segel,
n. velum. II.
formales. ahd. segal, segil, segel,
m. Graff 6, 144,
mhd. segel,
selten sigel,
m. Lexer
mhd. hdwb. 2, 845;
as. segel.
Hel. 2238 (
die stelle s. unter II, 1,
e, θ),
mnd. segel,
zusammengezogen seil,
n. Schiller-Lübben 4, 167
a,
nnd. (
mit langem stammvocal) segel.
brem. wb. 4, 734. Schütze 4, 92, sägel Mi 73
b. Danneil 178
b, seil
brem. wb. 4, 734. Schütze 4, 92. ten Doornkaat-Koolman 3, 170
a,
stets n.; mndl. seghel, seil,
nndl. zeil,
n.; ags. segl, segel,
m. n. Bosworth-Toller 856
b,
engl. sail;
anord. segl,
n. Fritzner
2 3, 197
b,
schwed. segel,
n., dän. seil,
n. auszerhalb des germ. entspricht nach Fick
vgl. wb.4 1, 560
irisch séol,
kymr. hwyl,
segel. altfranz. sigle,
gleicher bedeutung, ist aus dem deutschen entlehnt. Diez
4 295,
ebenso litauisch źeglas,
poln. źagiel,
segel. Hehn
kulturpfl. u. hausthiere5 152. — Adelung
vermutet, dasz das wort in etymologischer beziehung stehe zu lat. sagum,
zeug, kleid, und W. Wackernagel
kl. schr. 3, 307
hält segel
geradezu für eine umdeutschung der weiterbildung zu sagum : sagulum (sagum, sagulum
sind nach Stokes
und Bezzenberger
in Ficks
vgl. wb.4 2, 289
latinisierungen von kelt. sagon, sagos, sagulon). Hehn
kulturpfl. u. hausth.5 152
vermutet entlehnung aus dem keltischen. Much
stellt in Haupts
ztschr. 36, 50 segel
zu griech. ὅπλον,
ἕπομαι und setzt als grundbedeutung an: was man mit sich führt, ausrüstung. nach Fick
vgl. wb.4 1, 560
gehört es zu segho,
aushalten, auf das skr. sah, sáhate,
bewältigen, besiegen, griech. ἔχω,
ἴσχω und das deutsche sieg
zurückgehen. —
der kurze stammvocal ist nhd. gelängt (
auf länge deutet wohl die in älterer sprache begegnende schreibung sägel. Maaler 340
b,
neben der auch seegel
erscheint. Frisch 2, 255
a),
nur mundartlich hat sich die kürze erhalten. Hunziker 238. —
die mhd. seltene nebenform sigel,
die von dem zugehörigen verb. sigelen,
nhd. segeln
beeinfluszt ist: sige(l)s unt stiure [der] habt ir niht, ir vlieʒet âne ruote.
minnes. 2, 364
a Hagen; in dem tempel reiʒ der sigel von
oben[e] ze tal. 3, 95
b,
setzt sich vereinzelt auch im älteren nhd. fort: das siegel. Schütze
beschr. der lande Preuszen (1599) 70
a (
die stelle s. unter II, 1,
e, μ). Comenius
sprachenthür (1657) 463 (
s. unten II, 1,
c); wechsel-sigel,
velo di cambio ò di muta. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 733
b (
sonst dort nur segel).
vereinzelt dringt die nd. form seil
ins hd.: er bgibt am segelbaum das seyl, unnd sucht alleyn beym ruder heil. Eyering 1 (1601), 612.
im älteren hd. ist segel
durchaus m., im 16.
jahrh. scheint dies geschlecht noch vorzuwiegen, es begegnet aber auch später, immer seltener werdend, so noch bei H. v. Kleist
in einer stelle, die das wort im sinne von schiff zeigt: der segel im schiff,
velum Dief. 609
c (15.
jahrh.); segel der hinder sich gespannen wird,
epidromon. Dasypodius; sägel (der),
velum, cadurcum, sinus. Maaler 340
b; segel,
m. voile de navire. Hulsius (1616) 295
a; der grosze segel,
artemon, acatium. Stieler 1990. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 733
b (
beide setzen das n. als das regelmäszige an); der seinen segel hin nach Engeland gewendet, ist manchmal durch den wind in Holland angeländet. Logau 1, 24, 82; sehr beschäftigt mich dort jener segel — siehst du ihn? er schwankt gefährlich, übel ist sein stand, er kann das ufer nicht erreichen. H. v. Kleist
fam. Schroffenstein 4, 2.
das heute durchaus herrschende neutrale geschlecht, das durch nd. einflusz aufgekommen ist, verzeichnen die lexicographen von der mitte des 17.
jahrh. ab als das regelmäszige: das segel,
velum Corvinus
fons latinit. 1 (1660), 708
b. Schottel 1414. Stieler 1990. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 733
a (
daneben bei den beiden letzten als m. begegnend, s. oben). Steinbach 2, 558. Frisch 2, 255
a. Adelung. Campe. IIII.
bedeutung und gebrauch. II@11)
in gewöhnlichem sinne stück zeug oder dergl., das ausgespannt zum forttreiben eines schiffs durch den wind dient, nach Tacitus
Germ. 44
den nordischen Suionen zu seiner zeit noch unbekannt, nach Plinius 19, 8
damals erst seit kurzem in Deutschland verfertigt, wahrscheinlich vom westen oder süden her bekannt geworden. Hehn
kulturpflanzen u. hausth.5 152. II@1@aa)
neben den allgemein üblichen, aus segeltuch von hanf oder flachs bestehenden segeln werden in älteren quellen solche aus kostbarerem stoffe, seide genannt: einn sîdîn segel saher roten. Wolfram
Parz. 58, 5; dô worhte man die segelespâte unde vruo. der künic hieʒ des îlen.dô welte man dar zuo von Agabî der sîdendie besten, die si vunden.
Kudrun 267, 1.
vergl.: dein segel (
o Tyrus) war von gestickter seiden aus Egypten, das es dein panir were.
Hes. 27, 7.
segel aus atlas als unzweckmäszig bezeichnet: solt sich ein herr ausz höchstem stoltz, als welcher dem betrug gern trawet, in einem schif von ceder-holtz und helffenbein reich auszgebawet, da voll schnütz-kunst ein jedes theil, von reichem atlesz jeder seegel, ... auff das welt-weitte meer begeben? Weckherlin 568. II@1@bb)
die farbe der segel ist meist weisz oder braun, doch werden auch andersgefärbte erwähnt: zwêne segele brûne die kôs man von der wer hin abe. Wolfram
Parz. 200, 10; ein segel swarz, der ander blanc schein ûf dem tobenden wilden sê, der dritte grüene alsam ein clê vil wunneclîche erlûhte, der vierde rœter dûhte denne ein vrischiu rôse rôt, vil gelwen schîn der fünfte bôt und gap der sehste blâwen schî
n. si wâren alle pfellelîn unde ûʒ sîden wol geweben. Konrad v. Würzburg
troj. krieg 25146.
wie in der antiken Theseussage, so erscheint in der mittelalterlichen erzählung von Tristan und Isolde ein weiszes segel als freude kündend, ein schwarzes in entgegengesetztem sinne: ist daʒ die bêle blunde Îsôt wenden wil mîns tôdes nôt .., sô schaffe daʒ mit dem marner unde schicke eʒ sô, daʒ er einen wiʒen segel an binde, .. ist aber, daʒ sie kumet nicht, so sol der segel swarz sî
n. Heinrich v. Freiberg
Trist. 6345; so secht auch auff der zinnen umben, wenn sein (
des Theseus) schiff zu uns fehrt herwartz, ob es hab einen segel schwartz! denn der schwartz segel, der bedeut, das er ist umbkommen im streit; hat er aber ein segel weisz, so hat er erhalten den preisz und kommt mit ehr und triumph her. Ayrer 1275, 35
Keller. in den nordischen ländern liebte man blaugestreifte segel und rote mit grünen streifen. Weinhold
altnord. leben 129.
mit den wappen des schiffsherrn geschmückte segel werden erwähnt (Konr. v. Würzburg
troj. 25158).
pilger führen kreuze an ihren segeln: dô sach der marnæreûf den ünden wagen ein schif mit rîchen segelen.dem künege hieʒ erʒ sagen. dô daʒ gesach her Hartmuotund ouch al die sine (in den segelen wâren kriuze),si jâhen eʒ wæren pilgerîne.
Kudrun 853, 4.
es ist eins der schiffe, die Hetel auf Wates rat pilgern genommen hat. II@1@cc)
besondere arten von segeln, nach ihrer gestalt, ihrem platz auf dem schiffe verschieden, bezeichnen die folgenden verbindungen: dreyeckichter segel,
velo latino, orecchia di lepre. Kramer
deutsch-it. dict. 2 (1702), 733
b,
auch lateinisch segel
genannt. Jacobsson 2, 562
a; viereckichtes segel. Eggers
kriegslex. 2 (1757), 881; englisch seegel,
von rhomboidischer form. Jacobsson 4, 115
a; das grosse siegel,
acatium. Comenius
sprachenthür (1657) 463; das grosze segel, mitten im schiff,
artemon, acatium. Corvinus
fons lat. 1 (1660), 4
b, das grosse segel,
unten am groszen, mittleren maste. Eggers
kriegslex. 2 (1757, 881 (
als m. bei Stieler
und Kramer,
s. das formale); kleiner segel, segelfusz,
dalum. Dief. 165
b (
von 1482), kleinste segel,
alias die focke,
minimum velum, alias ad proram. Stieler 1990; segel am vordertheil desz schiffs,
petite voile. Hulsius (1616) 295
a, segel im vordern teil des schiffs,
dolon. Stieler 1990; segel im hindern teil des schiffs,
epidromus. ebenda; segel am mastbaum,
thoraceum. ebenda. die stelle auf dem schiff bezeichnen heute gewöhnlich zusammensetzungen wie: vorsegel, hinter-, achtersegel, obersegel, untersegel, groszsegel, schönfahrsegel, marssegel, bramsegel, focksegel, besahnsegel, kreuzsegel, blindesegel, klüversegel,
andere kennzeichnen die art der zurüstung, so: raasegel, lugger-, ewersegel, topsegel, rutensegel, gaffelsegel, baumsegel, gieksegel, schunersegel, spriet-, emmersegel, stagsegel, leesegel.
vgl. Bobrik 626
ff. II@1@dd) segel
mit andern schiffsgeräten zusammengestellt: die wîle man würketdaʒ man haben sol, segele unde riemen.
Kudrun 261, 2; segel, anker oder seil und swaʒ ze schiffung gehôrt, des wâren si unbetôrt, si berihtenʒ alleʒ eben. Ottokar 34137
Seemüller; mit segeln und rudern fahren,
bildlich, allen fleisz und mühe anwenden. Eggers
kriegslex. 2 (1757), 883. II@1@ee)
verbale fügungen, in denen segel
subject oder object ist. II@1@e@aα) segel führen: weiʒ ieman wer di sint die ich dort sihe flieʒensô verre ûf dem sê? si füerent segel wîʒe.
Nib. 477, 4; alle segel führen. Eggers
kriegslex. 2 (1757), 883; wenig segel führen. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 733
b. Eggers
a. a. o.; grosze, kleine segel führen,
bildlich. Wander 4, 898, 23;
ähnlich: denn, da Wartislaus IX. vom rhate und der gemeine selbiger stadt (
Stralsund) gebührliche huldigunge forderte, weigerte sich dessen burgermeister Otto Fuege ein vermögener vom adel, der woll sechs dörffer unter sich hette, und deszwegen ein gar zu grosz segel führete. Micrälius
altes Pomm. 3, 423. II@1@e@bβ) die segel aufziehen,
tendere. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 733
a, ziehen: die segele wurden ûf gezogen.
pass. 330, 70
Hahn; der marnære zôch den segel nâch des besten windes regel. Heinrich v. Neustadt
Apoll. 2441; bald man nun zog den segel auff, trieb sie der wind mit schnellem lauff inn das königreich Cicilia. H. Sachs 1 (1558), 166
c; (
im bilde:) nu dunket mich in trûwen gût, daʒ wir verlân des stades grîn und den segel wider ziehen hin hôch ûf in des windes blâch.
erlösung 926. II@1@e@gγ) die segel aufwinden,
vgl. anord. vinda upp segl. Fritzner
2 3, 197: want hee zyn zeghel up unde zeghelde.
quelle bei Schiller-Lübben 4, 167
a; (
im bilde:) ich han minen sigel ufgewunden. Brun v. Schonebeck 10484
Fischer. II@1@e@dδ) den sägel aufrichten, mit aufgerichtem sägel faren,
dare vela. Maaler 340
b: kumet schifluiten eteswenne widerwertic wint, die entladen ir schif darumbe nicht; sie enthalden sich uf des waʒʒers unden mit bescheidenlicher wer, uncz in beʒʒer weter kumt, so richten sie denne ir segel uf und varn dar sie wollen.
der veter buch 59, 13; ûf rihten unde ûf ziehen hieʒ er die segele sâ zehant. Konrad v. Würzburg
troj. krieg 25276.
ähnlich im bilde: man gab kusz und gieng in die minne mit ufgeregten segeln. Niclas v. Wyle
transl. 59, 26
Keller. II@1@e@eε) die segel hissen,
auch bildlich. Eiselein 565. II@1@e@zζ) die segel aufspannen,
pandere vela Steinbach 2, 558. Frisch 2, 255
a. Adelung, auszspannen Dasypodius, spannen,
dare vela Maaler 340
b,
hausser la voile Hulsius
dict. (1616) 295
a,
explicatum velum tendere Stieler 1990: ach gott, die schuldt ist selber mein, dasz ich nicht thet vom schiff herab den schwartzen segel und darfür hab gespannet auff den segel weisz. Ayrer 1281, 13
Keller. sprichwörtlich: bei aufgespannten segeln ist gut rudern. Wander 4, 498, 1; man musz das segel nicht zu hoch spannen. 5.
bildlich auch: alle segel aufspannen. Eiselein 565.
nd.: mit 'n upspand (
oder upgeblasen, upstreken, uptrukken) seil kamen,
eifrig, zornig auf jemanden einfahren. ten Doornkaat Koolman 3, 170
a.
in obscöner übertragung, de erectione penis: ist Urania der himmel? ja; ihr buhler, glaubt es gerne; dann die milchstrasz ist vorhanden, und die zwey geschwistersterne, die den segel spannen auff, und jhn heissen pflügen fort durch das tieffe nasse saltz, in en fürgehabten port. Logau 2, 58, 20. II@1@e@hη)
nd. seil uppsetten. ten Doornkaat Koolman 3, 170
a, mehr segel beysetzen,
forces de voiles. Eggers
kriegslex. 2 (1757), 883,
auch blosz: segel beisetzen,
plura pandere vela. Frisch 2, 255
a, alle segel beysetzen,
dar tutte le vele à vento. Kramer
deutschital. dict. 2 (1702), 733
b. Jacobsson 4, 115
b,
auch bildlich, alles einsetzen für die erreichung eines zwecks, in nd. fassung. brem. wb. 4, 735,
hd. Wander 499, 32.
vgl. ags. seglas sendon geseted. Bosworth-Toller 856
b. II@1@e@thθ)
alts. segel up dôn, segel upp dâdun weder-wîsa werô
s. Heliand 2238
Heyne. II@1@e@iι) das segel aufmachen,
aufspannen, bildlich: nach etwas trachten. Wander 4, 499, 31,
ebenso segel machen. Frisch 2, 255
a. Adelung; auf etwas segel machen,
auf etwas zusegeln. Bobrik 633
b. II@1@e@kκ) ein segel steht gerade oder vierkant,
wenn es mit dem kiel des schiffs rechte winkel macht, es steht schief,
wenn die winkel schief sind. Bobrik 626
a. stehendes segel,
bildlich nd.: mit 't staand 'seil,
hoffnungsvoll, kühn. Stürenburg 243
b. II@1@e@lλ) die segel fliegen lassen,
pandere vela, vela ventis dare, committere. Henisch 1148, 60,
vela facere Corvinus
fons latinit. 1 (1660), 708
a. Stieler 1990, die segel flatteren lassen,
mettere il vento sotto le vele, barbottare le vele. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 733
b. II@1@e@mμ) die segel dem winde überlassen. Eggers
kriegslex. 2 (1757), 883.
bildlich, eine sache, sein geschick dem zufall überlassen. Wander 4, 498, 17.
ähnlich: darüber (
bei dem ungeordneten angriff) der marschalch auch balde dem winde das siegel liesz, unnd befahl in allen örten auffzublasen. Schütze
beschreib. d. lande Preuszen 70
a.
vgl. ahd.: lâʒ dînen segal dem winde ze gewalt. Notker
bei Eiselein 565. allem winde segel geben.
bildlich: alles loben, alles tragen, allen heucheln, stets behagen, allem winde segel geben: bös und guten dienstbar leben. Logau 1, 210, 71. II@1@e@nν) die segel richten,
nachdem der wind stark oder schwach ist. Eggers
kriegslex. 2 (1757), 883, die segel nach dem winde richten,
vela explicare, utcumque in alto ventus est. Steinbach 2, 558. Adelung,
bildlich sich in die zeit schicken. Eggers
a. a. o., in allen fällen sich zu helfen, seine zwecke zu erreichen wissen. Wander 4, 498, 20,
selten: an den wind richten. Jacobsson 4, 115
a. II@1@e@xξ) die segel entschlagen,
richten, wenn man abfahren will. Jacobsson 4, 115
a. II@1@e@oο) die segel nach dem wind kehren,
drizzare, tirare le vele secondo il vento, met.(
onymice)
accomodarsi al tempo. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 733
b, den segel kêren zuo ainem,
bildlich, sich an ihn wenden, anschlieszen. Oswald v. Wolkenstein (
wortbuch) 423, den, die segel wenden: als er die stat an sach, zuo den marnæren er do sprach daʒ si dar wanten die segele unde lanten. Hartmann v. Aue
Greg. 1678.
bildlich: do mit habe die rede ein ende, nu sul wir aber den segel wenden. Hugo v. Trimberg
Renner 12355; wo die alten weib die segel wenden (
das geschäft leiten). Oswald v. Wolkenstein (
wortbuch) 423; die segel wenden,
seine ansicht ändern. Wander 4, 498, 22. II@1@e@pπ) ein segel ist vollgebraszt,
wenn es mit seiner leeseite dem hintertheile des schiffes näher ist, es ist baakgebraszt,
wenn es mit seiner luvseite dem hintertheile des schiffs näher ist. Bobrik 626
a. II@1@e@rρ) die segel benetzen,
damit sie desto besser anziehen. Eggers
kriegslex. 2 (1757), 883, seegel nässen,
die segel mit wasser begieszen, damit sie der wind besser fassen kann. Jacobsson 4, 115
b. II@1@e@sσ) segel streichen,
deprimere vela, inclinare malum. Stieler 1990, die segel streichen,
vela demittere. Steinbach 2, 558,
die segel mit den raaen vom mast fallen lassen. Jacobsson 4, 115
b,
die segel vollständig fallen lassen, wie es beim sturm und als zeichen der ergebung geschieht, dann auch: das mittlere obere segel zum zeichen der ehrerbietung, begrüszung bis zur hälfte des masts herunterlassen. Eggers
kriegslex. 2 (1757), 883,
schlieszlich auch auf das gleichem zwecke dienende senken der flagge bezogen. Apini
gloss. 492: diese anstalten waren kaum gemacht, als wir bereits schon von den beyden schiffen, so Algierer waren, eingehohlet worden, und uns zugeruffen wurde: die seegel zu streichen und uns zu ergeben.
Plesse 3, 352.
bildlich, sich überwunden geben: gelingt aber ein solches unternehmen nicht ganz, fühlt sich der verstand nicht durchaus genöthigt die segel zu streichen, erlangen die arbeiten nur eine solche stufe, wo er ihnen noch etwas anhaben kann; so entsteht sogleich ein loben und tadeln des einzelnen. Göthe 36, 166;
konsulent. ich bin bevollmächtigt — sie will.
hofrath. wer — und was?
konsulent. die Sternberg, dich zum manne. es mag sie gereuet, sie mag gedacht haben, dasz denn doch — genug sie streicht die segel. Iffland
hagest. 5, 10; sie luden mich in der reihe zu gast, wo ich denn bemerken konnte, dasz wenn man auch tagtäglich in Berlin frugaler lebe als in Wien, bei gastmählern dagegen Wien offenbar die segel streichen müsse. Grillparzer 15 (1887), 139; herr könig, ich bekenne frey, (so sagt der inquisit, und streicht die segel). Ramler
fabellese 3, 81; die kön'gin hatte zwar noch manches 'hum' und 'aber, zwar, wenn nur', und mehr dergleichen, womit die mütter um das ja herum sich drehen, ehe sie die segel streichen. Immermann 13, 176
Boxberger. die segel streichen vor dem wind,
bildlich: vielleicht find't sich dort noch manch williges kind, das streichet die segel vor fränkischem wind.
fliegendes blatt von 1813; wir rathen dir nicht, so viel unser sind, die segel zu streichen vor jedem wind. Rückert
Firdosi 1 (1890), 76. die seegel streichen vor einem,
demittendo vela honorem alicui exhibere. Frisch 2, 255
a,
bildlich, einem weichen, nachgeben. Eggers
kriegslex. 2 (1757), 883
u. ähnl.: oder kommst du etwa blosz auf meinen groszen ruf von freyen stücken zu mir, da du gehört hast was für erstaunliche wirkungen meine reden thun, wie mein lob von aller welt gesungen wird, und wie mich alles anstaunt und die segel vor mir streicht? Wieland
Lucian 6, 17; wie ich dich auf der wilden schecke sah, die keiner sonst bändigen konnte, und ihr stolz vor dem deinigen die segel streichen muszte. Ludwig 3 (1891), 485; ich steh zwar ietzt nicht hier zu loben; doch wär es mir so süsz als leicht, noch manch verdienst (
des weiblichen geschlechts) heraus zu bringen, vor dem das mannsvolck seegel streicht. Günther 425; Parisz und seines gleichen musz in der schau-spiel-kunst vor uns die seegel streichen. 1097; ein weibchen, die der turteltaube an sanftheit und an treue, gleicht; die, anspruchslos, in schlichter alltagshaube, die niedern seegel gern vor stolzen flaggen streicht. Gotter 1 (1787), 254. II@1@e@tτ) den sägel abhinlassen,
deducere carbasa. Maaler 340
b, abgelassen sägel, und yetz zuosamen gelegt oder gebunden,
subducta vela. ebenda, segel niderlassen, ablassen,
caler la voile. Hulsius (1616) 295
a, die segel fallen lassen, niderlassen,
calare le vela. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 733
b: da befahl der patron des schiffs, man solt die segel ablassen. wir forscheten, warumb er die segel fallen liesz.
buch der liebe 200
d;
bildlich: nu will ich thes giflîʒan,then segal nitharlâʒan, thaʒ in thes stades festemîn ruader nu gireste. Otfrid 5, 25, 5; sint ich was an land gefarn und ich den segel wolte sparn, den ich durch rûe nider lieʒ.
erlösung 895; ich vertieff mich zu ferr in dieser materi, wiewol ichs zu anfang nit im sinn gehabt. derhalben lasz ich hie mein segel nider, und spar das ubrig in unser vollendal. Fischart
groszm. in Scheibles
kloster 8, 1, 232. die segel fällen,
mnd.: dar vellede he syne seghele.
quelle bei Schiller-Lübben 4, 167
a. II@1@e@yυ) segel einziehen,
abbassar la vela. Hulsius (1616) 295
a,
contrahere Stieler 1990. Steinbach 2, 558
a,
herunterlassen, dasz der wind sie nicht mehr fassen kann. Jacobsson 1, 555
b,
auch bildlich gebraucht. Eiselein 565, die segel einlegen, einziehen,
raccogliere, contrarre, mettre dentro le vela, met. finir' un oratione publica; farne l'epilogo. Kramer
dict. 2 (1733), 733
b, die seegel einnehmen,
contrahere vela Frisch 2, 255
a, beynehmen Adelung. II@1@e@phφ) die segel aufgeien,
unter die raaen zusammenziehen. Bobrik 62
b. die segel schürtzen, aufbinden,
scorciare le vela. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 733
b. seegel einbinden,
einrollen und an die raaen binden. Jacobsson 4, 115
a. die segel schlagen,
ferler les voiles, wenn man nicht weiter segeln will. Eggers
kriegslex. 2 (1757), 883. die seegel beschlagen,
vela contrahere Frisch 2, 255
a,
in ein bündel zusammenrollen und an die raaen binden. Jacobsson 4, 115
a. die segel abschlagen,
von den raaen losmachen und abnehmen. Bobrik 6
b. II@1@e@chχ)
im vergleich, der wind wehet den segel,
in älterer sprache: dann ursach in den dingen allen, sie wissen nichts darumb, so musz es ein fürgang nemen, wie der windt den segel wehet. Paracelsus 1 (1616), 226 B. der wind schwellt die segel, bläht die segel auf,
bildlich mit anderm subject: der gedanke, .. das werk seiner eignen freyen wahl zu seyn, das leere der wissenschaften eingesehen zu haben, schwellte auf einmal von neuem seine segel. Klinger 3, 259; sogar hier zwischen den vier wänden zogen ihn noch die segel fort, die der grosze morgen aufgebläht. J. Paul
Titan 2, 221. der sturm zerrisse die segel. Kramer
deutsch-it. dict. 2 (1702), 733
b; aber die segel, knitternd sofort und knatternd, zerrisz sie die wuth des orkanes. Voss
Odyssee 9, 71.
entsprechend passivisch: der sägel ist zerzert unnd zerrissen, zerschrētzt von ungestümen winden. Maaler 340
b;
bildlich: zersliʒʒen ist des segels kraft, ich wæn', die marner mit uns wen ertrinken.
minnes. 2, 397
b Hagen. intransitiv: und schluog das ungewytter das schyff an einen berge das der segel und die massen zerbrachen.
Pontus (1498) a 6
b. II@1@ff)
verbale fügungen, in denen das wort mit präpositionen verbunden erscheint. II@1@f@aα) unter segel gehen,
faire voile. Eggers
kriegslex. 2 (1757), 883,
mit dem (
segel-)
schiffe abfahren. Adelung,
absegeln Bobrik 663
b: meine landsleute .. vergröszerten sich selbst das übel so sehr, dasz ich genöthiget wurde unter segel zu gehen, ehe die zurüstungen noch zur hälfte fertig waren. Wieland 2, 124; der überwinder seiner selbst gieng mit holländischen kauffahrern unter seegel, und kam glücklich in Batavia
an. Schiller 2, 390; dat schip is under seil gâ
n. ten Doornkaat Koolman 3, 170
a.
in allgemeinerem sinne wie '
abreisen' Wander 4, 499, 25.
auch mit weiterer übertragung, nd. wie '
untergehn, verloren gehn'. ten Doornkaat Koolman 3, 170
a. II@1@f@bβ)
in gleichem sinne zu segel gehn,
nd. to segel gaan.
brem. wb. 4, 735: ghinck to seghele.
quelle bei Schiller-Lübben 4, 167
a; den abend umb 9 uhr, als der wind aus süd-west uns gewünschet kam, giengen wir im namen gottes zu seegel, und kamen selbige nacht 20 meilen fort. Olearius
pers. reise 1, 3
b; das edele Kasan liesz thor und mauren stehn, wolt', als wir aus Detusch mit uns zu segel gehn. Fleming 203.
übertragen, nd.: hê geid to seil,
geht zur ruhe, legt sich schlafen. ten Doornkaat Koolman 3, 170
a;
mit näherer bestimmung: up ener sake vast to segel gaan,
auf einem gewissen grunde etwas zuversichtlich unternehmen. brem. wb. 4, 735; he geit d'r mit to seil,
geht mit der absicht um. ten Doornkaat Koolman 3, 170
a. II@1@f@gγ) unter segel stehen,
star vela vela, segelfertig. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 733
b. sich unter segel halten. Eggers
kriegslex. 2 (1757), 883. unter segel sein.
ebenda; übertragen, nd. (
bremisch): unner seils sîn,
unterwegs sein. II@1@f@dδ) mit segeln fahren,
veleggiare, andare con vela al vento. Kramer
a. a. o. mit vollen segeln (fahren
u. ähnl.),
turgidis velis. Stieler 1990,
plena velificatione Frisch 2, 255
a, mit vollen segeln daherfahren,
alle segel führen Kramer
a. a. o., mit vollen segeln fahren,
velis plenissimis navigare. Steinbach 2, 558. Adelung, mit vollem segel fahren. Steinbach 2, 558: mit vulleme seghele.
quelle bei Schiller-Lübben 4, 167
a; solten wir mit vollem segel fahren (
vorher sind die segel abgelassen, fallen gelassen,
vgl. oben e, τ), so weren wir zu nacht der ersten finstere am vorberg desz ports.
buch der liebe 200
d;
ähnlich: heut frühe sah man es (
das schiff) in hoher see mit voller segel kraft das weite suchen. Schiller
braut von Mess. 1595;
in ausgeführtem bilde: mein schiff, das wind und meer an manchen fels getrieben, laufft den vergnügungs-port mit vollen segeln ein; und meine hoffnung kan sich schon im geiste freun, nachdem dein (
der geliebten) freyes ja den zweiffel auffgerieben, Günther 562.
aber auch sonst oft bildlich: ehemahls, da sie (
die christlichen priester) noch von almosen lebten, war ihnen die wohlhabenheit und anständige lebensart unsrer priester (
der heidnischen) ein greuel: nun, da sie mit vollen segeln fahren, sind die mässigen einkünfte unsrer tempel, deren sie sich bemächtigen, viel zu wenig, die bedürfnisse ihres stolzes und ihrer eitelkeit zu befriedigen. Wieland 25, 10; bedeutender ist die folgende periode, hier geht der sophist schon mit vollen segeln. Göthe 36, 222.
mit erklärendem genitivischen zusatz: ach die lage eines hofmanns, der nicht mit den vollen segeln der gunst schiffet, oder der in seiner stolzen fahrt auf eine klippe stösst, ist gar zu traurig. Klinger 6, 6. mit allen segeln fahren,
bildlich: da der genie und der unternehmende geist — in sofern er nur die öffentliche ruhe ungestört liesz — in diesen staaten mit allen segeln fahren konnte: so vervollkommneten sich die bewohner derselben zusehens. Wieland 8, 149.
vergl.: stöbert mein springinsfeld erst noch dieses kapitel aus — heh da! geht ihm ein licht auf, ... und nun müssen alle segel dran, und drauf los. Schiller
kabale 1, 1. II@1@f@eε) den wind in die segel fassen,
guadagnare il vento, serrare le vela. Kramer
deutsch-ital. dict. 2 (1702), 733
b. II@1@f@zζ) der wind fällt in die segel,
il vento gonfia, intorgida le vela. Kramer
deutsch - ital. dict. 2 (1702), 733
b.
sprichwörtlich: in die gröszten segel fällt der meiste wind. Wander 4, 498, 4. II@1@gg)
sprichwörtliche redensarten sind zum theil an die unter e und f erwähnten wendungen erwachsen, s. dort. andrer art sind die folgenden: unterm segel ist gut rudern. Simrock 446, 9448; ohne segel kommt das schiff nicht weit. Wander 4, 498, 8; wohin segel nicht führen, dahin führen ruder. 13; man mut 't oge, 'n oge mit in't seil holden. ten Doornkaat Koolman 3, 170
a. II@1@hh)
auch sonst wird das wort bildlich gebraucht, so dasz der vergleichspunkt auf unsinnlichem gebiete liegt: sich und (nu?) daʒ schef daʒ dâ haiʒet diu hailige cristenhait diu hât ainen segel der haiʒʒet diu hailige minne.
deutsche pred. des 13.
jh. 1, 67
Grieshaber; also valle eteswenne in gotes dienste in bekorunge oder in ander arbeite, so sulle wir mit geduldikeit und mit bescheidenheit beʒʒerunge warten und sullen unsers herren krucze zeime segele vor unsers herczen ougen richten, das vueret uns von dirre werlde arbeiten.
d. veter buch 59, 16; der segel unsers schiffs (
des heils) ist der fry wille, der ist wanckel und beweglich in mancher gestalt (
vertibilis) darumb dan er billich würt ein segel genempt. Keisersberg
schiff des heils (1512) 17
b; mit deinem geiste, der so viele segel nebst einem paar stürmen hinter drein hat.
Tit. 2, 146; in solchem mädchen, das so mächtig von der phantasie in allen segeln angehaucht wird. Arnim 1, 24; disiu werlt elliu ist daʒ meri, mîn trehtîn segel unde vere, ... der segel, der wâre geloubo, der hilfet uns der wole zuo.
denkm.3 1, 92 (
nr. 31)
Müllenhoff-Scherer; mit erklärendem genitiv: eben dieses begegnet auch dem geilen, wenn das schiff seines willens, zum port der concubin kömmt; damit er die ewigen gütter, gegen eine kleine wohllust verhandeln und vertauschen könne: denn alsdenn benimt sie jhme seinen verstand, und die segel der vernunfft. Butschky
Pathm. 477; sogar der steilrechte klimax des barometers und das wagrechte strömen des ostwindes faszten die segel seiner hoffnung an, und zogen ihn in das stille meer der pfingst-zukunft. J. Paul
Hesp. 3, 173; trûren mit gewalt(e) hât gankert in mîns herzen grunt, dâ von hôher muot mir wildet; vröuden segel von mir gât.
minnes. 1, 205
b Hagen. II@1@ii)
es wird aber auch auf körperliches übertragen, das in sinnlicher beziehung einem segel gleicht, wie ein segel wirkt: sieh, er (
der schwan) schifft, zieht rothe furchen in die flut, und spannt des fittlgs segel auf. E. v. Kleist 1 (1771), 77; was sollen diese leidigen vögel? sie richten ihre schwarzen segel hierher vom heiszen felsgefecht. Göthe 41, 279.
vgl.: wenne eʒ (
das eichhorn) daʒ lant raumen wil umb sein narung und eʒ über ain waʒʒer muoʒ, sô nimt eʒ ain leihteʒ holz und tregt daʒ auf daʒ waʒʒer, dar auf setzet eʒ sich und recket den sterz gegen perg als ainen segel, sô treibt eʒ der wint über. Megenberg 158, 17. II@22)
an die zuletzt erwähnte anwendung schlieszt sich segel
in folgenden technischen gebrauchsweisen: II@2@aa)
als bezeichnung verschiedener schneckenarten der gattung strombus, das volle aufgeblasene segel,
strombus canarium. Nemnich 2, 1384, das ausgespannte besahnssegel,
strombus epidromis 1385, das schmale segel, das aufgerollte lange besahnssegel,
strombus vittatus 1388. II@2@bb)
als name der flügel einer schmetterlingsblüte. II@2@cc)
in gaumensegel,
velum palatinum, der weiche gaumen, s. dies oben theil 4, 1, 1, 1582. II@2@dd)
vielleicht gehört hierher auch tirol. sêgele, sögele,
n. als bezeichnung des im wasser lebenden saitenwurms, gordius aquaticus. Schöpf 665,
was als demin. zu segel
aufgefaszt werden könnte, etwa, weil das thier sich bewegt wie ein segel. II@33)
übertragung von 1
aus mag auch bei dem gebrauch des worts für andere tücher vorliegen, die ausgespannt, ausgebreitet werden, doch kann darin auch erhaltung einer älteren umfassenderen bedeutung gesehen werden. so erscheint im älteren hd. die nebenform sigel
zur bezeichnung des vorhangs im tempel zu Jerusalem. minnes. 3, 95
b Hagen (
die stelle s. oben unter dem formalen),
wobei vielleicht das lat. velum mitwirkt, und nd. bezeichnet segel, seil, rappseil, râpsâdseil, sâdseil
ein groszes tuch, segeltuch, worauf rappsaat gedroschen wird. Schütze 4, 92. Stürenburg 243
b. ten Doornkaat Koolman 3, 170
b.
dazu seilbâs,
eigenthümer eines solchen tuchs, der mit seinen leuten darauf das rappsaat in accord drischt. ebenda. II@44)
eine erweiterung der gewöhnlichen anwendung, die ihre entsprechung, vielleicht ihr vorbild im lat. hat, ist segel
für schiff,
leicht daraus erklärlich, dasz man von fernen schiffen nur die segel sieht: der admiral ist mit hundert segeln, mit einer flotte von hundert segeln in see gelauffen. Kramer
deutschital. dict. 2 (1702), 733
b; die flotte ist so viel segel starck,
classis tot navium est. Steinbach 2, 558; eine flotte von 50 segeln,
classis quinquaginta navium. Frisch 2, 255
a. Adelung; wir entdeckten ein segel,
ein schiff. Bobrik 633
b; es war so bald nicht morgen, wir eilten auff den wall. wier freuten uns mit sorgen, wenn auff verdachter see ein falscher seegel kam. Fleming 81; manch segel rettet sich in diese buchten vor des orkanes wut. Schiller
braut von Mess. 1592; H. Kleist
fam. Schroffenstein 4, 2,
als m. (
die stelle s. oben unter dem formalen).
im bilde: er wolte, wenn andere beregneten, keinen tropfen auf sich fallen lassen, und bey allgemeinem schiffbruche nur sein segel in hafen bringen. Lohenstein
Armin. 1, 438
a.