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lieben

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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

lieben

Bd. 5, Sp. 1187
liebenPartPräs attr vereinzelt unflekt, PartPrät einmal abgekürzt ‘gel.’ A2,783,20; 3.Sg/ 2.Pl Präs u Imperativ öfter ‘liebet’; die Hälfte der gut 2300 Belege in Pkt 1d 1 tiefe Zuneigung (zu jdm) empfinden, sich fürsorglich um jdn kümmern a im Verhältnis von Eltern zum Kind od unter engsten Familienangehörigen b als Gott(heit), höhere Macht sich (gütig, begünstigend) dem Menschen u dem Geschaffenen überhaupt zuwenden c jdn aus dem Freundes- u Bekanntenkreis sehr gern haben, gut leiden mögen d sich zu einer Person (des anderen Geschlechts) leidenschaftlich hingezogen fühlen e als Empfinden einem (Lieblings-)Tier gegenüber 2 jdm gewogen sein, auch: Sympathie (u Bewunderung) für jdn empfinden 3 sexuell begehren, auch: mit jdm geschlechtlich verkehren 4 etw gern tun od (unbedingt) an etw festhalten wollen 5 spirituell, geistig od ethisch wertschätzen, von etw sehr angetan sein 6 von kosmisch-dynamischen Kräften od der Natur u ihren Phänomenen  1 tiefe Zuneigung (zu jdm) empfinden, jdn liebhaben u sich fürsorglich um jdn kümmern; oft als Versicherung od Wunsch insbes im Briefschluß; häufig PartPrät (attr); öfter mit adv Bestimmungen wie ‘zärtlich, herzlich’ sowie neben ‘verehren, schätzen’   a im Verhältnis von Eltern zum Kind od unter engsten Familienangehörigen; PartPräs gelegentlich iSv liebevoll, von Liebe erfüllt; auch in Vergl u bildhaftem Zshg  Uberto liebt seine einzige Tochter auf das zärtlichste und entwickelt ihr glückliches Naturell durch sorgfältige Erziehung GWB421,67,2 Anz:Agnese  Man straft die Kinder die man liebt GWB131,260,19 Götz3 III 5  [Stella:] Wenn so ein Bauernkind .. mir entgegen läuft .. so groß, denk’ich, wär’ meine [verstorbene] Mina! Ich heb’ es ängstlich l-d in die Höhe, küss’ es hundertmal GWB11,151,1 Stella II  Ich arbeitete .. an den Wanderjahren, deren höchst verschiedene Capitel ich mitunter als ungezogene Kinder anzusehen habe, mit denen man sich l-d abgibt GWBB43,73,15 Boisserée 21.9.27 GWB151,341 Faust II Plp GWB37,319,23 Falconet GWB8,217,13 Egm II   b als Gott(heit), höhere Macht sich (gütig, begünstigend) dem Menschen u dem Geschaffenen überhaupt zuwenden, vereinzelt im christlichen Kontext der göttlichen Selbstaufopferung; mehrfach in Vbdgn wie ‘wen die Götter l.’ od ‘ein den Göttern geliebter Mann’, auch mit der Nuance gesegnet  [Iphigenie in Anrufung Dianas:] Du hast Wolken, gnädige Retterin, | Einzuhüllen unschuldig Verfolgte .. | Denn die Unsterblichen l. der Menschen | Weit verbreitete gute Geschlechter GWB10,25 Iph2 554  [Elpenor:] Nicht wahr o Mutter, wen die Götter l., den führen sie dahin, wo man sein bedarf? GWB11,381,14 Elp1 I 4~11,20 Elp2 404  vom Euphrat zum Nil sehen wir die Erde bevölkert, und in diesem Raume einen bekannten, den Göttern geliebten .. Mann [Abraham] mit Heerden und Gütern hin und wider ziehen GWB26,207,22 DuW 4  Der Knabe [Goethe] hatte sich .. an den ersten Glaubensartikel gehalten. Der Gott, der mit der Natur in unmittelbarer Verbindung stehe, sie als sein Werk anerkenne und liebe, dieser schien ihm der eigentliche Gott GWB26,63,22 DuW 1  [Prediger:] wie Gott die Welt in so hohem Grade liebte, daß er zu ihrem Heil seinen einzigen Sohn gab, so opferte St. Rochus sich selbst seinen Mitmenschen GWB341,40,26 Rochusf GWBB4,50,21 CEGoethe 9.8.79 GWB4,370 Wenn von Eros 20 [G?] von abstrakter gefaßten Mächten u Personifikationen wie ‘Schicksal’, ‘Natur’ od ‘Muse(n)’; wiederholt ‘ein l-d(es) Geschick’ (auch mit der Nuance gnädig) u einmal ‘ewiges L.’ (im Zshg mit Fausts Verklärung)  Coocks Todt kommt mir nicht aus dem Sinne, möge doch das Schicksaal iedem den es liebt einen Todt geben der so analog zu seinem Leben sey wie dieser war GWBB5,242,7 ChStein 20.12.81  [Ariel:] Gab die l-de Natur | Gab der Geist euch Flügel, | Folget meiner leichten Spur, | Auf zum Rosenhügel! GWB14,222 Faust I 4391  [die entschwebenden Engel:] Liebe, die gnädige, | Hegende, thätige, | Gnade, die l-de, | Schonung verübende, | Schweben uns vor GWB151,343 Faust II Nachl 3  du weißt .. | Wie sehr ich (und gewiß mir Unrecht) glaubte, | Die Muße liebte mich und gäb mir oft | Ein Lied GWBB1,45,24 Riese 28.4.66  Ich weiß, daß mir nichts angehört, | Als .. jeder günstige Augenblick, | Den mich ein l-des Geschick | Von Grund aus läßt genießen GWB1,103 Eigentum 5 GWB151,330 Faust II 11924   c jdn (aus dem Freundes- u Bekanntenkreis) sehr gern haben, jdn, jds Art od persönliche Eigenheiten gut leiden mögen; mehrfach im Zshg mit dem Freundschaftskult der Geniezeit; vereinzelt im Sprichwort, einmal ‘sich wie die Engelein l.’  Leben Sie recht wohl .. und hören Sie nicht auf mich mit meinen Licht und Schattenseiten zu l. GWBB9,302,2 CarlAug 18.[4.]92  stünde meinen Gedanken ein Geschwindschreiber zu Diensten, so würde mein verehrter geliebter Freund gar manches Blatt vor seinen treuen Augen erblicken GWBB48,70,27 Sternbg 4.1.31  Lavatern hab ich immer ausgelacht dass er .. mit ieder Post Briefe und Zettelgen erhielt, worauf eigentlich nichts stund, als dass sie [die ihm Verbundenen] sich wie vor vier Wochen noch immer herzlich liebten GWBB4,20,5 ChStein 7.3.[79] GWB4,354 Ich komme bald 6 GWBB45,224,26 EHFMeyer 30.3.29 GWB28,253,14 DuW 14   d sich zu einer Person (des anderen Geschlechts) leidenschaftlich hingezogen fühlen  α in jdn verliebt sein, gelegentlich hinsichtlich eines festen Verhältnisses; häufig im Zshg mit (Selbst-) Vergewisserung, einmal im Blumenorakel  Ich liebe ein Mädgen [Käthchen Schönkopf], ohne Stand und ohne Vermögen, und jezo fühle ich zum allererstenmale das Glück das eine wahre Liebe macht GWBB1,60,18 Moors 1.10.66  [Dorn:] Eduard und Leonore l. sich, und ich nähre gern diese keimenden Gefühle, da eine engere Verbindung mir sehr willkommen wäre GWB9,150,19 Wette 1  that ich .. den Schwur, daß ein Mädchen, das ich liebte, auf das ich Ansprüche hätte, mir nie mit einem andern walzen sollte, als mit mir AA25,21 Werth1 I  Ich weis dass Sie mich l., ich spürs daran, dass Ich Sie so lieb habe GWBB3,178,20 ChStein 16.9.77  [Gretchen, Blumenblätter abzupfend:] Er liebt mich — liebt mich nicht .. (Das letzte Blatt ausrupfend, mit holder Freude.) Er liebt mich! GWB14,159 Faust I 3181u3184 GWB491,69,15 Philostrat GWB27,357,9fu13 DuW 10 GWBB5,316,17 ChStein 29.4.82 im emphatischen u hyperbolischen Ausdruck: ‘jdn doppelt und dreifach/bis zur Raserei/für ewig/über alles/von (ganzem) Herzen/von ganzer Seele l.’ uä; häufig in Beteuerung, Subj öfter ‘Herz’  Sie würden sie doppelt und dreifach l., wenn nicht jede wahre Liebe an und für sich zehn- und hundertfach wäre GWB24,170,1 Wj I 9 Sie [Adelheid] .. brennt für den edlen von Sickingen, sie liebt ihn biss zur Raserey GWB39,177,5 Götz1 V  Ich liebte sie für ewig! Ich gab mein ganzes Herz dahin GWB38,95,23 ErwElm1  Ich begreife manchmal nicht, wie sie [Lotte] ein anderer lieb haben kann, lieb haben darf, da ich sie so ganz allein, so innig, so voll liebe, nichts anders kenne .. noch habe, als sie AA93,1 Werth1 II  mein Herz rastet nicht dich zu l., ich komme nicht weg von dir GWBB5,283,5 ChStein 20.3.82 GWB27,111,14 DuW 7 GWBB7,274,2 ChStein [Nov83 Korr Fränkel21,491] AA91,22 Werth1 II in verallgemeinernder Aussage u Reflexion; einmal metasprachl  Zu der Zeit liebt sich’s am besten, wenn man noch denkt, daß man allein liebt und noch kein Mensch so geliebt hat und l. werde Gespr(He2,667) Riemer 27.6.11  [Maria mBez auf ihre Klosterschule:] Man lehrte mich .. Mädgen wenn sie liebten [l-de Mädchen GWB132,279 Götz3 Var], seyn schwächer als Simson nach dem Verlust seiner Locken GWB39,41,17 Götz1 I  ein Philister .. : feiner junger Herr, l. ist menschlich, nur müßt ihr menschlich l.! Theilet eure Stunden ein, die einen zur Arbeit, und die Erholungsstunden widmet eurem Mädchen AA13,31 Werth1I  Was rechte Weiber sind sollten keine Männer l., wir sinds nicht werth GWBB3,69,1 Gfin Stolbg 20.5.[76]  [der alte Diener Johann über das Verhalten des jungen Paares:] Wenn das l. heißt! wenn das bei vornehmen Leuten Gebrauch ist, so gelobe ich .. meiner Friederike ganz einfach zu betheuern, daß ich sie lieb habe GWB9,157,18 Wette 3 Gespr(He2,250) Riemer 13.8.07 Gespr(He2,543) Riemer 2.7.10  β ‘l-des Paar’ u ‘die L-den’ öfter iSv Liebespaar, je einmal ‘immer l-d sein’ u ‘ein L-des’ (für eine Geliebte od verliebte Frau); PartPrät (subst) öfter in der (brieflichen) Anrede, mehrfach ‘das Geliebte(ste)’ für die (über alles) geliebte Person  Blick und Händedruck .. | Sylben köstlichen Sinns wechselt ein l-des Paar GWB1,250 Vs 270 RömEleg XIII  Olympia .. ist .. leise aufgetreten, sie tritt nun lachend zwischen die L-den GWB38,476 ErwElm1 Regiebem Var  [Margrethe zu ihrem Bräutigam:] So muß ich’s auch wohl leiden, | Wenn du nur immer l-d bist, | Und wir uns nimmer scheiden GWB131,147 NachspIffland,Hagestolzen 250  wenn ein L-des dem Geliebten irgend einen Gegenstand zusendet, so muß der Empfangende sich das Wort aussprechen, und suchen was sich darauf reimt GWB7,125,1 DivNot Blumen uZeichenwechsel  Meine geliebteste Freundin, Noch immer so munter .. so unbarmhertzig einen Leidenden auszulachen GWBB1,167,2 Käthchen Schönkopf 1.11.68  Lebe wohl du stündlich Geliebteres GWBB6,262,15 ChStein 2.4.84 GWB40,115,8 ÜbProserp GWBB6,264,5 ChStein [13.4.84] uö(sehr häufig)  γ ‘das, jds L.’: (jds) leidenschaftliche Zuneigung, Liebe zu jdm; nach orientalischem Vorbild auch von der (in die Rose verliebten) Nachtigall; je einmal ‘Talent des L-s’ u (vom Dichter) ‘eigensinniges L.’  Eine zarte liebenswürdige Frau hegte im Stillen eine Neigung zu mir .. erst nach ihrem Tode .. erfuhr ich das geheime himmlische L. GWB28,120,3 DuW 12  [Bätely zu Jery:] Der du ganz dein Herz geschenkt, | .. Oft wie hat sie dich beleidigt .. | Hat dein L. sich geendet, | Hat dein Herz sich weggewendet, | Überlaß mich meiner Pein! GWB12,31,22 JeryBätely  Hör’ und bewahre | Sechs Liebespaare .. | Hast du sie wohl vermerkt, | Bist im L. gestärkt GWB6,49 Div Musterbilder 16  Liebe leidet nicht Gesellen; | Aber Leiden sucht und hegt sie .. | Einsam oder auch selbander, | Unter L., unter Leiden, | Werden vor und nach einander | Einer mit dem andern scheiden GWB3,234 ZXen I 98  [Eduard über Ottilie:] Bisher war alles in meinem Leben .. nur Zeitverderb, bis ich sie kennen lernte, bis ich sie liebte .. Ich will den sehen, der mich im Talent des L-s übertrifft GWB20,189,7 Wv I 18 GWB6,139 Div An Suleika 11 GWB6,35 Div Anklage 10   e als Empfinden einem (Lieblings-) Tier gegenüber, auch in Rivalität zum Menschen; mehrfach im vergl Zshg  [Dorothea:] Es trieb mich .. zu sehen .. ob sich [beim Brand] die Hühner gerettet, | Die ich besonders geliebt; denn kindisch war mein Gemüth noch GWB50,202 HermDor II 131  Wundern kann es mich nicht, daß Menschen die Hunde so l.; | Denn ein erbärmlicher Schuft ist, wie der Mensch, so der Hund GWB1,324 Vs 341 VenEpigr 73  wie wir einer höhern Absicht .. das Geringere zum Opfer darbringen, ob es uns schon am Herzen liegt, wie man ein geliebtes Schaf für die Gesundheit eines verehrten Vaters gern und willig zum Altar führen würde GWB22,34,17 Lj VI SchöneSeele  [Sinclair:] Mad. Seyton .. liebt ihr artiges Windspiel besonders. [Seyton:] Und dieses Geschöpf muß besonders mir, dem Gemahl, sehr lieb und wichtig sein .. Es beweis’t .. daß solche Geschöpfe die Neigungen ableiten GWB18,284,1 GutWeiber  Kein Wunder, daß er dich bei keinem Feste leidet, | Da er .. | Den Vogel den du liebst, als Nebenbuhler haßt GWB9,5 LauneVerl 51 GWB14,105 Faust I 2213   2 jdm gewogen sein, jdm seine Gunst schenken, auch: Sympathie (u Bewunderung) für jdn empfinden; vereinzelt ‘sich jdn l.’, auch iSv jdn schätzen od jdm den Vorzug geben; oft in Höflichkeitsfloskeln, insbes im Verhältnis vom Herrscher zum Untergebenem; Part Prät öfter iSv beliebt, populär  Der Minister liebt mich seit langer Zeit, hatte lange mir angelegen, ich sollte mich irgend einem Geschäfte widmen AA62,12 Werth2 II  Ich liebe mir den heitern Mann | Am meisten unter meinen Gästen: | Wer sich nicht selbst zum Besten haben kann, | Der ist gewiß nicht von den Besten GWB2,282 MeineWahl 1  von der Bangigkeit die sie [die Landesstände] für das Wohl ihrer verehrtesten und geliebtesten Landes-Herrschaft .. empfinden A1,344,2 Promem 16.2.85 [Guilbert zu Marie:] dein Bruder .. ist verloren .. Mörder dieses geliebten Höflings [Clavigo]! GWB11,86,12 Clav III GWB421,71,5 Willkommen! 5 [G/Riemer]   3 sexuell begehren (u jdm entsprechende Avancen machen), auch: mit jdm geschlechtlich verkehren (öfter verhüllend); vereinzelt ‘der L-de’, ‘das L.’  In der heroischen Zeit, da Götter und Göttinnen liebten, | Folgte Begierde dem Blick, folgte Genuß der Begier GWB1,236 Vs 49 RömEleg III  Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt; | Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt GWB1,168 Erlkönig 25  [Mephisto über das Hexentreiben:] Da sieh nur hin! .. | Man tanzt, man schwatzt, man kocht, man trinkt, man liebt GWB14,204 Faust I 4058  [Charlotte an Eduard:] Gedenke jener nächtlichen Stunden, in denen du deine Gattin abenteuerlich als L-der besuchtest, sie unwiderstehlich an dich zogst, sie als .. eine Braut in die Arme schlossest GWB20,195,2 Wv I 18 GWB53,15 Vs 123 VenEpigrNachtr 35 GWB1,225 Braut vKorinth 178 in spöttischer Anspielung auf JKMansos Buch ‘Die Kunst zu lieben’ (u damit auf Ovids ‘Ars amatoria’); ‘eine Wolke l.’ (in Anspielung auf Ixions Annäherungsversuch an Juno)  Die Kunst zu lieben. | Auch zum L. bedarfst du der Kunst? Unglücklicher Manso, | Daß die Natur auch nichts, gar nichts für dich noch gethan! GWB51,210 Xen 35(319) GWB17,62,14 TriumphEmpfindsamk V   4 etw gern tun od (unbedingt) an etw festhalten wollen   a eine Vorliebe od Schwäche für etw haben, an etw Gefallen finden od etw gewohnheitsmäßig tun, gelegentlich mit der Nuance: einer Sache den Vorzug geben; negiert auch iSv ablehnen, häufig mit Inf-Konstruktion, oft ‘sich etw l.’ sowie PartPrät (mit Poss Pron); auch im bildhaften Zshg  was für Speisen und wie er sie liebte, hatte sie schon genau bemerkt GWB20,78,10 Wv I 7  Die Jugend verschlingt nur, dann sauset sie fort; | Ich liebe zu tafeln am lustigen Ort, | Ich kost’ und ich schmecke bei’m Essen GWB1,124 Gewohnt,getan 17  die Baronesse .. liebt die Jagd nicht, | Liebt nicht, daß vor ihren Augen | Man tödte GWB12,233 UnglHausgenossen 217f  Winter .. | Und kommen die weißen Flockenschaaren, | Da lieb’ ich mir das Schlittenfahren GWB3,167 Der Narr epilogirt 20 Er saugt begierig am geliebten Rohr, | Es steigt der Dampf an seiner Stirn empor GWB2,143 Ilmenau 63 GWBB1,109,24 Cornelia [12.]10.67 GWB18,201,4 Unterhaltungen GWB53,12 Vs 79 VenEpigrNachtr 20   b (existentiell) an etw hängen od auf etw angewiesen sein; einmal im Trinkspruch  [Amenaide:] Den Tod erblick’ ich den man mir bereitet. | Ach! und ich seh’ ihm nicht mit kühner Stirn .. entgegen. | Das Leben lieb’ ich GWB9,396 Tancred 795  [Sophie über den versteckten Söller:] Er ändert sich gewiß. | [Wirt:] Muß er’s so lang verschieben? | [Sophie:] Das ist nun Jugendart. | [Söller, trinkend:] Ja, Fiekchen, was wir l.! GWB9,43 Mitsch3 28~DjG31,360 Mitsch2 30 GWBB24,129,21 Knebel 5.2.14 (anthropomorphisierend) von Pflanze u Tier bzw einzelnen Organen, mBez auf etw für Wachstum u Gedeihen Unentbehrliches od Vorteilhaftes; mehrfach im Vergl  die .. Pflanze [Anthericum comosum] .. will mehr kühl als warm stehen, scheint eine feuchte Atmosphäre zu l., Licht, ohne gerade Sonne zu verlangen GWBB44,34,19 Sternbg 22.3.28  die Wurzel sucht die Nässe und liebt die Finsternis, jene ist nöthig zu ihrer Nahrung, und in dieser entwickeln sich ihre Theile mit einiger Freiheit GWBN7,337 Versuche übWachstum dPflanze Plp  [Einfluß der vier Elemente auf Extremitäten u Verhalten der Nagetiere] das Geschöpf .. zeigt .. sich schweineartig im Ufersumpfe, als Biber sich an frischen Gewässern anbauend; alsdann .. gräbt sich’s in die Erde und liebt wenigstens das Verborgene, furchtsam-neckisch .. sich versteckend GWBN8,249,13 SkelNagetiere  [Handelsmann:] Und wie geht es mir nun? der ich bisher wie ein Fisch das Wasser, wie ein Vogel die freie Luft geliebt, da ich mich in einem Gebäude .. bei einer schönen jungen Frau eingesperrt habe? GWB18,165,12 Unterhaltungen  So liebt die Lerche | Gesang und Luft, | Und Morgenblumen | Den Himmelsduft, | Wie ich dich liebe GWB1,73 Wie herrlich leuchtet 25 GWBN6,417,27 MetamIns   5 spirituell, geistig od ethisch wertschätzen, (enthusiastisch) verehren, von etw (jds Vorgehen, Werk) sehr angetan sein   a als relig inspiriertes Verhalten, Verlangen, Tun, insbes im Ausdruck der verehrenden, inbrünstigen Hingabe des Gläubigen; mehrfach mit bibelsprachl Hintergrund, einmal ‘l-des Herz’  daß ich .. keine Seligkeit zu hoffen habe, als die mir von der ewigen Liebe Gottes mitgetheilt wird, die sich in das Elend der Welt mischte und auch elend ward .. Und so lieb’ ich Jesum Christum, und so glaub’ ich an ihn GWB37,157,21 BriefPastors [1773]  Jenes wunderliche Wort [von Spinoza1)]: Wer Gott recht liebt, muß nicht verlangen, daß Gott ihn wieder liebe .. erfüllte mein ganzes Nachdenken GWB28,288,20 DuW 14  [Montan über den Kreuzstein:] Man freut sich mit Recht, wenn die leblose Natur ein Gleichniß dessen, was wir l. und verehren, hervorbringt GWB24,48,17 Wj I 4  [Mahomet:] Hebe, l-des Herz, dem Erschaffenden dich! | Sey mein Herr du, mein Gott! Du allliebender, du | Der die Sonne, den Mond und die Stern | Schuf, Erde und Himmel und mich GWB39,189 MahometFragm 17 GWB6,91 Div Suleika spricht 4 GWB53,361 DivNachtr das Wissen bläset auf 7 GWB14,42 Faust I 758   b geistig, insbes intellektuell od ästhetisch hochschätzen, von etw/jds Arbeit, Methode eingenommen sein, auch: (als Forscher) auf etw Wert legen, etw/jdn favorisieren, als mustergültig bewundern  [betr einen kritischen Aufsatz über Goethes Farbenlehre] Liebte man die Wissenschaften nicht um ihrer selbst willen, so müßten sie einem solche Mitarbeiter auf ewig verleiden GWBB23,478 [Döbereiner] [10.12.12] K  Wenn man die Mathematik verehren und l. will, so nähere man sich ihr, wenn sie sich mit Astronomie abgiebt GWBB23,145,13 CarlAug 14.11.12 K  Der Beobachter muß mehr das Ordnen als das Verbinden und Knüpfen l. GWBN11,43,2 BeobachtgDenken  ich wendete mich [als Student in Leipzig] .. gegen die geliebten Alten [der Antike], die noch immer, wie ferne blaue Berge .. den Horizont meiner geistigen Wünsche begränzten GWB27,191,16 DuW 8 GWBB36,443,12 Sternbg 12.1.[23] K GWBB22,66,22 Zelter 18.3.11 GWBB23,7,21 Jacobi 10.5.12 in der bildenden Kunst u Poesie öfter mBez auf Konzeption, Vorgehensweise, eine bestimmte Manier od das Sujet  Undulisten. Unter diesem Namen wurden diejenigen [Künstler] bezeichnet .. die das Weichere und Gefällige ohne Charakter und Bedeutung l., wodurch denn .. höchstens eine gleichgültige Anmuth entsteht GWB47,200,6 Samml 8  Bei Paul Brill mildert sich dieses [Manierismus in den Landschaftbildern], ob er gleich noch immer hohen Horizont liebt und .. an Mannigfaltigkeit es fehlen läßt GWB492,246,14 LandschaftlMalerei [1824?] man muß sich [beim Wiederaufbau zerstörter antiker Städte] ganze Gespanschaften von Künstlern denken, die das untere Italien gleichsam überschwemmt und eingenommen und außer einem von ihnen geliebten und geübten Styl nichts aufkommen lassen GWB492,214,22 Zahn,Pompeji Plp  [Architekt:] Schmal-Pfeiler lieb’ ich, strebend, gränzenlos; | Spitzbögiger Zenith erhebt den Geist GWB151,80 Faust II 6412 GWB30,250,1 ItR Gespr (He31,560) Pleyer [Aug 22]   c ethisch: pflichtbewußt, aus Gewissensgründen etw für gut u geboten halten, unbedingt tun wollen; sich gern, aus freien Stücken von bestimmten Normen, Idealen leiten lassen, sie hochachten u aufmerksam befolgen; öfter mBez auf Abstrakta wie ‘Pflicht’ u ‘Gerechtigkeit’; mehrfach in Betonung der persönlichen Autonomie  Pflicht: wo man liebt, was man sich selbst befiehlt GWB422,214,21 MuR(829)  Der Friede herrscht im unbegränzten Lande .. | Nun liebt der Mensch der Ehrfurcht hehre Bande, | Er fühlt sich frei, wenn er gebändigt lebt GWB16,225 Maskenz RomantPoesie 173  Man spürt .. einen Zwiespalt .. indem der Vater nach der Herrschaft strebt, der Sohn aber die sogenannte Freiheit .. der Bürger zu l. scheint GWB40,321,8 Üb:Böhlendorff,Ugolino  [Panther:] Und will es unser Gebieter, | Wollt ihr Herren es leiden, daß so des Königs Friede .. von einem Diebe [Reineke] verhöhnt wird; | O so wird der König .. noch späten | Vorwurf hören von Leuten, die Recht und Gerechtigkeit l. GWB50,7 ReinF I 83  das Mädchen [Dorothea] kam, vor dem Vater sich .. | Neigend, und .. | Sprach: .. Wozu die Magd sich verpflichtet, | Treu, zu l-dem Dienst, den soll die Tochter euch leisten GWB50,264 HermDor IX 235 GWB151,10 Faust II 4775 GWB51,155 ZXenNachl IX 981 bibelsprachl u in Anlehnung an Bibelworte: ‘seinen Nächsten l. wie sich selbst’, ‘Kin(der)lein lieb(e)t euch!’, ‘seine Feinde l. sollen’ (in sprachreflexivem Zshg) uä; in Berührung mit 1  [Prediger:] Eine solche Ergebung in den Willen Gottes .. wäre .. unfruchtbar geblieben, wenn der fromme Jüngling [Rochus] nicht seinen Nächsten so wie sich selbst, ja mehr wie sich selbst, geliebt hätte GWB341,40,13 Rochusf  indem ich das Testament Johannis als das meinige .. ausspreche und als den Inhalt aller Weisheit einschärfe: Kindlein, liebt euch! GWBB43,224,2 Carlyle 1.1.28  daß mir bei jener großen Forderung: man solle seine Feinde l., das Wort l. gemißbraucht oder wenigstens in sehr uneigentlichem Sinne gebraucht scheine GWB36,283,5 BiogrEinzh Kotzebue GWB17,306,18 Bürggeneral 14 GWB50,107 ReinF VIII 104   d übergreifend (u in Berührung mit anderen Bedeutungspunkten) als eine der fundamentalen seelisch-geistigen Aktivitäten, Verhaltensweisen, Einstellungen od Befindlichkeiten des Menschen, insbes hinsichtlich Empathie u Antriebskraft; öfter kontrastiert od koordiniert mit ‘hassen, begehren, verehren’ od ‘leben, wirken’  Leben muss man und l.; es endet Leben und Liebe. | Schnittest du, Parze, doch nur beiden die Fäden zugleich! GWB1,350 VierJahresz 37(567)  L. und Hassen, Hoffen und Fürchten sind .. differente Zustände unsres trüben Inneren, durch welches der Geist entweder nach der Licht- oder Schattenseite hinsieht .. Blicken wir .. nach dem Lichte hin, so l. und hoffen wir GWBT3,213,24u214,2 v 25.5.07  Wir sind Sensualisten, so lange wir Kinder sind; Idealisten, wenn wir l. und in den geliebten Gegenstand Eigenschaften legen, die nicht eigentlich darin sind Gespr(FfA II 12,310,30) Eckerm 17.2.29  Die Absonderung des Sinnlichen vom Sittlichen, die in der verflochtenen cultivirten Welt die l-den und begehrenden Empfindungen spaltet, bringt .. eine Übertriebenheit hervor, die nichts Gutes stiften kann GWB28,211,4 DuW 13 GWBN11,130,18 MuR(573) GWB4,187 Felsweihegesang 19 GWB38,5 Concerto dramat 53   6 von kosmisch-dynamischen Kräften od der Natur u ihren Phänomenen (bes hinsichtlich Attraktion u Polarisation): mit Nuancen wie (harmonisch) zueinanderfinden, auf (fruchtbare) Vereinigung dringen  Auf that sich das Licht: so trennte | Scheu sich Finsterniß von ihm .. | Da erschuf er [Gott] Morgenröthe | .. Sie entwickelte dem Trüben | Ein erklingend Farbenspiel, | Und nun konnte wieder l. | Was erst auseinander fiel GWB6,189 Div Wiederfinden 31  Sie [die Natur] liebt sich selber und haftet ewig mit Augen und Herzen ohne Zahl an sich selbst. Sie hat sich auseinandergesetzt um sich selbst zu genießen. Immer läßt sie neue Genießer erwachsen, unersättlich sich mitzutheilen GWBN11,7,4 Natur [Tobler?]  Hell und Dunkel, Licht und Schatten | .. Die beiden l. sich gar fein, | Mögen nicht ohne einander sein. | Wie ein’s im andern sich verliert, | Manch buntes Kind sich ausgebiert GWB3,355 ZahmXen VI 1658 GWB53,447,1 Aus Notizb uö(selten) Horst Fleig H.F.
23296 Zeichen · 284 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    liebenstv. III.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +11 Parallelbelege

    lieben stv. III. BMZ loup, luben, geloben Gr. 2,51 als wurzelverb aufgestellt für liep, louben, loben. vgl. Weig. 1,442 …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lieben

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Lieben , verb. reg. act. welches, 1. eigentlich, mit der Hand streicheln bedeutet zu haben scheinet. In dieser Bedeutung…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    lieben

    Goethe-Wörterbuch

    lieben PartPräs attr vereinzelt unflekt, PartPrät einmal abgekürzt ‘gel.’ A2,783,20 ; 3.Sg/ 2.Pl Präs u Imperativ öfter …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lieben

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Lieben (tschech. Libeň ), ehemaliger Vorort, jetzt 8. Stadtbezirk von Prag.

  5. modern
    Dialekt
    lieben

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    liebe n [lìèwə Hf. ] nur von Speisen und Getränken; sonst heisst ‘lieben’ [kárə hàn U. ] Seite 232. — Schweiz. 3, 989.

  6. Sprichwörter
    Lieben

    Wander (Sprichwörter)

    Lieben 1. Der eine liebet de Strähl 1 , der ander, was druff lauft. – Sutermeister, 137. 1 ) Im allgemeinen: Kamm, davon…

  7. Spezial
    lieben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    lie|ben vb.tr. 1 (Liebe empfinden) amé (ama), orëi bun 2 (verliebt sein) ti orëi bun 3 (vorziehen) avëi ion, preferí (-r…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lieben

83 Bildungen · 43 Erstglied · 34 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von lieben 2 Komponenten

lie+ben

lieben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

lieben‑ als Erstglied (30 von 43)

Liebenau

Herder

liebe·nau

Liebenau böhm. Städtchen im Leippaer Kreise, mit 2500 E., Fabrikation von Glasschmuck.

Liebenberg

Meyers

lieben·berg

Liebenberg (L. in der Mark ), Rittergut im preuß. Regbez. Potsdam, Kreis Templin, hat ein Schloß des Fürsten von Eulenburg mit Park, eine Ma…

Liebenburg

Meyers

lieben·burg

Liebenburg , Dorf im preuß. Regbez. Hildesheim, Kreis Goslar, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, ein altes Schloß, Irrenanstalt, A…

liebendheilig

GWB

liebend-heilig als Epitheton für die einst in (“sündiger”) Liebe lebenden, zu himmlischer Liebe verklärten Frauen (vgl Faust II 12032—12068)…

Liebenherrküken

RhWB

liebenherr·kueken

Lieben-herr-küken nach Wk. III 20 līwənhēr(ə)(s)kykskə Mörs-Labbeck Lütting Marienbaum Wardt , Klev-Düffelward Grieth Keeken Kellen Till Wis…

Liebenherrlämpchen

RhWB

liebenherr·laempchen

Lieben-herr-lämpchen nach Wk. III 20 līw(ən)hēr(ə)slęmpkə, –lEmpkə Geld [ -hērš- Twisteden ], Mörs , Klev [ līfhēr(ə)l.- Klev-Cranenbg Donsb…

Liebenherrmüschchen

RhWB

Lieben-herr-müsch-chen nach Wk. III 20 līwənhērsmøskə Mörs-Alpen ; līfhērs- Mörs-Menzeln Wallach n.: dass.

Liebenherrwürmchen

RhWB

liebenherr·wuermchen

Lieben-herr-würmchen nach Wk. III 20 līwənhērswrmkən Rees-Crudenbg Ringenbg ; līfh- Klev-Pfalzd ; -hē:rəwy·r.mkə Heinsb-Millen n.: dass.

Liebenow

Meyers

Liebenow , Wilhelm , Kartograph, geb. 13. Okt. 1822 in Schönfließ (Provinz Brandenburg), gest. 21. Juli 1897 in Schöneberg bei Berlin, war v…

liebensfähigkeit

DWB

lieben·s·faehigkeit

liebensfähigkeit , f. fähigkeit zu lieben: mit seiner ( Herders ) krankheit vermehrte sich sein miswollender widerspruchsgeist und überdüste…

Liebenstein

Herder

lieben·stein

Liebenstein , Sachsen-Meiningisches Dorf mit 700 E., erdig-salinischen Eisenwassern; besuchter Badeort.

liebensvoll

DWB

lieben·s·voll

liebensvoll , adj. : sein wort ist liebensvoll, doch ohne kinderscherz. B. Neukirch ged. 272 .

liebenswert

Pfeifer_etym

lieben·swert

lieb Adj. ‘geliebt, wert, herzlich, liebenswert, freundlich, angenehm, artig’, ahd. liob (um 800), mhd. liep, asächs. liof, mnd. lēf, mnl. n…

liebenswerth

DWB

lieben·s·werth

liebenswerth , adj. des liebens wert, wert geliebt zu werden: liebenswerther Solande. polit. stockf. 72; ich fand sie verständig, liebenswer…

liebenswürdig

DWB

lieben·s·wuerdig

liebenswürdig , adj. in demselben sinne wie liebenswerth, aber gewöhnlicher gebraucht, und manchmal mehr das äuszerliche der erscheinung bet…

liebenswürdigbelehrend

GWB

liebenswürdig-belehrend zu liebenswürdig 2 [ betr ua ein Modell zur Spiraltendenz der Pflanzen ] die mir zugesendete liebenswürdig-belehrend…

lieben als Zweitglied (30 von 34)

Belieben

RDWB1

Belieben n усмотрение (не имеет отношения к "любви") etw. in das ~ der örtlichen Behörden stellen - отдавать что-л. на усмотрение местного н…

abbelieben

DRW

abbe·lieben

abbelieben das Spitalhaus, das Privatleute geraume Zeit in possession gehabt und der gemeinden abbeliebt hatten, geht wieder in Gemeindebesi…

ablieben

DWB

ablieben , bei den weidmännern, einen leithund auf der fährte anhalten, liebkosend und streichelnd. das wort scheint aber mit lieben unverwa…

ane lieben

MWB

ane lieben swV. ‘jmdm. gefallen’ sus liebet ir daz hemede an Tr 12819 MWB 1 256,59; Bearbeiter: Schnell

anlieben

KöblerMhd

anlieben , sw. V. Vw.: s. anelieben

beklieben

Lexer

bek·lieben

be-klieben stv. III. BMZ intr. spalten Troj. (= vil herter vlinse dô zercloup 10541); s. unbekloben.

belieben

DWB

belieben , nnl. believen, ahd. und mhd. nur das einfache wort, oder giliuban, gelieben. 1 1) mit acc. der person, früher so viel als lieben:…

e(n)tlieben

Idiotikon

e(n)tlieben Band 3, Spalte 990 e(n)tlieben 3,990

einlieben

DWB

einli·eben

einlieben , dasselbe: sollte nicht diese edle stadt würdig sein, dasz die besten gemüther sich bei derselben einzulieben und ihre gunst zu e…

enklieben

Lexer

enk·lieben

en-klieben stv. III. auseinander spalten. ê liebe enkliebe daʒ herze mîn Msh. 1,137 b .

entklieben

KöblerMhd

ent·klieben

entklieben , sw. V. nhd. spalten, zerspalten (V.), auseinander spalten, entzwei schlagen, zerspringen, zerbersten Q.: LvReg, WvÖst (FB enkli…

entlieben

RDWB1

ent·lieben

entlieben umg. (Lakune) [vergl."разлюбить"] aufhören zu lieben, nicht mehr lieben - избавиться от влюблённости, излечиться от любви

erklieben

DWB

erk·lieben

erklieben , findere, spalten, für erkleuben, erklauben, denn das starke erklieben, erklob würde mehr findi ausdrücken, obschon auch spalten …

erlieben

DWB

sich erlieben , se delectare, sich erlustigen, erfreuen, ein seltnes, hübsches wort, zu welchem auch noch kein ahd. irliopôn, mhd. erlieben …

geklieben

Lexer

gek·lieben

ge-klieben stv. III. BMZ spalten, wegreissen von Mart. ( lies 164,34).

gelieben

DWB

gelieben , verstärktes lieben, mhd. gelieben, ahd. giliuban, giliupan, altnl. gelievan, mnl. gelieven, mnd. gelieven, gelêven Sch. u. L. 2, …

herzelieben

KöblerMhd

herze·lieben

herzelieben , sw. V. nhd. von Herzen lieb haben Q.: KvL (um 1300) E.: s. herze (1), lieben (1) W.: nhd. DW- L.: MWB 2, 1463 (herzelieben)

hërzelieben

MWB

hërzelieben swV. ‘von Herzen lieb haben’, subst. Inf.: Minne, füege ir mîn [von mir] so vil / als ich ir [von ihr] herzelieben hân SM:KvL 6…

Selbstbelieben

DRW

selbst·belieben

Selbstbelieben, n. eigenes Ermessen dahingegen jeder ... stand den seinigen ... nach selbst-belieben durch einen privat-commissarium ... die…

Spezialbelieben

DRW

spezial·belieben

Spezialbelieben, n. wie Spezialerlaubnis; auch: Gutdünken es sollen keine newe zuschlege ohne speciahl belieben dess holtzrichters undt semp…

unbelieben

DWB

unbe·lieben

unbelieben , n. , gegentheil des seit dem 17. jh. bezeugten subst. belieben, mangel des gefallens an oder mit einer sache Adelung. noch nich…

unlieben

DWB

unlieben , verb. , gth. von lieben I 1: Lexer 2, 1908 ; gth. v. lieben I 3: das euch villeicht nit unlieben würt Arigo 225, 20 K.; gth. v. l…

verlieben

DWB

ver·lieben

verlieben , verb. zu einem liebenden machen, nicht nachweisbar in der ältern sprache, so auch mhd. nicht nachgewiesen; vereinzelt im mnd. vo…

vorelieben

KöblerMhd

vore·lieben

vorelieben , st. V. nhd. „vorlieben“ E.: s. vore (1), lieben W.: nhd. (ält.) vorlieben, sw. V., „vorlieben“, Vorliebe für etwas haben, DW 26…

vorlieben

DWB

vor·lieben

vorlieben , verb. , eine vorliebe zu etwas haben, ' nicht sehr gewöhnlich ' Campe mit einem beleg aus Kl. Schmidt : weil der vater diese art…

wi(e)derlieben

DWB

wieder·lieben

wi(e)derlieben , vb. , lexikal. vereinzelt seit Hulsius amare chi ama widerlieben, lieben den, der vns liebet, it.-t. (1618) 23 a . zuvor: r…

zeklieben

KöblerMhd

zeklieben , st. V. Vw.: s. zerklieben

zerklieben

DWB

zer·klieben

zerklieben , verb. , ahd. ziklioban ( conj. praet. zichlube divelleret Notker bei Graff 4, 547 ), as. teklioBan, ags. tócléofan, mhd. ze(r)k…

Ableitungen von lieben (6 von 6)

belieben

DWB

belieben , nnl. believen, ahd. und mhd. nur das einfache wort, oder giliuban, gelieben. 1 1) mit acc. der person, früher so viel als lieben:…

entlieben

RDWB1

entlieben umg. (Lakune) [vergl."разлюбить"] aufhören zu lieben, nicht mehr lieben - избавиться от влюблённости, излечиться от любви

erlieben

DWB

sich erlieben , se delectare, sich erlustigen, erfreuen, ein seltnes, hübsches wort, zu welchem auch noch kein ahd. irliopôn, mhd. erlieben …

gelieben

DWB

gelieben , verstärktes lieben, mhd. gelieben, ahd. giliuban, giliupan, altnl. gelievan, mnl. gelieven, mnd. gelieven, gelêven Sch. u. L. 2, …

unlieben

DWB

unlieben , verb. , gth. von lieben I 1: Lexer 2, 1908 ; gth. v. lieben I 3: das euch villeicht nit unlieben würt Arigo 225, 20 K.; gth. v. l…

verlieben

DWB

verlieben , verb. zu einem liebenden machen, nicht nachweisbar in der ältern sprache, so auch mhd. nicht nachgewiesen; vereinzelt im mnd. vo…