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Nêcken

ahd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
22 in 17 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
Verweise rein
69
Verweise raus
110

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Nêcken

Bd. 3, Sp. 456
Nêcken, verb. reg. act. durch kleine Beleidigungen, durch kleine Possen bloß zu seinem Vergnügen, zum Unwillen, zum Zorne reitzen. In Cuba war ein Papagey, Den neckt ein jeder um die Wette, Haged. Wer andre necken kann, muß wieder Scherz verstehn, Gell. Ihr lebhafter Witz verleitet sie oft, ihre Geschwister zu necken, und ihnen kleine Ränke abzulausen, Weiße. Was sich liebt, das neckt sich gern, Gell. Daher das Necken. Anm. Im Oberdeutschen auch zecken, im Nieders. tergen, terren, Angels. tyrian, Griech. τειρειν, bey den Hochdeutsch redenden Niedersachsen zärgen. Unser necken leiten die meisten von Nacken her, und schreiben es daher näcken, ungeachtet sich hier kein wahrscheinliches Verbindungsmittel zwischen beyden Bedeutungen angeben lässet. Bey dem Ulphilas ist hnaigan verspotten. Es scheinet vielmehr das Diminutivum von nagen zu seyn, und eigentlich kleine Bisse mit dem Munde oder Schnabel versetzen zu bedeuten, so wie zecken und zärgen ähnliche verkleinernde Formen sind. S. auch Hohnecken.
1010 Zeichen · 19 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    necken

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

    bineckenAWB sw.v. I, Gl. 2,710,52 (10./ 11. Jh. oder Mitte des 11. Jh.s, mfrk.): ‚heraus- fordern; lacessere‘ (mhd., frü…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    nëckenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    nëcken swv. in ernëcken.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    neckensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    necken , sw. V. Vw.: s. nāken (2) L.: MndHwb 2, 1059 (nâken/necken), MndHwb 2, 1084 (necken) Son.: örtlich beschränkt

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nêcken

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Nêcken , verb. reg. act. durch kleine Beleidigungen, durch kleine Possen bloß zu seinem Vergnügen, zum Unwillen, zum Zor…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    necken

    Goethe-Wörterbuch

    necken beim jungen Goethe auch -k- u mundartlich (frankf 1) ) ‘necksen’ B2,291,10 ; das Wort bezeichnet in Bed (a) nicht…

  6. modern
    Dialekt
    necken

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    necke n [nèkə Geberschw. ] necken: We nn m e r d Katz neckt, kratzt si e . — Vgl. Schweiz. 4, 713.

  7. Sprichwörter
    Necken

    Wander (Sprichwörter)

    Necken 1. Besser geneckt hinter dem Ofen als verlacht in der Stadt. Dän. : Bedre at blive hiemme med een spot, end gaae …

  8. Spezial
    necken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ne|cken I vb.tr. sceché (sceca), trazé (-za), cané (cana), zibiché (-chëia), pizacré (-rëia), mincioné (-nëia) II vb.ref…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit necken

10 Bildungen · 1 Erstglied · 6 Zweitglied · 3 Ableitungen

necken‑ als Erstglied (1 von 1)

neckenlilie

DWB

necken·lilie

neckenlilie , f. lilie des neck ( sp. 514): mein schöner junker, auf eurem hut schwankt eine neckenlilje .. ihr seid der wassermann. H. Hein…

necken als Zweitglied (6 von 6)

ernëcken

Lexer

ern·ecken

er-nëcken swv. ausbrüten? die aier ernecchin Gen. 49,29 ( bei D. 68,6 ouʒ nichen).

hohnecken

DWB

hohn·ecken

hohnecken , verb. höhnen, verspotten, zuerst von Stieler aufgeführt: honecken, irridere, naso suspendere, subsannare, jederman honeckt darüb…

schnecken

DWB

sch·necken

schnecken , verb. langsam wie eine schnecke kriechen; dann überhaupt sich langsam fortbewegen. Schm. 2, 567 . reflexiv: in einem solchen zus…

Ableitungen von necken (3 von 3)

benecken

Lexer

be-necken swv. BMZ herausfordern, reizen Jer.

entnecken

DWB

entnecken , petulanter auferre: da umschwirrt dich kein insect, keins das deiner brust und wange ruh und heiterkeit entneckt. Bürger 74 b .

ernëcken

Lexer

er-nëcken swv. ausbrüten? die aier ernecchin Gen. 49,29 ( bei D. 68,6 ouʒ nichen).