stadtr. Haupt 6, 423, da ist gadem mehr noch hausraum überhaupt, der eigentliche eingerichtete kaufladen scheint die potige, d. i. apotheca (franz. boutique), s. 'inter apothecas' gleich 'unter den krämen' Kriegk bürgerth. 1, 528; daʒ nieman kainen zins geben noch nemen sol (mieten und vermieten, von verkäufern) von kainem schreine noch von kainer banc noch von kainer stat auszerhalb seines hauses drischüfel (schwelle), ane in den beigedemlein bei den kelrshelsen, die vormals herkomen sint, dar inne mac ain man innerhalben des gademes haben vaile sache. Nürnb. polizeiordnung 154; ein burger der weder ze gademe noch ze kelr stât. Augsb. stadtb., von tuchläden (vgl. Birl. Augsb. wb. 176a); niemand sol gewand schneiten zu Erfurt dann uf dem frîe ('freiheit', platz) des erzbischoves unter den gademen. Falkenstein hist. v. Erf. 135, v. j. 1289, wie sonst unter den krämen (5, 1987 fg.), strasze von kaufläden, oder budenreihe; do (i. j. 1389) wart an das koufhus ein gros nuwe hus gemaht mit kremen und gademen. Straszb. chron. 744 var.; uf dem (den?) cram und gaden an sente Gothardes capellen, in Mainz. Haltaus 582; auch in Frankfurt unter den gaden, wie unter den krämen, s. Kriegk a. a. o., und in Cöln: vicus qui dicitur undir gedemin. Lacomblet urk. 2, 114, v. j. 1237. selbst in Magdeburg gadem in der schöppenchr. 306, 32. II@4@bb) auch nhd. noch bis ins 17. jh.: kaufgaden Alberus b 4a (5, 331 nachzutr.); gadom, gadum nennt der Cölner Harf pilg. 41, 32. 36 die kaufläden in Venedig auf dem Rialto; im gaden oder offenen kram sizen. Frankf. ref. III, 7 § 12; Sempronius hat die hallen oder gäden (tabernas) zu der gemein gekauft. Livius 802 Rihel; wahren in verschindelten, verdeckten gäden und läden. Fischart groszm. 26; gewälb und gäden. Garg. 190b; mit dem das er offene gäden von allerlei pfründenkaufmanschaft hielt. bien. 221b, den pfründenverkauf offen betrieb. Noch im 17. jh.: da schimmern fenster, läden, hüpsch-bunte krämergäden. Rompler 111; diese wahr ist nicht die beste, die im gaden vornen leit. Logau 2, zug. 168. noch z. b. Ludwigs teutsch-engl. lex. Lpz. 1716 nennt gaden oder laden, a shop; aus Straszburg gibt das gloss. germ. von Scherz u. Oberlin v. j. 1781 'hodie die gädlein' 463. II@55) werkstatt. Henisch, gaden officina Alberus Hh 4a, mhd. (noch nhd.) wercgadem, z. b.: es sol ouch .. nieman .. uʒgenommen die goltsmide in iren gademen, deheine esse hinnanvür me haben in sime huse. Straszb. chron. 999, 23. so schneidergaden, schergaden barbierstube Schm. 2, 16, huotergadem vom hutmacher Nürnb. poliz. 289. webgaden, bei Steinbach 1, 536 webergade textrina (schwäb. am mitteln Neckar webgarte Birl. Augsb. wb., s. u. 6, c), vgl. hess. erdgaden Vilmar 113, vielleicht eben ein webergaden, s. u. dunk. II@66) stockwerk, aus der bed. 1 (s. u.kar 5). II@6@aa) schon mhd., im Schwsp. 122, 2 drîer gademe hôh bûwen, auch mnd. Ssp. 3, 66, 3 in deme nederen gademe, erdgeschosz (var. gemache, gange), während die dem Schwsp. entsprechenden worte lauten drîer dele hô, 'dielen': welcher hinfür .. pawen will, der soll den ersten oder understen gaden .. mit steinwerk aufpawen. Nürnb. reform. 144a (Haltaus 581); man mag ain iedes hus machen drier gädmer oder kare hoch. Ulmer rechtsb. v. 1427 Schmid 213, s.kar 5; ain hocher turn, hett acht gadem höch (höhe). Augsb. chron. 2, 315; der selbe turn wart .. zweiger bünen hoher gemaht .. donoch wurdent die glocken eines gademes höher gehenket. Straszb. chron. 730, 4; von drei stockwerken oder gäden. Frankf. ref. viii, 2 § 1; scheuet sein pferd, das er (von einer mauer) eines hohen gadens hoch mit dem pferd herabfiel. Frank Germ. chr. 283b (clavis zum Teuerd. cap. 51); dise haben erstlich gaden in die heüser gemacht. weltb. 181a; hoch sieben gaden. H. Sachs 3, 2, 149b; warf mich herab drei gaden hoch. 1, 501c; kan man es dann an der behausung haben, so seind lüftige und lustige zu erwehlen, die auch hohe gaden haben. Wirsung arzneib. 1572 s. 575 (gäden ausg. 1597); gewölber und zimmer im untern gaden. Hohberg 1, 27 u. o.; so noch schwäb., bair., östr. (canzleistil nach Höfer), und auch die md. wbb. von Stieler, Rädlein, Ludwig geben es noch an (bei letzterem sp. 683 auch 'grundgaden, der allerunterste gaden, die diele, das packhaus', aus handelsstädten), Steinbach sogar in der alten form, gadem, haus von drei gademen (vgl. u. 5). II@6@bb) übertragen auf anderes ähnliches gebäu, z. b. von der künstlichen uhr im Straszburger münster, die sich wie in stockwerken aufbaut: darnach im andern (zweiten) gaden sind auch noch drei stück ... Fischart in Scheibles klost. 10, 1033, bei Kurz 3, 386; im dritten gaden findt man wider drei stück ... das. auch gäden in schiffen, tabulata, eadem in navibus quae contignationes in aedibus Henisch 1331, 29, Stieler 591, gleich deck. II@6@cc) bair. österr. auch entstellt garn, garden, s. Schmeller 2, 16: umb ein garn höcher als der babylonische thurm. Abraham a s. Clara; in der archen Noe waren drei garden. ders.; vgl. schwäb. webgarte unter 5, und Birl. Augsb. wb. 176b, vermischung des dunkel werdenden wortes mit garten, so wunderlich das aussieht. II@77) schrank, er ist ja einem kleinen hause ähnlich, vgl. kasten als haus, kammet (d. i. kammer) schrank, und kote haus mit köte schrank: gad, gehalter, kästlin, armarium Henisch 1331, 36, Stieler 591; grosze praten, lang als ein gaden. Garg. 96b (Sch. 169) gehört wol auch daher. schon mhd., s. Neidh. 24, 37 ff. gadem gleich schrîn, in Dietrich u. s. gesellen 207 ziehen frauen, zur unterhaltung des helden mit kunstvoller frauenarbeit, ihre werkes gaden herbei (v. d. Hagens heldenb. 2, 180, Berl. heldenb. 5, 40b), bewegliche arbeitspulte oder kasten. II@88) bildl. mehrfach, mhd. z. b. herzen gadem Frauenlob spr. 274, 8, mîner sêle gadem Jeroschin 1b, wie kammer (s. d. 8, b). nhd.: das gaden der demuot. Keisersb. bilg. 96c; Eva war die rechte Pandora, ein gaden aller weiblichen tugend. Mathesius Sar. 15. pred., wol vorratskammer, nach 3. Aber auch obscön (s. fleischgaden): si hat ain fremden kromer gelaszen in ir gaden. fastn. sp. 668, 7; (si) offent im der freuden gaden. 743, 21.
13223 Zeichen · 456 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    gademst. N. (a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    gadem , st. N. (a) Vw.: s. gadum*

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    GADEMstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    GADEM später , GADEN stn. — gaden: entladen Am. 841; plur. gedemer Mart. 138. ahd. gadum , gadam, Gr. 1, 679. 2,151. 736…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gademn. m.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    gadem , gaden , n. m. conclave, ein dem neuern hd. fern gebliebenes wort, das einst in groszer geltung war. I I. Formen,…

  4. modern
    Dialekt
    Gademn.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Gadem , Gaden n. : 1. 'Nebenhaus (nur mit einem Raum)'. a. 1528: Item 1 pfundt heller Hans weyck von seynem Hauß vnd ga…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gadem

74 Bildungen · 13 Erstglied · 59 Zweitglied · 2 Ableitungen

gadem‑ als Erstglied (13 von 13)

gademer

DWB

gade·mer

gademer , m. 1 1) inquilinus, einwohner, vom bürger unterschieden, s. Haltaus, gädemer Frisch, bei Stieler 591 handwerksmann mit bloszem ein…

gadem (gâm)

LW

gadem (gâm), n. 1. angebautes Häuschen, Bude. 2. Kramladen. 3. Stockwerk.

gādem (kraem-)

MNWB

gadem·kraem

~gādem (kraem-), m. (flekt. auch -gēdem- ), Krambude, Verkaufsstand , kleines Haus mit Verkaufsständen. —

gademlære

KöblerMhd

gademlære , st. M. nhd. Haushalter, Inhaber einer Verkaufsbude, Inhaber eines Verkaufsraums Vw.: s. hinder- Hw.: s. gademære Q.: StRMeran, U…

gademman

Lexer

gadem·man

gadem-man stm. krämer. welcher schenke gibt oder nimpt, er sî gademan oder snîder, sal igliche parthye von iglicher elen mit eim ort zu pêne…

gademstat

Lexer

gadem·stat

gadem-stat stf. BMZ s. v. a. gadem hütte, stall, scheune Urb. ; in der Zimr. chr. 3. 39, 20 f. noch die composita gadengericht, gadenrichter…

gademvrouwe

MWB

gadem·vrouwe

gademvrouwe swF. ‘Inhaberin einer Verkaufsbude’ (vgl. → gademman); als Zusatz eines Pers.-Namen: Mya gadinvrouwe BerufeFrankf 48b (a. 1326) …

gademvrīheit

KöblerMhd

gadem·vrīheit

gademvrīheit , st. F. nhd. Privileg über Kaufbuden am Mainzer Dom Q.: Chr (Mitte 15. Jh.) E.: s. gadem, vrīheit (1) W.: nhd. DW- L.: DRW

gademzins

KöblerMhd

gadem·zins

gademzins , st. M. nhd. Gademins Q.: StRNördl (1423) E.: s. gadem, zins W.: nhd. DW- L.: DRW

gademære

MWB

gademære stM. ‘Zimmermann’ quosdam concives nostros ex opere manuum suarum dictos chudruwanær et quosdam dictos gademær et quosdam cognoment…

gadem als Zweitglied (30 von 59)

apfelgadem

KöblerMhd

apfel·gadem

apfelgadem , st. N. nhd. Apfelbaumgarten ÜG.: lat. pomarium Voc Q.: Voc (1482) E.: s. apfel, gadem W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 86 (apfelgade…

belzgadem

MWB

belz·gadem

belzgadem stN. ‘Kürschnerwerkstatt’ pellicina: beltzgaden VocOpt 21.033 MWB 1 567,58; Bearbeiter: Schnell

brenngadem

Lexer

brenn·gadem

brenn-gadem stn. schmelz-, brennhütte. was arzt gesmelzt wirdet, das sol in der von Salzburg prenngaden bracht werden Mh. 2,202.

ëʒʒegadem

Lexer

ëʒʒe-gadem stn. cœnaculum Dfg. 8 b . ebenso

gewantgadem

MWB

gewant·gadem

gewantgadem stN. 1 ‘Kleiderkammer’ (übers. lat. vestiarium )2 wohl eine Verkaufsbude oder ein Gebäude zur Lagerung von Kleidung bzw. Tuch (v…

hortgadem

Lexer

hort·gadem

hort-gadem stn. BMZ schatzkammer Griesh. vgl. des hordes gaden Ga. 1. 344,280.

hovegadem

Lexer

hove·gadem

hove-gadem stn. gebäude im hofe Chr. 1. 29,11. 21. Halt. 933.

huotgadem

MWB

huot·gadem

huotgadem stN. hier -gaden. Aufbewahrungsort für Kleidung: gewant daz in der padstuben wiert verlorn, daz gilt der hueter nicht: wiert iz ab…

huotæregadem

MWB

huotæregadem stN. hier huotergaden. ‘Laden eines Hutmachers’ alle protlauben und eisenkasten und schergaden unde kreme und huͦtergaden, [...…

höugadem

MWB

höugadem stN. hier höuwe-. ‘Heuboden; Scheune, Gebäude zur Heuaufbewahrung’ fenile: howegaden VocClos Fe35 MWB 2 1725,56; Bearbeiter: Diehl

krāmgadem

KöblerMhd

krām·gadem

krāmgadem , st. M. nhd. „Kramgaden“, Kramladen, Verkaufsraum ÜG.: mlat. instita Gl, VocOpt Q.: Gl, VocOpt (1328/1329) E.: s. krām, gadem W.:…

kursengadem

KöblerMhd

kursen·gadem

kursengadem , st. N. nhd. Kürschnerwerkstatt? ÜG.: lat. pellicina Voc Q.: Voc (1482) E.: s. kürsen, gadem W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 1795 (…

küelgadem

KöblerMhd

küelgadem , st. N. nhd. „Kühlgaden“, Kühlkammer ÜG.: lat. frigidarium Voc Q.: Voc (1482) I.: Lsch. lat. frigidarium? E.: s. küel, gadem W.: …

leimgadem

MWB

leim·gadem

leimgadem stN. hier lein-. ‘Lehmhütte’ der kelnhof ze Wiler, den der zehender buwet von Núfron, der selb hof het I hus und II schúran [Sch…

lîngadem

MWB

lîngadem stN. ‘Verkaufsstätte für Leinware’ de illis, qui stant under den lingademen et vendunt linea vestimenta preparata WeistErf 111 (1. …

līngadem

KöblerMhd

līn·gadem

līngadem , st. N. nhd. Verkaufsstätte für Leinware, kleiner Laden für den Verkauf von Leinenzeug Q.: DRW (um 1320), WeistErf E.: s. līn, gad…

miuchelgadem

Lexer

miuchel-gadem stn. BMZ gemach zum verstecken, scherzw. für einen weiten ärmel Helbl. 1,194.

muosgadem

KöblerMhd

muos·gadem

muosgadem , st. N., st. M. nhd. „Musgaden“, Speisezimmer ÜG.: lat. cenaculum Gl Q.: Gl (11./12. Jh.) I.: Lüt. lat. cenaculum E.: s. muos, ga…

obezgadem

KöblerMhd

obez·gadem

obezgadem , st. N., st. M. nhd. „Obstgaden“, Obstgarten ÜG.: lat. pomarium Gl Q.: Gl (12. Jh.) E.: ahd. obazgadum, obāzgadum, st. N. (a), „O…

Pachtgadem

DRW

pacht·gadem

Pachtgadem, m. zu Gadem (I 1) gepachtetes (I) Gebäude J. in S. hat ein pfachtgadem, wozu nichts gehorig gehoret 1645 Schnettler,Steuerstr. 3…

pfieselgadem

KöblerMhd

pfiesel·gadem

pfieselgadem , st. M., st. N. nhd. Frauengemach, heizbares Gemach Q.: Kudr (1230/1240) E.: s. pfiesel, gadem W.: nhd. DW- L.: Lexer 159b (ph…

pfistergadem

KöblerMhd

pfister·gadem

pfistergadem , st. N. nhd. Bäckerei, Backstube ÜG.: lat. pistrina Gl Q.: Gl (15. Jh.?) E.: s. pfister*, gadem W.: nhd. DW- L.: LexerHW 2, 24…

Ableitungen von gadem (2 von 2)

gegademe

MWB

gegademe stN. ‘(Schlaf)Gemach, Kammer’ der kúning. lêitota míh in sîne gegádeme Will 6,1. 48,11 MWB 2 230,10; Bearbeiterin: Herbers

zergadem

Lexer

zer-gadem stn. BMZ speisekammer, -magazin Schm. Fr. 1,872 ;

Zitieren als…
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Cotta, M. (2026). „gadem". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gadem/dwb?formid=G00124
MLA
Cotta, Marcel. „gadem". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gadem/dwb?formid=G00124. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gadem". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gadem/dwb?formid=G00124.
BibTeX
@misc{lautwandel_gadem_2026,
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  urldate      = {2026-05-15},
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