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schmecken

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
13 in 12 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

schmecken schw.

Bd. 5, Sp. 1152
schmecken schw.: 1.a. 'auf den Geschmackssinn wirken, eine bestimmte Geschmacksempfindung hervorrufen', schmecke (šmegə, šmęgə) [verbr. ges. Pf, Schneckenburger 54 Henn Mda.-Int. 99 u. 102, Lambert Penns 136 Don Gal]; gegenüber schmacken offensichtlich jünger; vgl. hereinschmecken, schlecken, schmacken. Des schmeckt wie eingeschlofene Fieß 'schmeckt fade' [Land, Krieger 20]. Er schmeckt leer 'An dem Geschmack fehlt etwas' [KB-Zell]. De Woiⁿ schmeckt grotzisch 'schimmelig' (grauzig) [NW-Friedh], schmeckt no em Faß [KU-Wolfst, KB-Otth FR-N'lein NW-Bobh BZ-O'ottb]. Die Milch schmeckt seierlich (säuerlich) [LU-Oggh]. Wenn om was gut schmeckt, sagt mr »des mehnzelt« 'das verlangt nach mehr' (vgl. mehnzeln) [Don-Neufutok]. RA.: Wammer wisse will, wie die Kersche schmecke, muß mer die Kinner froge [Trifels 1928 Nr. 20]. Kimmel un Korianner, schmeckt ans so gut wies anner [RO-Sippf]. Ehr Leit, ässen Grumbeere, die schmäggen wie Keschde! [Bernhard 211]. SprW.: Wenn die Maus satt is, schmeckt's Mehl bitter [LU-Muttstdt]. Das hosche der an deine Beere abgenumm, wie annere eere schmecke 'Du weißt aus eigener Erfahrung, wie anderen zu Mute ist' [Kaislt]. — b. 'gut schmecken, munden'. Gruß- und Anredeformel beim Eintritt während des Essens: Schmeckt's? [verbr. Pf]. Grußformel beim Vorübergehen an arbeitenden Leuten, die gerade in der Eßpause sind: Na, schmeckts? [LA-Gommh]. Aufforderung zum Essen: Loss der's schmecke! [NW-Freinsh, KU-W'mohr]. Es schmeckt mer nit 'Ich fühle mich nicht wohl' [LU-Rh'gönh, mancherorts]. 's schmeckt em wirrer 'Er hat wieder Appetit, es geht ihm besser' [LU-Opp]. Des Quellflääsch hot mr awwer emol geschmeckt! [NW-Freinsh]. Geschtern noch frisch un munder un heit schmeckt's schun wirrer [RO-Dielkch]. Der loßt sich's schmecke 'Der greift beim Essen ordentlich zu' [RO-Obd]. Du schmeckscht mer, sagt der Weintrinker zu einem Glas guten Weins, [LA-Gommh]. RA.: Wann der's nät schmäckt, picksche grad Dräck mit de Hing-gl [Bernhard 211]. SprW.: Wann's am beschte schmeckt, soll mer ufheere se esse [Don-Gert Gottlob Gal-Augustdorf Buch-Illisch Tereblestie]. Wanns em am beschte schmeckt, soll mer uffheere, später schmeckts nimmeh so gud [Krieger 45]. Wu 's net stinkt, do schmeckts a net [Rußl-Worms]. 's schmeckt nix unversucht 'Auch an Unbekanntes soll man sich heranwagen' [KB-Bischh, Don-Bulkes Gert Buch-Illisch]. — c. 'verdorben, schlecht schmecken'. Es schmeckt 'Es hat einen üblen Beigeschmack' [RO-Obd]. Das schmeckt, wie wann am de Mond uf die Zung scheint, nämlich fade [Land]. — 2. 'riechen, mit dem Geruchssinn wahrnehmen' [KU-Bedb NW-Freinsh LA-Ilbh BZ-Albw, PfId. 126]; schmeckt raacherzig 'riecht nach Rauch' [KU-Bedb]. Des heb ich net schmecke kenne [BZ-Albw]. — 3. übertr. 'angenehm, sympathisch sein, an etwas Gefallen finden'. Du schmeckscht mir [LU-Maud Oggh]. Den kann ich net schmecke [BZ-Albw LU-Limbghf]. Der hot Blut geschmeckt [BZ-Dernb]. Des schmeckt besser wie en Tritt vumme Ochs [Kamm 85]. — Rhein. VII 1449 1422ff; Lothr. 454, ALLG I 52; Els. II 481, ALA II 148; DWb. IX 961 ff.
3114 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schmêcken

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Schmêcken , verb. reg. welches in doppelter Gestalt üblich ist. I. Als ein Activum. 1. Vermittelst des Geschmackes versu…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schmecken

    Goethe-Wörterbuch

    schmecken etwa 250 Archivbelege; bis etwa 1782 gelegentl ‘schmek(k)en’; vereinzelt Zusammenschr mit ‘wohl’, mBez auf das…

  3. modern
    Dialekt
    schmecken

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    schmecke n [mèkə allg., im U. daneben auch wie in W. màkə s. d. ] 1. schmecken, einen Geschmack haben. Der Win schmeck…

  4. Sprichwörter
    Schmecken

    Wander (Sprichwörter)

    Schmecken 1. Am besten schmeckt, was man selber erjagt und schreckt. – Froschm., F. 2. Bat guet smaket, dat get 'n kuort…

  5. Spezial
    schmecken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    schme|cken I vb.tr. 1 (den Geschmack feststellen) ciarcé (cercia) 2 (kosten) ciarcé (cercia), porvé (proa) II vb.intr. 1…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schmecken

17 Bildungen · 6 Erstglied · 6 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von schmecken 2 Komponenten

sch+mecken

schmecken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schmecken‑ als Erstglied (6 von 6)

schmeckenbecher

DWB

schmecken·becher

schmeckenbecher , m. , eigentlich schmeck den becher, bezeichnung eines trinkers: assagia-bicchiere, met. bevacchiatore, trincatore Kramer d…

schmeckenbrätlein

DWB

schmecken·braetlein

schmeckenbrätlein , m. , bezeichnung eines schmarotzers ( vgl. das vorige ), in der oberdeutschen form schmeckenbrätlin: aber die schmeckenb…

schmeckenicht

DWB

schmecke·nicht

schmeckenicht , n. eine ausländische, als abführmittel dienende wurzel ohne sonderlichen geschmack, die indische zaunrübe, bryonia indica, j…

schmeckenstengel

DWB

schmecken·stengel

schmeckenstengel , m. : ein kleinod der herzogin Anna (1552) hatte die form aines schmeckenstengels. Schm. 2 2, 543. gemeint ist wol eine la…

schmecken als Zweitglied (6 von 6)

abschmecken

DWB

abschmecken , saporem amittere, den geschmack verlieren. wenn eine speise lange steht, wird sie abschmeckend. Thümmel 7, 89 . vgl. abschmack…

nachschmecken

DWB

nach·schmecken

nachschmecken , verb. 1 1) intransitiv, einen nachschmack geben, zurücklassen: so wird sie ( die natur ) auch schon ihren beisatz zu mischen…

nāchschmecken

Idiotikon

nāchschmecken Band 9, Spalte 906 nāchschmecken 9,906

vorschmecken

DWB

vorsch·mecken

vorschmecken , verb. , pregustare, vorschmecken, kosten und versuchen Diefenbach gl. 454 b ; prelibare 454 c ; Adelung; Campe. 1 1) im eigen…

wohlschmecken

DWB

wohl·schmecken

-schmecken , n. , ' angenehmer gechmack, gaumenkitzel ': ( alles ) was zur anrichtung der speisen und zum wohlschmecken dienet Breitinger cr…

Ableitungen von schmecken (5 von 5)

beschmecken

DWB

beschmecken , olfacere, bericchen, belecken: was schads, dasz Lazarus von hunden kaum beschmeckt, obschon sein armer leib voll elends hier g…

entschmecken

DWB

entschmecken , desipere, stulte facere. voc. theut. 1482 g 5 a . vgl. abgeschmackt .

erschmecken

DWB

erschmecken , odorari, gustare, wittern: mhd. swëlhe würm sint eiterhaft, von dës sëlben tierlînes ( ecidemon ) kraft hânt si lëbens dechein…

geschmecken

ElsWB

g e schmecke n 1. munden. Vor dem Mittagessen trennt man sich mit dem Wunsche: Loss d i r's g.! Co. , mit dem Zusatz: wenn d u d a rzue kunn…

verschmecken

DWB

verschmecken , verb. schmecken. zusammensetzung zu schmecken, dessen bedeutung durch die silbe ver nicht geändert ist. das wort ist selten. …