grau auch Großschr, einmal Zusammenschr ‘graugeworden’ GWBT2,172,13 v 2.10.97; auch abgekürzt ‘Gr.’; selten komp; öfter ‘das Graue’, daneben auch die substantivische Form ‘das Grau’ (bes in 1c) - Überwiegender Gebrauch in der Farbenlehre, wo die Mischfarbe ‘grau’, neben ‘schwarz’, ‘weiß’ u ‘braun’, den farblosen, unbunten Farben zugeordnet wird u als solche einerseits das unspezifisch-neutrale Dunkle, Schattenhafte jeder Farbe, andererseits einen bestimmten Helligkeitsgrad repräsentiert. ‘Graue Flächen’ u ‘Bilder’ fungieren im opt Versuch überwiegend als Lichtmedien mit mittlerem Lichtwert, mit deren Hilfe (an Hell- Dunkel-Grenzen) Farberscheinungen hervorgerufen werden. ‘Grau’ als Farbe physiol od phys Wahrnehmungsphänomene spielt demgegenüber eine geringe Rolle. Als Stimmungswert signalisiert die Farbe ‘grau’ sowohl in konkreter wie übertragener Bedeutung u kaum abweichend von traditioneller Symbolik die ganze Bandbreite des Traurigen, Trostlosen, Beklemmenden, des Leblosen, Starren, Kalten, Unfreundlichen u des Alltäglichen, Einfachen, Bescheidenen. 1 als Farbe von Gegenständen, Farberscheinung a in (poetisch) beschreibender Darstellung; auch mBez auf farbtheoret Ansichten α beim Menschen: meist von der verblichenen Haarfarbe als Zeichen des Alters od Folge seel Erschütterungen, auch Todesnähe, Vergänglichkeit, Weisheit, Würde uä signalisierend, gelegentl ‘g-es Haupt’, ‘g-e Schläfe’; selten als Augenfarbe [der Greis im Kloster zu Bruder Marcus:] Du siehest alle hier mit g-en Haaren, | Wie die Natur uns selbst zur Ruhe wies: | .. Nachdem wir Lebens Lust und Last erfahren, | .. War uns erlaubt, mit Ehren hier zu landen GWB16,175 Geheimnisse 113 Eines Abends sang er [der Harfner] ein Lied über seine g-en Haare; wir saßen alle um ihn her und weinten GWB23,30,4 Lj VII 4 Es ist .. unverantwortlich, fuhr er [der Schauspieler zum Major] fort, daß eure Schläfe schon g. sind GWB24,269,12 Wj II 3 Mann v50Jahren GWB1,225 Braut vKorinth 188 GWB152,222 Faust II Plp GWB28,95,21 DuW 12 in Enallage [Richter:] Wahrlich unsere Zeit vergleicht sich den seltensten Zeiten, | .. Denn wer gestern und heut’ in diesen Tagen gelebt hat, | Hat schon Jahre gelebt: so drängen sich alle Geschichten. | Denk’ ich ein wenig zurück, so scheint mir ein g-es Alter | Auf dem Haupte zu liegen, und doch ist die Kraft noch lebendig GWBHermDor V 233 uö von einer Person insgesamt iSv grauhaarig, bejahrt, alt; auch mit dem Nebensinn ehrwürdig, erfahren; öfter iVbdg mit ‘alt’ Wenn ich ihn denn finde, den wandelnden g-en Barden, der auf der weiten Haide die Fustapfen seiner Väter sucht [] AA100,14 Werth1 II~Werth2 [Junge Hexe:] Der Puder ist so wie der Rock | Für alt’ und g-e Weibchen GWBFaust I 4284 Verona’s g-e Bürger [nach Schlegel für: ancient citizens] mußten sich | Entladen ihres ehrenfesten Schmucks GWB9,173 RomJul 38 GWBFaust II 10343 GWB12,302 LöwenstuhlDrama 62 uö in Redensart, Sprichwort; einmal zugl metonym für eine ältere Person [Stella:] Daß man euch den Kummer nicht anrechnet, den ihr uns verursachet! [Fernando:] Ob du wohl g-e Haare davon gekriegt hast? — Es ist dein Glück, daß sie so blond ohne das sind GWB11,158,8 Stella III GWB16,135 MiedingsTod 78 GWB2,227 Sprichw 90 uö med: in der terminol Vbdg ‘g-er Star’ GWBN1,55,1 FlD 132 β als Farbe von Geistern, übernatürl Schattenwesen, symbolisch-allegorischen (Bühnen-)Erscheinungen, Schrecken, Tod, Bedrängnis, Leblosigkeit, Übersinnlichkeit symbolisierend da naht sich der Graus [die Hulden] | Und siehet so g. und so schattenhaft aus GWB1,206 Der getreueEckart 14 Vier g-e Weiber [allegor Personifikationen von Mangel, Schuld, Sorge, Not] treten auf GWBFaust II Regiebem vor 11384 GWBFaust II 11392 im Titelzitat von Jung-Stillings Zs ‘Der graue Mann’1) GWBTgb 21.5.18 γ als (spezif) Farbe von Gesteinen, Mineralien, Pflanzen, Früchten, Lebewesen (auch in der Tierfabel) ua Die Kalkalpen, welche ich bisher durchschnitten, haben eine g-e Farbe GWB30,22,26 ItR~GWBT1,168,13 v 9.9.86 eine gewisse Sorte g-er kleiner Äpfel GWB24,304,16 Wj II 4 [Reineke:] G. sind seine [Isegrims] Zotteln [Reinke de Vos: grouen pluggen] fürwahr, doch sucht man die Weisheit | Nur vergebens dahinter GWBReinF 11260 GWBB3,240,16 Merck 5.8.78 GWBT1,338,19 Apr 87 GWB1,147 Musen u Grazien in der Mark 39 uö zugl einen düsteren, abstoßenden, unheimlichen, leblosen od erhabenen Eindruck vermittelnd; auch in Anrede; öfter in kontrastierender Naturbeschreibung; einmal ‘g-er Ekel’ für Spinnweben Bey Sonnenaufgang die gegen meinem westlichen Fenster liegenden g-en widerwärtigen Kalkabhänge von dem allerschönsten Rosenroth gefärbt GWBTgb 24.7.28 Vor dir .. wie vor dem Anblick .. deiner Wolkenfelsen und wüsten Thäler, g-er Gotthard! wie vor jedem großen Gedanken der Schöpfung, wird in der Seele reg was auch Schöpfungskraft in ihr ist GWB37,323,18 WallfahrtEr winsGrab Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort | Erlkönigs Töchter am düstern Ort? — | Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau; | Es scheinen die alten Weiden so g. GWB1,168 Erlkönig 24 GWB28,216,24 DuW 13 GWB4,183 1.OdeBehrisch 31 GWB411,261,16 FrommeBetrachtgn uö in terminol Vbdg ‘g-e Wacke’ (vgl ‘Grauwacke’) GWBN10,41,10 Quarz Tongestein GWBN9,156,26 u 157,1fu4 Harzreise 1784 uö im Sprichwort, einmal mit kritischem Bezug auf Newtons These des ‘zusammengesetzten Lichts’ [Kaiser:] Wer kennt den Schelm in tiefer Nacht genau? | Schwarz sind die Kühe, so die Katzen g. GWBFaust II 5036 Hundert g-e Pferde machen nicht einen einzigen Schimmel GWBN11,100,10 MuR(1295) δ als flüchtige Farbe atmosphärischer Erscheinungen, von (Regen-)Wolken, bedecktem Himmel, Dunst, Nebel uä, auch vom Licht des Tages u der Dämmerung; öfter Trübsinn, Melancholie, Kälte, Starre signalisierend Ganz Böhmen überdeckt von Gewölk, niedrig schwebend, g., flockig, zottig, ungestalt, in jedem Momente sich in Wassergüsse aufzulösen drohend GWBN12,33,22 Wolkengest Alles war so öde, ein naßkalter Abendwind blies vom Berge, und die g-en Regenwolken zogen das Thal hinein AA108,8 Werth1 II=Werth2 G. und trüb und immer trüber | Kommt ein Wetter angezogen GWB4,136 Vs 1 Kaum riß der März das Schneegewand | Dem Winter von den hagern Seiten, | Der stürmend floh und hinter sich auf’s Land | Den Nebelschleier warf, der Fluß und Au | Und Berg in kaltes G. | Versteckt GWB51,36 Ein zärtlich jugendlicher 27 GWBB2,50,4 Kestner [25.12.72] GWB33,67,16 Camp GWBN51,309,6 EntoptFarb 40 GWBB46,249,21 HPogwisch 23.2.30 K uö in poetischer Umsetzung farbtheoret Überzeugungen von farberzeugenden trüben Medien Steht vor dem Finstern milchig G., | Die Sonne bescheint’s, da wird es Blau GWB2,219 GottGemütWelt 97 Was kommt nun aber der Regenbogen | An g-er Wand herangezogen? GWB3,191 Palinodien 3 Vs 12 uö in bildhaftem Zshg einen Zustand der Unwissenheit, Unkenntnis charakterisierend Wer in der Nacht steckt hält die Dämmrung schon für Tag, und einen g-en Tag für helle, was ists aber wenn die Sonne aufgeht? GWBB8,121,20 Weim Freunde [6.1.87] ε als Farbe von Gebrauchs- u Ausstattungsgegenständen, (unveredelten) Naturprodukten wie Papier, Leinwand (auch als Malgrund), Kleidung uä; einmal von Druckfarbe; als Farbe der Garderobe öfter auf Armut, Einfachheit, Subalternität od Trauer, gelegentl auch auf Würde, vornehme Schlichtheit, Bescheidenheit hindeutend; ‘g-es Zimmer’ für das Musikzimmer in G-s Geburtshaus Du hast mir allerley Papiere geschickt aber kein Conceptpapier; es liegt .. ganz unter den andern. Es ist ziemlich g. GWBB20,347,19 Christiane 2.6.09 [Carlos zu Clav:] Wirf die Reste einer erbärmlichen Leidenschaft von dir, die dich in jetzigen Tagen eben so wenig kleiden, als das g-e Jäckchen und die bescheidene Miene, mit denen du nach Madrid kamst GWB11,104,18 Clav IV Aber nun giebts noch einen [Goethe], den im g-en Biber-Frack mit dem braunseidnen Halstuch und Stiefeln, der in der streichenden Februarluft schon den Frühling ahndet GWBB2,233,16 Gfin Stolbg 13.2.75 Wilhelm hatte seit dem Verlust Marianens alle muntern Farben abgelegt. Er hatte sich an das G., an die Kleidung der Schatten, gewöhnt GWB21,185,16 Lj II 9 Für Herrn v. Wedel wird das hintere G-e Zimmer bereitet GWBB4,52,12 CEGoethe [Mitte Aug 79] GWBB3,121,3 ChStein 19.11.[76] GWBB50,78,13 Rinald 30.7.31 GWB28,183,7 DuW 13 GWBB34,229,23 Keferstein 12.5.21 K GWBFaust II 7010 uö als spezielle Kleiderfarbe der Geistlichkeit, Ordenstracht Bist du ohne Bedacht nicht oft bei Mondschein gekommen, | G., im dunkeln Surtout, hinten gerundet das Haar? | Hast du dir scherzend nicht selbst die geistliche Maske gewählet? GWB1,240 Vs 120 RömEleg VI uö idVbdg ‘g. und schwarze Brüderschaft’ für die Mönche des Franziskaner- u Dominikanerordens2) GWB14,310 Faust I Plp b als Farbe von Gemälden, Ton od Teil des künstlerischen Kolorits, Inkarnat; öfter ‘g. in g. (malen)’ für Grisaillemalerei, auch mBez auf die sinnl-sittl Wirkung Er [Hackert] bewies, daß die antiken Gemählde in Portici .. keine Harmonie hätten; daß die Gewänder alle mit ganzen Farben gemahlt wären .. daß das Fleisch in diesen Gemählden gemeiniglich zu roth wäre, oder gar zu blaß und g. GWB46,296,26 Hackert sie [Angelika Kauffmann] hatte .. ein Bild, nach Art älterer Florentiner, G. in G. gemahlt und es bei völlig entschiedenem und fertigen Helldunkel mit durchscheinender Farbe überzogen GWBN4,290,21 FlH VI diese Unsicherheit [in der malerischen Farbgebung] ist Ursache, daß man die Farben der Gemählde so sehr gebrochen hat, daß man aus [] dem G-en heraus, und in das G-e hinein mahlt, und die Farbe so leise behandelt als möglich GWBN1,349,19 FlD 894 GWB47,378,24 DresdnGalerie GWBB15,264,22 Nahl 12.10.01 K GWBN52, 194,19 Fl Plp uö c als Gegenstand der Farbenlehre, auch als abstr Begriff α als reale od optische Mischung, Mischfarbe aus Schwarz u Weiß od aus den Farben des Farbenkreises; auch als Bezeichnung für die Verdunkelung, Unreinheit, ‘Beschmutzung’ anderer Farben; öfter in polem Zurückweisung der Behauptung, die Mischung der Spektralfarben ergebe Weiß3); auch in aphorist Äußerung Aus dem Schwarzen und Weißen entsteht das G-e GWBN51,153,28 ElementeFl daß aus farbigen Pigmenten eben so wie aus Weiß und Schwarz nur ein G. zusammengesetzt werden könne GWBN51,152,7 ElementeFl 45 Auf einer Scheibe bringt man verschiedene Farben im Kreise neben einander an, dreht dieselben .. mit größter Schnelligkeit herum, und kann so .. alle möglichen Mischungen vor Augen stellen, so wie zuletzt auch die Mischung aller Farben zum G. GWBN1,226,20 FlD 561 wenn wir [zu den bisher gewonnenen Farbbezeichnungen] die Bezeichnungen von Hell und Dunkel hinzufügen wollten, ingleichen die Beschmutzungen einigermaßen andeuten, wozu uns die gleichfalls einsylbigen Worte Schwarz, Weiß, G. und Braun zu Diensten stehn GWBN1,244,5 FlD 611 GWBN51,134,15u18f ElementeFl 13 GWBB21,393,28 Reinhard 7.10.10 GWB2,219 GottGemütWelt 84 uö β als ‘farblose’, unbunte Farbe; als das jeder Farbe wesenseigene Schattenhafte, Dunkle, ‘Skieron’; in Bezug gesetzt zu Licht u Dunkelheit als ‘Repräsentant’ des (Halb-)Schattens, Farbe des Schattenlichts, des Halbdunkels Schließlich bemerke ich, daß wir alle Körper und Pigmente, welche entweder weiß, schwarz oder g. sind, farblos nennen GWBN51,136,2 ElementeFl 16 so sind die Farben durchaus als Halblichter, als Halbschatten anzusehen, weßhalb sie denn auch, wenn sie zusammengemischt ihre specifischen Eigenschaften wechselseitig aufheben, ein Schattiges, ein G-es hervorbringen N1,XXXVI,2 FlD Einl Man vergleicht also billig das .. G-e mit dem Schatten, der, so lange keine völlige Beraubung des Lichts vorgeht, gewöhnlich g. erscheint GWBN51,134,24 u 135,2 ElementeFl 14 GWBN52,415,3 Fl Plp GWBN1,102,17 FlD 249 uö als Farbwirkung, -eindruck von modifizierten, durch besonders starkes od schwaches Licht neutralisierten (bunten) Farben daß das Violette bei Nacht g. aussehe GWB341,240,12 ReiseSchweiz 1797 [G/Eckerm] Ein schwarzer Körper den man dem vollen Lichte aussetzt, wird eigentlich g., weil es einerlei ist, ob man ihm mehr Licht gibt, oder ihn mit einem weißen Körper vermischt GWBN51,135,15 ElementeFl 15 In der Dämmerung aber verschwindet das Minimum des specificirten Blau: es wird zu einem G. GWBB28,199,23 Boisserée 18.7.17 GWBN2,40,16 FlP 73 uö γ als (mittlerer) Helligkeitswert zwischen Licht u Dunkelheit; häufig als Farbe von Hilfsmitteln, Materialien im opt Versuch in der Funktion von Lichtmedien (als Bedingung, Untergrund, Gelegenheit von physiol u phys Erscheinungen); öfter ‘g-es Bild’, ‘g-e Fläche’ Ein großer Theil chromatischer Versuche verlangt ein mäßiges Licht. Dieses können wir sogleich durch mehr oder minder g-e Flächen bewirken, und wir haben uns daher mit dem Grauen zeitig bekannt zu machen GWBN1,14,12 FlD 35 uö zur Veranschaulichung von Kontrastphänomenen Ein g-es Bild auf schwarzem Grunde erscheint viel heller, als dasselbe Bild auf weißem GWBN1,15,12 FlD 38 GWBN1,15,3 FlD 37 uö als Teil einer Hell/Dunkel-Grenze, an der phys Farben (gedämpft) sichtbar werden G. auf Schwarz wird uns also durch’s Prisma alle die Phänomene zeigen, die wir .. durch Weiß auf Schwarz hervorgebracht haben. Die Ränder werden nach eben dem Gesetze gefärbt, und strahlen in eben der Breite, nur zeigen sich die Farben schwächer und nicht in der höchsten Reinheit GWBN51,63,19 BeitrOpt II 96 Verschiedene Schattirungen von G., stufenweise an einander gesetzt, je nachdem man das Dunklere oben oder unten hinbringt, werden [durchs Prisma betrachtet] entweder nur Blau und Violett, oder nur Roth und Gelb an den Rändern zeigen GWBN51,64,9 BeitrOpt II 98 GWBN1,102,8 FlD Titel GWBN1,141,5 FlD Titel GWB35,258,22 TuJ 1806 GWBN1,90,2 FlD 216 uö δ als Farbe, Färbung, Helligkeitsgrad physiol u phys Wahrnehmungsphänomene: von Nebenbildern, den Doppelbildern des rhombischen Kalkspats; auch in Zurückweisung der Interpretation der grauen Doppelbilder als zerlegtes Weiß Bei genauer Beobachtung dieses Phänomens [der Irradiation] läßt sich bemerken, daß die Bilder nicht scharf vom Grunde abgeschnitten, sondern mit einer Art von g-em, einigermaßen gefärbtem Rande, mit einem Nebenbild erscheinen GWBN1,95,18 FlD 231 daß jedes durch den gedachten Kalkspath verdoppelte Bild von dem Grunde participirt, über den es scheinbar hingeführt wird. Ein weißes Bildchen auf schwarzem Grunde wird als ein doppeltes g-es, ein schwarzes Bildchen auf weißem Grunde ebenmäßig als ein doppeltes g-es erscheinen GWBN51,239,23 u 240,2 EntoptFarb den ungeheueren Unsinn von einem doppelten G., aus dem das weiße Licht bestehn soll, damit nur ja das Schwarz bey den Erscheinungen keine Mitwirkung habe GWBB23,182,27 Seebeck 28.11.12 K GWBN51,244,6 EntoptFarb GWBN51,240,16u21 Entopt Farb uö ε als chemisches Farbphänomen wenn Holz .. durch Licht, Luft und Feuchtigkeit seines Brennlichen zum Theil beraubt wird; so erscheint erst die g-e, dann die schwarze Farbe GWBN1,204,18 FlD 498 GWBN1,269,18 u 270,1 FlD 680 uö 2 (bildhaft) metaphor a trüb, bedrückend, düster, trostlos, deprimierend der Gedanke, daß man immer enger und enger zwischen ungeheuren Gebirgen eingeschlossen wird, gibt der Imagination g-e und unangenehme Bilder GWB19,280,11 Br Schweiz II Von Wolken streifenhaft befangen | Versank zu Nacht des Himmels reinstes Blau; | Vermagert bleich sind meine Wangen | Und meine Herzensthränen g. GWB6,186 Div Nachklang 8 GWB23,268,12 Lj VIII 9 GWB48,116,27 Polygnot GWBB2,275,23 Gfin Stolbg 3.8.[75] uö ‘g. sehen’ Verzeihen Sie mir, daß ich so g. sehe; ich thue es, um nicht schwarz zu sehen GWBB24,153,3 Buchholtz 14.2.14 in wortspielerischer Konstruktion etymolog Verwandtschaft GWBFaust II 7096 in wortspielerischer Vbdg mit ‘Grauen’ iSv unerbittlich [Dämon der Unterdrückung, aus den Ruinen hervortretend:] Es ist noch allzu frisch, man könnt’ es wieder bauen; | Die g-e Zeit, wirkend ein neues Grauen GWB16,352 Epimen 367 speziell mBez auf Theorie u Wissenschaft iSv unlebendig, langweilig, trocken; einmal von personifizierten Abstrakta [Meph:] G., theurer Freund, ist alle Theorie, | Und grün des Lebens goldner Baum GWBFaust I 2038 Wir begriffen nicht, wie ein solches Buch [Holbachs ‘Système de la nature’] gefährlich sein könnte. Es kam uns so g., so cimmerisch, [] so todtenhaft vor .. daß wir davor wie vor einem Gespenste schauderten GWB28,68,16 DuW 11 GWBFaust I 2750 b unklar, verschwommen, schemenhaft, undeutlich; meist zur Kennzeichnung von räuml od zeitl Entferntem auch iSv weit entfernt, längst vergangen einen Brief .. in welchem .. von den schönsten Leckerbissen die Rede ist, von Kaviar .. besonders aber Spickgänsen, welche uns aus einer g-en, pommerschen Ferne gar freundlich entgegen leuchten GWBB21,437,3 Eybenbg [10.12.10 Korr B30,276] [Meph:] in g-er Dämmerferne [in ewig leerer Ferne GWBFaust II 6246] GWB152,33 Faust II Var in g-er Vorzeit GWB341,168,28 KuARheinMain GWBB34,90,18 Heß 11.1.21 ‘jdm einen g-en Dunst vor die Augen machen’: jdn täuschen, irreführen (in iron Polemik gegen Newton) GWBN4,366,14 Fl Taf 9 → GWBaschgrau GWBblaugrau GWBblaulichgrau GWBbläulichgrau GWBbuntgrau GWBDoppelgrau GWBdunkelgrau GWBgelblichgrau GWBgrünlichgrau GWBhechtgrau GWBhellgrau GWBHimmelgrau GWBkummergrau GWBlichtgrau GWBmauergrau GWBmäuse- GWBmohn- GWBnebel- GWBperl- GWBpurpur- GWBrauch- GWBrot- GWBrötlich- schmutzig- GWBschwarz- GWBsilber- GWBspinneweben- GWBweiß- GWBweißlich- GWBdunkelblaugrau GWBdunkelrotgrau GWBhellblaugrau schwarzblau- GWBvergrauen Syn zu 1a GWBaschfarben GWBmäusefarben zu 1cβ GWBdunkel GWBschattenhaft σκιερός zu 2a GWBdumpf GWBdüster GWBfinster GWBöde GWBtraurig GWBtrist GWBtrostlos GWBtrüb GWBtrübselig 1) vgl GSchwinge, Jung-Stilling als Erbauungsschriftsteller der Erweckung, 1994,65f 2) vgl ASchöne, Götterzeichen, Liebeszauber, Satanskult, 1982,184f 3) vgl LA II 3,265f Dorothea KühmeD.K.