gross
Rhfrk
-ōs [in einigen Orten an der uNahe
-ū-]; Mosfrk, Rip
-ū:- [Trier Stdt
-ū- prä
d.;
-ū:s(ə) attrib.]; SNfrk
-ū·ə.t [hier u. da
-ūə-, z. B. MGladb-Schelsen]; NBerg, Ruhr
-ū:-, –ū·ə.-, –ō·ă.-, –ū·ă.-, –ō-; Klevld
-ō- (
s. genauere Abgrenzung bei bloss); Steigerung Rhfrk
-ēsər, –ēšt, –ēst; Mosfrk
-ī:sər, –ī:st; Rip
-ȳtər, –ȳts(tə); doch hört man auch
-ȳsər u.
-ū:- [NLRip
-ytər, –yts(də)]; Eup
-ū·ə.tər, –ǫtste; SNfrk
-øtər, –ød-, øts(tə) u.
--; Berg, Ruhr
-ødər, –øts(tə); Klevld
-ødər, –øts(tə) [
-dər w. Ruhrort-Waldsum Hamborn Stockum Ruhrort u. w. Rees-Dierfordt Lackhsn Wackenbr Spellen Meer Ork;
-ōt- w. Rees-Frasselt]: 1.
Adj. wie
nhd. a. nicht klein. α. von Dingen. RA.:
Gr. wie en Karrenrad, — en Plogsrad, — en Tuərn (Turm) Rip, Allg., —
der Paradeplatz Düss-Stdt, —
et Lütterkuser (Lüttringhsn)
Dorp Lennep-Ronsd, —
ne Abtrittsdeckel (etwa von einem Schweinekotelett) Kobl, Düss-Stdt, Neuss, Rees, —
en opgerichte Meisdrek sehr klein Bitb-NWeis;
net grüəsser äls ene Bureschong (Bauernschuh) Aach, —
en Ert (Erbse) SNfrk;
ech han nit en Kopp wie der Dom su gr., für alles ze behalen Wippf-Bechen.
Alles, wat tu gr. ös, dög (taugt)
nit Kemp.
Te gr. on te kleng (klein)
es der Mote (Mass)
geng Remschd.
Beter te gr. as te klein z. B. ein Kleid Mörs-Orsoy, Rees.
De Klenen (etwa die Kartoffeln)
sind döt Johr all nit gr. Elbf, Rees.
Gr. un klen, wie se der Hert (Hirte)
zum Dor enausdreibt sagt die Frau witzig zur Magd, die fragt:
was vor Grombire sall ich donn brenge? Saarbr.
Zwei klenge machen e gr., zwei wennige e völl Aach. —
Ebbes gr. sehr
gr.;
emol gr. recht
gr. Rhfrk. —
Et Maul gleich so gr. ofreissen; gr. schreiwen mit
gr. Buchstaben Rhfrk, Allg. RA.:
Der schreibt sich selwer gr. denkt oft an sich Birkf.
Die et Kreiz eso gr. machen, fir denen muss mer sich hiden Mos.
Klein anfange on gr. ophöre Mörs, Rees. — Etwas
grüsser mache vergrössern (räumlich); auch etwas schlimmer darstellen Rip, Allg. —
En klen Haus voll es besser als wie en gr.ət holl Eif.
Et os dock (oft)
e klene Vouəl (Vogel)
on (in)
em gr.ən Nost (Nest) Prüm-Ihren.
Je klender de Kaffepott, desto gröter de Schnut; je ruppiger de Hongk, desto mehr Flöh hät he Kref-Lank, Rees.
En gr.ə Bam wird iəhder gesehn be en klane May-Trimbs.
E klenen Helligen an (in)
er gr.ər Kirch sen unbedeutender Mensch Bitb;
gr.ə Kirche nn klein Hellige Köln;
dat es en gr.ə Monstranz on e klen (wennig) Helligdom grosse Veranstaltungen mit wenig Inhalt oder Erfolg,
z. B. grosse Fleischschüssel mit wenig Fleisch Rip, Nfrk.
En gr.ə Lüət (Leuchte)
en wennig Let (Licht) Aach, Verbr.
En klane Bauch mat (mit)
gr.ən Eken hat der, der guten Appetit hat Bitb.
De ös mar got, für gr.ə Bruər (Brote)
klen te make für nichts tauglich SNfrk.
Wenn mer jongk es, ment mer, de Welt wör ze klen; wenn mer alt es, send vier Breər (Bretter)
noch ze gr. Jül-Tetz.
Wer sich dat grösste Stöck Fleisch von der Schössel nimmt, es ene Flegel, wer sich dat kleinste nimmt, de es eine Esel Köln.
Jet an de gr.ə Klock hange Rip, Allg.
En gr.ə Schauer (Scheune)
zeigt en reiche Bauer May-Polch.
Gr.ə Schüren sind baufällig Sol.
Der hät su gr.ə Schohn an, dat en Bur stohns Foss dren stirve kann Neuw-Linz.
Nu es et grütste Stöck et bes wenn etwas Essbares zerbricht Sieg-ODollend.
E Brut es su gr. wie de ganz Welt; wat es grüter? Den Backowen Prüm-OÜttf. — Von Gliedmassen;
Ben (Beine)
su gr. (lang) wie en Overuhr;
en Kopp su gr. wie en Kegelklotz;
e Mul su gr. wie en Säuschnüss usf. Rip, Allg. RA.:
En gr.ə Orsch (Fott)
moss ach en gr. Bocks hon (
s. Arsch, Futte) Bitb.
De Augen se (em) grosser wie de Bauch (
s. Auge) Trier, Allg.
Do köt de Mann met de gr.ə Mul (
s. Maul) der Wind, wenn er bläst Sieg-NDollend.
Dau host noch gressere Ohre as de Isel (
s. Ohr, Esel) Simm.
Klen Kenger (Kessel, Pött, Döppen) hant gr.ə Uhre man darf in Gegenwart kleiner Kinder nicht alles sagen; denn sie verstehen alles Rip, Allg.
De gr.ə Fenger Mittelfinger Allg.;
de gr.ə Tehf (Zehe) dicke Zehe Nfrk, sonst
decke Zih. — β. von Pflanzen;
gr.ə Bohn vicia faba Klevld, sonst
decke Bunn;
drij gr.ə Bohne sind nit so gut as en Mull voll drög Brot Mörs-Rheinbg;
gr. Farekrütt Adlerfarn, pteridium aquilinum Geld-Schravelen:
gr.ə Maiblom vielblütige Weisswurz, polygonatum multiflorum MGladb-Giesenk;
gr. Magritchen, gr. Magriteblum Wiesenwucherblume, chrysanthemum leucanthemum Saar, WEif:
gr. Jannsblom dass. Daun-Üdersd;
gr. Mädchesbl. dass. Wittl-Reil;
gr.ə Kiesbl. (Käse-) dass. MGladb-Rheydt;
gr.ə Kamellebl. dass. Kref;
gr. Mattesbl. dass. Ahrw-Walporzh;
gr.ə Maisütjes dass. Rees-Brünen;
gr.ə Maisüntjes Emmerich;
gr.ə Madsöss-che Bergh-Blatzh. — Von Tieren;
gr.ə Krähj Rabenkrähe Geld;
gr.ə Raf Geld-Leuth;
gr.ən Üll Waldohreule Geld-Schravelen;
gr.ə Kranzvogel Misteldrossel
ebd.;
gr.ə Beiefreter Kohlmeise
ebd.;
gr.ə Möv Lachmöve
ebd. RA.:
Der Esel es gröter as der Stall ein unbescheidener Mensch Remschd (
s. Esel).
We genen gr.ən Hond kann halden, mott sech en Höndjen halden Klev, Rees.
Die klene Fisch krieə Wasser, un die gr.ə lehre schwimme wenn es regnet Simm-Horn.
So stott (stosst)
de gr.ə op Sit, dann kriegen de kleine ok wat gesagt, wenn einer sich kratzt Rees. — γ. vom Menschen, hoch gewachsen Allg. RA.:
Su gr. un stark we de Kreschtoffel em Dom Köln; scherzh.
su gr. wie ene Kiəs (Käse) Eup, —
en Kouhfladder Saarbg-Hamen, —
en Schobbe Milch in em bräde Häwelche Nahe, —
e Reider, wenn er uf em Gaul hockt ebd. Twe Junges tagge (zanken)
sich es (einst)
nett, wen de grötste Vader hätt; do fung den einen an te sägge: mi V. üs gr. es de Hegge; den aunere fung an te quike:
mi V. kann noch dröwer kike! MülhRuhr.
He es so gr., dat he ut de Dakrenne drinken kann Gummb-Stromb.
He ös gr., wenn he om Ösel (Esel)
setzt Monsch.
Den as och net jeden Dag gewoss (gewachsen),
sos wir he mih gr. gen Bitb-Ehlenz.
He üs su dumm, äs he gr. üs MülhRuhr, Allg.
Hen es e Kopp grisser wie eich Trier-Allg., —
es gresser wie sei Klärer (Kleider) Birkf.
Van Brot wörd me gr., van Weck fällt me in de Heck Klevld. —
Klen on wacker baut der Acker; gr. on ful verderft der Bur Monsch, Schleid, Eup;
klein on kregel führt de Regel; gr. on plomp, dat lött (lässt)
lomp; äwer de Meddelmot, die ziert de Strot (Strasse) Mörs;
gr. on langk, dat hat ken Gangk;
klen un deck hat ken Gescheck; Meddelmoss hat gut Geloss Wittl-Bruch;
klen on deck, zu allem gescheck; gr. on schlank, gar ke Stand Prüm-Ihren;
gr. on deck ös ongescheck Sieg-Hennef;
klein, flink un keck stüss Gr.ən en der Dreck Köln-Stdt.
Eve gr. en eve luəs (schlau) von mehreren Kindern, die gleiche Grösse haben Aach.
Ene gr.ə Mensch (Frau)
es en Ledder (Leiter)
en et Hus (en quoə (böse Frau),
die ös en Heck dröm) Geld, Mörs, Klevld.
Gr. Lett (Leute),
gr. Säk sie essen mehr als kleine Bitb-NWeis.
Wann die Klän nit wiren, hädden de Gr. ə kä Wert Saarbg-Nittel. —
En gr.ə Stang (Latz, Hoppestang) hageres Weib Allg.;
gr.ər Mann Mittelfinger Simm-Ellern. — b. von einer Menge, viel Allg. RA.:
Su klen, su gr. ist der Wasserstand des Rheines einmal sehr niedrig, wird er im Laufe des folgenden Jahres sehr hoch Sol-Rheind.
He geiht no der gr.ə Pouhl (Pfuhl) wo die grossen Schnapsgläser sind Eup.
Mer mosse noch üver de gr.ə Bach über den Rhein setzen Rip (
s. Bach). —
En Gr.ər grosses Glas Schnaps Hunsr, Kobl. Westerw, Sieg, Wippf, Duisb, Rees;
den derde (dritten)
Gr.ə in de Näck schlage Rees;
heut wur em Amt (Messe)
en Gr.ər ausgeschott gegen das Schnapstrinken gepredigt Altk-Wissen;
e Gr.ət ein grosses Glas Bier Allg.
Gr. maken Stuhlgang haben;
klein m. Urin lassen Mörs, Rees; sonst
et gr. Geschäf machen. — En gr.ə Haufe (Kupp, Mass udgl.) RA.:
Ene gr.ən Hop (Menschen, Gesinde)
ös ene fulen H. Kemp, Neuss, Rees.
Der Düwel kackt emmer op den grötsten Haup Sol, Allg. (
s. Haufen).
En gr.ə Koppel Kenger ös der Senge (Segen)
en et Hus, ävel se haute (halten)
ene de Noppe van der Rock Kempld. — c.
de Botter es gr. sie bildet sich, klümpert sich Klevld. —
d. von der Frau, schwanger;
se kennt gr. doher Trier-Kenn;
gr. gohn Selfk. — e. vom Menschen, erwachsen; dabei wird an die körperliche Grösse nicht immer gedacht;
der Gr.ə (
Gruət Eup) ist der ältere Sohn, der Erstgeborene, im Nfrk auch
der Jong genannt, auch wenn er erst 5—10 Jahre alt ist, im Gegens. zu den
Klenen, den jüngern Kindern; der jüngste ist
der Klen, u. wäre er auch selbst gegen den Erstgeborenen,
den Gr.ən, ein Riese; der jüngere Bruder sagt:
wart, ech rofe mengen gr.ə Broder, der sall et dir sagen! Rip, Allg.;
de Gr.ə oder
de gr.ə Jonge (Mädchen) die Schüler der obern Schulklasse, die
en de gr.ə Schull bei de gr.ə Lihrer (selbst wenn er sehr klein ist)
gohn on em gr.ə Leseboch lihre oder
en der gr.ə Fiebel (em decke Leseboch) setze Rip, Allg.;
de gr.ə Sij (Seite) in einer Elementarschule mit mehreren Abteilungen diejenige Seite, auf der die älteren Jahrgänge sitzen, im Gegens. zur
kleng Sij Aach, Rees. —
De Gr.ən sind all üt de Kerk die Erwachsenen Nfrk, Allg.;
gr. on klen alle Welt Allg.;
en gr.ə Lich Leiche eines Erwachsenen Rip, Allg.;
de gr.ə Maid (Magd) im Gegens. zur
kleinen M. Klevld. —
Klen gewönnt (gewöhnt),
gr. verdorve Monsch-Rollesbr.
Dau kans gr. gen! zu einem, der lange schläft Bitb.
Mer is doch nit hinner de Heck gr. wore! kein Bankert oder Kesselflicker Simm-Horn.
Wej sünd jo all in enen Pott gr. geworden Ess.
Em Dreck mott mer gr. werden Wermelsk.
Va Bruət wösch de gr. Heinsb. —
Gr. were (gen) Pate werden Hunsr, Eif, Westerw, OBerg;
gr. stohn Berg;
enen fir gr. hollen zum Paten nehmen Eif. —
Wann ik gr. sin, dann gohn ik traue (heiraten) Klev, Allg.
Wannt gei gr. sit, dann sölle se ow nit froge, wat gei klein gedragen häbbt Geld, Mörs, Rees.
Gr. genog böste (wörschte) dofür (dozo)! fähig zu solchen Streichen u. Unverständlichkeiten Rip, Allg.;
he es gr. genug för enen Geck Rees-Ringenbg;
eich san (sein)
gr. genug fir e (ein)
Neischtnutz, fir zwein kann ich doch nit gellen (gelten) sagt der kleine Mensch Saarbg-Soest. —
Lever ene Stall Ferke gr. trecke wie üch Lömmels; die send wennigstens röhjeg, wenn se stif fresse send! Aach-Merkst.
Me kann eher en Kalf gr. kriege sonder danze, as en Kend sonder schraue Klev-Goch, Rees.
De Kinder sin gr., Vadder en Moder, was gej mar dot! Klevld (
s. weitere Belege bei Kind). Niest ein Kind, sagt die Mutter:
Gott segent ouw met hondertdüsend Daler, weij (wenn)
gr. sit, en met den Hemel, weij dot sit! Rees. — 2. stark, bedeutend. a.
Adj. α. von Dingen u. Verhältnissen;
en gr. Geschäf, Sach, Gewidder, Glöck udgl.;
en gr.ə Ren (Regen),
Sorg udgl. RA.:
We et Kleine net mag, et Gr.ə net ach (achtet) Ahr, Allg.;
dij et Kl. nit acht, hät an't Gr. gen Macht Klevld, Allg.;
de et Kl.ə nit ehrt, ess et Gr.ə nit wert Köln-Stdt.
Dor es gene Quak (Gerede)
so gr., of in vertihn (14)
Dag spreckt hej sek dot Klev.
Et os ke Schad esou gr., et os e klenen Notzen darbei Prüm-Ihren.
Kort van Memorie (Gedächtnis)
es en Teiken (Zeichen)
van gr. Verstand Klev, Rees. —
E gr. Stöck op enge (einen)
haue (halten) Aach, Allg.
En gr.ə Stan (Stein)
em Brett bei anem han gut angeschrieben sein Kobl, Allg.
En Gr. loslossen stark lügen, aufschneiden Saarbg-Castel.
Gr. Hoəp (Hoffnung)
verdörft net SNfrk.
Je hüher dat Hus, je grösser dat Krütz (Leid)
drop Köln.
Wo klener den Himslappen, wo grosser de Gickes (Stolz) Trier-Mehring.
Wie groter Schelm, wie groter Glöck Heinsb-Süsterseel, NBerg.
Dat es ener, der och lever süht, dat de klen Arbet de gr.ə friss Rip.
Bat de ene net mag, os dem annere en gr. Sach Koch.
Eər läft (läuft)
de gv.ə Meschte (Misthaufen)
no den Mächtigen u. Reichen Birkf (u. viele a. RA.). — β. von Festtagen;
gr.ə Fasteloəvend die eigentliche Fastnacht im Gegens. zu
klein F. Montag vor der eigentlichen Fastnachtswoche Kref, Geld, Rees, Mörs;
gr. Sonndeg Fastnachtssonntag Geld-Straelen;
et löck (läutet)
gr. Mettag wenn es vor hohen Festtagen läutet Sieg-ODollend. RA.:
För alle gr.ə Fesdag geht der Düvel met der Sack öm Aach;
för gr.ə Firdag geht de D. op Stelten (Stelzen) Rees. — γ. von Menschen. αα. in seinen Leistungen bedeutend, meist von Unarten;
ene gr.ə Spetzbof (Necksnotz, Aff, Flappes, Lappes udgl.) Allg.;
dat ös och noch en gr. Weit (Kind) vom kindischen Erwachsenen Kemp, Allg.;
in 't Schwätze biste gr., äwer nit in 't Ärbeien Mörs, Allg. RA.:
Je grisser den Neistnotz, desto gresser et Gleck Bitb.
Wu kleiner de Jonker, wu groter de Pronker Rees.
Klein en kregel es beter as en gr.ə Flegel Klevld. — ββ. reich, angesehen, mächtig;
en gr.ən Her, Bur (gew.
decke B.),
en gr. (huh) Dier Rip, Allg.;
de gr.ə Laden Merz;
use Kinnek es e gr.ə Man Prü
m. RA.:
De Gr.ən hun och at hir Gebiər Beschwerden Merz-Saarhölzb;
Wenn de Gr.ən all ör Not häbben, wat sallen dann die kleinen Lü anfange! Mörs.
De Gr.ən friət (frisst)
de Kleinen Ess.
Kleine stehle en Gr.ə stehle, mar Gr.ə et meiste Klev-Frasselt.
Die Gr.ə beissen sich net Kobl-Bend;
ene gr.ən Her beisst den annern net Prüm-Ihren.
De Gr.ə lett (lässt)
men lope en de Kleine hängt men Klev, Rees;
de klein Def (Schelmen), de hängt men, de gr.ən löt men loupen Sol, Allg.
Dem Gr.ə wich (weiche)
on hal dich greng, dat he dich net en et Onglöck brengk! Dür-Golzh.
Dat kann em mih Gr.ən geschehn Bitb.
Gr.ə Lü kenne sek on Bedelesch auk Mörs.
Gr.ə Lüs (Leute)
Kenger on klen Lüs Holt send früh gr. SNfrk.
Gr.ə Here, gr.ə Affäre Aach;
gr.ə H. hant lang Ärme Kref-Osterath;
gr.ə H. lossen op sech warde Sieg, Verbr.;
gr.ə H. dragen gr.ə Bocksen (Hosen) Geld-Nieukerk;
gr.ə H. on klen Wonder moss me en Ihre hale Dür;
gr.ə H. un schön Fraue ka mer denen (dienen),
äver net traue;
gr.ə H. es schlech borge; bei gr.ə H. ka mer sich wärmen, äver och verbrenne Köln-Stdt;
met gr.ə H. es net got Kirsche eisse, se werpen enem de Sten an de Kopp Rip, Allg.;
gr.ə H. Libelle, Wasserjungfer Aach.
Beister ne klengen H. äs ene gr.ə Kneət (Knecht) Aach.
Et os kene Düvel esu gr., he hät och noch ene Överdüvel gesagt, wenn man gegen einen ungerechten Vorgesetzten nicht ankommt Schleid.
De hät ene neəver sich gohn, de os noch grüəter wie he der hochmütige Emporkömmling
ebd., Neuss.
Ene wellt noch grüəter sen we de angere ebd., Allg.
Wo grosser de Heren, wo besser mat en harmeneren Trier-Mehring. — Auch folg. RA. gelten in übertr. Sinne von reichen, angesehenen Menschen:
Gr.ə Hönd bilte sich niet Klev, Geld, Rees.
De wellt mot de gr.ən Honne seche gohn on kregt de Ben net opgehoven Prüm, Allg.
Ene gr.ə Foss (Fuchs)
fend noch enen gröttern Mörs-Rumeln.
E gr. Hand hon viel Einfluss Saarbr, Allg.
Op gr.əm Fuss leawen Bitb, Allg.
Den het sech en gr.ə Bocks angetrocke er unternimmt mehr als er kann Kemp-Breyell. — γγ. stolz, prahlend, in best. Wend.;
hei hät et gr. in de Kopp Nfrk, Allg.;
den hat et gr. eam K. o klän em Sack Merz;
de hät ene Gr.ə em K. Schleid, Merz;
dem os der Gr.ə en de K. gefahre ebd.;
de hät der Gr.ən en MGladb, Heinsb;
der hät et gr. droppen (drauf) Berg;
der Grotts e jene K. Grössenwahn Eup;
sech gr. dohn prahlen, aufschneiden Rip, Allg. (Rhfrk mehr
dick);
den düht so gr., as wenn hej eine Prenz wör Klev, Rees;
moss dich net su gr. doh! Zell-Briedel;
de döht sich gr. möt seinen alen Sachen Altk;
sich gr. erausdeihn; sich gr. erausstreichen Merz;
gr. optredde Rip, Allg.;
den Gr.ən spielen (markieren) Allg.;
hea spielt de Gr.ən un hat ken eigen Hiam om Leif Bitb, Allg., —
on hei hät ken drög Schni Brot te eten Mörs, Allg;
der gr.ə Willem makiere Siegen, Neuss;
gr. met de Mull en necks op Sack Geld;
gr. am Maul un klen am (im)
Sak Trier-Schleidw;
sech gr. machen met jet sich rühmen;
die gohn sech gr. m. bei den Vorgesetzten sich anschmeicheln Rip, Allg.;
sech gr. drohn Malm-Bracht;
wat den gr. schwätz! prahlt Allg. — Auch in folg. Wend. mit übertr. Bed.;
e gr.ə Kopp machen hochmütig auftreten, Reichtum erheucheln Merz;
de hät en gr.ə Mul (Mulwerk, Schnüss, Schnut), äver nüs (wennig) dren Rip, Allg.;
e gr. M. fihren Mosfrk;
emmer et grütste M. han Rip, Allg.;
de hät e gr. M. am Kopp on dann keine Röck em Hemb Ahrw-Sinzig;
we de gröttste M. hät, hät et gröttste Reit (Recht) MGladb;
de hat gr.ə Rosinen em Kopp Verbr., —
gr.ə Bohnen Wesel, —
gr.ə Stange em K., awer ka Buhne dobei Westerw, —
gr.ə Ferz em K. Kobl, Allg.;
allerlei gr. Dinger am (im)
Kopp han Bitb, Allg.
Wo armseliger, wo grosser den Tonen Trier-Mehring;
et gr.ə Wort fihre Mosfrk;
mach doch net su gr. Verzehlche (Erzähl)
! Kobl;
de mächt gr. Sprich Daun-Steinborn, Birkf
(kloppt), — gr.ə Spring Boppard, Allg., —
gr. Geduhns Bernk-Lieser, Allg., —
gr. Gedengs (Geschess) Merz;
en gr.ə Behei on wenig drop (necks en de Täsch, en Ei op de Kar) Mörs;
gr.ə Rede spucken Kobl-Weissenthurm;
gr.ə Bogen speien Schleid;
de schnickt (schneidet)
met em gr.ən Metzer Wermelsk. — b.
Adv. sehr, viel, überhaupt. α.
de well och noch gr. Recht ()
han; solle mer dat noch iərsch gr. opschrive! soviel Umstände mit Aufschreiben machen;
de moss sech noch gr. ännere, sos kann ech en net en der Lihr behale (behalten) Rip, Allg.;
et is gr. van dohn (tun) sehr nötig Selfk;
de well of sein Dommheit, die e gemacht hät, noch gr. angeguckt sein Kobl-Bend;
do han ech mech net gr. drop gefraut Rip;
ek häbb mej net gr. angetrocken Wesel;
hei düht nit gr. wat (oder
necks Grots) Mörs-Orsoy;
do han ech mer nüs gr. drus gemach es ist mir nicht sehr nahe gegangen Rip;
er hot sich nit gr. bedacht; wat soll mer donn gr. druf san? Birkf;
ohne gr. ze froge ohne viel zu fragen Rip;
et hot gr. kei Weərt Birkf. — Im SNfrk, Klevld, NBerg nur in negativen Sätzen; daneben
grotts, z. B. ek häbb der grotts necks met te duhn nicht viel Klev-Calcar;
dor wet ek niet grotts wat van te vertelle; dor ös doch necks grotts derbei; wat ös dor grotts bei! Mörs-Orsoy;
he hät grotts kin Pin Mettm-OElsingen. — Manche MA. setzen für dieses
gr. grussartig. — β.
gr. opkicke sich sehr verwundern Rip, Allg.;
sech gr. on bret verwondere; sech gr. on br. üver jet ophale Rip;
sich gr. on klen verwongdere Monsch;
e hät mer alles kl. un gr. verzällt Rip, Allg.;
er hot mer gr. (langk) on brät (breit)
verziehlt Birkf. — 3.
subst. a.
grōs u.
-sjə Nahe, Birkf, Saarbr, Saarl [Saarl-Piesb
-ī:-; Saarl-Ensd
-ē:-; Saarbr-Heusweiler
grōslē; Wend-Leitersw Baumholder
grōsē];
-ū:- Mosfrk uSaar, Mos bis Koch [in Merz daneben
-ē:- u.
-ū:sχən, –ī:-];
-ō:- Neuw, Rip;
-ū·ə.- Dür, Aach;
-ō:- Neuss, Düss, Kref;
-ōtjə Emmerich
f. [
-χə, –tjə n.] Grossmutter [selten
m. Grossvater Aach]. RA.:
Dau gläfscht (glaubst)
och meih, äs dät dei Gr. en al Fra es; bərzäll (erzähle)
dei lo (diese Lüge)
deiner Gr.! Merz-Saarhölzb.
Do sproch ming Gr. at (schon)
von es ist eine alte Geschichte Ahrw.
Wenn meng Gr. Räder het, wir se en Omnibus Bitb.
Beschde bes (böse),
dann holl de Katz vor Gress on den Hond vor Schwor (Schwager),
da krischde ach gro Hor! Merz. Wortsp.:
Ne Gross (Gruss)
van de Gross (Grossmutter),
de Gr. hät de Hos (Husten) Rheinb-Queckenbg. —
Griss-cheskoppdoch, — moden udgl. wie zu Grossmutterszeiten. —
Gr. <
Grossmutter;
Fräuchen ist durchaus veralt.;
Bestemutter veralt. u. mehr verächtl. — b.
em grusse(n) [SNfrk, Klevld
in 't grote] wie
nhd.,
z. B. dat kof (driven) ech all em gr. Rip, Allg.;
em gr. geholt, os dat ganz egal wenn man alles in Betracht zieht, alles in allem Aden-Rieden;
se löggen (läuten)
em gr. alle Glocken Sieg-ODollend;
em gr.ən on ganzen wie
nhd. Allg. — c.
en Gruss an (und)
e Langet eine weitläufige Beschreibung, Erklärung Bitb-Geichl. —
Gr. dient zur Bezeichnung jeder räuml. Ausdehnung; doch meiden manche MA. den Gebrauch, wo bestimmtere Beiwörter zur Verfügung stehen,
z. B. lang Ben, decke Kopp, de Mul wit oprisse, en huhe Turn.