Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
fast Adv.
fast Adv.
fast Adv. ‘beinahe, annähernd’, ahd. fasto ‘fest, eng, sicher, voll und ganz’, auch ‘sehr’ (um 800), mhd. vaste, vast ‘fest, nahe an, stark, sehr, recht’, asächs. fasto ‘fest, unerschüttert, eindringlich, gründlich, sehr’, mnd. vaste, mnl. vast(e), nl. vast, aengl. fæste ‘fest’, engl. fast ‘schnell’ ist das umlautlose Adverb zu dem unter fest (s. d.) dargestellten Adjektiv. Die heutige Bedeutung entwickelt sich aus der noch im Frühnhd. üblichen verstärkenden Funktion, vgl. ein vast (‘sehr’) gelehrter man (16. Jh.), die in Verbindung mit Zahlwörtern (weil er fast hundertjerig war, 16. Jh.) und mit einer Negation (do was doselbst nit vast ein gute schul, 16. Jh.) in die Bedeutung ‘beinahe, annähernd’ übergeht, vgl. fast um zwo uren ‘beinahe, gegen, etwa zwei Uhr’ (16. Jh.).