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schmecken

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 12 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

schmecken

schmecken

schmecken Vb. ‘mit dem Geschmackssinn wahrnehmen, auf der Zunge als süß, bitter, sauer, salzig u. dgl. empfinden, munden’. In nhd. schmecken, mhd. smecken (transitiv) ‘den Geschmack von etw. empfinden, kosten, den Geruch von etw. empfinden, riechen’, überhaupt ‘durch die Sinne wahrnehmen’, (intransitiv) ‘Geschmack, Geruch von sich geben, duften, stinken’ fallen die ursprünglich durch unterschiedliche Bildungsweisen getrennten Verben (transitiv) ahd. (gi)smecken ‘den Geschmack von etw. empfinden, kosten’ (9. Jh.) und (intransitiv) ahd. (gi)smackēn ‘Geschmack, Geruch von sich geben, schmecken, riechen’ (10. Jh.) zusammen. Dazu stellen sich mnd. smecken (transitiv und intransitiv), aengl. smæccan (transitiv) und mhd. smacken (intransitiv und transitiv) ‘schmecken, wahrnehmen, riechen, duften’, mnd. mnl. smāken (transitiv und intransitiv), nl. smaken, schwed. smaka (transitiv und intransitiv). Weiter gehören hierher die unter Geschmack (s. d.) angeführten Formen sowie (mit germ. g) ahd. gismagmo ‘Geschmack’ (um 1000) und außergerm. wohl lit. smaguriáuti ‘naschen’ (zu smagùs ‘heiter, angenehm’). Daraus läßt sich eine gemeinsame, allerdings nur durch das Germ. und Balt. gestützte Ausgangsform ie. *smeg(h)- ‘schmecken’ erschließen. Die Bedeutung ‘riechen’ wird in obd. Mundarten bewahrt. Vgl. dazu redensartlich den Braten schmecken ‘etw. wittern, merken’ (16. Jh.), dafür heute den Braten riechen. – schmackhaft Adj. ‘wohlschmeckend’, mhd. smachaft ‘wohlschmeckend, wohlriechend’.
1494 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schmêcken

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Schmêcken , verb. reg. welches in doppelter Gestalt üblich ist. I. Als ein Activum. 1. Vermittelst des Geschmackes versu…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schmecken

    Goethe-Wörterbuch

    schmecken etwa 250 Archivbelege; bis etwa 1782 gelegentl ‘schmek(k)en’; vereinzelt Zusammenschr mit ‘wohl’, mBez auf das…

  3. modern
    Dialekt
    schmecken

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    schmecke n [mèkə allg., im U. daneben auch wie in W. màkə s. d. ] 1. schmecken, einen Geschmack haben. Der Win schmeck…

  4. Sprichwörter
    Schmecken

    Wander (Sprichwörter)

    Schmecken 1. Am besten schmeckt, was man selber erjagt und schreckt. – Froschm., F. 2. Bat guet smaket, dat get 'n kuort…

  5. Spezial
    schmecken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    schme|cken I vb.tr. 1 (den Geschmack feststellen) ciarcé (cercia) 2 (kosten) ciarcé (cercia), porvé (proa) II vb.intr. 1…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schmecken

17 Bildungen · 6 Erstglied · 6 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von schmecken 2 Komponenten

sch+mecken

schmecken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schmecken‑ als Erstglied (6 von 6)

schmeckenbecher

DWB

schmecken·becher

schmeckenbecher , m. , eigentlich schmeck den becher, bezeichnung eines trinkers: assagia-bicchiere, met. bevacchiatore, trincatore Kramer d…

schmeckenbrätlein

DWB

schmecken·braetlein

schmeckenbrätlein , m. , bezeichnung eines schmarotzers ( vgl. das vorige ), in der oberdeutschen form schmeckenbrätlin: aber die schmeckenb…

schmeckenicht

DWB

schmecke·nicht

schmeckenicht , n. eine ausländische, als abführmittel dienende wurzel ohne sonderlichen geschmack, die indische zaunrübe, bryonia indica, j…

schmeckenstengel

DWB

schmecken·stengel

schmeckenstengel , m. : ein kleinod der herzogin Anna (1552) hatte die form aines schmeckenstengels. Schm. 2 2, 543. gemeint ist wol eine la…

schmecken als Zweitglied (6 von 6)

abschmecken

DWB

abschmecken , saporem amittere, den geschmack verlieren. wenn eine speise lange steht, wird sie abschmeckend. Thümmel 7, 89 . vgl. abschmack…

nachschmecken

DWB

nach·schmecken

nachschmecken , verb. 1 1) intransitiv, einen nachschmack geben, zurücklassen: so wird sie ( die natur ) auch schon ihren beisatz zu mischen…

nāchschmecken

Idiotikon

nāchschmecken Band 9, Spalte 906 nāchschmecken 9,906

vorschmecken

DWB

vorsch·mecken

vorschmecken , verb. , pregustare, vorschmecken, kosten und versuchen Diefenbach gl. 454 b ; prelibare 454 c ; Adelung; Campe. 1 1) im eigen…

wohlschmecken

DWB

wohl·schmecken

-schmecken , n. , ' angenehmer gechmack, gaumenkitzel ': ( alles ) was zur anrichtung der speisen und zum wohlschmecken dienet Breitinger cr…

Ableitungen von schmecken (5 von 5)

beschmecken

DWB

beschmecken , olfacere, bericchen, belecken: was schads, dasz Lazarus von hunden kaum beschmeckt, obschon sein armer leib voll elends hier g…

entschmecken

DWB

entschmecken , desipere, stulte facere. voc. theut. 1482 g 5 a . vgl. abgeschmackt .

erschmecken

DWB

erschmecken , odorari, gustare, wittern: mhd. swëlhe würm sint eiterhaft, von dës sëlben tierlînes ( ecidemon ) kraft hânt si lëbens dechein…

geschmecken

ElsWB

g e schmecke n 1. munden. Vor dem Mittagessen trennt man sich mit dem Wunsche: Loss d i r's g.! Co. , mit dem Zusatz: wenn d u d a rzue kunn…

verschmecken

DWB

verschmecken , verb. schmecken. zusammensetzung zu schmecken, dessen bedeutung durch die silbe ver nicht geändert ist. das wort ist selten. …