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Friedrich

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Herder
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Friedrich

Bd. 2, Sp. 801
Friedrich, I., Barbarossa (Rothbart), der Hohenstaufe, geb. 1121, folgte seinem Vater als Herzog von Schwaben 1147, seinem Oheim Konrad III. 1152 als Kaiser, einer der größten Herrscher des Mittelalters. Er verfolgte während seines ganzen Lebens mit unbrechbarer Ausdauer u. scharfem Blicke den Plan, die Einheit des Reiches und die unumschränkte Monarchie herzustellen, wie sie unter Karl d. Gr. bestanden hatte. Zu diesem Zwecke wollte er den päpstlichen Stuhl der Kaisergewalt unterordnen, denn er wußte sehr wohl, daß Heinrich IV. und V., seine kaiserl. Vorfahren u. Blutsverwandten, von den deutschen Fürsten nur mit Hilfe des Papstes besiegt worden waren; außerdem hätte die freie Disposition über die Bisthümer u. Abteien dem Kaiser die unbestrittene Ueberlegenheit über die weltl. Großen gegeben. Die Vormauer des römischen Stuhles, den lombard. Städtebund, bekriegte er mit einer wahrhaft fürchterlichen Energie; ihre Unterwerfung sollte den Papst den kaiserl. Waffen zugänglich machen u. den republikanischen Geist brechen, der einem Kaiser, welcher die röm. Cäsarengewalt herstellen wollte, unendlich verhaßt sein mußte; die Unterwerfung dieser durch Industrie und Handel reichsten Städte Europas hätte es auch dem Kaiser möglich gemacht, einen regelmäßigen Finanzhaushalt einzuführen und sich ein stehendes Heer zu halten, mit welchem er die widerstrebenden Fürsten bändigen konnte. Fünfmal (1155, 1158, 1160, 1167, 1174) zog der Kaiser mit Heeresmacht nach Italien, zerstörte das trotzige Mailand von Grund aus, stellte 2 Gegenpäpste auf, verlor aber das einemal sein Heer durch Krankheiten und durch Heinrichs des Löwen Abfall die entscheidende Schlacht bei Legnano (29. Mai 1176). Nun schloß er mit dem Papste Alexander III. zu Venedig Friede, mit den lombard. Städten Waffenstillstand, der 1183 in den Konstanzer Frieden überging; er rettete von seiner übermächtigen Stellung so viel, daß er es sich und seinen Nachfolgern möglich machte, unter günstigen Umständen den alten Plan wieder aufzunehmen. Dann zertrümmerte er die furchtbare Hausmacht Heinrichs des Löwen, entriß ihm Bayern u. Sachsen sowie die Eroberungen über die Slaven und ließ ihm nur sein Allod Braunschweig u. Lüneburg. Seine Hausmacht hatte F. durch Hochburgund, die welfischen Güter in Oberschwaben, Tyrol u. Italien vermehrt, nun gelang es ihm auch, seinen Erstgebornen, Heinrich, mit Constantia, der Erbtochter von Neapel und Sicilien, zu vermählen (27. Juni 1186) u. so Süditalien für sein Haus zu gewinnen. In Deutschland selbst beugte sich alles vor dem Kaiser; er besetzte Bisthümer und Abteien nach Gutdünken, als die Nachricht, Jerusalem sei wieder in die Hände der Ungläubigen gefallen, ihn von der weiteren Verfolgung seiner Plane wegriß. Von der Begeisterung seiner Zeit für die Ehre des Kreuzes ergriffen zog er 1189 mit 100000 Mann, der Blüte der deutschen Ritterschaft, durch Ungarn u. Griechenland nach Kleinasien, erfüllte durch die Schlachten bei Philomelium und Iconium die Muselmänner mit Schrecken, ertrank aber auf seinem Siegeszuge d. 10. Juli 1190 im syrischen Flusse Calycadnus. Sein gleichnamiger Sohn, der Herzog F. von Schwaben, stiftete vor Akkon den Orden der deutschen Ritter, st. aber schon 1191 und von dem deutschen Kreuzheere kehrten nur wenige tausend zurück. — F. der Rothbart lebt wie Karl d. Gr. in der Volkssage fort; denn er machte wie jener seine Nation durch Siege hochgemuthet, zwang die Vasallen zum Gehorsam, schirmte den inneren Frieden und förderte die Künste und Wissenschaften; von F.s I. Hofe ging eine mächtige Anregung für den deutschen Minnesang aus.
3590 Zeichen · 47 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Friedrich

    Campe (1807–1813)

    Friedrich , — s, — en , ein Mannstaufname, im gemeinen Leben abgekürzt, Fritz, Friedel . Verkleinerungsw. Fritzchen, Fri…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Friedrich

    Goethe-Wörterbuch

    Friedrich in ElsässVolksl (s 1 e) auch ‘Friederich’, ‘Fridrich’; Akk auch ‘F-en’ 1 Figurenname (für Mitglieder adliger F…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Friedrich

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +10 Parallelbelege

    Friedrich , I., Barbarossa (Rothbart), der Hohenstaufe, geb. 1121, folgte seinem Vater als Herzog von Schwaben 1147, sei…

  4. modern
    Dialekt
    Friedrich

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Friedrich Friederich, Frederich m. PN.: 'Unsern leeven Frederich' (Ro 1712) Kohf. Hg. 11, 2; im Neckreim: Fritz Fratz Fr…

  5. Sprichwörter
    Friedrich

    Wander (Sprichwörter)

    Friedrich 1. Besser ein Friedrich als ein Hadrian. – Abraham a Sancta Clara. 2. Steht Kaiser Friedrich ohne Hut, bleibt …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit friedrich

62 Bildungen · 62 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von friedrich 2 Komponenten

fried+rich

friedrich setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

friedrich‑ als Erstglied (30 von 62)

Friedrich August I

Herder

friedrich·augusti

Friedrich August I. , König von Sachsen, geb. 23. Dezbr. 1750, Kurfürst von Sachsen 1763, selbständiger Regent 1768, sparsam, prunklos, die …

Friedrich August II

Herder

friedrich·augustii

Friedrich August II. , geb. 18. Mai 1797, vom 30. Sept. 1830 Mitregent seines Oheims, des Königs Anton, seit dem 6. Juni 1836 König, regiert…

Friedrich Franz

Herder

friedrich·franz

Friedrich Franz , Großherzog von Mecklenburg-Schwerin, geb. d. 28. Febr. 1823, regiert seit dem 7. März 1842.

Friedrich II

Herder

Friedrich II. , Kaiser, Enkel des Vorigen, Sohn Heinrichs VI. u. der sicil. Constantia, geb. 26. Dezbr. 1194, verlor seinen Vater schon 1197…

Friedrich III

Herder

Friedrich III. , der Schöne, geb. 1286, ältester Sohn Kaiser Albrechts I., Herzog von Oesterreich 1308, da sein Vater durch eine Verschwörun…

Friedrich ii., könig v. Preuszen

DWBQVZ

--- die briefe Friedrichs des großen an seinen vormaligen kammerdiener Fredersdorf. hg. u. erschlossen v. J. Richter. Berlin-Grunewald o. j.…

Friedrich IV

Herder

Friedrich IV. , als deutscher König F. IV., als Kaiser F. III., als Erzherzog F. V., geb. 21. Sept. 1415, Sohn Ernsts des Eisernen, zum Kais…

Friedrichroda

Meyers

Friedrichroda , Stadt im Herzogtum Gotha, im Tal des Schilfwassers am Nordfuße des Thüringer Waldes reizend gelegen, an der Staatsbahnlinie …

Friedrichsdor

Meyers

friedrich·s·dor

Friedrichsdor , preuß. Goldmünze, 1750–1857 zu 5 Tlr. Gold oder (seit 1830/31) 5 2 / 3 Tlr. Kurant, auch in Doppel- und Halbstücken; 35 Stüc…

Friedrichsdorf

Meyers

friedrich·s·dorf

Friedrichsdorf , Stadt im preuß. Regbez. Wiesbaden, Obertaunuskreis, 230 m ü. M., hat eine franz. reformierte Kirche, eine Privatlehranstalt…

Friedrichs Ehre

Meyers

friedrich·s·ehre

Friedrichs Ehre ( Honores Friderici ), von Bode 1787 eingeführtes Sternbild, jetzt nicht mehr gebräuchlich.

Friedrichsen

Meyers

friedrich·sen

Friedrichsen , Ernestine , Malerin, geb. 29. Juni 1824 in Danzig, gest. 21. Juli 1892 in Düsseldorf, bildete sich daselbst bei der Malerin M…

Friedrichsfeld

Meyers

friedrich·s·feld

Friedrichsfeld , Dorf im bad. Kreis Mannheim, Amt Schwetzingen, Knotenpunkt der badischen Staatsbahnlinie Mannheim-Konstanz wie der preußisc…

Friedrichsfelde

Meyers

Friedrichsfelde , Dorf und südöstlicher Vorort von Berlin, Kreis Niederbarnim, mit Station Lichtenberg-F. Knotenpunkt der Staatsbahnlinien F…

Friedrichsgraben

Meyers

friedrich·s·graben

Friedrichsgraben , Kanäle in den preuß. Regierungsbezirken Königsberg und Gumbinnen, die, 1689 bis 1697 von der Gräfin Katharina zu Waldburg…

Friedrichsgrün

Meyers

friedrich·s·gruen

Friedrichsgrün , Dorf in der sächs. Kreish. und Amtsh. Zwickau, hat eine evang. Kirche, Spinnerei, Weberei, Zigarrenfabriken und (1900) 2893…

Friedrichshafen

Meyers

friedrich·s·hafen

Friedrichshafen , Stadt im württemberg. Donaukreis, Oberamt Tettnang, 410 m ü. M., am Bodensee, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Bretten-F. …