lieben PartPräs attr vereinzelt unflekt, PartPrät einmal abgekürzt ‘gel.’ A2,783,20
; 3.Sg/ 2.Pl Präs u Imperativ öfter ‘liebet’; die Hälfte der gut 2300 Belege in Pkt 1d 1
tiefe Zuneigung (zu jdm) empfinden, sich fürsorglich um jdn kümmern a
im Verhältnis von Eltern zum Kind od unter engsten Familienangehörigen b
als Gott(heit), höhere Macht sich (gütig, begünstigend) dem Menschen u dem Geschaffenen überhaupt zuwenden c
jdn aus dem Freundes- u Bekanntenkreis sehr gern haben, gut leiden mögen d
sich zu einer Person (des anderen Geschlechts) leidenschaftlich hingezogen fühlen e
als Empfinden einem (Lieblings-)Tier gegenüber 2
jdm gewogen sein, auch: Sympathie (u Bewunderung) für jdn empfinden 3
sexuell begehren, auch: mit jdm geschlechtlich verkehren 4
etw gern tun od (unbedingt) an etw festhalten wollen 5
spirituell, geistig od ethisch wertschätzen, von etw sehr angetan sein 6
von kosmisch-dynamischen Kräften od der Natur u ihren Phänomenen 1
tiefe Zuneigung (zu jdm) empfinden, jdn liebhaben u sich fürsorglich um jdn kümmern; oft als Versicherung od Wunsch insbes im Briefschluß; häufig PartPrät (attr); öfter mit adv Bestimmungen wie ‘zärtlich, herzlich’ sowie neben ‘verehren, schätzen’ uä a
im Verhältnis von Eltern zum Kind od unter engsten Familienangehörigen; PartPräs gelegentlich iSv liebevoll, von Liebe erfüllt; auch in Vergl u bildhaftem Zshg Uberto liebt seine einzige Tochter auf das zärtlichste und entwickelt ihr glückliches Naturell durch sorgfältige Erziehung GWB42
1,67,2 Anz:Agnese Man straft die Kinder die man liebt GWB13
1,260,19 Götz
3 III 5 [
Stella:] Wenn so ein Bauernkind .. mir entgegen läuft .. so groß, denk’ich, wär’ meine [
verstorbene] Mina! Ich heb’ es ängstlich l-d in die Höhe, küss’ es hundertmal GWB11,151,1 Stella II Ich arbeitete .. an den Wanderjahren, deren höchst verschiedene Capitel ich mitunter als ungezogene Kinder anzusehen habe, mit denen man sich l-d abgibt GWBB43,73,15 Boisserée 21.9.27 GWB15
1,341 Faust II Plp GWB37,319,23 Falconet GWB8,217,13 Egm II
uö b
als Gott(heit), höhere Macht sich (gütig, begünstigend) dem Menschen u dem Geschaffenen überhaupt zuwenden, vereinzelt im christlichen Kontext der göttlichen Selbstaufopferung; mehrfach in Vbdgn wie ‘wen die Götter l.’ od ‘ein den Göttern geliebter Mann’, auch mit der Nuance gesegnet [
Iphigenie in Anrufung Dianas:] Du hast Wolken, gnädige Retterin, | Einzuhüllen unschuldig Verfolgte .. | Denn die Unsterblichen l. der Menschen | Weit verbreitete gute Geschlechter GWB10,25 Iph
2 554 [
Elpenor:] Nicht wahr o Mutter, wen die Götter l., den führen sie dahin, wo man sein bedarf? GWB11,381,14 Elp
1 I 4~11,20 Elp
2 404 vom Euphrat zum Nil sehen wir die Erde bevölkert, und in diesem Raume einen bekannten, den Göttern geliebten .. Mann [
Abraham] mit Heerden und Gütern hin und wider ziehen GWB26,207,22 DuW 4 Der Knabe [
Goethe] hatte sich .. an den ersten Glaubensartikel gehalten. Der Gott, der mit der Natur in unmittelbarer Verbindung stehe, sie als sein Werk anerkenne und liebe, dieser schien ihm der eigentliche Gott GWB26,63,22 DuW 1 [
Prediger:] wie Gott die Welt in so hohem Grade liebte, daß er zu ihrem Heil seinen einzigen Sohn gab, so opferte St. Rochus sich selbst seinen Mitmenschen GWB34
1,40,26 Rochusf GWBB4,50,21 CEGoethe 9.8.79 GWB4,370 Wenn von Eros 20 [G?]
uö von abstrakter gefaßten Mächten u Personifikationen wie ‘Schicksal’, ‘Natur’ od ‘Muse(n)’; wiederholt ‘ein l-d(es) Geschick’ (auch mit der Nuance gnädig) u einmal ‘ewiges L.’ (im Zshg mit Fausts Verklärung) Coocks Todt kommt mir nicht aus dem Sinne, möge doch das Schicksaal iedem den es liebt einen Todt geben der so analog zu seinem Leben sey wie dieser war GWBB5,242,7 ChStein 20.12.81 [
Ariel:] Gab die l-de Natur | Gab der Geist euch Flügel, | Folget meiner leichten Spur, | Auf zum Rosenhügel! GWB14,222 Faust I 4391 [
die entschwebenden Engel:] Liebe, die gnädige, | Hegende, thätige, | Gnade, die l-de, | Schonung verübende, | Schweben uns vor GWB15
1,343 Faust II Nachl 3 du weißt .. | Wie sehr ich (und gewiß mir Unrecht) glaubte, | Die Muße liebte mich und gäb mir oft | Ein Lied GWBB1,45,24 Riese 28.4.66 Ich weiß, daß mir nichts angehört, | Als .. jeder günstige Augenblick, | Den mich ein l-des Geschick | Von Grund aus läßt genießen GWB1,103 Eigentum 5 GWB15
1,330 Faust II 11924
uö c
jdn (aus dem Freundes- u Bekanntenkreis) sehr gern haben, jdn, jds Art od persönliche Eigenheiten gut leiden mögen; mehrfach im Zshg mit dem Freundschaftskult der Geniezeit; vereinzelt im Sprichwort, einmal ‘sich wie die Engelein l.’ Leben Sie recht wohl .. und hören Sie nicht auf mich mit meinen Licht und Schattenseiten zu l. GWBB9,302,2 CarlAug 18.[4.]92 stünde meinen Gedanken ein Geschwindschreiber zu Diensten, so würde mein verehrter geliebter Freund gar manches Blatt vor seinen treuen Augen erblicken GWBB48,70,27 Sternbg 4.1.31 Lavatern hab ich immer ausgelacht dass er .. mit ieder Post Briefe und Zettelgen erhielt, worauf eigentlich nichts stund, als dass sie [
die ihm Verbundenen] sich wie vor vier Wochen noch immer herzlich liebten GWBB4,20,5 ChStein 7.3.[79] GWB4,354 Ich komme bald 6 GWBB45,224,26 EHFMeyer 30.3.29 GWB28,253,14 DuW 14
uö d
sich zu einer Person (des anderen Geschlechts) leidenschaftlich hingezogen fühlen α
in jdn verliebt sein, gelegentlich hinsichtlich eines festen Verhältnisses; häufig im Zshg mit (Selbst-) Vergewisserung, einmal im Blumenorakel Ich liebe ein Mädgen [
Käthchen Schönkopf], ohne Stand und ohne Vermögen, und jezo fühle ich zum allererstenmale das Glück das eine wahre Liebe macht GWBB1,60,18 Moors 1.10.66 [
Dorn:] Eduard und Leonore l. sich, und ich nähre gern diese keimenden Gefühle, da eine engere Verbindung mir sehr willkommen wäre GWB9,150,19 Wette 1 that ich .. den Schwur, daß ein Mädchen, das ich liebte, auf das ich Ansprüche hätte, mir nie mit einem andern walzen sollte, als mit mir AA25,21 Werth
1 I Ich weis dass Sie mich l., ich spürs daran, dass Ich Sie so lieb habe GWBB3,178,20 ChStein 16.9.77 [
Gretchen, Blumenblätter abzupfend:] Er liebt mich — liebt mich nicht .. (Das letzte Blatt ausrupfend, mit holder Freude.) Er liebt mich! GWB14,159 Faust I 3181u3184 GWB49
1,69,15 Philostrat GWB27,357,9fu13 DuW 10 GWBB5,316,17 ChStein 29.4.82
uö im emphatischen u hyperbolischen Ausdruck: ‘jdn doppelt und dreifach/bis zur Raserei/für ewig/über alles/von (ganzem) Herzen/von ganzer Seele l.’ uä; häufig in Beteuerung, Subj öfter ‘Herz’ Sie würden sie doppelt und dreifach l., wenn nicht jede wahre Liebe an und für sich zehn- und hundertfach wäre GWB24,170,1 Wj I 9 Sie [
Adelheid] .. brennt für den edlen von Sickingen, sie liebt ihn biss zur Raserey GWB39,177,5 Götz
1 V Ich liebte sie für ewig! Ich gab mein ganzes Herz dahin GWB38,95,23 ErwElm
1 Ich begreife manchmal nicht, wie sie [
Lotte] ein anderer lieb haben kann, lieb haben darf, da ich sie so ganz allein, so innig, so voll liebe, nichts anders kenne .. noch habe, als sie AA93,1 Werth
1 II mein Herz rastet nicht dich zu l., ich komme nicht weg von dir GWBB5,283,5 ChStein 20.3.82 GWB27,111,14 DuW 7 GWBB7,274,2 ChStein [Nov83 Korr Fränkel
21,491] AA91,22 Werth
1 II
uö in verallgemeinernder Aussage u Reflexion; einmal metasprachl Zu der Zeit liebt sich’s am besten, wenn man noch denkt, daß man allein liebt und noch kein Mensch so geliebt hat und l. werde Gespr(He2,667) Riemer 27.6.11 [
Maria mBez auf ihre Klosterschule:] Man lehrte mich .. Mädgen wenn sie liebten [l-de Mädchen GWB13
2,279 Götz
3 Var], seyn schwächer als Simson nach dem Verlust seiner Locken GWB39,41,17 Götz
1 I ein Philister .. : feiner junger Herr, l. ist menschlich, nur müßt ihr menschlich l.! Theilet eure Stunden ein, die einen zur Arbeit, und die Erholungsstunden widmet eurem Mädchen AA13,31 Werth
1I Was rechte Weiber sind sollten keine Männer l., wir sinds nicht werth GWBB3,69,1 Gfin Stolbg 20.5.[76] [
der alte Diener Johann über das Verhalten des jungen Paares:] Wenn das l. heißt! wenn das bei vornehmen Leuten Gebrauch ist, so gelobe ich .. meiner Friederike ganz einfach zu betheuern, daß ich sie lieb habe GWB9,157,18 Wette 3 Gespr(He2,250) Riemer 13.8.07 Gespr(He2,543) Riemer 2.7.10
uö β
‘l-des Paar’ u ‘die L-den’ öfter iSv Liebespaar, je einmal ‘immer l-d sein’ u ‘ein L-des’ (für eine Geliebte od verliebte Frau); PartPrät (subst) öfter in der (brieflichen) Anrede, mehrfach ‘das Geliebte(ste)’ uä für die (über alles) geliebte Person Blick und Händedruck .. | Sylben köstlichen Sinns wechselt ein l-des Paar GWB1,250 Vs 270 RömEleg XIII Olympia .. ist .. leise aufgetreten, sie tritt nun lachend zwischen die L-den GWB38,476 ErwElm
1 Regiebem Var [
Margrethe zu ihrem Bräutigam:] So muß ich’s auch wohl leiden, | Wenn du nur immer l-d bist, | Und wir uns nimmer scheiden GWB13
1,147 NachspIffland,Hagestolzen 250 wenn ein L-des dem Geliebten irgend einen Gegenstand zusendet, so muß der Empfangende sich das Wort aussprechen, und suchen was sich darauf reimt GWB7,125,1 DivNot Blumen uZeichenwechsel Meine geliebteste Freundin, Noch immer so munter .. so unbarmhertzig einen Leidenden auszulachen GWBB1,167,2 Käthchen Schönkopf 1.11.68 Lebe wohl du stündlich Geliebteres GWBB6,262,15 ChStein 2.4.84 GWB40,115,8 ÜbProserp GWBB6,264,5 ChStein [13.4.84]
uö(sehr häufig) γ
‘das, jds L.’: (jds) leidenschaftliche Zuneigung, Liebe zu jdm; nach orientalischem Vorbild auch von der (in die Rose verliebten) Nachtigall; je einmal ‘Talent des L-s’ u (vom Dichter) ‘eigensinniges L.’ Eine zarte liebenswürdige Frau hegte im Stillen eine Neigung zu mir .. erst nach ihrem Tode .. erfuhr ich das geheime himmlische L. GWB28,120,3 DuW 12 [
Bätely zu Jery:] Der du ganz dein Herz geschenkt, | .. Oft wie hat sie dich beleidigt .. | Hat dein L. sich geendet, | Hat dein Herz sich weggewendet, | Überlaß mich meiner Pein! GWB12,31,22 JeryBätely Hör’ und bewahre | Sechs Liebespaare .. | Hast du sie wohl vermerkt, | Bist im L. gestärkt GWB6,49 Div Musterbilder 16 Liebe leidet nicht Gesellen; | Aber Leiden sucht und hegt sie .. | Einsam oder auch selbander, | Unter L., unter Leiden, | Werden vor und nach einander | Einer mit dem andern scheiden GWB3,234 ZXen I 98 [
Eduard über Ottilie:] Bisher war alles in meinem Leben .. nur Zeitverderb, bis ich sie kennen lernte, bis ich sie liebte .. Ich will den sehen, der mich im Talent des L-s übertrifft GWB20,189,7 Wv I 18 GWB6,139 Div An Suleika 11 GWB6,35 Div Anklage 10
uö e
als Empfinden einem (Lieblings-) Tier gegenüber, auch in Rivalität zum Menschen; mehrfach im vergl Zshg [
Dorothea:] Es trieb mich .. zu sehen .. ob sich [
beim Brand] die Hühner gerettet, | Die ich besonders geliebt; denn kindisch war mein Gemüth noch GWB50,202 HermDor II 131 Wundern kann es mich nicht, daß Menschen die Hunde so l.; | Denn ein erbärmlicher Schuft ist, wie der Mensch, so der Hund GWB1,324 Vs 341 VenEpigr 73 wie wir einer höhern Absicht .. das Geringere zum Opfer darbringen, ob es uns schon am Herzen liegt, wie man ein geliebtes Schaf für die Gesundheit eines verehrten Vaters gern und willig zum Altar führen würde GWB22,34,17 Lj VI SchöneSeele [
Sinclair:] Mad. Seyton .. liebt ihr artiges Windspiel besonders. [
Seyton:] Und dieses Geschöpf muß besonders mir, dem Gemahl, sehr lieb und wichtig sein .. Es beweis’t .. daß solche Geschöpfe die Neigungen ableiten GWB18,284,1 GutWeiber Kein Wunder, daß er dich bei keinem Feste leidet, | Da er .. | Den Vogel den du liebst, als Nebenbuhler haßt GWB9,5 LauneVerl 51 GWB14,105 Faust I 2213
uö 2
jdm gewogen sein, jdm seine Gunst schenken, auch: Sympathie (u Bewunderung) für jdn empfinden; vereinzelt ‘sich jdn l.’, auch iSv jdn schätzen od jdm den Vorzug geben; oft in Höflichkeitsfloskeln, insbes im Verhältnis vom Herrscher zum Untergebenem; Part Prät öfter iSv beliebt, populär Der Minister liebt mich seit langer Zeit, hatte lange mir angelegen, ich sollte mich irgend einem Geschäfte widmen AA62,12 Werth
2 II Ich liebe mir den heitern Mann | Am meisten unter meinen Gästen: | Wer sich nicht selbst zum Besten haben kann, | Der ist gewiß nicht von den Besten GWB2,282 MeineWahl 1 von der Bangigkeit die sie [
die Landesstände] für das Wohl ihrer verehrtesten und geliebtesten Landes-Herrschaft .. empfinden A1,344,2 Promem 16.2.85 [
Guilbert zu Marie:] dein Bruder .. ist verloren .. Mörder dieses geliebten Höflings [
Clavigo]! GWB11,86,12 Clav III GWB42
1,71,5 Willkommen! 5 [G/Riemer]
uö 3
sexuell begehren (u jdm entsprechende Avancen machen), auch: mit jdm geschlechtlich verkehren (öfter verhüllend); vereinzelt ‘der L-de’, ‘das L.’ uä In der heroischen Zeit, da Götter und Göttinnen liebten, | Folgte Begierde dem Blick, folgte Genuß der Begier GWB1,236 Vs 49 RömEleg III Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt; | Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt GWB1,168 Erlkönig 25 [
Mephisto über das Hexentreiben:] Da sieh nur hin! .. | Man tanzt, man schwatzt, man kocht, man trinkt, man liebt GWB14,204 Faust I 4058 [
Charlotte an Eduard:] Gedenke jener nächtlichen Stunden, in denen du deine Gattin abenteuerlich als L-der besuchtest, sie unwiderstehlich an dich zogst, sie als .. eine Braut in die Arme schlossest GWB20,195,2 Wv I 18 GWB53,15 Vs 123 VenEpigrNachtr 35 GWB1,225 Braut vKorinth 178
uö in spöttischer Anspielung auf JKMansos Buch ‘Die Kunst zu lieben’ (u damit auf Ovids ‘Ars amatoria’); ‘eine Wolke l.’ (in Anspielung auf Ixions Annäherungsversuch an Juno) Die Kunst zu lieben. | Auch zum L. bedarfst du der Kunst? Unglücklicher Manso, | Daß die Natur auch nichts, gar nichts für dich noch gethan! GWB5
1,210 Xen 35(319) GWB17,62,14 TriumphEmpfindsamk V 4
etw gern tun od (unbedingt) an etw festhalten wollen a
eine Vorliebe od Schwäche für etw haben, an etw Gefallen finden od etw gewohnheitsmäßig tun, gelegentlich mit der Nuance: einer Sache den Vorzug geben; negiert auch iSv ablehnen, häufig mit Inf-Konstruktion, oft ‘sich etw l.’ sowie PartPrät (mit Poss Pron); auch im bildhaften Zshg was für Speisen und wie er sie liebte, hatte sie schon genau bemerkt GWB20,78,10 Wv I 7 Die Jugend verschlingt nur, dann sauset sie fort; | Ich liebe zu tafeln am lustigen Ort, | Ich kost’ und ich schmecke bei’m Essen GWB1,124 Gewohnt,getan 17 die Baronesse .. liebt die Jagd nicht, | Liebt nicht, daß vor ihren Augen | Man tödte GWB12,233 UnglHausgenossen 217f Winter .. | Und kommen die weißen Flockenschaaren, | Da lieb’ ich mir das Schlittenfahren GWB3,167 Der Narr epilogirt 20 Er saugt begierig am geliebten Rohr, | Es steigt der Dampf an seiner Stirn empor GWB2,143 Ilmenau 63 GWBB1,109,24 Cornelia [12.]10.67 GWB18,201,4 Unterhaltungen GWB53,12 Vs 79 VenEpigrNachtr 20
uö b
(existentiell) an etw hängen od auf etw angewiesen sein; einmal im Trinkspruch [
Amenaide:] Den Tod erblick’ ich den man mir bereitet. | Ach! und ich seh’ ihm nicht mit kühner Stirn .. entgegen. | Das Leben lieb’ ich GWB9,396 Tancred 795 [
Sophie über den versteckten Söller:] Er ändert sich gewiß. | [
Wirt:] Muß er’s so lang verschieben? | [
Sophie:] Das ist nun Jugendart. | [
Söller, trinkend:] Ja, Fiekchen, was wir l.! GWB9,43 Mitsch
3 28~DjG
31,360 Mitsch
2 30 GWBB24,129,21 Knebel 5.2.14
uö (anthropomorphisierend) von Pflanze u Tier bzw einzelnen Organen, mBez auf etw für Wachstum u Gedeihen Unentbehrliches od Vorteilhaftes; mehrfach im Vergl die .. Pflanze [
Anthericum comosum] .. will mehr kühl als warm stehen, scheint eine feuchte Atmosphäre zu l., Licht, ohne gerade Sonne zu verlangen GWBB44,34,19 Sternbg 22.3.28 die Wurzel sucht die Nässe und liebt die Finsternis, jene ist nöthig zu ihrer Nahrung, und in dieser entwickeln sich ihre Theile mit einiger Freiheit GWBN7,337 Versuche übWachstum dPflanze Plp [
Einfluß der vier Elemente auf Extremitäten u Verhalten der Nagetiere] das Geschöpf .. zeigt .. sich schweineartig im Ufersumpfe, als Biber sich an frischen Gewässern anbauend; alsdann .. gräbt sich’s in die Erde und liebt wenigstens das Verborgene, furchtsam-neckisch .. sich versteckend GWBN8,249,13 SkelNagetiere [
Handelsmann:] Und wie geht es mir nun? der ich bisher wie ein Fisch das Wasser, wie ein Vogel die freie Luft geliebt, da ich mich in einem Gebäude .. bei einer schönen jungen Frau eingesperrt habe? GWB18,165,12 Unterhaltungen So liebt die Lerche | Gesang und Luft, | Und Morgenblumen | Den Himmelsduft, | Wie ich dich liebe GWB1,73 Wie herrlich leuchtet 25 GWBN6,417,27 MetamIns
uö 5
spirituell, geistig od ethisch wertschätzen, (enthusiastisch) verehren, von etw (jds Vorgehen, Werk) sehr angetan sein a
als relig inspiriertes Verhalten, Verlangen, Tun, insbes im Ausdruck der verehrenden, inbrünstigen Hingabe des Gläubigen; mehrfach mit bibelsprachl Hintergrund, einmal ‘l-des Herz’ daß ich .. keine Seligkeit zu hoffen habe, als die mir von der ewigen Liebe Gottes mitgetheilt wird, die sich in das Elend der Welt mischte und auch elend ward .. Und so lieb’ ich Jesum Christum, und so glaub’ ich an ihn GWB37,157,21 BriefPastors [1773] Jenes wunderliche Wort [
von Spinoza1)]: Wer Gott recht liebt, muß nicht verlangen, daß Gott ihn wieder liebe .. erfüllte mein ganzes Nachdenken GWB28,288,20 DuW 14 [
Montan über den Kreuzstein:] Man freut sich mit Recht, wenn die leblose Natur ein Gleichniß dessen, was wir l. und verehren, hervorbringt GWB24,48,17 Wj I 4 [
Mahomet:] Hebe, l-des Herz, dem Erschaffenden dich! | Sey mein Herr du, mein Gott! Du allliebender, du | Der die Sonne, den Mond und die Stern | Schuf, Erde und Himmel und mich GWB39,189 MahometFragm 17 GWB6,91 Div Suleika spricht 4 GWB53,361 DivNachtr das Wissen bläset auf 7 GWB14,42 Faust I 758
uö b
geistig, insbes intellektuell od ästhetisch hochschätzen, von etw/jds Arbeit, Methode eingenommen sein, auch: (als Forscher) auf etw Wert legen, etw/jdn favorisieren, als mustergültig bewundern uä [
betr einen kritischen Aufsatz über Goethes Farbenlehre] Liebte man die Wissenschaften nicht um ihrer selbst willen, so müßten sie einem solche Mitarbeiter auf ewig verleiden GWBB23,478 [Döbereiner] [10.12.12] K Wenn man die Mathematik verehren und l. will, so nähere man sich ihr, wenn sie sich mit Astronomie abgiebt GWBB23,145,13 CarlAug 14.11.12 K Der Beobachter muß mehr das Ordnen als das Verbinden und Knüpfen l. GWBN11,43,2 BeobachtgDenken ich wendete mich [
als Student in Leipzig] .. gegen die geliebten Alten [
der Antike], die noch immer, wie ferne blaue Berge .. den Horizont meiner geistigen Wünsche begränzten GWB27,191,16 DuW 8 GWBB36,443,12 Sternbg 12.1.[23] K GWBB22,66,22 Zelter 18.3.11 GWBB23,7,21 Jacobi 10.5.12
uö in der bildenden Kunst u Poesie öfter mBez auf Konzeption, Vorgehensweise, eine bestimmte Manier od das Sujet Undulisten. Unter diesem Namen wurden diejenigen [
Künstler] bezeichnet .. die das Weichere und Gefällige ohne Charakter und Bedeutung l., wodurch denn .. höchstens eine gleichgültige Anmuth entsteht GWB47,200,6 Samml 8 Bei Paul Brill mildert sich dieses [
Manierismus in den Landschaftbildern], ob er gleich noch immer hohen Horizont liebt und .. an Mannigfaltigkeit es fehlen läßt GWB49
2,246,14 LandschaftlMalerei [1824?] man muß sich [
beim Wiederaufbau zerstörter antiker Städte] ganze Gespanschaften von Künstlern denken, die das untere Italien gleichsam überschwemmt und eingenommen und außer einem von ihnen geliebten und geübten Styl nichts aufkommen lassen GWB49
2,214,22 Zahn,Pompeji Plp [
Architekt:] Schmal-Pfeiler lieb’ ich, strebend, gränzenlos; | Spitzbögiger Zenith erhebt den Geist GWB15
1,80 Faust II 6412 GWB30,250,1 ItR Gespr (He3
1,560) Pleyer [Aug 22]
uö c
ethisch: pflichtbewußt, aus Gewissensgründen etw für gut u geboten halten, unbedingt tun wollen; sich gern, aus freien Stücken von bestimmten Normen, Idealen leiten lassen, sie hochachten u aufmerksam befolgen; öfter mBez auf Abstrakta wie ‘Pflicht’ u ‘Gerechtigkeit’; mehrfach in Betonung der persönlichen Autonomie Pflicht: wo man liebt, was man sich selbst befiehlt GWB42
2,214,21 MuR(829) Der Friede herrscht im unbegränzten Lande .. | Nun liebt der Mensch der Ehrfurcht hehre Bande, | Er fühlt sich frei, wenn er gebändigt lebt GWB16,225 Maskenz RomantPoesie 173 Man spürt .. einen Zwiespalt .. indem der Vater nach der Herrschaft strebt, der Sohn aber die sogenannte Freiheit .. der Bürger zu l. scheint GWB40,321,8 Üb:Böhlendorff,Ugolino [
Panther:] Und will es unser Gebieter, | Wollt ihr Herren es leiden, daß so des Königs Friede .. von einem Diebe [
Reineke] verhöhnt wird; | O so wird der König .. noch späten | Vorwurf hören von Leuten, die Recht und Gerechtigkeit l. GWB50,7 ReinF I 83 das Mädchen [
Dorothea] kam, vor dem Vater sich .. | Neigend, und .. | Sprach: .. Wozu die Magd sich verpflichtet, | Treu, zu l-dem Dienst, den soll die Tochter euch leisten GWB50,264 HermDor IX 235 GWB15
1,10 Faust II 4775 GWB5
1,155 ZXenNachl IX 981
uö bibelsprachl u in Anlehnung an Bibelworte: ‘seinen Nächsten l. wie sich selbst’, ‘Kin(der)lein lieb(e)t euch!’, ‘seine Feinde l. sollen’ (in sprachreflexivem Zshg) uä; in Berührung mit 1 [
Prediger:] Eine solche Ergebung in den Willen Gottes .. wäre .. unfruchtbar geblieben, wenn der fromme Jüngling [
Rochus] nicht seinen Nächsten so wie sich selbst, ja mehr wie sich selbst, geliebt hätte GWB34
1,40,13 Rochusf indem ich das Testament Johannis als das meinige .. ausspreche und als den Inhalt aller Weisheit einschärfe: Kindlein, liebt euch! GWBB43,224,2 Carlyle 1.1.28 daß mir bei jener großen Forderung: man solle seine Feinde l., das Wort l. gemißbraucht oder wenigstens in sehr uneigentlichem Sinne gebraucht scheine GWB36,283,5 BiogrEinzh Kotzebue GWB17,306,18 Bürggeneral 14 GWB50,107 ReinF VIII 104
uö d
übergreifend (u in Berührung mit anderen Bedeutungspunkten) als eine der fundamentalen seelisch-geistigen Aktivitäten, Verhaltensweisen, Einstellungen od Befindlichkeiten des Menschen, insbes hinsichtlich Empathie u Antriebskraft; öfter kontrastiert od koordiniert mit ‘hassen, begehren, verehren’ od ‘leben, wirken’ Leben muss man und l.; es endet Leben und Liebe. | Schnittest du, Parze, doch nur beiden die Fäden zugleich! GWB1,350 VierJahresz 37(567) L. und Hassen, Hoffen und Fürchten sind .. differente Zustände unsres trüben Inneren, durch welches der Geist entweder nach der Licht- oder Schattenseite hinsieht .. Blicken wir .. nach dem Lichte hin, so l. und hoffen wir GWBT3,213,24u214,2 v 25.5.07 Wir sind Sensualisten, so lange wir Kinder sind; Idealisten, wenn wir l. und in den geliebten Gegenstand Eigenschaften legen, die nicht eigentlich darin sind Gespr(FfA II 12,310,30) Eckerm 17.2.29 Die Absonderung des Sinnlichen vom Sittlichen, die in der verflochtenen cultivirten Welt die l-den und begehrenden Empfindungen spaltet, bringt .. eine Übertriebenheit hervor, die nichts Gutes stiften kann GWB28,211,4 DuW 13 GWBN11,130,18 MuR(573) GWB4,187 Felsweihegesang 19 GWB38,5 Concerto dramat 53
uö 6
von kosmisch-dynamischen Kräften od der Natur u ihren Phänomenen (bes hinsichtlich Attraktion u Polarisation): mit Nuancen wie (harmonisch) zueinanderfinden, auf (fruchtbare) Vereinigung dringen Auf that sich das Licht: so trennte | Scheu sich Finsterniß von ihm .. | Da erschuf er [
Gott] Morgenröthe | .. Sie entwickelte dem Trüben | Ein erklingend Farbenspiel, | Und nun konnte wieder l. | Was erst auseinander fiel GWB6,189 Div Wiederfinden 31 Sie [
die Natur] liebt sich selber und haftet ewig mit Augen und Herzen ohne Zahl an sich selbst. Sie hat sich auseinandergesetzt um sich selbst zu genießen. Immer läßt sie neue Genießer erwachsen, unersättlich sich mitzutheilen GWBN11,7,4 Natur [Tobler?] Hell und Dunkel, Licht und Schatten | .. Die beiden l. sich gar fein, | Mögen nicht ohne einander sein. | Wie ein’s im andern sich verliert, | Manch buntes Kind sich ausgebiert GWB3,355 ZahmXen VI 1658 GWB53,447,1 Aus Notizb
uö(selten) Horst Fleig H.
F.