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Schnäpper

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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6 in 6 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Schnäpper m. (f.)

Bd. 5, Sp. 1237
Schnäpper m. (f.): 1.a. 'einrastender Verschluß aus Holz oder Metall an Türen, Fenster; Teil des Türschlosses', Schnäppeʳ (šnębəʳ) [BZ-Dierb Thielen 101, Don-Schowe]; Dim. Schnäppeʳle (šnębəʳlə) [NW-Haßl SP-Harths Spey GH-Nd'lustdt Schwegh]; vgl. Schneller 2 a; Abl. Geschnäpper. — b. 'Riegel an einem Zahnrad, an einer Winde, der einschnappt und sperrt' [BZ-Albw]. KR.: Reihe, reihe, Rose, Kichlich (Küchlein) sin geblose. Wann mei Mudder Kichlich backt, nemm ich se un steck se in de Sack Genacht (gute Nacht), Mamma, Genacht, Babba; Schnebbeʳle, Schnebbeʳle hoppsassa [LA-Godrst]. Ringel, Ringel, Rose, / Die schene Abrigose, / Veilche un' Vergißmeinnicht / Alle Kinder setzen sich. Kickeriki! / Ade Mama, ade Baba, / Schnebberle, Schnebberle, Hoppsasa! [Wilde 213]. — 2.a. 'Armbrust mit schnappender Feder zum Spielen für Kinder', auch der auslösende Drücker daran, Schnäppeʳ [PS-Geisbg]; Dim. Schnäppeʳle [GH-Schwegh]; Syn. s. Armbrust; s. K. 15. — b. 'Auslöser am Gewehr' [Lambert Penns 137]. — 3. 'hochschnellendes Kinderspielzeug'. a. aus einer halben Walnußschale hergestellt, Schnäppeʳle Dim. [LU-Friesh]. — b. aus dem entbeinten Brustknochen der Gans hergestellt, Schnäpper [Pirmas (Kieffer 71)]; Beschreibung s. Gänseschneller; vgl. aufschnappen 2 a, Schneller 5 b, Springer 5. — 4. Spitzname für eine Schülerin, die beim Aufsagen stets mit dem Kopf nickt, die Sch.! [Kaislt]; vgl. Schnappgrete. — 5. beim Taubenfangen. a. 'zuschnappendes Türchen am Taubenschlag, Schnäppeʳ [Heeger Nachl.]. — b. 'Sitzstängchen am Ausflugloch des Taubenschlages' [KL-Olsbr]; vgl. Taubenschnäpper 1. — c. 'wer fremde Tauben durch Schnäppen fängt' [KU-Schmittw/O]; s. Taubenschnäpper 2, schnäppen 2 b. — 6. 'das männliche Glied' [BZ-Dernb]; Dim. Schnäppeʳleⁿ [BZ-Dernb]; Syn. s. Schwanz 2 a. - 7. der Vogel Mäusebussard [Don-Lenauheim]. — 8. meist als f. a. 'loses Mundwerk, Plappermaul' [GH-N'potz]. Der hot dr e Schnäpper! [Krämer Gal 282]. — b. übertr. 'Schwätzerin, Vielrednerin, Frau, die unaufhörlich spricht', die Sch. [WD-Niedkch NW-Geinsh BZ-Dernb Gimmel in: PfMus. 10/1920 u. PfRSch. 27. 6. 1925]; Dim. Schnäppeʳche [FR-Albsh]; Zs.: Geschnäpper; Syn. s. Quatschmaul. 's isch e Sch. [GH-Schwegh]. Des is a Sch. [LU-Opp]. — c. 'plapperndes, viel redendes Kind, Plaudermäulchen, meist Mädchen', die Sch. [LA-Venn]; Dim. Schnäppeʳle [NW-Geinsh LA-Edk BZ-Dernb], Schnäppeʳche [KL-Weilb]. Was war's jo doch e Schnepperche, / Mein herzig, goldig Debberche, / Mein Eenziges - mein Lißche! [Müller Hahnepeter 71]. — d. 'vorlautes Mädchen', Schnepper [Kühn Schnitze I 253 Kühn Hamet 134]. — 9. s. Aderlaß-, Schröpfschnäpper. — Rhein. VII 1547/48 Schnappe, Schnäppe, 1549/50 Schnapper, Schnäpper; Lothr. 457; Els. II 502; Schwäb. V 1030 Schnapper, Schnäpper; Hess.-Nass. III 360 Schnepper; DWb. IX 1173, 1317/18 Schnepper; Frankf. V 2772.
2885 Zeichen · 97 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnäpper

    Adelung (1793–1801) · +1 Parallelbeleg

    Der Schnäpper , des -s, plur. ut nom. sing. ein schnappendes Ding, wo es von verschiedenen Werkzeugen üblich ist. Eine k…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schnäpper

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schnäpper ( Schnepper ), s. Armbrust ; auch chirurgisches Instrument, s. Schnepper .

  3. modern
    Dialekt
    Schnäpper

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Schnäpper [ʿSnæpər Str. Ndrröd. Wh. Oermi. ; ʿSnapər Ingenh. ] m. 1. Plaudertasche, geschwätziger Mund. Di e hat emol e …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnaepper

11 Bildungen · 9 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von schnaepper

schnaepp + -er

schnaepper leitet sich vom Lemma schnaepp ab mit Suffix -er.

Zerlegung von schnaepper 2 Komponenten

schna+epper

schnaepper setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnaepper‑ als Erstglied (9 von 9)

Schnäpperbart

PfWB

schnaepp·erbart

Schnäpper-bart m. : 1. 'vorgeschobenes Kinn bes. bei alten, zahnlosen Menschen', Schnäppeʳ - baʳt (šnębəʳbaʳd) [ PS-Nd'simt ]. — 2. 'Mensch,…

schnäpperen

LothWB

schnaepp·eren

schnäppere n [šnæbəre Bi. ] intr. v. 1. mit den Zähnen klappern: er schnäbbert vor Kält. — 2. heimlich wegnehmen, wegschnappen, von Kleinigk…

Schnäpperer

PfWB

schnaepp·erer

Schnäpperer m. : ' wer schnäppt '?, Schnäppereʳ (šnębərəʳ) [ PS-Hintwdth ]. Schwäb. V 1030 .

schnäpperig

PfWB

schnappe·rig

schnäpperig Adj. : 1. 'wackelig, lose, unstabil', von Möbeln schnepperich [ Lambert Penns 137]. — 2. 'schwatzhaft, gerne und viel plaudernd…

Schnäpperle

ElsWB

schnaepp·erle

Schnäpperle [ʿSnapərlə Olti. Obhergh. Hf. ; ʿSnæpərlə u. ʿSnæpæpərlə Str. ] n. 1. äusserster Rand eines Abgrundes. Er is t am S. g e stange …

schnäpperlich

RhWB

schnaepp·erlich

schnäpper-lich -ębər- Simm-Laub Adv.: knapp am Rande; setz dich nit so schn. uf die Bank, sust leisde uf ämol junne (unten)!

Schnäppermaul

PfWB

schnaepper·maul

 Schnäpper-maul n. : ' Plappermaul, Schwätzer ', Schneppermaul [ Lambert Penns 137]; Syn. s. Quatschmaul . Rhein. VII 1547 Schnappmaul; DWb…

Schnäppertäsche

PfWB

schnaepper·taesche

Schnäpper-täsche f. : ' Frau, die gerne, viel und schnell redet ', Schnäppeʳtäsch (šnębəʳdęš) [LA-Herxh Nd'hochstdt, Sunndag 14. 9. 1958], S…

schnaepper als Zweitglied (1 von 1)

fliegenschnäpper

DWB

fliegen·schnaepper

fliegenschnäpper , m. muscicapa, muscipeta, ein insecten, besonders fliegen im fluge auffangender vogel, auch fliegenfänger, fliegenknäpper,…

Ableitungen von schnaepper (1 von 1)

geschnäpper

DWB

geschnäpper , n. , auch geschnäpperzeug, allerhand geringfügige sachen, besonders naschwerk, obst für kinder Stalder 2, 339 , schweizerisch.