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Nacken

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
26 in 19 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Nacken

Bd. 6, Sp. 28
Nacken das Wort fehlt Rhfrk, Mosfrk, dafür Hals (Hunsr, Westerw, Siegld Ank); es setzt lrhn. in Malm, Eusk, Rheinb, rrhn. in Sieg, Waldbr, Gummb ein u. erfüllt das ganze Geb. n. davon, doch so, dass in Aach, SNfrk, Klevld uneingeschränkter Gebrauch herrscht, während südl. Hals stark konkurriert, u. zwar hat das Rip, Berg, Ruhr einschl. nakə(n); doch Schleid-Dollend, Malm, Monsch, Eup, Aach, Jül, NBergh u. n. davon nak [im sndfrk. Trübungsgeb. -ǫ-]; Klev, Rees nęk meist Sg. t. [Erk-Elmpt nǫk, Pl. -ę-] m. [f. Aach-Stdt]: 1. wie nhd. RA.: Ene N. wie ene Stier Allg., — we ne fresche (friesischer) Oəss (Ochse) Bergh-Blatzh. Ene stiven N. han eigentl. u. viel vertragen können, nicht bange sein; den N. stif hale Allg.; je stiver der N., je kruser der Senn MülhRh-Flittard. Enem der N. ömdriəhnen SNfrk; öm de N. schmären ihn prügeln Mörs; du kanns mech der N. eroprötsche (-lope)! abschl. Antw. SNfrk. Leck min de N.! dass. Klev-Üdem. Hej breckt noch Hals en N. Klevld, SNfrk. Gau (schnell) het den N. gebroke, langsam es in de Rhin versope (oder left noch) Klev-Rindern; brecks de mich der N., dann föll ich dich der Sack sagt der Hafer SNfrk, Klevld. Bäberse (Klev-Bedbg) Gecke sprenge op de Täcke (Zweige); falle se heronder, breke se de Näcke! Neckspr. Klev-Hasselt. — Alles (völ) oppe N. han für alles (viel) sorgen müssen Eup, SNfrk, Klevld; dat lit mech ävver op der N. eine schwere Sorge MGladb; enem op gene N. sette ihn bedrängen Eup; of (op) der N. komme hart zusetzen Siegld-Ferndrf; de Ben op der N. packe SNfrk, Klevld, — op den N. nehmen NBerg; sech jet op de N. packe sich Arbeit, Sorge aufladen; sich ene op de N. lade sich unerwünschte Gesellschaft, Besuch zuziehen Mü-Eif; ein Kind op de N. packen zum Huckepack Mörs-Hochemmerich; op de N. rije (reiten) dass. Mörs-Budbg; op den N. fallen nach hinten umfallen vor Schreck Gummb-Berghsn; enem om N. hange lästig sein Sieg; dat wiərss (wächst) enem op de N. die Last drückt Sieg-ODollend. Enen bei der N. kriege SNfrk. De löt sech für ene Penning en Horsel (Haarseil) dur de N. trecke der Geizhals Kref. Et em N. han Zerren, Schmerzen Rip, Allg.; he hät ene em N. ist angeheitert Monsch; de hat se en der N. (e jen N.) dass. Aach, Monsch; den hät kenn Horen mehr in den N. van't Jowenken (Ja-winken) Mörs-Asbg. De schmitt (schleht) der Kopp enne N. vor Stolz, Selbstbewusstsein SNfrk, Klevld; legg de Kopp noch äs (einmal) in de N.! versuch es noch einmal Emmerich; dat es su huhch, dat mer der Kopp en der N. lege moss Aach-Steinfurt; ech schloəhn dech en der N.! SNfrk, Klevld, aber auch sonst übl.; ech schl. dich en de N., we mer e Kneng (Kanin) häut! Bergh-Blatzh; dat es dat, sat Schmack, du schloəg heə sin Frau e jen N. Aach-Stdt; enen inne N. krigen beim Schopfe fassen Mörs, Geld; mach net, da kris der ene en de N.! Rheinb-Meckenh; enem de Fust so lang in den N. setten, bis he jo sätt (sagt) Gummb-Berghsn; ek sall ow in de N. fötzele! einen scharfen Verweis geben Klev; de Ben en der N. schloəhn eilen SNfrk, Klevld, Aach; deə hei (hatte) sich at lang en angert (ein anderes Mädchen) e jen N. geschlage gefreit Aach; hej hät de Maid (Magd) in de N. gesiehn sich mit ihr vergangen Emmerich; schött dich ene in je N.! trink ein Gläs-chen Heinsb; he lott (lässt) sech en der N. kalle (reden) er will nicht hören, verteidigt sich nicht Jül, Aach, SNfrk; ek haue dej, dat dej et Gesech in de N. steht! Mörs-Wallach; dem (Kahlkopf) es de Stir bes en de N. gerötsch Bergh-Blatzh; do han se sech ene en der N. gesatt einen, der sie schädigt Schleid-Dollend. Ene met der N. krige beim Schopf SNfrk. Wat öm den N. kriən Schläge Gummb. Ich schlohn dich tösche (zwischen) Hals on N.! Rip, NBerg, Ruhr, MGladb. — Die meisten Belege stammen also aus dem Nfrk u. Aach, Eup; das Rip stellt nur wenige feste Wendungen; nach dem Nhd. sind auch einige Wend. südl. des Verbreitungsgeb. bezeugt, so de Schalk im N. han Birkf, was in der Form: Külche en de Backen hät den Schelm em Nacken Rip, Berg, MGladb, Erk (hier nicht Nack, wie zu erwarten, sondern Nacke) viel verbr. ist; ebenso steht Nacke in der RA.: In de Nacke, dor sin se gebacke Mörs-Xanten; dann: Wenn de Frauen wäschen un backen, han se den Deuwel em N. Altk-OWamb. — 2. übertr. hochliegende Feld- u. Waldstelle uWupp 1870; Bergkamm Elbf; āk hervorstehender, dürrer Felsboden auf dem Acker, vorspringender Fels Bitb-Geichl; nak Goar-Langschd NHeimb (die drei Orte ganz abseits u. mit besonderer Form).
4499 Zeichen · 115 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    nackenadv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    nacken adv. verstümmelte form. dô lieʒ der valsche rihter si nacken zien durch die stat pass. K. 344,30.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    nackensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    nacken , sw. V. nhd. niederdrücken Hw.: vgl. mhd. nicken E.: vgl. mhd. nicken, sw. V., beugen, niederdrücken, nicken, Ko…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nacken

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Nacken , des -s, plur. ut nom. sing. der hintere Theil des Halses, besonders an dem menschlichen Körper, von welchem…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Nacken

    Goethe-Wörterbuch

    Nacken ‘Naken’ B4,143,8 hinterer Teil des Halses, Genick; auch als Sitz männlicher Kraft u Kampflust a vom Menschen bzw …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Nacken

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Nacken , Genick (cervix, nucha) , der hintere Theil des Halses vom Hinterhaupte an bis herab zu Rücken und Schultern. In…

  6. modern
    Dialekt
    Nackenm.

    Lothringisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Nacke n [nàgə Ri. Rom. Hom. ] m. Nacken: ebber uff um N. sitze beständig belästigen; ebber uff um N. han belästigt werde…

  7. Sprichwörter
    Nacken

    Wander (Sprichwörter)

    Nacken 1. Ein Nacken, der braun, lässt sich nicht gern beschaun. Braune Nacken sind tugendhaft, sie gehen nicht gern unb…

  8. Spezial
    Nacken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Na|cken m. (-s,-) ‹anat› os dl col m. , copa dl col f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nacken

90 Bildungen · 68 Erstglied · 19 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von nacken 2 Komponenten

nac+ken

nacken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

nacken‑ als Erstglied (30 von 68)

Nackenheim

SHW

Nacken-heim Band 4, Spalte 895-896

Nackenholz

SHW

Nacken-holz Band 4, Spalte 895-896

Nackenjoch

SHW

Nacken-joch Band 4, Spalte 895-896

nackenband

DWB

nacken·band

nackenband , n. 1 1) die nackenmuskelbinde, ligamentum nuchae. Nemnich 3, 404 . 2 2) band, womit etwas im nacken festgebunden ist: doch eh i…

nackenbart

DWB

nacken·bart

nackenbart , m. : verfechter der zöpfe, weil er sie .. für die den spitz- und backenbärten ziemlich entsprechenden längern nackenbärte hielt…

nackenblôme

MNWB

nacken·blome

° nackenblôme (naken-) Rose aus vergoldetem Silber, zur Haartracht des Dithmarscher Mädchens gehörend (Neocorurs 1, 153). —

nackenblōme

KöblerMnd

nacken·blōme

nackenblōme , F. nhd. „Nackenblume“, Rose aus vergoldetem Silber die zur Haartracht des Dithmarscher Mädchens gehört E.: s. nacke (1), blōme…

nackenblōz

KöblerMhd

nackenblōz , Adj. nhd. nackt, bloß Hw.: s. nacketblōz Q.: Mag (um 1450) E.: s. nacket, blōz W.: nhd. DW- L.: Lexer 148a (nackenblōz), LexerH…

Nackender

Wander

nack·ender

Nackender 1. Wer einen Nackenden beherbergt, der hat einen gewissen Fewerborn. (S. Nackter 13.) 2. Dem nackenden die kleyder aussziehen. – F…

nackenfrosch

DWB

nacken·frosch

nackenfrosch , m. für nacktfrosch, spott- und scheltname für ein nacktes kind. Spiesz henneberg. idiot. 169 . in Leipzig nackfrosch, nacktes…

Nackengehenk

Campe

nacken·gehenk

○ Х Das Nackengehenk , — es, Mz. — e , ein Scherzwort, womit I P. Richter einen Zopf, welcher hinten am Nacken herabhängt, bezeichnet: »— di…

Nackengetüns

RhWB

Nacken-getüns -jəd:nts Elbf n.: -geschwür; ech han do en fies N. en de Gäng.

nackengrube

DWB

nacken·grube

nackengrube , f. fovea nuchae. Nemnich 3, 404 ; in der obern nackengegend treten die muskelwülste stärker hervor, so dasz zwischen ihnen ein…

nackenhaar

DWB

nacken·haar

nackenhaar , n. das haar im nacken, über dem nacken: ich fuhr dem einen ( knaben ), der sichs am wenigsten versah, mit der hand in die nacke…

nackenheit

KöblerMhd

nacken·heit

nackenheit , st. F. nhd. „Nackenheit“, Nacktheit Hw.: s. nacketheit E.: s. nacken (1), heit W.: s. nhd. Nacktheit, F., Nacktheit, DW 13, 249…

Nackenholz

RhWB

nacken·holz

Nacken-holz nakhǫlt Mörs-Neuk n.: waagerechter Balken über dem Kuhtrog.

nackenhorn

DWB

nacken·horn

nackenhorn , n. copris nuchicornis, der pillenkäfer. encycl. der naturgeschichte 3, 115 a .

nackenjoch

DWB

nacken·joch

nackenjoch , n. an den nacken der zugthiere angelegtes joch. Weber öconom. lexic. 384 b .

Nackenkil

MeckWB

nack·enkil

Nackenkil m. Keil am Sensenbaum zum Halten und Stellen des Sensenblattes; der Haken (Hamm, Angel) des Sensenblattes wird durch einen Eisenri…

Nackenmäntel(e)

ElsWB

Nack en mäntel(e) n. weisse Halskrause der Frauen und erwachsenen Mädchen, bestehend aus einem leinenen Tuch mit rings umlaufenden breiten S…

nacken als Zweitglied (19 von 19)

aufknacken

DWB

auf·knacken

aufknacken , nuces frangere: Philine, auf ihrem koffer sitzend, knackte nüsse auf. Göthe 19, 54 . davon überhaupt, etwas hartes öfnen: gut g…

besnacken

MNWB

bes·nacken

besnacken , swv. , schwatzen, jem. bereden, „ achterkosen ”.

entnacken

KöblerMhd

ent·nacken

entnacken , sw. V. nhd. entblößen, entkleiden Q.: Albert (1190-1200), Athis, DvA, Martina, TürlWh, Wig E.: s. ent, nacken W.: nhd. DW2- L.: …

ernacken

Lexer

ern·acken

er-nacken swv. entkleiden. Jêsus wart irnacket Mone 4. 328,84.

hônacken

MNWB

hon·acken

* hônacken , swv. , verhöhnen, verspotten (Nic. Gryse).

hōnacken

KöblerMnd

hōn·acken

hōnacken , sw. V. nhd. verhöhnen, verspotten E.: s. hōn (2)? L.: MndHwb 2, 348 (hônacken) Son.: jünger

Mitschnacken

Wander

mit·schnacken

Mitschnacken Du snackst mit as Jan Bremer, de harr 'n Ohrfîge krägen. ( Oldenburg. )

mitsnacken

MeckWBN

mit·snacken

Wossidia mitsnacken mitsprechen: dee kann all mitsnacken hat Erfahrung Wi.

Rauderknacken

MeckWBN

raud·erknacken

Wossidia Rauderknacken m. Riemenlager am Boot aus einem Kantholzstück: Rooderknaggen ( Schö Schönberg@Boltenhagen Bolt ) Rud. Handb. Boote 7…

rutsnacken

MeckWBN

rut·snacken

Wossidia MeckWB rutsnacken 2. lautbar machen: wur sick dat hett rutsnacken laten Ha Hagenow@Lübtheen Lübth . 3. refl. lautbar werden, aufkom…

schabernacken

DWB

schaber·nacken

schabernacken , verb. verhöhnen, schänden, quälen, beschimpfen, parasitari Kilian ( vgl. necken theil 7, 515): violare bustum, ein grab scha…

schavernacken

Lexer

schavernac·ken

schavernacken swv. höhnen, verspotten. das si nicht geschabernagket adder gehœnt wörde von imanden Apoll. S. 48,23. 74,9.

schnacken

DWB

sch·nacken

schnacken , schnaken , verb. 1 1) schnaacken, repere, serpere, auff dem boden kriechen. Maaler 358 d ; daneben: schnackende, repens; ein sch…

vörsnacken

KöblerMnd

vörsnacken , sw. V. nhd. „verschnacken“, verplaudern E.: s. vör, snacken (1) R.: de tīt vörsnacken: nhd. die Zeit verplaudern L.: MndHwb 1, …

weddersnacken

KöblerMnd

wedder·snacken

weddersnacken , sw. V. nhd. widersprechen E.: s. wedder (2), snacken L.: Lü 564a (weddersnacken)

Weißnacken

Adelung

weiss·nacken

Der Weißnacken , des -s, plur. ut nom. sing. eine Art Sperlinge mit weißem Nacken, Passer nivalis cervice alba Klein.

zerknacken

DWB

zer·knacken

zerknacken , verb. , in stücke knacken, mit einem knackenden geräusche zerbrechen, zerbeiszen, 1) trans.: eine nusz z. Adelung 2 4, 1688; si…

Ableitungen von nacken (3 von 3)

entnacken

KöblerMhd

entnacken , sw. V. nhd. entblößen, entkleiden Q.: Albert (1190-1200), Athis, DvA, Martina, TürlWh, Wig E.: s. ent, nacken W.: nhd. DW2- L.: …

ernacken

Lexer

er-nacken swv. entkleiden. Jêsus wart irnacket Mone 4. 328,84.

urnacken

DWB

urnacken , m. , gewaltiger, starker nacken (ur- C 4 a) D. v. Liliencron 5, 31 . —

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „nacken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/nacken/rhwb?formid=N00271
MLA
Cotta, Marcel. „nacken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/nacken/rhwb?formid=N00271. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „nacken". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/nacken/rhwb?formid=N00271.
BibTeX
@misc{lautwandel_nacken_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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