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necken

ahd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
22 in 17 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
93
Verweise raus
119

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

necken

necken

necken Vb. ‘jmdn. zum Scherz reizen, zum besten halten’, spätmhd. (md.) necken, neggen ‘reizen, beunruhigen, quälen, plagen’ (vgl. ahd. binecken ‘necken, herausfordern’, 11. Jh.) ist eine Intensivbildung zu dem unter nagen (s. d.) behandelten nordgerm. und westgerm. Verb und bedeutet zunächst ‘plagen, quälen’; vgl. schwed. nagga ‘beißen, plagen’. Vom Omd. ausgehend, bleibt necken bis ins 17. Jh. selten und dringt erst im 18. Jh. in der Literatursprache durch. Die Auffassung ‘ernsthaft plagen, quälen’ tritt im 19. Jh. gegenüber ‘hänseln, foppen, harmlose Scherze mit jmdm. treiben’ völlig zurück. – Neckerei f. ‘gutmütige Stichelei, harmloser Scherz’ (18. Jh.). neckisch Adj. ‘lustig, schelmisch, mutwillig’, mhd. (md.) neckisch ‘boshaft, tückisch’, seit dem 16. Jh. auch ‘possenhaft, zum Necken aufgelegt’.
812 Zeichen · 35 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    necken

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

    bineckenAWB sw.v. I, Gl. 2,710,52 (10./ 11. Jh. oder Mitte des 11. Jh.s, mfrk.): ‚heraus- fordern; lacessere‘ (mhd., frü…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    nëckenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    nëcken swv. in ernëcken.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    neckensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    necken , sw. V. Vw.: s. nāken (2) L.: MndHwb 2, 1059 (nâken/necken), MndHwb 2, 1084 (necken) Son.: örtlich beschränkt

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nêcken

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Nêcken , verb. reg. act. durch kleine Beleidigungen, durch kleine Possen bloß zu seinem Vergnügen, zum Unwillen, zum Zor…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    necken

    Goethe-Wörterbuch

    necken beim jungen Goethe auch -k- u mundartlich (frankf 1) ) ‘necksen’ B2,291,10 ; das Wort bezeichnet in Bed (a) nicht…

  6. modern
    Dialekt
    necken

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    necke n [nèkə Geberschw. ] necken: We nn m e r d Katz neckt, kratzt si e . — Vgl. Schweiz. 4, 713.

  7. Sprichwörter
    Necken

    Wander (Sprichwörter)

    Necken 1. Besser geneckt hinter dem Ofen als verlacht in der Stadt. Dän. : Bedre at blive hiemme med een spot, end gaae …

  8. Spezial
    necken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ne|cken I vb.tr. sceché (sceca), trazé (-za), cané (cana), zibiché (-chëia), pizacré (-rëia), mincioné (-nëia) II vb.ref…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit necken

10 Bildungen · 1 Erstglied · 6 Zweitglied · 3 Ableitungen

necken‑ als Erstglied (1 von 1)

neckenlilie

DWB

necken·lilie

neckenlilie , f. lilie des neck ( sp. 514): mein schöner junker, auf eurem hut schwankt eine neckenlilje .. ihr seid der wassermann. H. Hein…

necken als Zweitglied (6 von 6)

ernëcken

Lexer

ern·ecken

er-nëcken swv. ausbrüten? die aier ernecchin Gen. 49,29 ( bei D. 68,6 ouʒ nichen).

hohnecken

DWB

hohn·ecken

hohnecken , verb. höhnen, verspotten, zuerst von Stieler aufgeführt: honecken, irridere, naso suspendere, subsannare, jederman honeckt darüb…

schnecken

DWB

sch·necken

schnecken , verb. langsam wie eine schnecke kriechen; dann überhaupt sich langsam fortbewegen. Schm. 2, 567 . reflexiv: in einem solchen zus…

Ableitungen von necken (3 von 3)

benecken

Lexer

be-necken swv. BMZ herausfordern, reizen Jer.

entnecken

DWB

entnecken , petulanter auferre: da umschwirrt dich kein insect, keins das deiner brust und wange ruh und heiterkeit entneckt. Bürger 74 b .

ernëcken

Lexer

er-nëcken swv. ausbrüten? die aier ernecchin Gen. 49,29 ( bei D. 68,6 ouʒ nichen).