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wat

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wat f.

Bd. 27, Sp. 2561
wat, f. tuch, kleidung, ausrüstung. II. herkunft, verbreitung, formen. I@11) mhd. wât, ahd. wât 'amictus, vestimentum, vestitus, vestis, exuviae' Graff 1, 740, übereinstimmend mit asächs. wâd, mnd. wât, fries. wêd, ags. wǽd, anord. váð 'stück zeug, zugnetz, pl. kleider', norw. dial. vaad, nur im got. nicht belegt. daneben steht das abgeleitete neutr. ahd. giwâti, asächs. wâdi, mnd. wêde, ndl. gewaad, ags. wǽde, engl. weed. die grundbedeutung ist 'gewebe'. Kluge im etym. wb.8 480 leitet das wort, als mit suffix -ti- gebildet, von der indogerm. wurzelweben, skr. váyati 'webt, flicht', gr. ἤτριον 'aufzug am webstuhl', ab. das nahe verwandte -wet in mhd. spinnewet 'spinnewebe' (noch jetzt mundartlich s. th. 10, i, 2539) zeigt aber, dasz der dental zur wurzel gehört, idg. vedh; auf avedh führt lit. áudmi 'webe', ũdis 'ein gewebe' vgl. Hirt beitr. 23, 295. ablaut 101. Fick 34, 386. die wurzel vedh 'weben' ist mit Müller mhd. wb. 4, 773 f., Fick Bezzenbergers beitr. 28, 106, Meringer indog. forsch. 17, 142 wahrscheinlich der in got. gawidan 'binden', ahd. wetan 'anjochen' gleich zu setzen. die möglichkeit, dasz wât als uēti in die sippe von lat. exuo 'ziehe aus', induo 'ziehe an', lit. aviù avti 'fuszbekleidung tragen', asl. ob-uti 'fuszbekleidung anziehen', avest. aoþra- 'schuhzeug' gehört, betont Uhlenbeck beitr. 35, 179. I@22) wat wird vom 12. jahrh. an durch kleid und gewand zurückgedrängt und verschwindet im 17. jahrh. aus der schriftsprache. über das verhältnis von mhd. gewant, das aber die ursprüngliche bedeutung 'tuch' besser bewahrt, während wât schon im ahd. als 'kleidung' erscheint, zu wât und gewæte handelt Wunderlich th. 4, 1, 5237 ff. im obd. setzt sich gewant frühzeitig auch als 'kleidung' fest und im 15. jahrh. erscheint wat hier im wesentlichen nur noch als litteraturwort; allgemein üblich bleibt es nur in zusammensetzungen, einerseits wathaus, watmann usw. und besonders watsack, andrerseits leinwat, dann zu leinwand umgestaltet, niederwat, seidenwat, federwat 'bettzeug' (auch vom gefieder der vögel und dem federvieh selbst: kúe, pferdt, federwoth, das soll ieglichs halb geschetzt werden dorfordnung von Althausen oa. Mergentheim (1528), württemb. vierteljahrshefte n. f. 12, 449). dasz es der gewöhnlichen sprache nicht mehr geläufig ist, scheint daraus hervorzugehen, dasz es in rechtlichen verordnungen nur selten begegnet und den frühnhd. glossaren fehlt (mit ausnahme von amictus, klayt ader wod Diefenbach mlat. hd. böhm. wb. 25, vgl. auch die II 6 b angeführte wendung), in den wörterbüchern vermiszt man es schon bei Dasypodius (Frisius, Maaler, Henisch s. u.; Stieler u. a. führen wad nur mit rücksicht auf die composita an). in der litteratur erscheint es allerdings bis zu anfang des 17. jahrh., besonders in bestimmten wendungen (mit adj. oder gen. verbunden), und zwar nicht nur bei dichtern, denen es als reimwort willkommen war, sondern auch bei prosaikern, jedoch keineswegs bei allen. in der Schweiz war das wort wol noch der volkssprache bekannt, J. v. Watt, Zwingli, Keszler, Heuszlin, Forer, Thurneiszer u. a. haben es, die wörterbücher wenigstens in bestimmten wendungen: pannicularia, kleinfge habe oder waat, so ein gefangner mit im in gefencknusz bringt Frisius (1556) 943; zarte oder reine waat von reinem faden, multitia Maaler 479a; doch erklärt Petri Luthers wad durch gewandt. im Elsasz kommt es bei Keisersberg, Murner, Frey, häufig bei Wickram, vor, aber Fischart hat das simplex nicht mehr, Rompler nur als archaismus, den er vorr. s. 19 erläutert. von Schwaben gebraucht es S. Franck häufig, ferner hat es Widmann in der chronik von Hall und noch Spreng in seinen dichtungen, von Baiern Berthold v. Chiemsee, Aventin, Schaidenreiszer. anders liegt die sache in Mitteldeutschland, da das wort hier noch jetzt im westen und osten des gebiets mundartlich lebt (wôt wb. d. luxemb. mda. 492. oberhess. Vilmar 459. wt Schmidt Siegerland 54. in Schlesien und der Lausitz wôt Weinhold 103. Anton (1844) 12, auch coll. wôtge, wie obersächs. wôtg Müller - Fraureuth 2, 643, woudcht Meiche 70 und nordböhm. wôtniche Frommann 5, 479 und in den verben a'wōtchen, a'wōtsen 'ankleiden'. in der Zips wôd Schmeller 2, 1045. Schröer 212) und früher wol allgemein war. auch dem Nürnbergischen war das wort, das in den kleiderordnungen des 15. jahrh. öfter vorkommt und bei H. Sachs und Ayrer ganz gewöhnlich ist, wol noch geläufig. wenn wat (wad) bei dem Hessen Kirchhof und dem Obersachsen Mathesius noch in der 2. hälfte des 16. jahrh. häufig ist, so zeigt sich darin der einflusz des mundartlichen gebrauchs. Luther hat das veraltende wort nur einmal als n.: sie werden mit mir wandeln ynn weyszem wad off. 3, 4, wofür seit 1529 in weiszen kleidern. von seinen landsleuten kennen es noch J. Walther, Ackermann und Cyr. Spangenberg. noch am anfang des 17. jahrh. haben es die aus der Rhöngegend gebürtigen Eyering und Melissus. von schriftstellern ndd. herkunft wird es kaum gebraucht (Hollonius hat es als m.), in Niederdeutschland starb es frühzeitig aus (in Preuszen noch wâd neben wand 'wollenes zeug' Frischbier 2, 454, in Ostfriesland wâd, gewöhnlich gewâd ten Doornkaat-Koolman 3, 494b). im ndl. gilt schon für Kilian 648a waet als veraltet. im 19. jahrh. erscheint das wort im wunderhorn (1, 153) und Uhland gebraucht es wieder ohne viel nachfolge zu finden; als watt (an watte angelehnt?) kennen es auch Schwab und Rückert: dort (im schrein) leuchten purpurwatt und seide, der frische schmuck vom hochzeitkleide. G. Schwab ged. (1828) 1, 406; den ersten faden hat im letzten stral der sonnen zu eurer (der fluren) winterwatt Maria selbst gesponnen. Rückert ges. ged. 5, 58. I@33) wat (im 16. jahrh. zur bezeichnung des langen a häufig waat, waht, wath geschrieben) erscheint im 15. und zuweilen noch im 16. jahrh. auch in dialektischen formen: schwäb. waut Steinhöwel Äsop 265. N. v. Wyle translat. 125. städtechr. 4, 332, 10 (Augsburg 1469), auch in Mentels bibel, Tit. 2, 3; wot bei Folz meisterl. 13, 91 u. ö., besonders elsäss. Keisersberg postill 1, 5b. Wickram 5, 161, 22 u. ö.; hess. woid Gerstenberg chron. 163; köln. wait städtechr. 14, 833, 19 (1499). die form wethe (wie mnd. wêde) bei Rothe düring. chron. 388. die schreibung wad (hauptsächlich unter einflusz von gewand) bei Rothe rittersp. 332. Murner geuchmatt 413. Luther off. 3, 4. Berthold v. Chiemsee 468. Mathesius Sarepta 191b. Melissus bei Opitz poem. 164; wadt bei S. Franck chron. 137a u. ö. Mathesius Sarepta 26b u. ö.; die schreibung watt z. b. bei Füterer Lanzelot 113 Peter. Hätzlerin 1, 5, 71. Aventin 1, 395, 20, wott Wickram 7, 158, 1336, hat lautlich keine bedeutung.der gen. dat. sing. läszt sich in der alten form wæte (gekürzt wæt z. b. Enikel weltchr. 17269. Seuse 514, 2 Bihlmeyer; kouffmanschaft ... mit lin- und wullwät stadtrecht von Bern 197, 7 Welti v. j. 1467) aus dem nhd. nicht mehr nachweisen, doch kommt neben wat bis ins 16. jahrh. eine form wate vor: stadtechr. 9, 985, 21 (1386). Seuse 244, 8. kulmisches recht 2, 74. Mentels bibel, Jac. 2, 2. Nürnberger polizeiordn. 92; sogar als acc. sg.: Vigilius de rebus memorandis (1541), 35b. ein plur. (mhd. zuweilen wæte) wird nur selten gebildet: darnach sollen all wath gemessen werden österr. weisth. 6, 139, 24 (1547); allsz ein sullmeister ... in naszen watthen von dem gejäg kam, seine klaider in der stuben wolte abtruckhnen Widmann chronica v. Hall 69 Kolb; dasz ... mein leib, kleyder und waate (sing.?) ein geruch über die gassen von sich geben Petrarche trostbücher 19a. — vereinzelt erscheint das wort (nach kleid, gewand) als ntr.: mit irem ingedrukten und geweichten wat Seuse 134, 27; mit weychem wot oder weychen kleidern bekleidet Keisersberg postill 1, 5b; rotes wat Murner mühle 1301; wol auch in einer andern elsäss. quelle: mit keinem kleid oder wathe nie angethon Frey ein schön gespräche von einem waldtmann (1555) B 2a; Luther s. o. auch Stieler setzt das n. an, das nach Vilmar 459 auch im jetzigen hess. gilt. als masc. tritt das wort nur bei dem Norddeutschen Hollonius somnium 1452 auf. IIII. bedeutung und gebrauch. II@11) die bei -wet erhaltene grundbedeutung 'gewebe' hat sich zunächst zu 'zeug, stoff, tuch' entwickelt, diese bedeutung tritt im ahd. nicht mehr auf, wol aber im mhd. und bis ins 16. jahrh., vielleicht unter einflusz des gleichgebrauchten gewant (auch kleit kann 'zeug, stoff' sein Lexer 1, 1619): von golde und von sîden wurken wir die besten wât. Hartm. v. Aue Iwein 6387; unversniten wât truoc man dâ mite, pfelle von Tabronite ûʒem lande ze Trîbalibôt. W. v. Eschenbach Parzival 374, 27; sie (die schafe) tragen auch die wollen, die man weschet unde schirt, da nu riche wat uʒ wirt. König vom Odenwalde 6, 22 Schröder; ouch liʒ he sine tochtir spehn wi si mochtin lerin nehn, wirkin und schrotin wat, und daʒ heftin mit der nat. md. schachbuch, zeitschr. f. d. alt. 17, 206, 11; von schoner wat riche kleit wirt da manchem angeleyt mit mancher zirde rich. H. v. Neustadt gottes zukunft 7652 Singer; die haben grienen arrasz genummen und für dry koller rotes wat. Murner mühle 1301; scharlachin oder scharlatin gewandt oder wat Nürnberger polizeiordnungen 104 Baader; nit tragen oder zu seinem leibe geprawchen eynich hermlein, zöblein oder lassatein wat ebda; (die knechte) hattend 14 mulesel mit sidiner wat nidergeworfen und verteilt Anshelm Berner chronik 4, 87, 1. rauhe wat 'pelzwerk': es sol kein burger hie kein mederein gewande noch andere rauhe wat die als costlich sein weder an rocken noch an mentelen tragen, er sey dann 32 jar alt städtechr. 2, 18 anm. 2 (Nürnberg 1428); es sollen auch frowen und junckfrowen ... eynich prem von rawher wat undten umb an rocken oder undterrocken gar nyt tragen Nürnberger polizeiordnungen 97 Baader, vgl. 100. 'leinwand' (vgl. bettewât): ein kulter wart des bettes dach ... dar über zôch man linde wât, zwei lîlachen snêvar. W. v. Eschenbach Parz. 552, 18; sollen also auch zwo ellen, loden- und watellen, am pranger hangen, darnach sollen all wath gemöszen werten österr. weisth. 6, 139, 24 (Steiermark 1547). als 'stoff' noch bei Henisch 1593 gewand, tuch, wandt, unzerschnitten gewand, wad, zeug zum kleid. II@22) dann allgemein 'was zur kleidung dient': mit wâti er (gott) thih io weriejoh emmiʒigên nerie. Otfrid 2, 22, 26; si ruoffend got an so drate, baide frü und och spat, das ers gnædeklichen prat an essen und och an der wat. des teufels netz 4282 Barack; di unediln machit er togunt zu allin dingin edil sad: tribin si di an von jogunt, si smuckit si schone obir alle wad. Rothe ritterspiegel 332 Bartsch ein leilachen ist ir (der Spanierin) wat. Wittenweiler ring 18d, 34; dasz volck hochtewtscher zungen praucht auszländisch parat, red, wesen, schuoch und waht. Bayerns mundarten 1, 117 (um 1500); ich hab' bezwungen der knaben acht von jedem viertel der stadt. die haben mir als zins gebracht vierfältig tuch zur wat. Uhland ged.2 344. mhd. âne wât 'unbekleidet': schiere stuont sî âne wât und wart nacket unde blôʒ. Hartm. v. Aue d. arme Heinrich 1194; sehent, wie er (Christus) vor in gat ane trost und ane wat. Mone schausp. des ma. 1, 220 (der spiegel 314). II@33) durchaus im vordergrund steht die collective bedeutung, wat geht darum dem plur. kleid oder kleider parallel: er saʒ in derselben wæte unde in den selben kleiden, als er von in was gescheiden. Ottokar reimchron. 33751 Seemüller; wann nit wol stats, so kleider und waat vil köstlicher sind, denn der huszrath. tragoedia Joannis (Bern 1549) B 7b; das sich hinfüro nyemantz ... mit einicherley kleiden oder wate verkeren oder verändern ... sollen Nürnberger polizeiordnungen 92 Baader; der todt mit seiner waht und kleidern, wie er verscheiden, darzwischen gelegt Kirchhof milit. discipl. 203; aller dinge was er blôʒ ân eht sîner kleider wât. Reinfrid v. Braunschweig 27 585. s. auch die I 3 angeführten stellen. II@3@aa) eine mehrheit von kleidungsstücken: ther selbo liut, thaʒ ist wâr,breitta sîna wât thâr, (vestimenta sua) thaʒ er then weg mit wâtimammuntan gidâti. Otfrid 4, 4, 27; dô lief man wider manne zô vrôner kemenâte unde sagite von der wâte, die der recke Dieterîch hette gevaʒʒit ane sich. könig Rother 1912; silber gap man unde wâtden armen dâ genuoc. Nibel. 1001, 3; wes sol sich künsterîcher gernder trœsten, sît rîcher herren alte wat wîp, vischer, scherer, mûrer went verslîʒen. minnesinger 2, 398b Hagen; die zirlichen wat, messgewant, altartüecher, cappen ... sei unnutz und verlorn kost Meisterlin, städtechr. 3, 175, 3; also dasz die gschirr, waat oder anders darinnen die bibergeyl gelägen ... lang und stetigt darnach schmöcken Forer thierb. 24a. 'wäschestücke': so tet er als ein gtú wOescherin, dú mit irem ingedruckten und geweichten wat hin gat zuo dem lutern wasser H. Seuse 134, 27 Bihlmeyer. die collective bedeutung hat sich bei dem lausitz. wōt erhalten Anton (1844) 12 'ein pack kleider', auch übertragen 'eine menge', z. b. eine wōt bücher. II@3@bb) besonders aber die kleidungsstücke, die jemand am leibe trägt, sein anzug: doch ensup her an der wete, die her ane hete, daʒ her ein edele herre was. graf Rudolf 24, 5; dô wâpnt er sich verholne unde truoc verstolne under der wât sîn îsengwant. Hartm. v. Aue Erec 3065; der vant sie in der wætedie sie alle tage truoc. Nibel. 1165, 3; gekleidet wart der degen snel: do was er fier unde clâr ... Parzivâl stuont wol sîn wât. W. v. Eschenbach Parzival 306, 29; daʒ er den stein bî im iht hête verborgen unter sîner wête. Hugo v. Trimberg Renner 14966 Ehrismann; won pist reich mit deiner wat, dest bas man dich in eren hat. Wittenweiler ring 30b, 37; so bitt ich dich, du Adelger, du wöllest mich laszen hangen in meiner wat, wie ich doch gange! Uhland volksl. 148; also hanckten die von Augspurg ain veind und ächter an den galgen in aller der waut als er gefangen ward städtechr. 4, 332, 10 (Augsburg 1469). zunächst wird an das hauptkleidungsstück, den rock gedacht (dagegen beinwât, niderwât 'hosen'): die maget hûp ûf ir wât, sie ging uber hof in eine schône kemenât. Salman u. Morolf 431, 1 Vogt; erbar in langer wat bekleit. Thurneiszer erklärung der archidoxen 61; wenn man Josephs beinkleyder, Sanct Franciscus wad und bruder Altonis stümpichten zscherper für heylthumb weiset Mathesius Sarepta 191b. doch kann wat auch auf andre theile der kleidung bezogen werden: das sie in sulcher wate geen und pflegen sullen, nemlichen in stivallen und in judenhuten städtechr. 9, 985, 21 (Prag 1386); sach einen schneider machen röck, mentel, hosen, alles wat. H. Sachs fab. u. schwänke 3, 180, 10 Götze-Drescher. II@44) von der rüstung und bewaffnung wird wat meist unterschieden: ist daʒ ein gotzhusman abstirbet, so sol das gotzhus nemen ain gewonlichen val und wat und waffen, ob er enheinen sun lat weisth. 4, 492 (S. Blasien 1383); herr köng, also (gerüstet) kan ich (David) nit gehn; in meiner wath wil ich in bstehn. H. Sachs 15, 47, 21 Götze. doch geht es auf die rüstung nicht allein in zusammensetzungen wie îsenwât, kampfwât, sarwât, wâpenwât, in verbindungen wie stælin wât (Dietrichs flucht 8886), sondern zuweilen auch für sich dem zusammenhang nach: si sprungen nâch ir wæteund leiten sich an. Nibel. 516, 1; dô wârn in ir wât alle Dietrîches reckenund truogen swert enhant. 2187, 2; von der wate der dy do vechten sullen. ledir und lynyn gewant muszen sy wol an tun alse vyl alsy wellen. houbt und vusze synt vorne blos kulmisches recht 2, 74 (s. 43) Leman; sie (die duellanten) vertruegen sich selbs der wehr und wat, also das ir kainer mehr dan ein langen spies und langen tegen haben solten Wilwolt v. Schaumburg 124 Keller; sie (die österreichischen ritter) fiengend nuon an ziehen mit ir kostlichen wat. Liliencron hist. volksl. 1, 34, 5 (1386); für Landstal seind sie zogen mit büchsen vil und krieges wat. liederbuch a. d. 16. jahrh. 281 (12, 4) Gödeke. II@55) wat erweitert seine bedeutung dann zu 'ausstattung', indem es auf alles gehen kann, was man bei sich führt oder womit man versehen ist: ein vännli hiet er in der wat, da was seins dorffes zäychen an gemalet, secht, das stiesz der man an ein sper und warf es hoch auf. Wittenweiler ring 55d, 6; (der delphin) setzt in daselben an den strandt, wie er geziert in seiner wath mit der harpffen und was er hat. Waldis Esopus 2, 30, 103 Kurz; sy (die Pharisäer) machend breit die wat, die sy gsatzmanung oder gsatzhuot nennend (gebetsriemen) Zwingli 1, 319; die kaiserlichen cron, das kaiserlich gulden schwert ..., und ander kaiserliche wât, hailtum und zaichen, dabei man den kaiser erkent Aventin 5, 194, 31 Lexer; dann der teufel ist gewon ... durch dise anghenck und waat (stein, der den gebärenden angehängt wird) die hertzen von gott abzeziehen Heuszlin vogelb. 6b; also hauszhalten, das ... hund und katz nicht ir bestes vihe oder ... leichtfertige tracht oder eine lange hannefeder nicht ir beste wadt ... sey Mathesius Sarepta 26b. II@66) wat tritt häufig in verbindung mit adjectiven oder einem genetiv auf und hat sich so auch im 16. jahrh. noch am häufigsten erhalten. II@6@aa) mit adjectiven. II@6@a@aα) wan man die bruoeder im closter bekleit hat mit leininer oder wolliner waat, so hat diser diener zuo Abbazell dieselbig spend und auszteilung der leinwadt oder wollwadt ... empfangen Watt schriften 1, 208, 2 Götzinger; drug sie gemeynlichin wollen unde haren woid Gerstenberg chronik 163 Diemar; in schwartz wülliner wat rit kayserliche mayestat. H Sachs 2, 338, 14 Keller; all ding im hausz mit vollem rath, kleydung von sammet, seyden wat. 1, 434, 18; der edelmanwil fornen dran, verkleidt sich über dmasze, legt was er hatan seydin wat. Forster frische t. liedlein 9 (III, 3) neudr.; di trûgen phellîne wât, di was mit golde wol genât. Lamprecht Alexander 6067 Kinzel; eyn pfelline wott er treit, daruff mit golt künstlich ist gnet. Wickram 7, 158, 1336 (met. 3, 556) Bolte. II@6@a@bβ) dîn engel lobent dich stæte in ir wîʒen wæte. Enikel weltchronik 17340 Strauch; fraw Weiszheit in schne-weiser wat. H. Sachs 7, 250, 11 Keller; ich sach ein bild in blauer wat. Arnim 21, 230 (wunderhorn 4. bd.). II@6@a@gγ) er gieng für und für auff teutsch munier gekleidet in frenckischer wath S. Franck chron. Germ. (1538) 76a; dasz man schier alles Italiam und Germaniam in gallischer waht sihet weltbuoch (1542) 67a. II@6@a@dδ) swer zuo der ritterschefte sô wol gebildet wære, dem solte niht gebære sîn ein vrouwelîchiu wât. K. v. Würzburg troj. kr. 28433; Scyrus die insel hat Achillem in weiblicher waht verborgen etwan lang behalten S. Franck weltbuoch 19b; der ein valscheʒ herze hât und an im treit geistliche wât. Hugo v. Trimberg Renner 4272 Ehrismann; ind geschach die degradierung mit berufung ind afnemmung der priesterlichen wait ind cleidung Koelhoffsche chronik, städtechr. 14, 833, 19; der geistliche stand ... erbar bekleidet in ihrer priesterlichen wath Paracelsus (1590) 10, anhang 145; die priesterschaft ouch uszhin kert in irem priesterlichen wad. Murner geuchmatt 413 Uhl; manegen snellen reckenman ze hove sach in fürstlîcher wæteallenthalben gân Nibel. 392, 3; uf demselben hove sas kunig Rudolf ... uf dem kunigstule in kuniglicher wete, gekronet Closener, städtechr. 8, 55, 28; erschien vor inen nit inn kOeniglicher wath, sonder inn gemeynen kleydern Livius v. Carbach 7a; drumb leg ich ab mein könglich wat, ein schlechtes kleid nimb ich an dstat. Heros irrd. pilgerer (1562) 13b; keiser Frederich ... gyngk do den gantzen tagk schone gesmuckt unde gecleidet ynn die keiserlichen wethe J. Rothe düringische chronik 388 Liliencron; dürckisch kaiserlich majestat helt da in kaiserlicher wat. H. Sachs 23, 490, 25 Götze. II@6@a@eε) daʒ (einhorn) mach nieman gevahin, wan mit einer magde. die zierit man mit vil schonir wât speculum ecclesiae 16 Kelle; das frauenzimmer auch da stundt in ihrer allerschönsten waht. Ayrer 702 Keller; glat von stat, in hübscher wat. Uhland volksl. 654; das ... du ... sauber neugewäschen wath anlegst Schaidenreiszer Odyssea (1537) 24a; wann einer stets im wirtshausz leit und pancketirt zu aller zeit, stets einher geht in guter wath, verthut allzeit mehr dann er hat. Eyering 1, 493; dô welte si ime die besten wât und leit in die an. Hartm. v. Aue Iwein 2198; der vatter rufft zuostundt harbey sein knechten, welchen er gepot: gond hin und bringt die beste wot. Wickram 5, 161, 72 Bolte; es sahe auch auff eine zeit der weise heyde Aristoteles ein solch jungfraw - knechtlein in seiner besten waht, wie einen pfawen, hereynprangen theatrum diabolorum 2, 23b (Cyr. Spangenberg); die beste wat fiel dem herrn beim tode des eigenmanns zu Grimm rechtsalt.4 1, 505; dô sach man Sîfridenvor ime schiffe stân, in hêrlîcher wæteund ander manegen man. Nibel. 479, 2; daʒ edele gesteinelûhte verre dan ûʒ ir vil rîchen wæte:si wâren wol getân. 1602, 2; ietliche so mit reicher wat beklayt Hartlieb das buch Ovidii von der liebe (1482) 33b; frewd, lust, zier, pracht, köstlicher wat, und alles was der mensch hir hat, was ists? nur ein schatte flüchtig. Hollonius somnium 1452 neudr.; dasz sie billig werde bekleidt mit purpur und köstlicher watt zu aufinemung eur mayestat. Ayrer 125 Keller; sie (Juno) thete sich bald understehn zu tretten für sein maiestat in zierlicher gestalt und wat. Spreng Ilias 191a; die uns so lang bedöret hat inn lämlins kleid und erber wat. S Birk, schweiz. schausp. 2, 204. wie sindt die zwen einandr so gleich, denn das der ein geschmucket staht, der ander steht in schlechter waht, in ainem einsidlischen klaidt. H. Sachs 13, 136, 11 Keller-Götze; in schlechter wat, eim bauern gleich. Heros irrd. pilgerer (1562) 23a; swer in swacher wæt kom und hêt sich niht genæt an sînem brîs den ermel zuo, des spottet man spât und fruo. Enikel weltchronik 17269 Strauch; wann ob auch dorein geet ein armer in schnOeder wate (Zainer: wat) Mentels bibel, Jac. 2, 2; dort geht mein jüncker trawrig rausz, hat ahn gar ein ellende waht. H. Sachs 11, 232, 1 Keller; nicht wunder wehr, ir erfrürt glat, weyl ir anhabt so ringe waht. 14, 289, 5; in armudtseliger, zerrissener waht. Ayrer 174 Keller; ein junge person in geringem und zerriszenem habitu und waht Kirchhof wendunmuth 3, 156 Österley; die stolzen ritter tragent dörpellîche wât. Walther 124, 25; verwandelt sie abermahl ire bäwrische waht und kittelein in fürstlichen, herrlichen schmuck und habit Kirchhof wendunmuth 3, 92 Österley. II@6@bb) mit genetiv: wie er in frouwen wæte gieng als ein frou stæte. Enikel weltchronik 14537 Strauch; auff bestimpte nacht kam der ein in weiszer frauwen wat vor desz bruoders beth stehen Kirchhof wendunmuth 1, 501; dasz diese welt in weltlichen kleidern nie so viel arges angericht habe, als sie jetzund in der mönch waath thun Bebel geschwenck (1589) 93b; scrutum, armer lute wat Diefenbach gl. 521c; leget er seiner oberkeit kleid ab, straiffet eines bettlers watte an St. Vigilius de rebus memorandis (1541) 35b; wer itzt nicht pluderhosen hat, die schir zur erden hangen, mit zotten, wie des teuffels wat. J. Walther, Wackernagels kirchenl. 220, 14. II@77) wie kleid erscheint wat von dingen, die als eine hülle, decke angesehen werden können. von der haut der thiere: darumb belyb ain esel, wie du uncz her gewesen bist, und züch an dyns vatters waut und begere nit fremdes lobes, daʒ du nit geschmächt werdest, so es dir würt abgezogen Steinhöwel Äsop 265 Österley; und winckelpredigere in schaffes watt. H. Folz meisterlieder 34, 564 Mayer. mhd. gern vom laub der bäume: er (der sommer) wil rîchen sicherlîchen man gen boum mit loubes wât. Neidhart v. Reuenthal 5, 25 Haupt; die boume stânt in rîcher wât nach wunsche und nach prîse. Altswert 20, 19; si (die tanne) sprach: ich bin lang unde breit, und bin mit esten wol bekleit; in den luft mîn told ûf gât; grüen ist mîner esten wât. Boner edelstein 86, 10. von der blumendecke der erde: wer uff der himelschen heide sich ermeijet hat, der ahtet nút vil uff des zitlichen meien wat; oder waʒ sol ime rosenrot, vyol, lylien und allerley varwe der bluomen? H. Seuse 440, 3 Bihlmeyer. von den wolken am himmel: der himel sich gestellet hat von grawem claid zu weiszer wat. Hätzlerin II, 83, 14 (s. 302); die morgenröt ... in rosienroter farben mit schöner wath angethon sich sehen liesz Wickram 2, 151, 29 Bolte. II@88) wat steht ferner übertragen, namentlich in bestimmten bildlichen wendungen, für 'äuszeres ansehen, erscheinung, gestalt': von der (mutter Maria) zu nemen menschlich wat. H. Folz meisterlieder 36, 110 Mayer; wie das Phoebus ir seel so rein gen himel het hinauff gefürt und mit englischer wath geziert. Scheit die frölich heimfart L 1b; daʒ vel, dîn ougenüberzoch, daʒ ist wîʒ als liljenblat. dû treist an dir der engel wât. Enikel weltchronik 12484 Strauch; die alten weib in heiliger waut (vulg. habitus) Mentels bibel, Tit. 2, 3; wolt gott ich konde auch ein ander angesicht an mich nemen und das ich anhät ein theologische wadt S. Franck lob der thorheit 128 Götzinger; daʒ er wider in die werlt kæme nackend, blôʒ, ân allen rât, und lebete baʒ in swacher wât kûme und ermeclîche, dan er sturbe lobelîche. K. Fleck Flore und Blancheflur 2412; diu (gîtikeit) hât ir selbes unsêlikeit niht vür grôʒe missetât und treit velschlich der tugende wât. Hugo v. Trimberg Renner 4664 Ehrismann; du grunest und blüst aller ding, gleich wie ein lorbaum im früling, wie eine tanne, wechst gerad dein werther leib in gleicher wad. Melissus bei Opitz t. poemata (1624) 164. in andern fällen wird nicht mehr an die äuszere erscheinung gedacht, sondern wat mit einem adj. oder gen. steht nur umschreibend für ein abstractum, doch kann die vorstellung der bekleidung noch im ausdruck nachwirken: swaʒ min frúnt mir frúndes rat irzaiget ane missetat ... der lait an mich der trúwen wat und tuot mir wol, swie eʒ ergat. R. v. Ems Willehalm 15685 Junk; ze mâʒe reden swer daʒ kan, unde ouch ze mâʒe swîget, den kleidet mâʒe in êren wât. minnesinger 3, 166a Hagen; die sich der sunden wot enploszet haben gare und hie der welt ab sterben. H. Folz meisterlieder 57, 76 Mayer; so hat er unser sünd und schuld erworben bey gott gnad und huld, zog ihm (Christo) an ein untödtlich wath. H. Sachs 15, 264, 24 Götze; mit himelscher haimant begaubet ... und mit untödemlicher wăte beklaidet N. v. Wyle translat. 125, 17 Keller. sie kann auch ganz fallen gelassen werden: (er mochte) zu schanden brengen siner toufe kusche wat. Passional 217, 17 Köpke; o we, waʒ bin ich worden? wie ist myn kuschliche wat gedigen zu einer unvlat! väterbuch 32445 Reiszenberger; der kunic von Medinlant, dem die Persyn ouch benant sint mit dienestlicher wat. poet. bearbeitung des buches Daniel 6139 Hübner; der mir die sel klar geben hat, leib, er und guet, vernunft und cristenliche wat. Oswald v. Wolkenstein 90, 32 Schatz; ich (sünder) rueff in engestlicher wat, hilff, magt, mit ganzer trinitat und lasz uns nicht der helle vas. 52, 18, wo vielleicht auch an wate 'furt' gedacht werden könnte, vgl. 117, 61 von Christus auf dem Ölberg: der vorchte wat was engestlichen von des todes verge (Judas).
27231 Zeichen · 572 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    watPron.

    Köbler Anfrk. Wörterbuch

    wat , Pron. Vw.: s. wath*

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    watst. N. (a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    wat , st. N. (a) nhd. Furt ne. ford (N.) ÜG.: lat. vadum Gl Hw.: vgl. as. *wād? Q.: Gl (Anfang 9. Jh.) E.: germ. *wada-,…

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wat

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    wat furt Graff 1,766. nd. wadt Brem. wb. 5,161. 162. vgl. baier. die wat nhd. bahn Schmeller 4,193.

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    watPron.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    wat , Pron. nhd. was, was für ein, welch, wie mancher, wie viel, etlich, manch, etwas Vw.: s. gichtes-, īslīk-, ichtes-,…

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wat

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Die Wat , plur. die -en, ein nur in einigen Ober- und Niederdeutschen Gegenden übliches Wort, eine untiefe Stelle in ein…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wat

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Wat , Ort in der Provinz (Mudirieh) Menufieh in Unterägypten, mit (1897) 6454 (Gemeinde 6630) Einw.

  7. modern
    Dialekt
    wat

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    wat , wet , wot [wàt Furchhsn. Ingenh. ; wèt M. ; wòt Dettw. Hf. ] Fragew. was für, wie, wie sehr, in Raum-, Zeit-, Mass…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wat

1.099 Bildungen · 1.052 Erstglied · 38 Zweitglied · 9 Ableitungen

wat‑ als Erstglied (30 von 1.052)

Watloch

SHW

Wat-loch Band 6, Spalte 311-312

Watsack

SHW

Wat-sack Band 6, Spalte 311-312

watan

KöblerAhd

watan , st. V. (6) nhd. waten ne. wade (V.) Vw.: s. duruh-, ir-, ubar- Q.: N (1000), PN E.: germ. *wadan, st. V., waten, gehen; idg. *u̯ādʰ-…

watar

KöblerAs

watar , st. N. (a) nhd. Wasser ne. water (N.) ÜG.: lat. aqua GlEe, GlS, H, SPs, (cyaneus) GlPW, (flumen) H, (mare) H Vw.: s. -hōn*, -minta*,…

wataren

KöblerAhd

wata·ren

wataren , sw. V. (1a) Vw.: s. wātaren*

watarhōn

KöblerAs

watarhōn , st. N. (a) nhd. Wasserhuhn ne. coot (N.) ÜG.: lat. onocratulus Gl Hw.: vgl. ahd. wazzarhuon* (st. N. a, iz/az) Q.: Gl (Berlin Sta…

watarminta

KöblerAs

watarminta , sw. F. (n) nhd. Wasserminze ne. watermint (N.) ÜG.: lat. menta Gl Hw.: vgl. ahd. wazzarminza (st. F. ō?, sw. F. n?) Q.: Gl (Lei…

watarstėdi

KöblerAs

watarstėdi , st. F. (i) nhd. „Wasserstätte“, Brunnenhaus ne. wellhouse (N.) ÜG.: lat. nymphea GlTr Hw.: vgl. ahd. *wazzarsteti? (st. F. i), …

Wataturu

Meyers

Wataturu ( Wanjaturu ), Völkerschaft in Deutsch-Ostafrika, östlich von Unjamwesi, Nachbarn der Wakuafi, die in der Wemberesteppe nomadisiere…

Wataveta

Meyers

Wataveta , Volk in Deutsch-Ostafrika, im Gebiet von Taveta, Stammverwandte der Wadschagga. Sie sind schön gebildet, friedlich, ehrlich und g…

Watavo

KöblerAnfrk

Watavo , sw. M. (n) nhd. Bataver ne. Batavian ÜG.: lat. Batavus Gl Hw.: vgl. ahd. *Batavi? Q.: Gl (11. Jh.); B.: Gl uuatanan batauos Blech, …

watbar

DWB

wat·bar

watbar , adj. seicht: wattbar wasser, wattbarer ort eines flusses Kramer (1719) 260 b , nach ndl. waadbaar.

watbaum

DWB

wat·baum

watbaum , m. preusz. wadbaum, hölzerne walze, an der man die wate aus dem wasser zieht Frischbier 2, 451 .

watbein

DWB

wat·bein

watbein , n. bein der watvögel, dessen schiene über der ferse unbefiedert und dessen lauf kürzer als der rumpf ist ( unterschieden vom stelz…

watchen

DWB

wat·chen

watchen , verb. in Oberhessen ' unsicher gehen, sich mit sichtlicher anstrengung fortbewegen, wanken, taumeln ' Vilmar 442 . ableitung von w…

watderaf

WWB

wat-der-af Pron. 1. einige. Watraff Kaninkes häbt rode Ogen ( Ahs Sl ). — 2. welche davon ( Ahs St).

watderweªgen

WWB

wat·derweagen

wat-der-weªgen Adv. [WMünsterl Bek] an einigen Stellen, hier und da. Öwwerall is wat, un wat-weggens is tweemaol wat überall gibt es Sorgen …

Wateau

Herder

Wateau (Wato), Antoine, berühmter franz. Genremaler, geb. 1684 zu Valenciennes, gest. 1721, wurde in Paris durch seine Darstellungen aus dem…

Wateita

Meyers

wate·ita

Wateita , Volksstamm in Britisch-Ostafrika, s. Teita .

watel

KöblerAe

watel , st. M. (a) Vw.: s. watol

Watelet

Meyers

wate·let

Watelet (spr. watt'lä), Louis Etienne , franz. Maler, geb. 25. Aug. 1782 in Paris, gest. daselbst 19. Juni 1866, bildete sich durch das Stud…

watelle

DWB

wat·elle

watelle , f. steir. elle für leinwand Unger-Khull 613 a s. den beleg wat II 1.

wateln

DWB

wat·eln

wateln , verb. sich im wasser bewegen. diminutivbildung zu waten, schweiz.-els. watteln, wätteln Stalder 2, 437 . Seiler 312 . Martin - Lien…

waten

DWB

waten , verb. mit einer wate fischen. in Preuszen Frischbier 2, 452 . mnd. waden.

watenbrot

DWB

waten·brot

watenbrot , n. in Estland wadenbrot, ' das brot, das die schiffer mitnehmen, wenn sie mit der wade, dem zugnetz, fischen gehen ' Sallmann 86…

Watenfeld

PfWB

waten·feld

Waten-feld n. : FlN, mda. Warefeld [ BZ-Billh ]; zu Wat 2 . —

Watenholz

RhWB

waten·holz

Waten-holz n.: Schleifholz, in das die grossen Hackmesser beim Schleifen der Wate gestellt werden.

wat als Zweitglied (30 von 38)

hwat?

KöblerAs

*hwat? , Adj. nhd. scharf, kühn ne. sharp (Adj.), bold (Adj.) Vw.: s. mên-*, nīth-* Hw.: s. hwas*; vgl. ahd. *waz? (2) E.: germ. *hwata-, *h…

allesgewat

KöblerMnd

alles·gewat

allesgewat , Pron. nhd. alles Hw.: s. allesgewat E.: s. allesgewat L.: MndHwb 1, 58 (alles/alles[ge]wat)

alleswat

KöblerMnd

alle·swat

alleswat , Adv.? nhd. alles Hw.: s. allesgewat E.: s. alles, wat (4) L.: MndHwb 1, 58 (alles/alles[ge]wat)

Bëselilēwat

Idiotikon

Bëselilēwat Band 3, Spalte 1544 Bëselilēwat 3,1544

Chollēwat

Idiotikon

Chollēwat Band 3, Spalte 1544 Chollēwat 3,1544

eogihwat

KöblerAs

eogihwat , Indef.-Pron. Vw.: s. eogihwē*

federwat

DWB

feder·wat

federwat , f. und n. vestis plumea, tegmen plumeum, bettgewand, sowol das gefieder des vogels selbst, als die daraus bereitete decke: mhd. o…

geswat

KöblerMnd

ges·wat

geswat , N. nhd. Geschwader, Heeresgruppe, Abteilung, Reiterabteilung ÜG.: lat. cohors, turba, turma Hw.: s. geswāder E.: s. ge, swat (1) L.…

gewat

DWB

gewat , gewæte, s. gewand , vgl. vor allem sp. 5237 ff. 5256.

horgewat

MWB

hor·gewat

horgewat stN. auch hore-. ‘Schlamm-, Dreckpfütze’ den herzogin von der stath / stach er in ein hore gewath / daz im daz anlutze / belac in d…

icht(e)swat

MNWB

ichtes·wat

icht(e)swat , gichtes- , 1. pron. indef., irgendetwas , etwas. 2. adv. , etwas, ein wenig, irgendwie, einigermaßen. — Gen.

îslĩkwat

MNWB

islik·wat

îslĩkwat , adv. , „ islik wat ( wert Dief. 22) aliquate(n)us vel -i(n)us”.

itswat

KöblerMhd

its·wat

itswat , Pron. Vw.: s. ihteswaz

itteswat

KöblerMnd

itteswat , Pron.-Adj., Pron.-Sb. Vw.: s. ittewat

it(te)wat

MNWB

it(te)wat , ittes- , pron. , n. , (irgend) etwas; adv. , irgendwie, etwa.

itwat

KöblerMnd

itwat , Pron.-Adj., Pron.-Sb. Vw.: s. ittewat

lancwât

Lexer

lanc·wat

lanc-wât stf. eine art fischernetz Gr.w. 4,303.

Lewat

Idiotikon

Lewat Band 3, Spalte 1544 Lewat 3,1544

mênhwat

KöblerAs

mênhwat , Adj. nhd. frevlerisch ne. malicious (Adj.) Hw.: vgl. ahd. *meinwaz? Q.: H (830) E.: s. mên*, *hwat (1); B.: H Nom. Pl. M. menhuato…

niederwat

DWB

nieder·wat

niederwat , niederwad , f. und n., mhd. niderwât ( Lexer 2, 75 ), und so oder niderwad noch häufig bis ins 17. jh. ( Schm. 2 2, 1046 vom j. …

nīthhwat

KöblerAs

nīthhwat , Adj. nhd. feindselig, scharf ne. hostile (Adj.) Hw.: vgl. ahd. *nīdwaz? Q.: H (830) E.: s. nīth, *hwat (1); B.: H Nom. Pl. M. nid…

postendenwat

KöblerMnd

postendenwat , N. Vw.: s. poststēndenvat

Rüeblēwat

Idiotikon

Rüeblēwat Band 3, Spalte 1544 Rüeblēwat 3,1544

seidenwat

DWB

seiden·wat

seidenwat , f. seidene kleidung, mhd. sîdenwât: bombicinium sidenwat Dief. 78 b ; hat er hauptkissen und seidenwat? Hutten 5, 172 Münch; sil…

Ableitungen von wat (9 von 9)

bewate

BMZ

bewate swv. gehe, komme auf oder über etwas. sîn lîp, sîn bluot dich bewuot Frl. KL. 18,10.

bewaten

Lexer

be-waten stv. I, 4. BMZ tr. auf, über etw. waten schreiten Frl.

erwaten

DWB

erwaten , vadare: den sumpf erwaten.

gewat

DWB

gewat , gewæte, s. gewand , vgl. vor allem sp. 5237 ff. 5256.

gewâte

Lexer

ge-wæte , ge-wâte stn. BMZ md. gewête, coll. zu wât, kleidung, rüstung Gen. Roth. Nib. Gudr. Parz. Lieht. Pass. (102,86). Kchr. D. 363,19. 4…

gewaten

DWB

gewaten II , verstärktes waten ( s. d. ). obwol die form verhältnismäszig spät belegt ist, reicht sie doch kaum über die anfänge der neuhoch…

unwat

DWB

unwat , n. , zu wat; eine tiefe im wasser, wo man nicht durchwaten kann Benzler deichbau (1792) 2, 244 ; Krünitz 200, 271 . —

verwaten

DWB

verwaten , v. , zu waten gehen, schreiten: schwäb. Fischer 2, 1404 ; fries. forwâdje Dijkstra 1, 427 ; ostfries. ferwaden Doornkaat-Koolman …

wate

DWB

wate , f. eine art zugnetz an zwei stangen befestigt; ' ein groszes fischnetze, welches bey fischung groszer teiche und seen gebraucht wird.…