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stengel

mhd. bis Dial. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

stengel m.

Bd. 18, Sp. 2353
stengel, m. , caulis, scapus. as. stengil, mhd. mnd. stengel aus der grundform germ. *stangila- im ablaut neben *stingila- in stingel (s. dort), vgl. norw. stengel 'querbaum, riegel, stütze, meszstange', aschwed. stængil 'querbaum, türriegel', ädän. stængel 'stütze, strebepfeiler', die aber auch erst deminutiv von stange abgeleitet sein können; schwed. stängel, n. stængel 'pflanzenstengel' sind dagegen aus dem dtschen entlehnt, s. Torp 712, Hellquist 899, Falk-Torp 1196; etymologisches s. unter stingel. hauptbedeutung ist im dtschen 'pflanzenstengel', während die den nord. zeugnissen entsprechende anwendung (s. 4) zurücktritt; mal. über das ganze gebiet verbreitet, vgl. Schmeller-Fr. 2, 771; Hunziker Aargau 253; Martin-Lienhart elsäss. 2, 605; Fischer schwäb. 5, 1637; Müller-Fraureuth obersächs. 2, 551; Woeste westf. 254a; Mensing 4, 833; Doornkaat-Koolman ostfries. 3, 310; nur im südl. teil des bair.-österr. gilt stingel. 11) stengel als teil eines pflanzlichen organismus. 1@aa) als der lange und meist biegsame teil der pflanzen, der von der wurzel an aufwärts wächst und die übrigen teile trägt, vgl. der stengel an den kräutern, auff welchem die blätter wachsen caulis Calepinus XI ling. (1598) 213b, stengel am crut hastile Diefenbach 273b; der gestrackt stengel von eim kraut scapus J. Maaler teutsch spraach (1561) 387a; die as. und ahd. belege weisen darauf, dasz stengel ebenso den dünnen schon holzigen schosz gröszerer pflanzen und die daraus gefertigte gerte wie den erst aus jüngerer sprache als stengel belegbaren fleischigen stiel der kleineren pflanzen bezeichnen konnte, so in der glossierung von 'putent ephebum ferire thyrso' 'mit einer gerte schlagen' durch stengila (10. jh.) Wadstein kl. as. sprachdenkm. 95 und iro strala wurden chindo strala, diu uzer stengelen iro scoz machont sagitte infantium facte sunt plage eorum Notker 2, 240 Piper; entsprechende anwendung noch in den übersetzungen von 'imposuit arundini' Matth. 23, 48 und 'circumponens calamo' Marc. 15, 36: der badswam an ein stengels stil geheft und gezwickt al do wart und geboten Christo vol ezzichs an dem kruze J. v. Frankenstein kreuziger 10010 lit. ver.; und von stund an lieff einer under inen, und namm ein schwammen und fült in mit essig und leit in umb ein stengel und satzt in auff ein ror Ringmann text d. passions o. lidens Christi (1513) f 2a, was aber von bedeutung 4 nicht scharf zu trennen ist. 1@a@aα) allgemein 'stiel von pflanzen als träger von blättern und blüten'; seit dem mhd. belegt, jedoch zweifellos seit alters in gebrauch stehend, oft in gegenüberstellung zu anderen pflanzenteilen: dârunder was geschozzet wunder wæh florîen, hie rosen breit voll brozzet, wîz unde rôt an boumen unde an zwîen mit stengeln grüen, gebleter liljen wîze jg. Titurel 379 bei Piper f. ep. 2, 479; im bilde: du bist min irdischer engel, des trage ich wurzel und stengel; du bist allez min begern meister Altswert 73 Holland-Keller; eigentlich: ich glaub, er hab heilsame wurtzel mit sambt dem kraut, stengel und sturtzel dem weyb gehalten fur die nasen Hans Sachs 14, 265 K.-G.; knobloch hat einen weiszen kopf und grünen stengel Lehman floril. polit. (1662) 1, 14; (linum augustifolium, eine leinart) zeichnet sich durch zahlreiche von der wurzel aufsteigende stengel, sowie kleinere, aufspringende kapseln und kleine samen aus Hoops waldbäume (1905) 331; krautartige stengel mit groszen, bald pfeilförmigen, bald gefingerten ... blättern A. v. Humboldt ansichten d. natur (1808) 1, 195; (die) schuppenwurz (trägt) an ihrem dicken, kurzen fleischigen stengel nach einer seite gewendete rosenrothe lippenblumen ... Roszmäszler d. mensch i. spiegel d. nat. (1853) 98; nur vereinzelt für das 'stengelglied': die pflanzen, die im finstern wachsen, setzen sich von knoten zu knoten zwar lange fort; aber die stengel zwischen zwei knoten sind länger als billig Göthe II 1, 248 W.; als typisches epitheton für die form des stengels namentlich lang: cicuta, zigerkraut, schirling, wütterich, bangenkraut, hat lang und hol stengel wie ein pfeyff Frisius 220b; item, wiltu machen ein pulver von kraut, dasz es sehr fast knilt, so nimb ein kraut, das heiszt wollkraut, hat lange stengel als ein kertz L. Fronsperger kriegsbuch 2 (1573) M m 2r; hat daraus den vollaufgeblühten busch einer lilienblume genommen, nebst einer braunrothen stark gefüllten nelke, beyde mit langen stengeln Gleim briefw. 1, 282 Körte; auch hoch, schlank: wenn die gute nun kommt vor den hohen stengel (der lilie) getreten steht sie befangen, entzückt von paradiesischer nähe Mörike werke 1, 121 Göschen; blumen ... nickten mit ihren schlanken stengeln v. Gaudy s. w. (1844) 13, 28; oft als biegsames, nicht widerstandsfähiges gebilde charakterisiert: die pflanze, ein stamm, ein schwanker stengel, der senkrecht in die höhe strebt G. W. Fr. Hegel werke (1832) 10, 2, 300; auf dem moore wuchsen viele einzelne sternförmige blumen auf schwankem stengel G. Keller ges. w. 3, 109; verheyratete er sich mit einer brünette, ein lüsterner schalk, ganz auf dem schwankenden stengel der unschuld gewachsen, und nur vom weiblichen sinne gepflegt F. M. Klinger werke 3, 154; so dorrt die lilie im einsamen thale hin, die eine muthwillige hand am zarten stengel gedrückt hat 3, 133; im gegensatz zu blüte und frucht als der untaugliche teil angesehen: doch bald im herbste steht sie (rose) da verwüstet, ein leerer stengel, und sie selbst verschwunden Platen 1, 374 Hempel; in dem grunde solcher entgegensetzungen (politischer parteien) sehe ich oft wilde pflanzen treiben, üppig im stengel und laub, ohne nährende frucht J. Grimm kl. schr. (1864) 1, 29; wenn die besterzogenen (frauen) dastehen, nichts in der hand, als den dürren stengel der wirthschaftlichkeit und das leere, schneeweisze blatt der angebornen unschuld A. Stifter s. w. (1901) 1, 119; mit betonung der function als träger anderer pflanzenteile: ein lilje glanzgevar ... (die) alsô wîz und also fîn blüet schône ûf einem stengel; die glîcher einem engel was danne einem wîbe H. v. Freiberg Tristan 3268 Bernt; es könne bien und feind des stachels müszig gehn, ein heilsames gewächs auf giftgen stengeln stehn Lohenstein Cleopatra (1680) 91; ein schön blum im garten auffm stängel ist anmütig, ist sie abgebrochen und verwelckt, so ist die schön dahin Lehman floril. polit. (1662) 2, 727; flatternd auf grünem stengel meine liebste rothe rose Tieck schr. (1828) 1, 274; (die lilie) die wie ein groszer silberner stern auf ihrem dunklen stengel nach der sonne blickt W. Wackenroder herzensergieszungen (1797) 56; immer staunst du aufs neue, sobald sich am stengel die blume über dem schlanken gerüst wechselnder blätter bewegt Göthe 1, 291 W.; in poetischer diction wird die vorstellung von mehreren blumen auf einem stengel auf das verhältnis zweier menschen übertragen: seht die lilien an: entspringt nicht gatte und gattin auf einem stengel Göthe 23, 268 W.; zwo rosen waren wir ein männlein du, ein weiblein ich, an einem stengel standen wir Schubart briefe in: Strausz werke 9, 211; wie gezweigte rosen blühn an einem stengel, die doch nur für eine rose gelten, also mag ein innigtreugeselltes paar sich billig auch für eine seele halten M. Greif ged.5 381; o so, sprach Dighton, lag das zarte paar; so, so, sprach Forrest, sich einander gürtend mit den unschuldgen alabasterarmen vier rosen eines stengels ihre lippen, die sich in ihrer sommerschönheit küszten Shakespeare 9, 150; von den stengeln abgepflückter blumen, so vom stehen bleibenden unteren teil: vom stengel ist die lilie nun gebrochen U. Hegner ges. schr. (1828) 5, 209; die schönsten ... tulpen und so vollkommen frisch ... als seien sie eben vom stengel geschnitten E. Th. A. Hoffmann s. w. 12, 33 Grisebach; o ihr tausend frommen engel, in den lilien, in den rosen, zeihet mich mit dürrem stengel, dasz ich alle euch gemordet Cl. Brentano ges. schr. (1852) 3, 348; im ersten augenblick der reife löst er sie (die jungfrau) von dem stengel der unschuld, an dem sie ihm die mutter auferzogen und bewacht hat Klinger werke 6, 143; ebenso für das stielende der abgetrennten blume: dürft ich mir eine ... abblühende strelitzia ... erbitten, den stengel so nah als möglich an seinem ursprunge abgeschnitten Göthe IV 42, 67 W.; seine (des strauszes) stängel waren noch mit demselben feldgrase gebunden, das sie gestern genommen hatte A. Stifter s. w. (1901) 2, 306; zwei kleine dirnen hatten die hohlen stengel des löwenzahns in kettenglieder zusammengebogen G. Freytag ges. w. (1886) 4, 348; gott, das macht immer so viel spasz, wenn man den einen stengel in den andern piekt, bis der kranz fertig is oder die kette Fontane ges. w. I 5, 175; von hier aus erweitert auf die blumen selbst angewendet: wir hatten ... eine masse stängel und blüthen zusammengebracht Göthe 25, 42 W.; sie ordnete die blumen in ihrem schosz. er lag ganz artig zu ihren füszen und reichte ihr die einzelnen stengel H. v. Kahlenberg Eva Sehring (1901) 121. 1@a@bβ) für den halm des korns oder grases, s. u. unter b den beleg aus K. v. Würzburg Trojanerkrieg 10545; ein halm oder stoppel, stengel, kornstengel avena, calamus, stipula Alberus t t jb; halm, als kornhalm, stengel, stupffel stipula Frisius 1243a; helmer, stengel culmina Diefenbach 161c; ein halm oder stengel an dem korn culmus Calepinus XI ling. 356b; ein stängel des habers culmus avenae Steinbach dtsch. wb. (1734) 2, 683: denn fur der erndte wird das gewechs abnemen, und die unreiffe frucht ynn der blut verdorren, das man die stengel mus mit sicheln abschneiten Jesaia 18, 5; du wirffst ein körnlein in den acker, und ich uberkomme von demselbigen zwen oder drey stengel und eyn itzlicher stengel bringt dreiszig ... körner J. Agricola sprichw. (1543) a 7a; denn mit allen stengeln steht voll und lang das korn gereifet Fr. Rückert werke (1867) 2, 257; die gräser erheben ihre stengel, und die blumen öffnen ihre kelche F. Th. v. Schubert verm. schr. (1823) 3, 24; specialisiert: stengel pl., 'die vom baste befreiten hanfstengel' Martin-Lienhart 2, 606a. 1@a@gγ) als junger pflanzenschosz, der noch grasähnlich aussieht: des lentzen kraut ist mürb und kranck, doch darnach über kurtz unlanck das kraut an kleyne stengel springet, und hoch über die erden dringet Wickram 8, 232 lit. ver.; was aber in zunehmenden monden geseet wird, das wächst über sich ins kraut oder stengel J. Prätorius blockesberges verr. (1668) 557. da sät man blaue bohnen, die nimmer stengel treiben v. Erlach volksl. d. Deutschen 2, 482; wo die türkische bohn über nacht einen so langen stengel schieszt Bettine d. buch gehört d. könig (1843) 1, 131; so wird es, wenn der frost verflossen, in schöne grüne stengel schossen Henrici ernst-, scherzh. u. sat. ged. (1727) 1, 142; schon kommt die saat herfür mit grünen stengeln Tieck schr. (1828) 2, 161; Deutschland, armes Deutschland, die kunst trieb kranke stengel aus deinem boden, höchstens matte blüthen Lenz ged. 164 Weinhold. 1@a@dδ) stengel für den strunk des kohls: stengel von dem kole maguder (1515) Diefenbach 343c; stingel, stenghel, strunc maguder, tirsus nov. gl. 243b; so schneidet man sollichen (kohl) von dem stengel ab H. Guarinonius grewel (1610) 566; strunk wird bei dem kohlkraut ... der stengel genannt, der aus der wurtzel hervorgetrieben Zincke öcon. lex. (1744) 2846; der kohl wurde auf dem stengel von den würmern gefressen P. Rosegger schr. (1895) 1, 88. 1@bb) stengel als stiel der früchte, blüten und blätter an bäumen und sträuchern, vgl. dazu: loup unde bluot, gras unde krût ir stengel dâ begunden wegen K. v. Würzburg Trojanerkrieg 10545 Keller; stengel der frucht stipula Diefenbach 553b; daz er (der baum) der äpfel mêr den hundert trag an ainem stengel K. v. Megenberg buch d. natur 313 Pfeiffer; den hellroth schwellenden apfel, eben am stengel gereift Geibel werke (1888) 5, 161; aber wischen sie, Karl, den blauen duft von den pflaumen, fühlen sie solche heraus, die vom steine los, und am stengel runzelich sind J. H. Voss s. ged. (1802) 1, 123; zween kirschen an einem stengel Alexis Roland (1840) 1, 42; mit groszen herren ist nicht gut kirschen essen, sie werfen einem die stengel ins gesicht, ich traue diesen herren nicht Meisl theatr. quodlibet (1820) 1, 185; in dem dunkeln laube glänzte und funkelte es so hell hervor, dasz man deutlich sehen konnte, wie goldene und silberne früchte an buntgefärbten stengeln herabhingen E. Th. A. Hoffmann s. w. 6, 237 Grisebach; ein süszes beerenpaar auf einem stengel anreifend — so zwei körper; nur ein herz! Herder 25, 112 Suphan; hierinn sind allein die blättlein zu brauchen, die äderlin unnd stengel derselbigen weg zuwerffen Wirsung artzneybuch (1588) 17b; kurz darauf aber knickte sie doch ein grün blättlein vom stengel v. Gaudy s. w. 4, 142; als stiel der weintraube: da liesz er aus dem tisch eine rebe wachsen mit zeitigen trauben ..., hiesz jeglichen (gast) die seine mit der hand ... halten und mit der andern das messer an den stengel setzen, als wenn er sie abschneiden wollte br. Grimm deutsche sagen (1891) 1, 175; anders für die rebe selbst: und von des thränenträchtigen weinstocks stengel entpflückte sie die beerenreiche traube Rückert werke (1867) 1, 352. 1@cc) als architektonischer terminus: 'stengel, caulicole, ist an den römischen und korinthischen capitälen ein stiel mit einer blume, welcher an jedem capitäl achtmal, zwischen der zweyten reihe blätter zu sehen ist' J. v. Eggers (1757) 2, 997; der theuerste freund war das dreifache blätterwerk, die sechzehn schnörkel und acht stengel des kapitäls Jean Paul werke 6, 24 Hempel. 1@dd) besondere gebrauchsweisen und redensartliche wendungen. 1@d@aα) mit butz und stengel (vgl. b) wie sonst mit butz und stiel, s. Fischer schwäb. 5, 1767 und butz3 (teil 2, 590) und stiel, im sinne 'vollständig, radical': ist das ... lutherthumb, mit butzen und stengel, mit grund unnd boden beschriben J. Nas antipap. (1567) 5, 28c; ja, sagte monsieur Ludwig, so wars auch mit meinem seckel beschaffen, hätten die bauren nicht das beste gethan, er und ich wären mit putzen und stengel verdorben Zendorius a Zendoriis teutsche winternächte (1682) 606; er ... ist mit dem ganzen regimente zusammengehauen worden mit butzen und stengel H. Schmid gesch. aus Bayern (1861) 374; ähnliche zwillingsformeln: diejenigen, welche ... das heimweh mit stengel und wurzeln aus der brust reiszen ..., hören auf Schlesier zu sein v. Holtei erz. schr. 23, 63; ihm das stück mit kraut und stengel, wie man in meinem Schwaben sagt, zu verkaufen F. Wehl zeit u. menschen (1889) 1, 103. 1@d@bβ) jung ist die redensart vom stengel fallen, vgl. Seiler sprichwortkde (1922) 285, mit der bedeutung 'vor erstaunen oder schreck von etwas herunter- oder umfallen', vgl.aus den wolken, vom stuhl fallen und ähnl. wendungen; vielleicht von stengel als dem tragenden teil der pflanze (vgl. a α sp. 2354) hergeleitet: ich falle vom stengel vor müdigkeit Müller-Fraureuth 2, 560; anders angeknüpft: Frankfurter revolution, wo alle deutschen fürsten wie mit schwefel angeräucherte fasanen aus schreck vom stengel fielen fürst Pückler briefw. u. tageb. (1873) 4, 49; meist ohne sachbeziehung: gnädigster herr, ich falle vom stengel über ihren aberglauben tutti frutti (1834) 4, 191; mundartlich sehr beliebt, vgl. er fiel von stengel d. i. er war sehr erstaunt, fall nich von stengel d. i. bleibe gefaszt H. Meyer d. richt. Berliner (1925) 172; Müller-Fraureuth 2, 560; Frischbier preusz. wb. 2, 368b; Sallmann Estland (1880) 72. 1@d@gγ) an die wertlosigkeit des stengels (vgl. a α sp. 2354) knüpfen an: dâ von, geselle, dûhte mich diu rede gar unmügelich die mit mir treip der engel. niht einer bluomen stengel, der bî mir stuont vil manic soum, wolte ich ahten ûf den troum Konrad v. Würzburg Engelhart 6028 Haupt-Joseph; hat aber weder stengel (vgl. b) noch frucht davon zu sehen bekommen J. D. Ernst denkwürdigkeiten (1700) 208; für das gewöhnliche über die stränge schlagen vereinzelt auch über die stengel schlagen: umb dasz er sich in dieser materi gar zu sehr ereiffert und über die stengel geschlagen F. Eustach. Eisenhuet luther. bürghahn 118 in: Alemannia 11, 196; anders, von der vorstellung des blumenpflückens aus deutbar: nu mal n bten kort vun stengel biszchen schnell Mensing 4, 833; als 'stoppel' in singulären alliterationsformeln: dor blew nich stümmel orer stengel von na (Mecklenburg) nd. korrespondenzbl. 14, 20; er jagt sie ... ... über stock und stengel Pfeffel poet. vers. (1812) 2, 21, vgl. auch altes bei stingel und stengel unter stingel. 22) stengel bedeutet seit älterer sprache, bis in das jüngere nhd. hinein nachwirkend, auch die aus einem stengel bestehende oder staudenartige pflanze als ganze, wenn der stengel ihr hervortretendes merkmal ist: er (der bauersmann) wais, das die bone und erbeis vor auch ein stengel und schote gewesen ist, darumb stecket ers in die erde, auff das widerumb ein stengel, der schoten trage, daraus werde Luther 34, 2, 121 W.; mache ... ein nest von den zweigen ... des wolryechenden stengels casie H. v. Eppendorff Plin. (1543) 10, 138; baumwollen ... ist ein geringer stengel mit 3 oder 4 knöpfflin Abraham a s. Clara etwas f. alle (1699) 2, 98; dann wurde sie (die puppe) hoch in die stengel der distel gesetzt G. Keller ges. w. 4, 79; etwas anders die staude im gegensatz zur blüte: bleibt also nichts da der blosz stengel (der rose) Paracelsus opera (1616) 2, 588 Huser; und an gräbern pflanzst du stengel vom bethränten roszmarin Schubart s. ged. (1825) 2, 95; in mittelalterlicher metaphorik häufig im schlichten sinne 'gewächs': der sâldenrîche stengel (Aristoteles) entsprôz in Macedonia Aristoteles 140 nach Lexer mhd. wb. nachtr. 3, 370; ein gespil und ein swester ist sie (die keuschheit) der gotis engel der bluogende tugenden stengel die vor gote bluogent Hugo v. Langenstein Martina 134, 52 K.; in gotes hag bist du (Maria) der gnaden stengel liederb. d. Hätzlerin 129, 32 Haltaus; specifischer und mit α γ verrinnend als 'schöszling, sprosz': wibes lip und wibes schar er durch die schar der engel! ir zuckerszzer stengel sin bluot gerert in hymel hat Johann v. Würzburg Wilhelm v. Österr. 13940 Regel; auch terminologisch als pflanzenname verwendet, vgl. schon die glosse stengil betas (in: 'apud se autem tantum modicas betas elixas cum sale manducabat' vitae patr. 5, 572b) Steinmeyer-Sievers ahd. gl. 2, 732, 55 für den 'mangold', s. auch stengelmangold; in diesem sinne für eine gartennutzpflanze vermutlich auch: der esel sprach: dâ für sô lob ich stengel mê, wann ich mit secken durch des müllers garten gê Heinr. v. Mügeln fabeln 13, 4 Müller; jünger als name anderer pflanzen: 'bärenklau, heracleum sphondylium heiszt stengel' jahresh. d. ver. f. vaterl. naturkde (1890) 296, Pritzel-Jessen volksnamen d. pflanzen 181, Fischer schwäb. 5, 1637; stinker, wilde stengel, hundspetersilie aethusa gynapium jahresh. d. ver. f. vaterl. naturkde (1890) 300, Fischer ebda; wiesenkerbel, stengel anthriscus silvestris Fischer ebda. 33) von 1 her auf andere objecte übertragen; nahe am bildlichen bleibt stengel als stiel eines glases, s. auch stengelglas: Reiske stürzte ein volles glas hinab und setzte es dann so heftig auf den tisch dasz der stengel brach Holtei erz. schr. 16, 173; aus dem kreisrunden ... untersatze ... erhebt sich ein weicher stengel, der den runden ... becher trägt A. Stifter s. w. (1901) 14, 315; als übersetzung von calamus für jeden der sechs arme am leuchter: mach ouch einen gehemerten leuchter von reinem golde, seinen schaft und seine stengeköpfe und ringel und lilgen von im ausgeende. 6 stengil sollen von im ousgeen von den seiten, 3 stengil ous einer seiten und 3 von der andern Wenzelbibel exod. 25, 31 bei Jelinek mhd. wb. 682; anders, aber deutlich im bilde, für den laternenpfahl: man steigt einen sehr bequemen weg zur burg hinauf, an dem schon die laternen mit den dazu gehörigen 'stengeln' gothisch sind Hensel fam. Mendelssohn 2, 91. 44) der alten bedeutung 'aus einem pflanzenschosz gemachter stab' (s. 1 kopf) steht eine im ganzen nicht gerade ausgebreitete anwendung nahe, bei der wie in den nord. zeugnissen die hauptbedeutung des grundworts stange den vorstellungsinhalt bestimmt: 'kleine stange'; doch kreuzen hier auch andere ableitungen wie stenge und stängel hinein, die bedeutungsmäszig parallel gehen; nicht sicher hierher, vielleicht im sinne 'stäbchen': swer ez sach, den duhte daz er wær ain engel. von golde manic stengel übergie der tock model Johann v. Würzburg Wilhelm v. Österr. 8458 Regel; mit abweichender pluralbildung, wohl in vermischung mit stange: und disz veld liesz der könig machen in seer kurtzen tagen mit graben dreiszig eln brait und dreiszig tieff und den sand alsz in die stat fieren hinder die blancken und liesz lange und schmale stengelen auff die gruben legen und sie mit rasen belegen, damit man ag (auch) blosz veldt wie vor sehe S. Grunau preusz. chron. 1, 495; bergbautechnisch: wir und unser nachkommen sullen ... unsern gnedigen herrn von Salzburg ... ausz unsern wäldern vergünnen stengl, geristholz, putenholz, rünnen und rörn (1449) Lori baier. bergrecht (1764) 35, vgl. dazu stangenholz 10, 2, 814; das auch das perkholz nit überflüszigklich, sonder ... in rechter grösz und leng ordentlich gemacht, und ... ainem jeden nach gelegenhait seiner pew, an pfäln, stempeln, stengeln, und andern, eingeben werde (1532) Lori 222, vgl.stange im bergbau 2 q (teil 10, 2, sp. 801); in sonstiger halb technischer verwendung, als arm der waage: der arm oder stengel der wag soll gemacht werden von kupfer Paracelsus chir. bücher u. schr. (1618) 739c; als 'holzstiel': dieses (säcklein) wird an einem stengel fest angemacht, damit kan man, so weit man langen kan, alles obst leicht bekommen und einbringen Hohberg georg. cur. (1682) 1, 442, zur verwendung beim obstbrechen vgl. auch noch stange 2 b β (teil 10, 2, sp. 795); im 17. jh. gebräuchlich in der bedeutung von stenge 'oberer, aufgesetzter mastteil': bald sturmen und traffaten geschahen, dasz wir die segel musten innemen, und wegen groszen schlingerens der schiff die stengel nieder schieszen Aldenburgk westind. reise (1627) c 4a; den 16. dto gieng alles vom land zu schiff, und wurde wider angefangen stengel und rahe aufzuwinden und die wände vest angesetzet Saar ostind. kriegsdienst (1662) 164; als fem. in vermischung mit stenge: weiln wir allzeit die letzten im segeln und in der flotte waren, und die andern schiffe stets mit halben segeln auf der stengel unser warten musten v. d. Behr diarium (1668) 141; in der soldatensprache ist der stengel die fahnenstange oder fahne (vgl.stange 2 h teil 10, 2, 797): stengel (begeisterungsstengel) fahne Horn soldatenspr. (1899) 71, surnom du drapeau René Delcourt (1917) 163b. 55) in anwendung auf andere, meist kleinere stangenförmige gegenstände ist oft die herleitung aus 1 oder 3 nicht mehr deutlich; mehr zu stengel 3 gehören: wann ein kindbetherin das rotlauffen hat. nim ein pfötlin von einem maulwerffen, und ein stengel süszholtz: hencks ir an den hals O. Gäbelkover artzneybuch (1595) 2, 69; das du am sues holz hast kain mengl, sehin und hab dir des ein stengel mit dieser meiner pritschen glat Hans Sachs 22, 487 Götze. stengel weiszbrot von länglicher form Fischer schwäb. 5, 1637, vgl.brotstange teil 2, 406, stange 1 h, stangenkuchen teil 10, 2, 815; vier aneinander gebackene semmeln Reiser sagen des Allgäus 2, 738; vgl. auch stengelchen 3. (ein bündel) das ein schnupftuch, eine haarbürste, einen kamm, ein büchschen pommade und einen stengel bartwichse enthielt G. Keller ges. w. 5, 28, s.stangenpomade teil 10, 2, 817; vereinzelt: ein ungeheurer zapfen eis, wo überall gleich bergkrystallen die blanken stengel abwärts fallen A. v. Droste-Hülshoff ges. schr. (1879) 2, 65; mit stengel 1 spielend scherzhaft für zigarre (vgl. das häufigere glimmstengel): nachdem er ihn gebeten, posto zu fassen und den stengel in den schnabel zu pflanzen, war seine erste frage J. G. Müller herren v. Waldheim (1788) 3, 6; als wir unsere cigarren ansteckten, hörte ich, dasz man in Malta jährlich über 50 millionen dergleichen wohlthätige stengel fabricirt H. v. Pückler-Muskau südöstl. bildersaal (1840) 1, 357; den dampfenden stengel (einer zigarre) Th. Mügge neues leben (1856) 1, 78; ich bot meinem freunde eine cigarre an, die er immer verschmähte, und zündete mir dann selbst einen stengel dieses edlen krautes an Storm werke (1899) 2, 69; die schöne zigarrentasche war mit guten stengeln angefüllt, welche er aus dem mazepparöhrchen mit verstand rauchte G. Keller ges. w. (1889) 5, 80; ein stiller, sanfter abend hüllt mich ein, ich rauche meinen stengel eminentes D. v. Liliencron werke 1, 198 Dehmel; stengel penis, s. stange 4 d: stengel caulis, das männlich glied J. J. Dentzler clavis (1716) 125b, Schmeller-Fr. 2, 771, s. auch stingel: mit rothem mund thutt er mich kussen. gar palt thu ich hin wider hussenn und gib im ains an sein wengel. darvon würdt sich regen sein stengel, daz er mich unden an würdt greiffen erz. aus altdtsch. hss. 182, 19 Keller; mundartlich übertragene anwendung: 'stengel ein langer schmächtiger mensch' Reinwald henneberg. 2, 121 (s.stange 4f); ein schnell und schlank aufgewachsener knabe L. Westenrieder gloss. germ. lat. (1816) 563; als scheltwort: gnaustrige, gîzige, alle stengel alter kerl Woeste westf. 254a. 66) zusammensetzungen mit stengel als erstem compositionsglied treten mhd. vereinzelt seit dem 14. jh. auf, s. stengelbaum, zahlreicher erst im nhd. besonders in botanischer fachsprache; composita mit stengel 1 sind nicht vor dem 15. jh. zu belegen, s. stengelkraut, und werden in der hauptmasse durch substantivbildungen vertreten, die folgenden bildungstypen zugehören: 6@aa) stengel- ist blosze bestimmung des gegenstandes, dem das beziehungswort zugehört; die composition ersetzt die genitivische abhängigkeit: stengelbasis, -bau, -behaarung, -bestandteil, -bildung, -brand, -ende, -gebilde, -gelenk, -keim, -knoten, -krankheit, -lage, -mark, -rest, -röhre. -spitze, -sprosse, -stück, -teil, -trieb, -wachstum, sämtlich aus dem 19. jh. 6@bb) bei pflanzennamen gibt stengel- im sinne 'einen stengel habend' das hervorstechende merkmal der pflanzengestalt an: stengelaloe, -beere, -blume, -farn, -flachs, -gras, -klee, -kohl, -kraut, -lilie, -mangold, -palme, auszer stengelkraut (15. jh.) junge bildungen. 6@cc) stengel- erläutert das zweite wortglied im sinne 'aus stengeln bestehend', zufrühest in stengelwerk (17. jh.): stengelfilz, -geschnörkel, -gewirre, -kranz, -polster, -tabak, -werk. 6@dd) stengel- gilt als lokalangabe im sinne 'in bzw. an dem stengel befindlich': stengelälchen, -blatt, -dorn, -loch, -raupe, -rüsselkäfer, -zweig, von denen stengelblatt dem 17. jh. angehört, die übrigen jung sind. 6@ee) stengel- deutet auf die äuszere form des dinges im sinne 'wie ein stengel aussehend' in einzelnen und jungen compositionen: stengelgewächs, -gneis, -pflanze, -sellerie, -stich. zu stengel 4 sind die bildungen wenig zahlreich, zufrühest stengelbaum (14. jh.), jung sind: stengelhaken, -scheiszer, -stange; bei stengelbirne, -bohne, -erbse, -schote kann auch rückbildung aus dem vb. stängeln 1, 2stengeln vorliegen. adjectivbildungen, echte adjectiva und participialadjectiva, bleiben vereinzelt und sind durchweg künstliche schöpfungen der botanischen terminologie; älteste bildung ist stengelweise (17. jh.): stengelartig, -förmig, -los, -sprossend, -ständig, -treibend, -umfassend, -weise, -zart.
27656 Zeichen · 482 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stengelstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    stengel stm. stengel, zweig. ahd. stengil Graff 6,693. thyrsus sumerl. 19,7. voc. 1420. surculus stingil das. 45,26. sti…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stengelM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    stengel , M. nhd. Stängel, Stengel, Stiel der Pflanze, Stempelfaden der Lilie, Glockenklöppel Vw.: s. hennep- Hw.: vgl. …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stêngel

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Stêngel , S. Adelung Stängel .

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Stengel

    Goethe-Wörterbuch

    Stengel [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stengel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Stengel ( Sproßachse ), s. Sproß .

  6. modern
    Dialekt
    Stëngel

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Stëngel [ʿStal fast allg.; ʿStæl Str. ] m. 1. Stengel. D e r S. is t verest e t hat viele Äste Prinzh. Blöüi S. die St…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stengel

154 Bildungen · 134 Erstglied · 20 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von stengel 2 Komponenten

sten+gel

stengel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stengel‑ als Erstglied (30 von 134)

Stengelglas

SHW

Stengel-glas Band 5, Spalte 1393-1394

Stengelgras

SHW

Stengel-gras Band 5, Spalte 1393-1394

Stengelmus

SHW

Stengel-mus Band 5, Spalte 1393-1394

stengelälchen

DWB

stengel·aelchen

stengelälchen , n. : das stockälchen (stengelälchen tylenchus devastatrix ), in stengeln und blättern von 34 pflanzenarten nachgewiesen, leb…

stengelaloe

DWB

stengel·aloe

stengelaloe , f. : stengelaloe, die höchste art der aloe, die afrikan. stammaloe oder grosze schwertaloe, aloe arborescens Nemnich wb. d. na…

stengelartig

DWB

stengel·artig

stengelartig , adj. , zu 2 a: sie ( potentilla micrantha ) hat ganz den habitus unserer p. fragariastrum, mit ausnahme der geröteten stengel…

stengelbasis

DWB

stengel·basis

stengelbasis , f. : aus ihr ( der wurzel der gemeinen kreuzblume ) erheben sich eine menge stengel, ... aus ältern stehen gebliebenen stenge…

stengelbau

DWB

stengel·bau

stengelbau , m. : coccinea spec. nov., mit blauen blumen und ganz eigenthümlichem, saftigem stengelbau Ritter erdkunde 17, 1716 . —

stengelbaum

DWB

stengel·baum

stengelbaum , m. , zu stengel 4 gebildet, ' gerichtsschranke ': item ist ze wüssen: nach derselben vordrung sol die selb herschaft den oder …

stengelbeere

DWB

stengel·beere

stengelbeere , f. , im hersfeldischen name der himbeere Vilmar id. v. Kurhessen 285 . —

stengelbehaarung

DWB

stengel·behaarung

stengelbehaarung , f. : salvia nemorosa mit etwas längerer, abstehender stengelbehaarung Schlechtendal flora 18, 172 . —

stengelbestandteil

DWB

stengel·bestandteil

stengelbestandteil , m. : es ( baumwollabfälle ) begreift in sich alle ... blätter- und stengelbestandteile der baumwollpflanzen Lueger 1, 3…

stengelbildung

DWB

stengel·bildung

stengelbildung , f. : gleichzeitig ( durch gypsdüngung ) wird der klee ... höher ..., wonach also auch die stengelbildung vermehrt wird J. A…

stengelbirne

DWB

stengel·birne

stengelbirne , f. : stengelbir Staub-Tobler 4, 1497 , vgl. gestengelte birne, am spalier gezogene birne, zu stengel 4 oder stängeln 1, 2 ste…

stengelblatt

DWB

stengel·blatt

stengelblatt , n. , ' am stengel sitzendes blatt ', seit dem 17. jh. belegt: so gibt es sich auch, dasz bei einer art, die stengelblätter an…

stengelblume

DWB

stengel·blume

stengelblume , f. , ' name einer ausländischen blume mit langen stielen der blätter und blüthen ' Heinsius 4, 794 b ; stengelblume microcnem…

stengelbohne

DWB

stengel·bohne

stengelbohne , f. , s. auch stängelbohne, zu stengel 4 oder stängeln 1, 2 stengeln: ' bohne, gemeine. phaseolus vulgaris, blumenbohne ..., s…

stengelbohrer

DWB

stengel·bohrer

stengelbohrer , m. , eine rüsselkäferart: stengelbohrer ( lixus ) haben einen walzigen leib, die larven leben in krautstengeln Oken allg. na…

stengelbrand

DWB

stengel·brand

stengelbrand , m. , zu stengel 1 a β : der stengel- oder stielbrand im roggen ( urocystis occulta ) Meyer konvers.-lex. 5 3, 385 b .

stengelchen

DWB

stengel·chen

stengelchen , n. , deminutiv zu stengel. 1 1) zu stengel 1 a, b: das stengelgen und die adern seyn auch gar roth Colerus hausb. (1645) 1, 39…

stengel als Zweitglied (20 von 20)

gilgenstengel

DWB

gilgen·stengel

gilgenstengel , m. : sie ( d. i. die frouwe) truog ein gilgenstengel. ich wânde ez wêr ein engel von himelrîch her abe gesant meister Altswe…

Gläuhstengel

MeckWBN

Wossidia Gläuhstengel m. Lampendocht (vereinzelt) D. WA. 18, 1.

goltstengel

MWB

golt·stengel

goltstengel stM. ‘goldene Stange’ der kuͤnc von Rangulat auch wielt / mannes muͦt durch minne. / sam tet Wildhelmes sinne: / der huͦp [ ‘hie…

hennepstengel

KöblerMnd

hennep·stengel

hennepstengel , M. nhd. Hanfstengel, Hanfstängel E.: s. hennep, stengel W.: s. nhd. Hanfstängel, M., Hanfstängel, DW 10, 435 (Hanfstengel)? …

muscātstengel

KöblerMhd

muscātstengel , st. M. nhd. Muskatstängel, Muskatstengel Q.: Suol, RqvII (FB muscātstenegl), MarGr (Anfang 14. Jh.) E.: s. muscāt, stengel W…

mānstengel

KöblerMhd

mānstengel , st. M. nhd. Mohnstängel Q.: SalArz (Anfang 13. Jh.) E.: s. māge (1), stengel W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 2038 (mânstengel), Ben…

palmenstengel

DWB

palmen·stengel

palmenstengel , m. , mhd. palmenstengel ( Mariä himmelfahrt 1239): Palma's heilge mit dem palmenstengel. Platen 2, 113 .

Plümerstengel

MeckWBN

plum·er·stengel

Wossidia Plümerstengel m. eine Wasserpflanze: mang Plümerstengels un Poggenbläder Puls Hw. 246.

rōsenstengel

KöblerMhd

rōsen·stengel

rōsenstengel , st. M. nhd. Rosenstängel, Rosenstengel Q.: KvWTroj (1281-1287) E.: s. rōse, stengel W.: nhd. Rosenstängel, Rosenstengel, M., …

schnappstengel

DWB

schnapp·stengel

schnappstengel , m. schnappender stengel oder rute beim vogelfang: schnappstängel, baculi curvati quibus aves capiuntur Frisch 2, 211 c ( au…

tulpenstengel

DWB

tulpen·stengel

-stengel , m. : elfen, die ihr auf schwanken tulpenstengeln reitet maler Müller w. (1811) 2, 365 . etwas durch den tulpenstengel (zu versteh…

vürestengel

KöblerMhd

vüresten·gel

vürestengel , st. M. nhd. Erzengel, Engelsfürst, Engel des Chores Principatus ÜG.: lat. archangelus Gl, principatus STheol Q.: HlReg (um 125…

wīnberstengel

KöblerMhd

wīnber·stengel

wīnberstengel , st. M. nhd. Weinbeerstängel ÜG.: lat. racemus Voc Q.: Voc (1468) E.: s. wīnbere, stengel W.: nhd. DW- L.: LexerHW 3, 898 (wî…

zuckerstengel

DWB

zucker·stengel

zuckerstengel , m. : die zuckerstengel oder röhr wachsen in diesem lande ... grosz und hoch Abelin hist. antipodum (1631) 150 . ferner wie z…