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Nacken

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
26 in 19 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
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53

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Nacken m.

Nacken m.

Nacken m. ‘hinterer Teil des Halses’, ahd. (h)nac (8. Jh.), (h)nacko (Hs. 13. Jh.), mhd. nac, nacke, asächs. hnakko (in Ortsnamen), mnd. nacke, mnl. nac, nacke, anord. hnakki, hnakkr, schwed. nacke (germ. *hnakkan-) haben neben sich Formen mit e in der Wurzelsilbe wie mnd. mnl. necke, nl. nek, afries. hnekka, aengl. hnecca, engl. neck. Das e wird entweder als Ablaut angesehen (s. Genick) oder als Umlaut, hervorgerufen durch ein inzwischen geschwundenes j der Folgesilbe. Die Bildungen führen auf ein nur aus dem Germ. zu erschließendes ie. *kneg- bzw. *knog-, Gutturalerweiterung der (fast nur in erweiterter Form vorliegenden) Wurzel ie. *ken- ‘zusammendrücken, -knicken, Zusammengedrücktes, Geballtes’ (s. auch Nuß, Nocken), so daß Nacken ursprünglich als ‘etw. Zusammengeballtes, eine Erhöhung (auf dem Rücken von Tieren)’ zu verstehen ist. Vgl. auch toch. A kñuk ‘Genick’ und air. cnocc, abret. cnoch ‘Hügel’ (zu ie. *kneug-, *kneuk-). – Nackenschlag m. ‘Demütigung, üble Nachrede’, im 18. Jh. vom Nd. ausgehend, auch im eigentlichen Sinne ‘Schlag in den Nacken’. hartnäckig Adj. ‘beharrlich, unnachgiebig’ (15. Jh.).
1125 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    nackenadv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    nacken adv. verstümmelte form. dô lieʒ der valsche rihter si nacken zien durch die stat pass. K. 344,30.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    nackensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    nacken , sw. V. nhd. niederdrücken Hw.: vgl. mhd. nicken E.: vgl. mhd. nicken, sw. V., beugen, niederdrücken, nicken, Ko…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nacken

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Nacken , des -s, plur. ut nom. sing. der hintere Theil des Halses, besonders an dem menschlichen Körper, von welchem…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Nacken

    Goethe-Wörterbuch

    Nacken ‘Naken’ B4,143,8 hinterer Teil des Halses, Genick; auch als Sitz männlicher Kraft u Kampflust a vom Menschen bzw …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Nacken

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Nacken , Genick (cervix, nucha) , der hintere Theil des Halses vom Hinterhaupte an bis herab zu Rücken und Schultern. In…

  6. modern
    Dialekt
    Nackenm.

    Lothringisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Nacke n [nàgə Ri. Rom. Hom. ] m. Nacken: ebber uff um N. sitze beständig belästigen; ebber uff um N. han belästigt werde…

  7. Sprichwörter
    Nacken

    Wander (Sprichwörter)

    Nacken 1. Ein Nacken, der braun, lässt sich nicht gern beschaun. Braune Nacken sind tugendhaft, sie gehen nicht gern unb…

  8. Spezial
    Nacken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Na|cken m. (-s,-) ‹anat› os dl col m. , copa dl col f.

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Anchor 11 Wurzel 1 Kompositum 46 Sackgasse 15

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nacken

90 Bildungen · 68 Erstglied · 19 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von nacken 2 Komponenten

nac+ken

nacken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

nacken‑ als Erstglied (30 von 68)

Nackenheim

SHW

Nacken-heim Band 4, Spalte 895-896

Nackenholz

SHW

Nacken-holz Band 4, Spalte 895-896

Nackenjoch

SHW

Nacken-joch Band 4, Spalte 895-896

nackenband

DWB

nacken·band

nackenband , n. 1 1) die nackenmuskelbinde, ligamentum nuchae. Nemnich 3, 404 . 2 2) band, womit etwas im nacken festgebunden ist: doch eh i…

nackenbart

DWB

nacken·bart

nackenbart , m. : verfechter der zöpfe, weil er sie .. für die den spitz- und backenbärten ziemlich entsprechenden längern nackenbärte hielt…

nackenblôme

MNWB

nacken·blome

° nackenblôme (naken-) Rose aus vergoldetem Silber, zur Haartracht des Dithmarscher Mädchens gehörend (Neocorurs 1, 153). —

nackenblōme

KöblerMnd

nacken·blōme

nackenblōme , F. nhd. „Nackenblume“, Rose aus vergoldetem Silber die zur Haartracht des Dithmarscher Mädchens gehört E.: s. nacke (1), blōme…

nackenblōz

KöblerMhd

nackenblōz , Adj. nhd. nackt, bloß Hw.: s. nacketblōz Q.: Mag (um 1450) E.: s. nacket, blōz W.: nhd. DW- L.: Lexer 148a (nackenblōz), LexerH…

Nackender

Wander

nack·ender

Nackender 1. Wer einen Nackenden beherbergt, der hat einen gewissen Fewerborn. (S. Nackter 13.) 2. Dem nackenden die kleyder aussziehen. – F…

nackenfrosch

DWB

nacken·frosch

nackenfrosch , m. für nacktfrosch, spott- und scheltname für ein nacktes kind. Spiesz henneberg. idiot. 169 . in Leipzig nackfrosch, nacktes…

Nackengehenk

Campe

nacken·gehenk

○ Х Das Nackengehenk , — es, Mz. — e , ein Scherzwort, womit I P. Richter einen Zopf, welcher hinten am Nacken herabhängt, bezeichnet: »— di…

Nackengetüns

RhWB

Nacken-getüns -jəd:nts Elbf n.: -geschwür; ech han do en fies N. en de Gäng.

nackengrube

DWB

nacken·grube

nackengrube , f. fovea nuchae. Nemnich 3, 404 ; in der obern nackengegend treten die muskelwülste stärker hervor, so dasz zwischen ihnen ein…

nackenhaar

DWB

nacken·haar

nackenhaar , n. das haar im nacken, über dem nacken: ich fuhr dem einen ( knaben ), der sichs am wenigsten versah, mit der hand in die nacke…

nackenheit

KöblerMhd

nacken·heit

nackenheit , st. F. nhd. „Nackenheit“, Nacktheit Hw.: s. nacketheit E.: s. nacken (1), heit W.: s. nhd. Nacktheit, F., Nacktheit, DW 13, 249…

Nackenholz

RhWB

nacken·holz

Nacken-holz nakhǫlt Mörs-Neuk n.: waagerechter Balken über dem Kuhtrog.

nackenhorn

DWB

nacken·horn

nackenhorn , n. copris nuchicornis, der pillenkäfer. encycl. der naturgeschichte 3, 115 a .

nackenjoch

DWB

nacken·joch

nackenjoch , n. an den nacken der zugthiere angelegtes joch. Weber öconom. lexic. 384 b .

Nackenkil

MeckWB

nack·enkil

Nackenkil m. Keil am Sensenbaum zum Halten und Stellen des Sensenblattes; der Haken (Hamm, Angel) des Sensenblattes wird durch einen Eisenri…

Nackenmäntel(e)

ElsWB

Nack en mäntel(e) n. weisse Halskrause der Frauen und erwachsenen Mädchen, bestehend aus einem leinenen Tuch mit rings umlaufenden breiten S…

nacken als Zweitglied (19 von 19)

aufknacken

DWB

auf·knacken

aufknacken , nuces frangere: Philine, auf ihrem koffer sitzend, knackte nüsse auf. Göthe 19, 54 . davon überhaupt, etwas hartes öfnen: gut g…

besnacken

MNWB

bes·nacken

besnacken , swv. , schwatzen, jem. bereden, „ achterkosen ”.

entnacken

KöblerMhd

ent·nacken

entnacken , sw. V. nhd. entblößen, entkleiden Q.: Albert (1190-1200), Athis, DvA, Martina, TürlWh, Wig E.: s. ent, nacken W.: nhd. DW2- L.: …

ernacken

Lexer

ern·acken

er-nacken swv. entkleiden. Jêsus wart irnacket Mone 4. 328,84.

hônacken

MNWB

hon·acken

* hônacken , swv. , verhöhnen, verspotten (Nic. Gryse).

hōnacken

KöblerMnd

hōn·acken

hōnacken , sw. V. nhd. verhöhnen, verspotten E.: s. hōn (2)? L.: MndHwb 2, 348 (hônacken) Son.: jünger

Mitschnacken

Wander

mit·schnacken

Mitschnacken Du snackst mit as Jan Bremer, de harr 'n Ohrfîge krägen. ( Oldenburg. )

mitsnacken

MeckWBN

mit·snacken

Wossidia mitsnacken mitsprechen: dee kann all mitsnacken hat Erfahrung Wi.

Rauderknacken

MeckWBN

raud·erknacken

Wossidia Rauderknacken m. Riemenlager am Boot aus einem Kantholzstück: Rooderknaggen ( Schö Schönberg@Boltenhagen Bolt ) Rud. Handb. Boote 7…

rutsnacken

MeckWBN

rut·snacken

Wossidia MeckWB rutsnacken 2. lautbar machen: wur sick dat hett rutsnacken laten Ha Hagenow@Lübtheen Lübth . 3. refl. lautbar werden, aufkom…

schabernacken

DWB

schaber·nacken

schabernacken , verb. verhöhnen, schänden, quälen, beschimpfen, parasitari Kilian ( vgl. necken theil 7, 515): violare bustum, ein grab scha…

schavernacken

Lexer

schavernac·ken

schavernacken swv. höhnen, verspotten. das si nicht geschabernagket adder gehœnt wörde von imanden Apoll. S. 48,23. 74,9.

schnacken

DWB

sch·nacken

schnacken , schnaken , verb. 1 1) schnaacken, repere, serpere, auff dem boden kriechen. Maaler 358 d ; daneben: schnackende, repens; ein sch…

vörsnacken

KöblerMnd

vörsnacken , sw. V. nhd. „verschnacken“, verplaudern E.: s. vör, snacken (1) R.: de tīt vörsnacken: nhd. die Zeit verplaudern L.: MndHwb 1, …

weddersnacken

KöblerMnd

wedder·snacken

weddersnacken , sw. V. nhd. widersprechen E.: s. wedder (2), snacken L.: Lü 564a (weddersnacken)

Weißnacken

Adelung

weiss·nacken

Der Weißnacken , des -s, plur. ut nom. sing. eine Art Sperlinge mit weißem Nacken, Passer nivalis cervice alba Klein.

zerknacken

DWB

zer·knacken

zerknacken , verb. , in stücke knacken, mit einem knackenden geräusche zerbrechen, zerbeiszen, 1) trans.: eine nusz z. Adelung 2 4, 1688; si…

Ableitungen von nacken (3 von 3)

entnacken

KöblerMhd

entnacken , sw. V. nhd. entblößen, entkleiden Q.: Albert (1190-1200), Athis, DvA, Martina, TürlWh, Wig E.: s. ent, nacken W.: nhd. DW2- L.: …

ernacken

Lexer

er-nacken swv. entkleiden. Jêsus wart irnacket Mone 4. 328,84.

urnacken

DWB

urnacken , m. , gewaltiger, starker nacken (ur- C 4 a) D. v. Liliencron 5, 31 . —